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Das PLIDA-Zertifikat – Ist das etwas für mich?

Von Nelly, veröffentlicht am 06/12/2018 Blog > Sprachen > Italienisch > Wann lohnt sich der PLIDA als Italienisch Sprachtest?

Es gibt weltweit rund 70 Millionen Menschen, deren Muttersprache Italienisch ist. Hinzu kommen circa 125 Millionen Italienischsprachige, die die Sprache Dantes als zweite Sprache, sprich nicht als Muttersprache, erlernt haben.

Die 125 Millionen Nicht-Muttersprachler können das PLIDA Sprachzertifikat erwerben. Die Abkürzung PLIDA steht für „Progetto Linguia Italiana Dante Alighieri“ und bedeutet übersetzt das Projekt der Italienischen Sprache Dante Alighieri. Wer über ein solches Diplom verfügt, dem wurden im Laufe verschiedener Tests Kenntnisse der italienischen Sprache nachgewiesen.

Ähnlich wie das CILS oder CELI können sich Prüflinge im PLIDA-Zertifikat auf verschiedene Sprachniveaus testen lassen. Diese reichen von A1 bis C2. Die Zertifikate unterscheiden sich hauptsächlich in der Organisation, welche diese ausstellt. So wird das PLIDA-Zertifikat von der Dante Alighieri Gesellschaft ausgestellt, das CILS von der Universität Siena und das CELI von der Universität Perugia.

Neugierig? Hier findet Ihr alles, was Ihr über das PLIDA-Zertifikat wissen müsst!

Was ist PLIDA?

Das PLIDA-Sprachzertifikat wird von der Dante Alighieri Gesellschaft vergeben. Diese hat dazu ein Abkommen mit dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten geschlossen, welches das Diplom anerkennt.

Doch auch über dieses Ministerium hinaus wird das PLIDA-Diplom von vielen Organisationen und Instanzen genutzt, um Italienischkenntnisse nachzuweisen. Hier lassen sich beispielsweise das Ministerium für Arbeit und das Ministerium für Unterricht, Universum und Forschung in Italien nennen.

Der Der Dichter Dante Alighieri ist das italienische Äquivalent zu Goethe und Schiller. Der berühmte italienische Dichter ud Philosoph Dante Alighieri ist Namensgeber der Gesellschaft, welche das PLIDA-Diplom ausstellt. | Quelle: pixabay

Wer also das PLIDA besteht, der kann sich sicher sein, dass dieses Zertifikat auch in den höchsten italienischen Instanzen bekannt ist und als Nachweis der Sprachkenntnisse akzeptiert wird.

Ganz gleich, ob Ihr ein Auslandssemester in Italien absolvieren wollt, in einem italienischen Unternehmen arbeiten möchtet oder ob Ihr Euch einfach für Italien interessiert – ein PLIDA-Zertifikat ist in jedem Fall ein Alleinstellungsmerkmal auf Eurem Lebenslauf!

Doch nicht nur das! Studenten, die den B2 bzw. C1 Test bestehen, bleiben die Sprachprüfungen an den meisten italienischen Universitäten erspart. Diese sind für ausländische Studenten normalerweise verpflichtend. Beachtet hierbei, dass Ihr für ein Auslandssemester an einer Universität in Italien mindestens das Niveau B2 haben müsst!

Die verschiedenen Testniveaus des PLIDA

Wie auch das CILS bewertet das PLIDA 6 verschiedene Sprachniveaus – von A1, dem Anfängerniveau, bis C2, was einem sehr fließendem und fast perfekten, zweisprachigen Sprachlevel gleichgesetzt wird.

Diese Sprachhierarchie wird vom Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprache festgelegt wird.

Die Sprachstufen gehen vom Anfängerlevel A1 bis zum Muttersprachlerniveau C2. Ob Spanisch, Französisch, Italienisch oder Englisch – der Europäische Referenzrahmen definiert die 6 verschiedenen Sprachniveaus. | Quelle: pixabay

Ihr könnt bei der Anmeldung selber entscheiden, auf welches Niveau Ihr Euch testen lassen möchtet. Dabei ist es sehr wichtig, das richtige Niveau einzuschätzen. Meldet Euch nicht für B2 an, obwohl Ihr eigentlich ein C1 Niveau habt, nur um B2 Bestnoten zu erhalten. Denn es gilt: lieber eine gute C1 Note als eine exzellente B2 Note.

Doch über die wohlbekannten 6 Niveaus A1 bis C2 hinaus gibt es noch weitere Unterkategorien des PLIDA-Tests:

  • PLIDA Juniores richtet sich an Jugendliche im Alter zwischen 13 und 18 Jahren. Der Inhalt dieses Sprachtests wurde speziell auf junge Teilnehmer angepasst und bietet Tests für die Niveaus von A1 bis C1 an.
  • PLIDA Commerciale wendet sich an Personen, die die italienische Sprache im Wirtschafts- und Finanzbereich lernen und nutzen. Dieses Zertifikat bestätigt die Sprachkompetenz für drei der insgesamt 6  Niveaustufen des Europäischen Referenzrahmens: B1, B2 und C1.

