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Wie kann ich Mallehrer werden?

Von Lea, veröffentlicht am 28/08/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Malerei > Brauchst Du einen bestimmten Abschluss, um Mallehrer zu werden?

« Ein Lehrer ist besser als zwei Bücher. » – Deutsches Sprichwort

Aber wie lernt man unterrichten?

Schulnoten sind in den letzten Jahren umstritten, allerdings kam bei einer Umfrage von Februar 2019 von Civey heraus, das drei Viertel der Deutschen dagegen wären, Schulnoten abzuschaffen. Die Deutschen finden Noten also nach wie vor sinnvoll. Aber machen gute Noten auch gute Lehrer?

In diesem Artikel erklären wir Euch alles, was Ihr als Mallehrer wissen solltet.

Welche Ausbildung brauche ich, um Mallehrer werden zu können?

Die Malerei war schon immer Eure Leidenschaft, angefangen mit Euren ersten Bildern in der Kindheit bis zu wahren Kunstwerken heute? Ihr habt Euch dazu entschieden, Malerei unterrichten zu wollen, wisst aber nicht, wie Ihr Euer Ziel erreicht?

Ob und welche Ausbildung Ihr benötigt, um Mallehrer werden zu können, hängt stark davon ab, wo Ihr einmal Kunst unterrichten wollt. Ihr könnt Kunstlehrer an einer Schule werden, an einer Kunstschule Malerei unterrichten oder Privatlehrer für Malerei werden.

Egal, wofür Ihr Euch entscheidet, Ihr benötigt gute Grundlagen und müsst die wichtigsten Malerei Techniken kennen.

Kunstunterricht in der Grundschule

Schon in der Grundschule lernt man sehr früh die Farbenlehrer und welche Farben miteinander harmonieren.

Hier lernt Ihr auch, mit Pinseln und verschiedenen grundlegenden Techniken zu malen, z.B. wie Ihr einem Bild Perspektiven und Tiefe verleihen könnt. In der Schule ist der Kunstunterricht verpflichtend, daher lernt hier jeder die gleichen Grundlagen.

Kunstunterricht an der weiterführenden Schule

Am Gymnasium oder auf der Gesamtschule lernt Ihr weiterhin Kunst. In höheren Klassen könnt Ihr dann häufig wählen, wie sehr Ihr Euch für Kunst interessiert. Einige wählen statt Kunst dann Musik, andere entscheiden sich womöglich sogar für einen Kunst Leistungskurs.

An der weiterführenden Schule beschäftigt Ihr Euch sehr viel mit Kunstbewegungen wie dem Expressionismus oder Impressionismus und lernt auch viel Kunsttheorie, ebenso wie plastische Kunst mit Ton oder anderen Materialien. Ihr werdet hier nach einiger Zeit darin gefördert, Eurer Kreativität freien Lauf zu lassen.

Schon am Gymnasium merkt Ihr, dass Eure Kunstlehrer mit sehr viel mehr Leidenschaft hinter ihrem Fach stehen, als an der Grundschule.

In der Schule bekommt Ihr ein Grundverständnis für Kunst und Malerei vermittelt. | Quelle: Pixabay

Kunst als Studium

Nach dem Abitur habt Ihr die Möglichkeit, an einer Kunsthochschule oder Universität Kunst zu studieren.

Auch in Design Studiengängen oder in der Architektur habt Ihr viel mit Gestaltung und Zeichnen zu tun, allerdings hat das dann nicht mehr viel mit einer Tätigkeit als Malerei Lehrer gemeinsam.

Diese Abschlüsse braucht Ihr als Kunstlehrer an einer Schule

Um an einer deutschen Schule Kunst unterrichten zu können, müsst Ihr auf jeden Fall studieren. Dabei ist es egal, ob Ihr an einem Gymnasium, einer Gesamtschule oder einer anderen Schule unterrichten wollt. Ihr könnt Euch am Anfang des Studiums auf die Art der Schule festlegen. Bei einer Waldorf- oder Sonderschule braucht Ihr außerdem eine Zusatz-Ausbildung.

Ein reines Kunststudium ist allerdings nicht ausreichend – wie in jedem anderen Lehrberuf müsst Ihr Kunst auf Lehramt studieren. Bei diesem Studiengang macht Ihr in der Regel in 10 Semester einen Bachelor und Master of Arts. Ihr lernt alle theoretischen und praktischen Aspekte der Kunst, darunter die Kunstanalyse, Kunstgeschichte und die wichtigsten Techniken für Malerei, Zeichnen ebenso wie plastische Kunst.

