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 Finde das passende Italienisch-Sprachzertifikat

Von Nelly, veröffentlicht am 11/01/2019 Blog > Sprachen > Italienisch > Sprachtest Italienisch: So kannst Du Dein Niveau messen!

Es gibt die verschiedensten Italienisch-Zertifikate. Alle haben gemeinsam, dass zumindest eine Grundkenntnis der Sprache vorhanden sein muss, die es im Laufe der Sprachprüfungen unter Beweis zu stellen gilt.

In diesem Artikel stellen wir Euch die wichtigsten italienischen Sprachzertifikate vor und erläutern die wichtigsten Unterschiede.

Eins vorab: Alle Sprachdiplome richten sich an Personen, deren Muttersprache nicht Italienisch ist.

Sprachzertifikat Italienisch: An wen richtet sich der CILS?

Die Abkürzung CILS steht für“Certificazione di competenza di italiano come lingua straniera“ und ist ein Zertifikat der Sprachkompetenz für Italienisch als Fremdsprache. Dieses Diplom wird von der Universität Siena ausgestellt.

Besonders häufig treten Studenten zum Test an, die die Absicht haben, in Italien zu studieren. Neben dieser Gruppe interessieren sich auch viele Berufstätige, die im professionellen Kontext Verbindungen zu Italien haben.

Dieses Diplom iwrd vom italienischen Außenministerium anerkannt! Das CILS-Zertifikat öffnet Euch viele Türen in Italien | Quelle: pixabay

Das CILS-Diplom prüft 6 verschiedene Sprachstufen, die über den Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen festgelegt sind.

  • Die Stufe A1 richtet sich an Anfänger. Hier werden in der Prüfung einfache Sätze, sowie alltägliche Ausdrücke und Konversationen getestet.
  • Auch die A2-Stufe zielt auf Anfänger ab. Im Gegensatz zum A1 Niveau sind die Prüfling hier schon autonomer in der Ausdrucksweise, dem Vokabular und der Grammatik.
  • Die nächste Stufe bildet das B1-Niveau, das sogenannte CILS UNO. Die etwas fortgeschritteneren Italienischlernenden sollten die essentiellen Punkte einer Konversation verstehen und kurze Geschichten erzählen können.
  • In der B2-Prüfung (CILS DUE) wird erwartet, dass auch technischeres und komplexeres Vokabular beherrscht und verstanden wird.
  • Die Sprachlevel C1 und C2 richten sich an Personen, deren Italienisch als fließend definiert wird, und die – ähnlich wie Muttersprachler – Inhalte auch mühelos verstehen können, wenn diese durch einen Akzent „abgefälscht“ werden.

Unabhängig davon, auf welchem Niveau Ihr Euch testen lassen wollt, solltet Ihr Euch auf folgende Aufgaben vorbereiten:

  • Hör- und Leseverständnis (bspw. über Audioaufnahmen oder Texte)
  • Schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit
  • Grammatik und Wortschatz

In Deutschland gibt es verschiedene Prüfstellen für das CILS.  Fragt am besten bei Sprachschulen in Eurer Nähe nach.

Aufgepasst, es gibt keinen Fixpreis für das Zertifikat. Vergleicht am besten die Preise der Schulen und italienischen Kulturinstitute in Eurer Nähe!

Um perfekt auf die Prüfung vorbereitet zu sein, bieten zahlreiche Sprachschulen spezifische CILS-Kurse an. Ansonsten könnt Ihr Euch natürlich auch im Selbststudium dafür lernen oder Euch von einem Superprof unterstützen lassen.

Da dieses Zertifikat wird auch vom Italienischen Außenministerium anerkannt wird, zählt es zu den beliebtesten italienischen Sprachdiplomen. Kein Wunder also, dass seit 1993 bereits über 100.000 Personen an den Prüfungen teilgenommen haben!

Wann lohnt sich der PLIDA als Italienisch Sprachtest?

Die Abkürzung PLIDA steht für „Progetto Linguia Italiana Dante Alighieri“ und bedeutet übersetzt das Projekt der Italienischen Sprache Dante Alighieri. Wer über ein solches Diplom verfügt, dem wurden im Laufe verschiedener Tests Kenntnisse der italienischen Sprache nachgewiesen.

