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Wie kann man effizient und erfolgreich Japanisch lernen?

Von Anna, veröffentlicht am 24/04/2019 Blog > Sprachen > Japanisch > So kannst Du Deinen Japanischkurs optimal vorbereiten

Du hast Dich dazu entschlossen, Japanisch zu lernen? Um schnell voran zu kommen und Erfolgserlebnisse zu haben, braucht es eine gute Portion Motivation, aber auch die richtige Vor- und Nachbereitung.

Auch wenn Japanisch im Vergleich eher als einfach Sprache gilt (zumindest von der grammatikalischen Struktur her), ist sie doch sehr weit vom Deutschen entfernt und somit automatisch „schwierig“ für uns (ähnlich wie das Russische, Arabische oder Chinesische …).

Um diese uns fremde Sprache also gut zu lernen, ist es in der Regel nötig, sich Hilfe zu holen. Sei es in Form eines Sprachaufenthalts in Japan oder über einen Kurs in einer Sprachschule oder mithilfe eines Privatlehrers für Japanisch.

Abgesehen von dem regelmäßigen Unterricht wird es aber auch nötig sein, dass Du fleißig selbst lernst, wiederholst und die nächste Lektion gut vorbereitest, damit das alles überhaupt einen Sinn hat.

Hier einige Tipps, was Du selbst unternehmen kannst, damit Dein Japanischkurs ein voller Erfolg wird.

Japanische Vokabeln lernen mit System

Dir zu überlegen, auf welche Art und Weise Du Vokabeln lernen und wiederholen möchtest, ist einer der ersten und wichtigsten Schritte. (Das gilt natürlich für jede Fremdsprache …).

Es kann nerven und man ist oft zu faul, aber der Wortschatz ist einfach das A und O einer jeden Sprache. Du kannst die Grammatikregeln noch so gut beherrschen, wenn Du die Struktur nicht mit Wörtern füllen kannst, wird es Dir schwerfallen, erfolgreich zu kommunizieren.

Beim Vokabeln Lernen reicht es in der Regel nicht, ein Wort nur ein paar Mal gehört zu haben. Man muss die Vokabeln aktiv lernen und wiederholen, sodass man sie langfristig im Kopf behält. Auch das sogenannte Bulimie-Lernen wird Dir hier nichts bringen. Das ist schön und gut, wenn Du für eine wichtige Prüfung kurzfristig etwas reinpressen musst, aber in diesem Fall willst Du die Sprache ja systematisch lernen und Dich langfristig verbessern.

Deshalb ist es wichtig, auch ältere Vokabeln immer wieder zu wiederholen, damit Du diese nicht nach einer Weile wieder vergisst. Am besten nutzt Du dafür ein Karteikartensystem. Dieses kann physisch sein (also ein echter Kasten mit echten Karteikarten aus Papier drin) oder virtuell (also Apps oder Vokabelprogramme wie Anki, phase6, Quizlet & Co.).

Wie lerne ich am besten Vokabeln? Am besten lernt man Japanisch-Vokabeln immer noch mit guten, alten Karteikarten. | Quelle: Pexels

Der Sinn dabei ist, die zu lernenden Wörter je nach Kenntnisstand in drei Kategorien (Fächer) einzuordnen:

  • Im ersten Fach befinden sich neue Karteikarten, die noch nicht gelernt wurden.
  • In der Mitte befinden sich die Karten, die noch wiederholt und erneut gelernt werden müssen.
  • Im dritten Fach schließlich befinden sich die Karteikarten, die schon perfekt beherrscht werden.

Dieses System basiert auf der Wiederholung der Lerninhalte über einen längeren Zeitraum hinweg, sodass sie nicht nur kurzfristig, sondern eben langfristig gelernt werden. Deshalb ist es wichtig, die Karteikarten immer wieder zur Hand zu nehmen und zu wiederholen.

Wenn man eine Lernkarte herausholt und die Antwort weiß, wird sie anschließend in das nächste Fach gelegt (z. B. von Fach 1 in Fach 2). Wenn man den Inhalt noch nicht wiedergeben kann, bleibt sie im aktuellen Fach oder rutscht sogar wieder eins zurück (z. B. von Fach 3 zurück in Fach 2).

Um besser zu lernen und die Wörter in Zusammenhang zu setzen, kannst Du auch komplexere Lernkarten anlegen. Dabei kannst Du die Wörter zum Beispiel nach Wortgruppen ordnen:

  • Verben
  • Nomen
  • Adjektive
  • Partikel (Präfixe, Suffixe usw.)
  • Ausdrücke („Guten Tag“, „Entschuldigen Sie bitte …“ usw.)

Eine weitere Möglichkeit ist, Mindmaps mit ganzen Wortfamilien zu machen. Dabei kannst Du entweder nach dem Wortstamm gehen („schreiben“, „Schrift“, „Schriftsteller“, „Schreibtisch“, „Kugelschreiber“ …) oder nach dem semantischen Wortfeld („schreiben“, „Stift“, „Blatt“, „Seite“, „Zeitung“, „Buch“, „lesen“ …).