Anders als im reinen Kunststudium lernt Ihr allerdings auch sehr viel über die pädagogischen Aspekte. Schließlich ist Pädagogik ein sehr wichtiger Bestandteil des Berufes als Lehrer. Nach dem Studium wisst Ihr, wie Ihr eine Unterrichtsstunde interessant und lehrreich gestaltet und wie Ihr am besten mit Euren Schülern umgeht, damit sie etwas lernen.

In Deutschland könnt Ihr an unglaublich vielen Universitäten Kunst auf Lehramt studieren. Zu den beliebtesten Unis gehören die Uni Erfurt, die Universität zu Köln, die TU Dortmund, die Uni Wuppertal und die Kunstakademie Münster.

Pädagogisches Verständnis ist wichtig, wenn Ihr an einer Schule Kunst unterrichten wollt. | Quelle: Pixabay

Als Lehrer an einer öffentlichen Schule habt Ihr dann nach Eurem Referendariat die Chance, verbeamtet zu werden und offiziell für den Staat zu arbeiten. Ihr profitiert dann von vielen Vorteilen, darunter Unkündbarkeit und Gehalt nach Tarifvertrag.

Auch an einer Privatschule kann es sinnvoll sein, Kunst zu unterrichten. Die privaten Schulen müssen sich weniger an staatliche Vorgaben halten und sind daher besonders im Kunstunterricht etwas freier in der Gestaltung. Außerdem könnt Ihr hier auf bessere Materialien und mehr Möglichkeiten hoffen. Allerdings könnt Ihr an einer Privatschule nicht verbeamtet werden und die Schulen sind unabhängig, was Gehalt und andere Vertragsbedingungen angeht.

Informiert Euch also vorher, an welcher Art von Schule Ihr gerne Kunst unterrichten möchtet.

So könnt Ihr an einer Kunsthochschule Malerei unterrichten

Der Unterricht für Malerei in einer Kunsthochschule liegt offensichtlich auf einem ganz anderen Niveau als der Kunstunterricht in einer weiterführenden Schule.

Auf dem Gymnasium oder an der Gesamtschule ist es das Ziel der Lehrer, ihre Schüler eventuell auf die Kunsthochschule vorzubereiten, indem sie ihnen dabei helfen, eine künstlerische Grundausbildung und ein Verständnis für Kunst zu entwickeln. An einer Kunsthochschule werden die Studenten dann auf die professionelle Welt der Künstler vorbereitet.

Als Lehrer bzw. Dozent müsst Ihr daher einige Erfahrungen in der professionellen Kunstwelt gesammelt haben, damit Ihr Euren Schülern bestmöglich als Unterstützung dienen könnt. Ihr solltet ebenfalls die Techniken der Malerei perfekt beherrschen und ein hohes künstlerisches Niveau aufweisen.

Als Lehrer an einer Kunsthochschule könnt Ihr Eurer Kreativität freien Lauf lassen. | Quelle: Pixabay

Mit Diplomen und Abschlüssen könnt Ihr Euch auf diese Art des Berufes als Malerei Lehrer vorbereiten und das nötige Niveau erlangen.

Um an einer Kunsthochschule Malerei unterrichten zu können, braucht müsst Ihr nicht Kunst auf Lehramt studiert haben. Schließlich habt Ihr es hier mit älteren Schülern zu tun. Ihr solltet dennoch mindestens 5 Jahre Erfahrung im Beruf als Künstler mitbringen und weiterhin aktiv malen. Ein gewisses pädagogisches Verständnis ist natürlich auch erforderlich.

Ihr könnt dann an Deutschlands besten Kunsthochschulen und Akademien unterrichten, z.B. an der Universität der Künste in Berlin, der Folkwang Universität der Künste oder an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg.

Welche Eigenschaften sollte ein Malerei Lehrer mitbringen?

Ein guter Lehrer kann seine Schüler in allen Situationen retten. Was ihn ausmacht, ist das Verständnis, nicht nur die Aufmerksamkeit seiner Schüler einzufangen, sondern auch ihre Begeisterung für das Projekt zu wecken.

Lehrer zu sein bedeutet also, das Interesse der Schüler anzufeuern.

Pädagogisches Verständnis

Um ein guter Pädagoge zu sein, muss man zunächst einmal Lust darauf haben, jemandem etwas zu vermitteln. Allerdings müsst Ihr Euch auch intensiv mit Eurem Publikum auseinandersetzen: Euren Schülern.

Denkt darüber nach, was Eure Schüler interessiert, je nach Alter oder Lebenssituation, und nutzt diese Interessen, um Euren Kurs spannender zu gestalten. Ihr könnt ihnen z.B. den Auftrag geben, eine berühmte Persönlichkeit zu malen, die sie inspiriert.