3,2,1... Bereit für Italien? PLIDA-Absolventen sind in italienischen Unternehmen und Universitäten gerne gesehen! | Quelle: pixabay

Ähnlich wie im CILS können sich Prüflinge im PLIDA-Zertifikat auf 6 Sprachniveaus von A1 bis C2 testen lassen. Der Unterschied zwischen beiden Zertifikaten liegt in der ausstellenden Organisation. So wird das PLIDA-Zertifikat von der Dante Alighieri Gesellschaft ausgestellt (das CILS hingegen von der Universität Siena).

In ganz Italien ist das Diplom hoch angesehen. So erkennen verschiedene Ministerien und Universitäten das Zertifikat an.

Ganz unabhängig davon sehen Recruiter solche Zertifikate natürlich sehr gern, denn sie werten Euren Lebenslauf ungemein auf!

Grundsätzlich werden im PLIDA verschiedene sprachliche Kompetenzen getestet, welche die wichtigsten Achsen der Sprache bilden:

  • Verstehen
  • Schreiben
  • Lesen
  • Sprechen

Natürlich werden die Anforderungen an die Prüflinge hinsichtlich der verschiedenen Niveaus angepasst.

Darüber hinaus können 2 weitere Unterkategorien des PLIDA-Zertifikats erworben werden:

  • PLIDA Juniores für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren. Inhaltlich ist dieser Test speziell auf junge Teilnehmer angepasst. Die Testniveaus reichen von A1 bis C1.
  • PLIDA Commerciale für Berufstätige, die Italienisch im Wirtschafts- und Finanzbereich nutzen. Hier reichen die Tests von B1 bis C1.

Es gibt auch hier verschiedene Möglichkeiten zur Vorbereitung auf die Prüfung. So könnt Ihr beispielsweise bei der Dante Alighieri Schule einen zweiwöchigen PLIDA-Vorbereitungskurs belegen (Kostenpunkt 750€ für 30 Wochenstunden).

Auch lokale deutsche Sprachschulen bieten ähnliche Kurse an. Alternativ oder ergänzend dazu könnt Ihr den Stoff in Eigeninitiative erarbeiten. Solltet Ihr dabei Unterstützung brauchen, könnt Ihr auf einen Superprof zählen, der Euch gerne bei Euch zuhause beim Lernen unterstützt.

Warum lohnt sich der DITALS als Sprachtest Italienisch?

Das DITALS Zertifikat („Didattica dell’italiano come lingua straniera“) richtet sich an Personen, welche die italienische Sprache unterrichten wollen.

Endlich das DITALS-Zertifikat in den Händen halten! Ein DITALS -Diplom kann Dich im Leben weit bringen! | Quelle: pixabay

Genau wie der CILS wird auch der DITALS von der Universität für Ausländer in Siena organisiert.

Im Gegensatz zu anderen Sprachdiplomen bescheinigt der DITALS neben den reinen Sprachkenntnissen auch die Fähigkeit, Italienisch zu unterrichten.

Dabei können angehende Italienischlehrer sich in einem von zwei Niveaus testen lassen:

  • Im DITALS I werden Basiskenntnisse in der Sprachendidaktik vorausgesetzt. So sollten Prüflinge beispielsweise ihren Unterricht problemlos an bestimmte Zielgruppen (Kinder, Jugendliche, Ausländer, ältere Personen, Berufstätige, Erwachsene) anpassen können.
  • Das DITALS II hingegen stellt Lehrer mit  fortgeschrittenem Level in der Sprachendidaktik auf den Prüfstand. Vor allem für formellere Kurse und heterogene Gruppen ist Erfahrung erforderlich, da Lehrer sich an die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer anpassen können müssen.

Da im DITALS sowohl Theorie als auch Praxis getestet werden, ist es durchaus sinnvoll, sich entsprechend auf die Prüfung vorzubereiten.