Gerade am Anfang kann es sinnvoll sein, die japanischen Wörter in Romaji, also lateinischen Buchstaben zu notieren, da Dein Gehirn diese Schrift mehr gewohnt ist und vermutlich besser behalten kann. Später, wenn Du die japanischen Schriften besser beherrschst, kannst Du auch die Symbole in den Kana und Kanji hinzufügen.

Abgesehen davon kannst Du natürlich auch Karteikarten (und/oder Apps) benutzen, um die japanischen Schriftzeichen an sich zu lernen. In diesem Fall wäre auf der Vorderseite der Karteikarte das Zeichen, auf der Rückseite die entsprechende Silbe (Katakana, Hiragana) oder der entsprechende Begriff (Kanji).

Tipp: Mit der App Duolingo kannst Du in den ersten Lektionen des Japanischkurses die japanischen Silbenzeichen spielerisch lernen und wiederholen.

Das darf nicht fehlen: Deutsch-Japanisches Wörterbuch und Lehrbuch Japanisch

Um erfolgreich Japanisch zu lernen, solltest Du auch einige Referenzwerke zu Hause haben, um nicht auf einmal nicht mehr weiter zu wissen, wenn Du alleine an Deinen Sprachkenntnissen arbeitest. Wörterbuch, Lehrbuch, Grammatikheft, Übungsbuch – das sind Deine Freunde!

Beim Lehrbuch ist es wichtig, das richtige Buch fürs richtige Niveau und entsprechend des Lernziels zu kaufen. Dein Japanischlehrer kann Dir dabei sicher behilflich sein (bzw. bei einem Gruppenkurs ist das Kursbuch ziemlich sicher vorgegeben).

Brauche ich ein Japanisch-Deutsches Wörterbuch? Ein gutes Wörterbuch darf bei keinem Sprachkurs fehlen! | Quelle: Visualhunt

Schauen wir uns aber zunächst einmal die Wörterbücher an. Vergleiche gut die verschiedenen Optionen. Japanisch ist eine sehr nuancenreiche Sprache und ein Wort kann je nach Kontext viele verschiedene Bedeutungen haben. Ein kleines Reisewörterbuch wird also eher nicht reichen.

So ein Wörterbuch benutzt man in der Regel während der kompletten Lernzeit (also im Idealfall ein Leben lang). Deshalb solltest Du bei dieser Anschaffung nicht zu sehr geizen und es eher als eine Art Investition in die Zukunft sehen.

Abgesehen vom Online-Wörterbuch wadoku.de, das immer gut ist, wenn Du mal „eben schnell“ etwas nachschauen willst, kommen folgende Papierwörterbücher für Dich infrage:

  • Langenscheidt Universal-Wörterbuch Japanisch: die kleinere, günstigere Variante
  • Langenscheidt Großwörterbuch Japanisch-Deutsch: die größere, umfangreichere Variante
  • Großes japanisch-deutsches Wörterbuch: für die Hausbibliothek; sehr umfangreich (in zwei Bänden) und ziemlich teuer
  • Der große Wortschatz Japanisch in zwei Bänden: kein konventionelles Wörterbuch, sondern Wortschatz nach Themen sortiert; nicht nur Wörter, sondern auch Ausdrücke und Redewendungen
  • PONS Bildwörterbuch Japanisch: kein konventionelles Wörterbuch, sondern Wortschatz nach Themen und mit Bildern

Weitere Infos zum Thema Japanisch-Wörterbücher findest Du hier.

Kommen wir zu den Japanischlehrbüchern. Auch da gibt es eine große Auswahl, die teilweise den Schwerpunkt unterschiedlich setzen:

  • Japanisch für Dummies: Wie es schon auf dem Buch selbst steht, handelt es sich dabei eher um einen Sprachführer, als ein ganzheitliches Lehrkonzept. Wenn Du vor einer Japanreise Dein Japanisch auf ein gewisses Grundniveau bringen willst bzw. Dich einfach durchschlagen können möchtest, ist das super, aber zum richtig systematisch Japanisch lernen eher nicht geeignet. Nettes Plus: einige Infos zur Geschichte Japans, japanischen Küche, dem Alltagsleben in Japan usw.
  • Japanisch Schritt für Schritt: Hierbei handelt es sich tatsächlich um eine ganzheitliche Lehrmethode in mehreren Bänden je nach Niveau. Das Sprachbuch ist für Selbstlerner geeignet, aber auch begleitend zum Sprachunterricht mit einer Lehrerin. Für Band 1 sind explizit keine Vorkenntnisse erforderlich und positiv fällt die ausführliche Einführung in die japanische Sprache auf. Wirf doch bei Amazon einfach mal einen „Blick ins Buch“.
  • Japanisch, bitte! neu: Wenn es ums Erlernen von Fremdsprachen geht, ist auch der Klett-Verlag immer eine gute Adresse. Der Anfängerkurs besteht aus einem Kursbuch und Audio-CDs und führt zu Niveau A1-A2.
  • PONS Power-Sprachkurs Japanisch: Einen Intensivkurs gibt es von PONS. Auch hier: Kursbuch, CDs und sogar Zugang zu Online-Übungen. Auch hier lohnt es sich, mal online einen Blick reinzuwerfen.

Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Anbieter und (Übungs-) Bücher zu speziellen Themen. So gibt es z. B. ein Buch „Japanisch für Manga-Fans“, mithilfe dessen man sich über die Faszination für Mangas der japanischen Sprache nähern kann. Oder man konzentriert sich erst einmal auf die Schrift und widmet sich den Büchern „Die Kana lernen und behalten“ und „Die Kanji lernen und behalten“. Selbst schreiben üben kann man dann beispielsweise mit PONS Schreiben üben! Japanisch.

Die Möglichkeiten sind zahlreich, klick Dich am besten einfach mal selbst durch und besprich die Vorschläge auch mit Deinem Japanischlehrer.

Nutze Apps, um Deinen Japanischkurs optimal vor-/nachzubereiten

Um erfolgreich Japanisch zu lernen, sollte man sich idealerweise täglich damit beschäftigen, auch wenn es nur ein paar Minuten am Tag sind. Da wir sowieso einen Großteil unseres Tages vor irgendeinem Bildschirm verbringen, kann man das auch gleich nutzen, um im Japanischen voranzukommen.

Wie kann ich noch effizienter Japanisch lernen? Ob Laptop, Tablet oder Smartphone: Apps helfen beim Sprachenlernen! | Quelle: Pexels

Dank vieler verschiedener Apps, ist es heute leichter denn je, japanische Wörter, Grammatik oder die Schriftzeichen spielerisch und jederzeit (auch unterwegs) zu lernen bzw. wiederholen:

  • Japanisch lernen mit Nemo: Diese App zum Japanisch Lernen ist eine der wenigen, die auf Deutsch erhältlich ist. Klassisches App-Lernen mit verschiedenen Lektionen und Wortpaketen.
  • Duolingo: der spielerische Klassiker zum Sprachen Lernen. Japanisch ist nur mit Ausgangssprache Englisch verfügbar. Lektionen nach Grammatikthemen bzw. Wortschatzfeldern. Die spielerische Struktur (nächste Lektion muss freigespielt werden) motiviert zusätzlich.
  • Learn Japanese!!: Interaktive App zum Japanisch Lernen (Ausgangssprache Englisch). Durch das Lösen verschiedener Aufgaben wird man gut herangeführt, dazu gehört z. B. auch, japanische Schriftzeichen auf dem Bildschirm zu „zeichnen“.
  • Kana Town: der Klassiker zum Erlernen der Kana (Hiragana und Katakana). Perfekt für den Anfang, wenn es erst einmal darum geht, die Schriftzeichen und entsprechende Aussprache zu erlernen. Ähnliche Alternative: Die App Kana – Hiragana and Katakana.
  • Japanisch lernen mit kawaii: Spielerisch Japanisch lernen im Manga-Style. Durch verschiedene Minispiele wird man an die japanische Schrift, Grammatik und Aussprache herangeführt. Wenn Du gerne auf dem Handy/Tablet zockst, ist das sicherlich eine gute Möglichkeit, Deinen Japanischunterricht mit Fun Factor zu ergänzen.

Mithilfe von Videos die Aussprache im Japanischen verbessern

Und natürlich dürfen wir auch nicht unseren guten alten Freund YouTube vergessen!

Abgesehen von Videos zu verschiedenen Grammatikthemen, ist dieses Medium natürlich vor allem für die Aussprache ein wichtiges Tool. Als Anfänger empfehlen wir Dir, gezielt nach bestimmten Wörtern oder Themenbereichen zu suchen. „Japanisch für Anfänger“ ist dabei sicherlich ein guter Suchbegriff, bei dem Du viele passende Videos findest.

Egal, ob Dir Alltagsausdrücke und sich vorstellen erstmal wichtiger ist, oder Du Dich gleich ins Alphabet und die Aussprache der unterschiedlichen Silben stürzen willst: Es ist für jeden etwas dabei!

Und wenn Du schon etwas besser Japanisch kannst, ist das natürlich die perfekte Möglichkeit, sich verschiedene Filme und Serien reinzuziehen. Viele kostenlose Japanisch-OV-Videos warten auf Dich!

Wichtig ist bei all diesen Möglichkeiten vor allem, dass Du Spaß an der Sache hast und es verstehst, Dich immer wieder zu motivieren! Mit Fleiß, Geduld und einer Leidenschaft für die japanische Sprache, Geschichte und Kultur wirst Du schneller ans Ziel kommen, als vielleicht geglaubt.

Und wer weiß? Vielleicht findest Du Dich schon bald in Tokio, Osaka oder Okinawa wieder und wirst in einer Tour für Deine tollen Japanischkenntnisse gelobt!

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