Wie wird im PLIDA-Test bewertet?

Auch wenn sich  die 6 Sprachniveaus inhaltlich voneinander unterscheiden, bleibt der allgemeine Aufbau des Tests in allen Stufen ähnlich. So müssen in den Prüfungen 4 Kompetenzen nachgewiesen werden:

  • Verstehen,
  • Schreiben,
  • Lesen,
  • Sprechen.

Mit diesen Tests werden die Hauptachsen des Spracherwerbs auf den Prüfstand gestellt. Denn wer eine Sprache beherrschen will, der muss sich schriftlich und mündlich ausdrücken können und sein Gegenüber verstehen können. Selbstverständlich werden die Erwartungen an die Prüflinge hinsichtlich der verschiedenen Niveaus angepasst.

  • Die Stufe A1, auch Einführungsniveau genannt, richtet sich an Anfänger der italienischen Sprache. Sie bestätigt die Kenntnis sehr konkreter, einfacher Ausdrücke. Dabei sollten Prüflinge einfache Phrasen verstehen sowie mit schlichten, kurzen Sätzen beantworten können. Subjekt, Verb, Adjektive und Adverbien sollten dabei beherrscht werden.
  • Die Stufe A 2 (Intermediärstufe) bestätigt und vertieft die italienischen Grundkenntnisse. Wenn auch fortgeschrittener als im A1 Niveau befinden sich Lernende immer noch in der Anfangsphase des Spracherwerbs. Italienischvokabular, italienische Grammatik und ein besseres Verständnis der Aussprache können hier abgefragt werden.
  • Die Stufe B 1 wird als Schwellenstufe bezeichnet. Hier sollten die zentralen Punkte einer Diskussion oder Unterhaltung verstanden werden. Detaillierte Nuancen hingegen müssen noch nicht erfasst werden. Auch bekannte Redewendungen und Ausdrücke könnten in den Prüfungen eine Rolle spielen. Ebenfalls wichtig ist es, die eigene Meinung über gewisse Themen kundgeben zu können oder von einem Ereignis erzählen zu können.
  • Die Stufe B 2 zertifiziert ein fortgeschrittenes Italienischniveau. Prüflinge sollten auch in komplizierteren Kontexten in der Lage sein, ihr Gegenüber zu verstehen (starker Akzent oder Fachvokabular). Darüber hinaus sollte es kein Problem darstellen, eine spontane Unterhaltung mit Muttersprachlern über aktuelle Themen wie Sport oder Kunstgeschichte zu führen.

Mit Dante sollten fortgeschrittene Schüler der italienischen Sprache vertraut sein. Ab dem C1 Niveau sollten auch Aspekte der italienischen Kultur, wie beispielsweise italienische Klassiker, bekannt sein. | Quelle: pixabay

  • Die Stufe C 1 zeugt von einer starken Vertrautheit mit der italienischen Sprache und Kenntnissen des Landes (historisches und kulturelles Wissen). Komplexe Unterhaltungen sollten problemlos verstanden werden, und das Vokabular sollte breit gefächert sein. Auch sollte der Prüfling nicht nach Vokabeln suchen müssen, sondern seine Gedanken fließend formulieren können. Des Weiteren können auch non-verbale Aspekte wie beispielsweise die Tonalität unter die Lupe genommen werden.
  • Die Stufe C 2 bestätigt eine sehr fortgeschrittene sprachliche Kompetenz, die mit der von Muttersprachlern zu vergleichen ist. Hier sollte so gut wie jedes Wort verstanden werden. Auch komplexe Themen sollten problemlos diskutiert werden können. Idealerweise kann der Lernende dabei auch sprachlich nuancieren.

Wie Ihr seht, bestehen große Unterschiede zwischen den verschiedenen Stufen. Stellt sicher, dass Ihr Euch für das richtige Niveau entscheidet.

Die Dauer der Prüfungen variiert ebenso wie der Inhalt von Prüfung zu Prüfung:

PLIDA-Niveau Mündliches Verständnis Schriftliches Verständnis Schriftlicher Ausdruck Mündlicher Ausdruck Gesamt
A1 35 min 30 min 40 min 10 min 1h 55 min
A2 25 min 30 min 40 min 10 min 1h 45 min
B1 35 min 30 min 50 min 10 min 2h 05 min
B2 35 min 30 min 50 min 10 min 2h 05 min
C1 35 min 45 min 90 min 15 min 3h 05 min
C2 40 min 45 min 135 min 15 min 3h 55 min

Um den PLIDA-Test zu bestehen und das Zertifikat zu erhalten, müssen in den 4 Kategorien (Italienisch verstehen, Italienisch schreiben, Italienisch lesen und Italienisch sprechen) mindestens 18/30 Punkten erreicht werden.

Kennt Ihr schon das DITALS-Sprachzertifikat?

Wie kann ich mich für den PLIDA-Test vorbereiten?

