"Alle Geschichte ist Zeitgeschichte" - Benedetto Croce

Die Geschichte der Vatikanstadt wird oft mit der Geschichte Roms und des Römischen Reiches in einen Topf geworfen. Und natürlich kann man die Geschichte des Vatikans nicht von der Geschichte Roms trennen.

Der Vatikan ist heute der Sitz des Heiligen Stuhls der katholischen Kirche. Der Ort des Vatikans ist jedoch schon seit der Antike von Bedeutung. Er hat fast 2.000 weltliche Angestellte, doppelt so viele Menschen wie die gesamte Bevölkerung des Vatikans. Alles im Vatikan ist Eigentum des Heiligen Stuhls und es ist unmöglich, Immobilien in der Vatikanstadt zu erwerben. Der Wert des Landes wird aber auf etwa 1,35 Milliarden Dollar geschätzt.

Wie ist also das kleinste Land der Welt so reich geworden?

In diesem Artikel wirft Superprof einen Blick auf die Geschichte des Vatikans.

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Der Vatikan: Eine Geschichte mit uralten Wurzeln

Auch wenn der Vatikan erst am 11. Februar 1929 durch die Lateranverträgen zum Stadtstaat wurde, reicht seine Geschichte bis ins Römische Reich zurück.

Bis zum Ende der Römischen Republik (von 509 v. Chr. bis 27 v. Chr.) war der Vatikan nur eine kleine Ebene am Ufer des Tibers mit einem kleinen Hügel, dem Vatikanhügel. Der Vatikanhügel liegt zwischen dem Gianicolo, einem der sieben Haupthügel Roms, und dem Monte Mario. Der Name Vaticanus geht etymologisch auf das Wort "vaticinium" zurück, was soviel wie "Orakel" bedeutet, da in der römischen Antike viele Wahrsager an diesem Ort tätig waren.

Historiker betrachten den Vatikan als Stadt der Etrusker, bekannt als Vaticum, wobei der Vatikanische Hügel nie innerhalb der Stadt Rom lag. Der Vatikanhügel war ein Urlaubsort für römische Adlige, die Paläste und Luxuswohnungen bei den unter Caligula angelegten kaiserlichen Gärten bauen ließen.

In der Römerzeit findet die katholische Kirche ihren Ursprung.
Die katholische Kirche geht auf die Zeit der Römer vor über 2000 Jahren zurück. |Quelle: Unsplash

Auch Agrippina die Ältere, die Mutter von Caligula und Großmutter von Nero, ließ mehrere Villen bauen. Caligula (12-41) ließ während seiner kurzen Regierungszeit (37-41) den Circus Vaticanus anlegen, zu dem auch der Obelisk gehörte, der sich heute in der Mitte des Petersplatzes befindet.

Unter der Herrschaft von Nero (37-68) wurden viele christliche Märtyrer auf dem Circus Maximus verfolgt.

Der heilige Petrus selbst wurde dort in einer Nekropole begraben, an der Stelle, wo Konstantin (272-337) 300 Jahre später die erste Basilika auf den Ruinen des römischen Circus errichten sollte.

Erkennt ihr, wohin das führt?

An dieser Stelle befindet sich heute der Petersdom, der zwischen 1506 und 1626 erbaut wurde. Der Vatikanhügel war Treffpunkt des Widerstandes gegen Ketzerei und Heidentum (wie die Christen es ab dem 6. Jahrhundert nannten, um Nicht-Christen zu stigmatisieren).

Seit jeher finden zahlreiche Museen im Vatikan ihre Heimat.

Der Vatikan im Mittelalter

Nach dem Fall des Römischen Reiches im Jahr 476 wurde der Vatikanhügel zur Residenz für die Päpste. Papst Symmachus baute Ende des 5. Jahrhunderts einen Palast, in dem sich politische und religiöse Führer aufhalten konnten.

Während der Zeit Konstantins und des Königreiches der Langobarden erhielten die Päpste viele Schenkungen, vor allem Landbesitz, was den Papst im Laufe der Jahrhunderte zu einem der größten Landbesitzer in Europa machte. Das half dabei, die Macht der römisch-katholischen Kirche und des Vatikans zu legitimieren. 