Die Leonardo da Vinci Schule bietet spezielle Vorbereitungskurse für das DITALS in Mailand an. Für einen zweiwöchigen Besuch des Unterrichts bezahlen Schüler dort 1380€. Auch in Deutschland bieten vereinzelte Sprachschulen ähnliche Kurse an. Ansonsten besteht natürlich auch die Möglichkeit, sein Italienisch via Apps zu verbessern und auszubauen.

Die Prüfung selbst muss in Mailand abgelegt werden.

Italienisch Zertifikat: Teste Deine Kenntnisse mit dem CIC

Das CIC-Zertifikat wird von der Universität Perguia ausgestellt und steht für “ Certificato dell’italiano commerciale“, zu Deutsch: Zertifikat des Wirtschaftsitalienisch.

Im Vergleich zu den anderen hier aufgelisteten Diplomen ist das CIC das professionellste und berufsbezogenste. Daher ist es kaum verwunderlich, dass gerade Arbeitgeber besonders viel Wert auf diese Auszeichnung legen.

Stellt Eure Kenntnisse im Wirtschaftsitalienisch unter Beweis! Bereit für den Einstieg ins italienische Berufsleben? Der CIC macht’s möglich! | Quelle: pixabay

Prüflinge können sich für eines der beiden Niveaus testen lassen:

  • Das CIC Intermedio, welches dem B1 Niveau des Europäischen Referenzrahmens entspricht
  • Dem CIC Avanzato, welches mit dem C1 Level gleichgesetzt werden kann

Beide Stufen testen 5 essentielle Sprachkenntnisse:

  • Leseverständnis: Kann der Prüfling Informationen aus mehr oder weniger komplizierten Texten extrahieren?
  • Hörverständnis: Kann der Prüfling einer italienischen Unterhaltung folgen? Fortgeschrittene Schüler sollten sich auch von Dialekten und typischen Redewendungen nicht in die Irre führen lassen.
  • Grammatik und Vokabeln: Beherrscht der Prüfling die Vokabeln der Businesswelt sowie Höflichkeitsformeln?
  • Schriftlicher Ausdruck: Kann der Prüfling korrekte Sätze bilden und nutzt die Abfolge von Subjekt, Verb, Adverbien und Adjektiven korrekt?
  • Mündlicher Ausdruck: Kann der Prüfling sich korrekt ausdrücken und aktiv an einer Unterhaltung teilnehmen?

Zur Vorbereitung könnt Ihr Euch an eine Sprachschule in Eurer Nähe wenden, beispielsweise an die Peri Pasolini Schule in Frankfurt am Main. Alternativ könnt Ihr ein italienisches Kulturinstitut in Eurer Nähe kontaktieren, das Euch mit der Vorbereitung und weiteren Informationen zu Ptüfungsterminen weiterhelfen kann.

Beachtet auch, dass die Kosten für die Prüfung variieren können. Im Haus des italienischen Kulturinstituts in Köln kostet die Prüfung aktuell 102€.

Zusammengefasst:

  • Zunächst einmal solltet Ihr wissen, welches Ziel Ihr mit einem italienischen Sprachdiplom verfolgt.
    • Für Studenten, die gerne an einer italienischen Universität studieren möchten, bieten sich das CILD oder PLIDA an.
    • Für Berufstätige, oder Personen mit Ambitionen, in Italien zu arbeiten, empfehlen wir das CIC oder PLIDA Commercial.
    • Für (angehende) Italienischlehrer ebnet Euch der DITALS den Weg.
  • Seid ehrlich bei Eurer sprachlichen Einstufung! Stuft Euch nicht absichtlich in B1 ein, obwohl Ihr tatsächlich das Niveau B2 habt. Denn eine sehr gute B1 Note ist weniger wert als ein guter B2 Abschluss. Gleiches gilt natürlich auch für höhere Niveaus. Um solche Situationen zu vermeiden, macht Ihr am besten zunächst einen Einstufungstest.
  • Vorbereitung ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Prüfung. Kümmert Euch daher rechtzeitig um Vorbereitungskurse, Privatunterricht oder Materialien für das Selbststudium wie beispielsweise Italienisch-Apps.
  • Zusammengefasst sind PLIDA und CILS allgemeine Sprachzertifikate, während DITALS und CIC ein spezifischeres Publikum ansprechen.
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