"Man muss nicht katholischer sein als der Papst"

Der Besuch des Vatikans gehört einfach dazu, wenn man die italienische Hauptstadt besucht. Dieser kleine Stadtstaat beherbergt 799 Einwohner, wird aber jedes Jahr von 6 Millionen Menschen besucht. Das bedeutet, dass auf jeden Einwohner 7.509 Touristen kommen. Die Touristen besuchen die Museen des Vatikans, die Sixtinische Kapelle, den Petersplatz und den Petersdom.

Der Vatikan mit dem Heiligen Stuhl ist effektiv eine absolute Monarchie, in der der Papst und der Bischof von Rom die exekutive, legislative und judikative Macht ausüben.

Ihr wollt Urlaub in Rom machen und den Vatikan besuchen? In diesem Artikel erfahrt ihr alles, was ihr über den Vatikan wissen müsst.

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Plant eure Reise in den Vatikan

Der Gianicolo, einer der Hügel Roms war einst die Residenz des römischen Adels.

Das Gelände des Vatikans ist voller archäologischer Überreste, die bis in die Antike zurückreichen. Mittlerweile ist der Vatikan quasi ein Freilichtmuseum mit über 2.000 Jahren Geschichte und Kunstgeschichte. Seit der Herrschaft von Kaiser Konstantin bis ins 4. Jahrhundert und während der Zeit des Kirchenstaates (752-1870) sammelten die Päpste seit der Hochantike Kunst.

Im Sommer findet man im Vatikan nur Hitze und viele Menschen.
Wer den Vatikan besuchen will, der sollte den Sommer vermeiden. |Quelle: Unsplash

Wie könnt ihr also euren Besuch im Vatikan planen?

Um den Vatikan von Deutschland aus zu erreichen, könnt ihr jederzeit Flüge nach Rom auf Skyscanner oder Momondo vergleichen. Es gibt eine Vielzahl von Flügen, darunter auch von Köln oder Berlin aus, für nur 34€.

Vom Zentrum Roms aus ist es nur noch ein kurzer Fußweg zum Vatikan über die Porta Sant'Anna nehmen. Es gibt viele Busse, die von Rom aus zum Vatikan fahren und an den Haltestellen Risogimento oder Largo di Porta Cavalleggeri halten. Um den Petersdom und die Museen im Vatikan zu besuchen, könnt ihr auch die Metrolinie A nehmen und an den Haltestellen Ottaviano oder Cipro aussteigen.

Im Vatikan gibt es keine Neben- oder Hochsaison, er ist das ganze Jahr über belebt und empfängt 16.438 Besucher pro Tag (6 Millionen jährlich). Die beste Zeit für einen Besuch im Vatikan ist im Herbst, Winter oder Frühling, da es dann tendenziell etwas ruhiger ist als im Sommer.

Was das Wetter betrifft, so herrscht im Vatikan ein mediterranes Klima, was zu warmem, trockenem Wetter im Sommer und milden Wintern führt.

Mit der Omnia Vatican Card erhaltet ihr zwei kostenlose Besuche und freien Zugang zu den öffentlichen Verkehrsmitteln für 113 €. Sie ist 3 Tage lang gültig und ermöglicht euch den Besuch einer der besten Kunstsammlungen der Welt. 

Ihr könnt euch auch Queue-Jump-Ticket für verschiedene Attraktionen im Vatikan kaufen. Es gibt viele Tickets, die das Kolosseum, die Villa Borghese, die Vatikanischen Museen, die Sixtinische Kapelle und den Apostolischen Palast kombinieren. Die Kuppel der Sixtinischen Kapelle, Apollo von Belvedere und Laokoon darf man auf keinen Fall verpassen.

Die top Sehenswürdigkeiten der Vatikanstadt

Was kann man im Vatikan alles sehen?