Kaiser Konstantin I. gab Papst Silvester im Zuge der Konstantinischen Schenkung die Oberhoheit über die Ostkirche und die kaiserliche Macht über den Westen. Dieser Prozess stellte sich im Jahr 1440 allerdings als Fälschung heraus.

Fürher gehörten viele Ländereien dem Vatikan.
Dem Vatikan gehörte früher mehr Land, als nur der Vatikanstaat. |Quelle: Unsplash

Im 8. Jahrhundert halfen Schenkungen von Pippin dem Jüngeren 754 und Karl dem Großen 774 bei der Schaffung des Kirchenstaates, der von 752 bis 1870 unter der Autorität des Papstes stand. Die Schenkungen führten dazu, dass Ländereien, die zuvor von den Langobarden besetzt waren, an den Papst abgetreten wurden und dessen Macht legitimierten. Die gefälschte Schenkungsurkunde von Konstantin trug zur Legitimation des Kirchenstaates bei und diente den Interessen der Karolinger.

Der Vertrag von Venedig im Jahr 1177 bekundete die Unabhängigkeit des Kirchenstaates vom Heiligen Römischen Reich. Der Kirchenstaat herrschte im 14. Jahrhundert über Mittelitalien: Rom, Ostia, Sabina, Ancona, sowie Enklaven im Königreich Neapel und Avignon.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten des Vatikans erzählen die gesamte Geschichte nach.

Der Vatikan während der italienischen Renaissance

Die Päpste wurden während des Mittelalters mächtiger als Könige und Kaiser, aber ihre große Autorität wurde im 14. Jahrhundert aus verschiedenen Gründen zunehmend angefochten:

  • Soziale Umwälzungen
  • Die Pest, die in Europa wütete
  • Politische Krisen
  • Religiöse Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten
  • Rationalisierung

Zu Beginn der Renaissance entwickelte sich ein Wissensdurst, bei dem die Beherrschung der Wissenschaften und die Leistung des Menschen einen höheren Stellenwert bekamen als die Gottes.

Die humanistische Bewegung trieb viele wichtige Männer in die Natur- und Geisteswissenschaften. Der Papst erschien dem Volk als Monarch und nicht als der allmächtige Vertreter Gottes auf Erden.

Dank der finanziellen Unterstützung des Vatikans konnten viele Künstler arbeiten.
Im 15. und 16. Jahrhundert finanzierte der Vatikan viele Künstler. |Quelle: Unsplash

Dem Kirchenstaat verhalfen treue Gefolgsleute zu unermesslichen Reichtümern und so wurden die Päpste der Renaissance zu Mäzenen der Künste. Sie bauten die Stadt Rom wieder auf und profitierten von den Entdeckungen in Amerika.

Das Papsttum des 16. Jahrhunderts war radikal konservativ und wehrte sich gegen den Wandel, den die Aufklärung brachte und den das übrige Europa als Fortschritt empfand.

Erst mit der Wahl von Papst Nikolaus V. (1447-1455) ließ sich das Papsttum auf die italienische Renaissance ein. Sie bauten den Vatikanpalast, der ab 1447 eine der Residenzen des Papstes war. Papst Sixtus IV (1471-1484) und Papst Innozenz VIII (1484-1492) waren die ersten Päpste der Renaissance. Streitigkeiten zwischen mächtigen italienischen Familien wie den Orsini, Colonna, Borgia und Medicis belasteten die Kirche schwer.

Unter der Herrschaft von Papst Julius II. wurde die Decke der Sixtinischen Kapelle von Michelangelo bemalt und Rom wurde zur Heimat der sakralen Kunst. Der heutige Petersdom wurde bemalt, die Vatikanischen Gärten wurden umgestaltet und auch der Belvedere wurde unter Julius II. gebaut.

Die vom Vatikan gesammelten Kunstwerke, allen voran die Statue von Laokoon mit seinen Söhnen und von Apollo von Belvedere, wurden später in den Vatikanischen Museen ausgestellt. Die Päpste waren die ersten, die ihre Kunstsammlungen öffentlich machten.

Bei einem Besuch in der Vatikanstadt solltet ihr euch die Museen auf keinen Fall entgehen lassen.