Wer eine Sprache lernen möchte, der muss geduldig sein. Dabei ist es egal, ob Ihr Französisch lernen wollt oder Euer Englisch verbessern oder Euch auf Chinesisch oder Japanisch unterhalten können möchtet. Natürlich gilt das auch für das Erlernen der italienischen Sprache.

Wie für jeden anderen Test auch werdet Ihr Euch auf die PLIDA-Prüfungen vorbereiten müssen. Im besten Fall nutzt Ihr die Zeit vor dem Test, um Euch noch einmal intensiv mit der Sprache auseinander zu setzen. Denn so steigen Eure Chancen auf eine gute Prüfungsleistung.

Wer sich erfolgreich auf die Tests vorbereiten möchte, dem stehen verschiedene Lernwege zur Verfügung.

Die Dante Alighieri Schule bietet einen zweiwöchigen PLIDA-Vorbereitungskurs an. Hier könnt Ihr, auf 30 Wochenstunden verteilt (3 Lektionen täglich), von Montag bis Freitag in die italienische Sprache eintauchen.

Besonders angenehm ist dabei die Gruppengröße. Um schnell Fortschritte zu machen, beschränkt die Schule die Teilnehmerzahl pro Kurs auf 1 bis 5 Personen. Der Kostenpunkt liegt hier bei 750€.

Mit alten Büchern lernen war gestern! Spielerischer geht es im Internet. Keine Lust, in verstaubten Bibliotheken Italienisch zu lernen? Bereitet Euch mit einem Lehrer auf den PLIDA-Test vor oder nutzt dazu kostenlose Italienisch Apps. | Quelle: pixabay

Neben der Dante Alighieri Schule gibt es noch zahlreiche weitere Sprachschulen, die diese Art von Vorbereitungskursen anbieten. Hierbei variiert der Preis und die Anzahl der Stunden, also vergleicht am besten lokale Angebote.

Doch nicht alle Teilnehmer des PLIDA-Tests besuchen einen solchen Vorbereitungskurs. Zahlreiche Prüflinge entscheiden sich auch dazu, sich autodidaktisch darauf vorbereiten. Das Internet bietet dazu zahlreiche Online Italienisch Kurse, aber auch kostenlose Italienisch Apps, oder Italienisch Bücher und Materialien.

Falls Ihr gelegentlich ein wenig externe Unterstützung braucht, aber nicht direkt einen kompletten Vorbereitungskurs buchen möchtet, können Euch auch Italienischlehrer (Italienisch Nachhilfe oder Italienisch Privatunterricht) unter die Arme greifen.

Wo kann ich den PLIDA-Test absolvieren und was kostet die Teilnahme?

Die Dante Alighieri Gesellschaft ist die einizge Einrichtung, welche das PLIDA-Zertifikat ausstellt und die Prüfungen organisieren darf.

Die Dante Aligieri Gesellschaft hat im Laufe der Jahre verschiedenen Einrichtungen weltweit genehmigt, den PLIDA-Test in ihren Örtlichkeiten durchführen zu lassen. In Deutschland ist dies aktuell in folgenden Einrichtungen möglich:

Weitere Informationen zum PLIDA-Zertifikat könnt Ihr hier finden. Die verschiedenen Zentren und Einrichtungen bieten circa einmal monatlich einen PLIDA-Test an. Beachtet bei der Anmeldung, dass es sinnvoll ist, einen Zeitpuffer zu haben. So habt Ihr Zeit, einen Italienischkurs zu besuchen oder Euer Niveau zu verbessern und Euch perfekt auf die Prüfung vorzubereiten.

Die Kosten liegen bei circa 65€ für die Niveaus A1 und A2, 85€ für die B1-Stufe, 95€ für B2 und 135€ für die beiden C-Niveaus C1 und C2.

Hinzu kommt eine eine jährliche Mitgliedsgebühr von 15€. Diese Mitgliedschaft bei der Dante Alighieri Gesellschaft bringt zahlreiche Vorteile bei Partnerunternehmen mit sich.

Zusammengefasst:

  • Das PLIDA-Zertifikat bestätigt das Italienischniveau gemäß dem Europäischen Referenzrahmen (A1 bis C2) und wird von den höchsten italienischen Instanzen anerkannt. So stellt Ihr sicher, dass Ihr italienische Universitäten besuchen könnt (beispielsweise im Rahmen des Erasmus-Programms) und wertet Euren Lebenslauf auf.
  • Aufgepasst bei der Wahl des Testniveaus! Stellt sicher, dass das von Euch gewählte Level auch Eurem tatsächlichen Italienischniveau entspricht. Findet die richtige Balance zwischen zu einfach und zu kompliziert.
  • Vorbereitung ist alles im PLIDA-Test. Hierbei gibt es zahlreiche Methoden, ob gratis oder kostenpflichtig, online oder offline. Falls Ihr Euch für einen Privatunterricht in Italienisch nachdenkt, findet Ihr hier bei Superprof sicherlich den Richtigen in Eurer Stadt!

Kennt Ihr auch schon das CIC-Zertifikat?

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