Trotz seiner geringen Größe beherbergt der Vatikan eine Fülle von Kunstwerken, die bis in die Antike zurückreichen. Egal ob als Pilger, praktizierender Christ oder einfach nur als Tourist, der Kunst und Geschichte liebt, im Vatikan gibt es für jeden etwas zu sehen und zu bestaunen.

Die Kunst im Vatikan ist beeindruckend.
Die Museen im Vatikan bieten tolle Kunstsammlungen. |Quelle: Unsplash

Zu den beliebtesten Attraktionen im Vatikan gehören:

  • Der Petersplatz
  • Petersdom (Basilika)
  • Die Sixtinische Kapelle
  • Die Vatikanischen Museen
  • Die Vatikanischen Gärten

Der Petersplatz wurde von Gian Lorenzo Bernini im barocken Stil gestaltet, um möglichst viele Pilger zu den Ansprachen des Papstes empfangen zu können. Verpasst nicht die Kuppel mit den Statuen und Werken von Michelangelo. Der Obelisk in der Mitte des Platzes wurde von Caligula aus Ägypten nach Rom gebracht. Er wurde ursprünglich vor fast 4.000 Jahren errichtet.

Der Petersdom wurde zwischen 1506 und 1626 erbaut und ist die größte christliche Kirche der Welt. Er empfängt jeden Sonntag 150.000 Besucher zum "Angelus-Segen". Außerdem ist der Dom die Ruhestätte des Heiligen Petrus und vieler anderer Päpste.

Zu den top Sehenswürdigkeiten im Vatikan zählt ohne Frage die Sixtinische Kapelle.

Sie wurde zwischen 1477 und 1483 erbaut und ist der Ort, an dem sich die Kardinäle treffen, um den neuen Papst zu wählen. Sie ist berühmt für das verschnörkelte Gewölbe, die Fresken von Michelangelo, einschließlich des Jüngsten Gerichts und Gemälde von Pietro Perugino, Botticelli, Ghirlandaio, Rosselli und Pinturicchio.

Schließlich gibt es noch die Vatikanischen Museen, die insgesamt 12 Museen umfassen, darunter die Pinakothek, das Gregorianische, Ägyptische und Etruskische Museum sowie das Chiaramonti-Museum.

Die Museen sind sonntags geschlossen, aber von Montag bis Freitag geöffnet.

Die Geschichte der Vatikanstadt

Auch wenn der Vatikan seit den Lateranverträgen vom 11. Februar 1929 als souveräner Staat anerkannt ist, reicht seine Geschichte bis in die römische Antike zurück.

Die Geschichte des Vatikans geht auf die Zeit zurück, als der Vatikanhügel die Heimat des römischen Adels war, darunter Agrippina, die Mutter von Caligula und Großmutter von Nero. Caligula baute den Circus von Nero. Der Obelisk auf dem Petersplatz stammt aus dieser Zeit.

Nach dem Untergang des Römischen Reiches wurde der Vatikanhügel zur Residenz der Päpste. Im 5. Jahrhundert baute Papst Symmachus einen Palast auf dem Petersplatz.

Alte Kunst findet im Vatikan ihre Heimat.
Der Vatikan bietet uralter Kunst eine Heimat. |Quelle: Unsplash

Während des Feudalzeitalters erhielten die Päpste zahlreiche Schenkungen von Königen und Fürsten, was dazu führte, dass sie ein riesiges Vermögen besaßen. Der Papst wurde zu einem der größten Grundbesitzer in Europa und war Herr über den Kirchenstaat, was dem Vatikan erlaubte, seine Macht zu behaupten.

Während der italienischen Renaissance waren die Päpste regelrechte Kunstmäzene. Auch wenn die Autorität des Papstes durch humanistische Ideale immer wieder in Frage gestellt wurde, konnten die Päpste ihre Kunstsammlungen immer weiter vergrößern.