Der Vatikan in der Neuzeit

Nach der Französischen Revolution zogen Napoleons Truppen unter Leitung des Direktoriums am 6. Februar 1798 in Rom ein.

Der Papst war gezwungen, seine Macht aufzugeben, um seine geistliche Macht zu behalten. Er wurde gezwungen, Rom zu verlassen und der Kirchenstaat fiel unter die Kontrolle des Direktoriums. 1808 annektierte Napoleon den Kirchenstaat, aber nach dem Wiener Kongress und der Abdankung Napoleons I. 1815 wurde der Vatikan wieder abgetreten.

In den 1860er Jahren war der Kirchenstaat nur noch auf Rom und die italienische Region Latium beschränkt. Teile wurden von Piemont annektiert und nach der Niederlage von Napoleon III. gegen Preußen wurde der Kirchenstaat in das Königreich Italien integriert. Rom wurde zur Hauptstadt eines geeinten Italiens erklärt. Im Jahr 1900 wurde der Kirchenstaat von Papst Leo XIII. abgeschafft und der Papst residierte ab dem Zeitpunkt im Apostolischen Palast.

Die katholische Kirche hat viele Anhänger verloren.
In der modernen Zeit muss sich die katholische Kirche neu definieren. |Quelle: Unsplash

Historisch gesehen war Rom der Sitz der Macht des Papstes und nach der Einigung Italiens kam es zu einem Streit, der als Römische Frage bekannt wurde. Papst Pius IX. widersetzte sich dem Risorgimento (Wiedervereinigung Italiens) zwischen 1848 und 1870. Als die italienische Armee am 20. September 1870 Rom annektierte, bedeutete dies das Ende der Herrschaft des Kirchenstaates über Latium.

Die Römische Frage wurde mit den Lateranverträgen zwischen Mussolini und dem Heiligen Stuhl gelöst, die letzteren als souveränen Staat, eine absolute Wahlmonarchie durch göttliches Recht, anerkannten. Der Vatikan verfügt seitdem über ein reiches architektonisches und kulturelles Erbe in ganz Europa und wird jedes Jahr von 6 Millionen Touristen besucht.

Bei einer Tour durch die Vatikanstadt könnt ihr alles über die Geschichte vor Ort erfahren. 

Bevor ihr den Vatikan besucht, könnt ihr darüber nachdenken, etwas Italienisch zu lernen. Obwohl Latein als offizielle Sprache des Vatikans anerkannt ist, kommt ihr mit Italienisch viel weiter. Es gibt viele talentierte Italienisch-Lehrer auf Superprof, die euch dabei helfen können.

Es gibt drei verschiedene Arten von Unterrichtsmethoden: private Nachhilfe, Online-Nachhilfe und Gruppenkurse, alle mit ihren Vor- und Nachteilen. Bevor ihr eine Entscheidung trefft, solltet ihr euch also über die Lernziele und Erwartungen Gedanken machen.

Bei privater Nachhilfe sitzt ihr nur mit eurem Lehrer zusammen. Dieser kann euch dann einen Unterricht anbieten, der genau auf eure Wünsche und Stärken angepasst ist. Für solche Art von Unterricht muss man meist etwas mehr zahlen, da sich der Lehrer hier deutlich gezielter vorbereiten muss. 

Online-Nachhilfe bieten viele der gleichen Vorteile wie private Nachhilfe, aber euer Lehrer sitzt nicht mit euch in einem Raum, sondern bietet den Unterricht über die Webcam an. Auch diese Art der Nachhilfe bietet viele Vorteile. So sinkt beispielsweise der Preis, weil die Reisekosten für den Lehrer anfallen.

Bei Gruppenkursen schließlich arbeiten mehrere Schüler und ein Lehrer zusammen. Hier müsst ihr euch die Betreuung durch den Lehrer mit anderen teilen, ihr werdet aber auch nicht so viel pro Stunde bezahlen müssen.

Es liegt an euch, die Geschichte des Vatikans mit Italienisch-Kenntnissen kennenzulernen.

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Elissa

Leidenschaftliche Weltenbummlerin, Köchin und Lebensgenießerin.