Überlegt Euch spielerische Methoden, um das Vorstellungsvermögen Eurer Schüler zu trainieren. Und denkt daran, immer klare und präzise Anweisungen zu geben.

Künstlerische Bildung

Kunsttheorie ist für einen Lehrer ebenso wichtig wie die Praxis. Die Theorie verhilft Euch dabei, Techniken, Themen und Kunstbereiche für Euren Malunterricht auszuwählen.

Picasso, Da Vinci, August Macke…Beschäftigt Euch intensive mit bekannten Künstlern und achtet darauf, Euer theoretisches Wissen über Kunstgeschichte interessant weiterzugeben.

Leidenschaft, Pädagogik und Fachkenntnisse sind entscheidende Werte für Kunstlehrer. | Quelle: Pixabay

Leidenschaft

Um eine Disziplin wie die Malerei zu unterrichten, muss sie Eure absolute Leidenschaft sein.

Das deutsche Bildungssystem ist nicht immer perfekt für künstlerische Fächer ausgelegt. Aus diesem Grund müsst Ihr besonders motiviert sein, wenn es darum geht, Eure Schüler für die Malerei und Kunst zu begeistern. Es ist wichtig, dass Ihr Spaß daran habt, Eure Kenntnisse anderen zu vermitteln.

Denkt immer daran, dass ein Kunstlehrer vor allen Dingen auch dazu da ist, seine Schüler zu begleiten und ihnen dabei zu helfen, sich selbst auszudrücken.

Kann ich auch ohne Ausbildung Malerei Lehrer werden?

Um Kunstlehrer zu werden, müsst Ihr nicht unbedingt den Weg des Lehramtsstudiums gehen. Ihr könnt auch ohne jegliche nachweisbare Ausbildung professionelle und praktische Erfahrungen als Künstler sammeln, die Euch genügend Kenntnisse bringen, damit Ihr unterrichten könnt.

Privaten Unterricht für Malerei geben

Es kommt häufig vor, dass Kunststudenten oder leidenschaftliche private Maler sich dazu entscheiden, Privatunterricht für Malerei zu geben, um sich ein wenig Geld dazuzuverdienen. Bloß, weil man keine abgeschlossene Ausbildung zum Maler hat, heißt das nicht, dass man nicht über genügend Erfahrungen verfügt, um Malerei unterrichten zu können.

Wie bereits erwähnt sind Leidenschaft und ein pädagogisches Grundverständnis die Schlüsselpunkte, wenn es um guten Unterricht geht. Leidenschaft kann man nicht lernen, und auch für Pädagogik braucht man eine gewisse charakterliche Grundlage.

Ist ein junger leidenschaftlicher Malereilehrer nicht interessanter, als ein ausgebildeter Lehrer, der keine Lust mehr auf seinen Beruf hat?

Als Privatlehrer für Malerei habt Ihr viele Freiheiten. | Quelle: Pixabay

In einem Verein Malerei unterrichten

In den meisten deutschen Städten gibt es Kunstschulen oder Volkshochschulen, in denen regelmäßig Malereikurse organisiert werden. Um hier unterrichten zu können, braucht Ihr keine professionelle Ausbildung, denn meistens geht es hier um Malerei als Hobby.

Es reicht, wenn Ihr die wichtigsten Techniken beherrscht und Lust aufs Unterrichten habt.

Ohne Diplom Lehrer werden

Immer mehr Menschen entscheiden sich nach ein paar Jahren im Berufsleben, Dozent zu werden und ihre Erfahrungen weiterzugeben. Besonders an Fachhochschulen oder Kunsthochschulen könnt Ihr ohne allzu große administrative Hürden als Quereinsteiger Kunst und Malerei unterrichten.

Diese Begriffe solltet Ihr als Kunstlehrer kennen

Damit Ihr darauf vorbereitet seid, Euren Schülern den besten Unterricht bieten zu können, haben wir Euch einige wichtige Schlüsselbegriffe herausgesucht, die für Kunstlehrer von Bedeutung sind.

Pädagogik

Pädagogik beschreibt die Kunst der Bildung. Unter diesem Begriff werden die Methodik und Praktiken zusammengefasst, mit denen Kompetenzen weitergegeben werden. Dazu gehören Wissen, Kapazitäten und Einstellungen.

Bildende Kunst

Die Bildende Kunst ist ein Sammelbegriff für alle visuell gestaltenden Künste. Zu den Gattungen der bildenden Künste gehören u.a. Malerei, Bildhauerei, Zeichnen, Fotografie und Kunsthandwerk.

Als Kunstlehrer, besonders im deutschen Bildungssystem, seid Ihr in den meisten Fällen Lehrer der bildenden Künste.

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