Vernunft, Individualismus, Kreuzzüge und politische und soziale Spannungen zwischen den Familien Medici, Orsini, Borgia und Colonna trugen alle dazu bei, die Macht des Papstes zu verringern. Paradoxerweise war dies die Zeit, in der die größten Gebäude im Vatikan gebaut wurden:

  • Die Sixtinische Kapelle
  • Der Petersdom
  • Cortile del Belvedere

Der Einmarsch von Napoleons Truppen in Latium im Jahr 1798 führte dazu, dass der Vatikan unter französische Kontrolle geriet. Er wurde nach dem Fall des französischen Reiches 1815 befreit, aber die Einigung Italiens führte 1870 zum Verschwinden des Kirchenstaates und trieb den Papst zurück in den Vatikan.

Da Rom zur Hauptstadt Italiens erklärt und die Macht des Papstes geschwächt war, kam es zu dem als Römische Frage bekannten Streit zwischen Italien und dem Papsttum.

Dieser wurde am 11. Februar 1929 beigelegt, als der Vatikan als souveräner Stadtstaat anerkannt wurde, in dem der Papst die politische und geistliche Autorität über das Gebiet erhielt.

Warum lohnt sich ein Besuch der Vatikanischen Museen?

Wenn ihr Rom besucht, denkt ihr wahrscheinlich daran, das Forum Romanum, die Piazza Navona, den Trevi-Brunnen und das Pantheon zu besuchen.

Aber lohnt es sich, den Vatikan besuchen, wenn ihr weder katholisch noch ein Fan von großen Menschenmengen seid?

Kunst und Architektur Fans kommen im Vatikan auf ihre Kosten.
Der Vatikan ist nicht nur Sitz des Papstes, sondern auch Heimat für tolle Kunst und Architektur. |Quelle: Unsplash

Hier sind einige gute Gründe, warum es sich immer lohnt, den Vatikan zu besuchen:

  • Die Kunstsammlungen
  • Der Apostolische Palast
  • Europäische Kunst und Geschichte
  • Archäologische Ausgrabungen

Jedes Jahr besuchen 4 Millionen Menschen die Vatikanischen Museen, was kaum verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass sich 2.000 Jahre Geschichte auf mehreren Kilometern Korridoren verteilen. Sie können verschiedene Zeitalter der Geschichte erkunden:

  • Das Gregorianisch-Ägyptische Museum: von der Jungsteinzeit bis zum Zeitalter der Pharaonen
  • Das Gregorianisch-Etruskische Museum: mit Objekten aus archäologischen Ausgrabungen vom 9. Jahrhundert v. Chr. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr.
  • Das Ethnologische Museum: mit seiner Sammlung von über 80.000 Kunstgegenständen aus prähistorischer Zeit.
  • Das Museum Pio Clementino: Das größte der 12 Museen mit Sammlungen aus der griechischen und römischen Antike.

Im Apostolischen Palast befindet sich die Sixtinische Kapelle, die die meisten Besucher des Vatikans anzieht. Sie wurde am 15. August 1483 eingeweiht und wird wegen der Kuppel und der von Michelangelo gemalten Fresken regelmäßig besucht.

Zusätzlich zu diesen Sehenswürdigkeiten könnt ihr euch die Nikolauskappel und die Raffael-Gemächer anschauen, die mit Meisterwerken der italienischen Renaissance gefüllt sind. Schließlich solltet ihr die Bramante-Treppe nicht verpassen!

Wir empfehlen euch, den Vatikan entweder früh am Morgen oder am späten Nachmittag zu besuchen, um die Menschenmassen zu vermeiden.

Vor eurem Besuch im Vatikan ist es außerdem sinnvoll, sich zu überlegen, etwas Italienisch zu lernen. Obwohl Latein auch die offizielle Sprache des Vatikans ist, bringt einem Italienisch viel. Zum Glück gibt es viele talentierte Italienisch-Lehrer auf Superprof, die euch dabei helfen können.

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Elissa

Leidenschaftliche Weltenbummlerin, Köchin und Lebensgenießerin.