Ihr seid auf der Suche nach dem passenden Computer für einen Informatik Anfängerkurs? Noch bevor es darum geht, die beste Marke auszuwählen, steht Ihr vor einer wichtigen Entscheidung: Soll es ein Notebook oder lieber ein fester Heim-PC sein?

Während Notebooks Tablets den Markt überfluten und zum allgegenwärtigen Begleiter in unserem Leben geworden sind, werden die Heim-PCs nach und nach aus unseren Wohnzimmern verbannt.

Laut Statista besitzen 44,6% aller deutschen Haushalte einen stationären PC, Tendenz rückläufig. Mobile Geräte wie Tablets und Notebooks erfreuen sich hingegen immer größerer Beliebtheit und sind mittlerweile in 82,4% der befragten Haushalte zu finden.

Sollte man also einfach mit der Zeit gehen und sich einen mobilen Rechner anschaffen?

Ganz so einfach lässt sich die Frage nicht beantworten, da der gute alte Desktop-PC noch längst nicht ausgedient hat. Jede Art von Geräten bringt ihre eigenen Vor-und-Nachteile mit sich, die wir in diesem Artikel für Euch zusammengetragen haben.

Was spricht für einen Laptop?

Für diejenigen, die großen Wert auf Flexibilität legen, empfiehlt sich ganz klar ein mobiles Gerät wie beispielsweise ein Notebook.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Mittlerweile haben sich die einst klobigen Laptops zu schlanken Alleskönnern entwickelt, die uns in allen Alltagssituation und überallhin begleiten.

In Puncto Leistung stehen mobile Geräte der stationären Variante in nichts nach. Die meisten mobilen Geräte sind für den täglichen Bedarf zugeschnitten: Textverarbeitung, Musik hören, im Internet surfen, Fotos bearbeiten… alles ist möglich!

Die Notebooks und Tablets sind auf Sparsamkeit hin optimiert, so dass man im Akku-Betrieb mittlerweile stundenlang arbeiten kann. Zudem sind die Anschaffungskosten innerhalb der letzten Jahre deutlich in den Keller gegangen. Was will man mehr?!

Laptops stehen den Heim-PCs in nichts nach.
Möchtest Du als digitaler Nomade von unterwegs aus dein Geld verdienen können? Ein Laptop macht es möglich! | Quelle: Unsplash

Denn wer noch gar keinen Computer besitzt, kommt bei der Neuanschaffung mit einem Laptop in vielen Fällen günstiger weg als mit einem stationären PC, für den extra jede einzelne Hardware-Komponente gekauft werden muss.

Beim Kauf des Laptops braucht Ihr Euch außerdem keine Gedanken zu machen, ob die einzelnen Komponenten miteinander kompatibel sind: Das hat der Hersteller bereits für Euch erledigt!

Schon gewusst? Ein Bürocomputer hat einen durchschnittlichen Stromverbrauch von 250 kWh, ein Laptop hingegen kommt mit nur 50 kWh aus.

Zu den besten Notebooks zählen momentan:

  • Macbook Pro Serie
  • Microsoft Surface Pro
  • Lenovo Thinkpad
  • die Chromebooks
  • die Acer Predator Serie (für Hardcore Gamer)
  • Lenovo Yoga
  • Asus Transformer (Convertible Pads)
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Am meisten macht Informatik Spaß, wenn die Technik reibungslos funktioniert. | Quelle: pixabay

Weshalb bevorzugen viele den klassischen PC?

Obwohl sich mobile Geräte immer größerer Beliebtheit erfreuen, ist der stationäre Heim-PC noch längst nicht ausgestorben.

PC-User wissen vor allem die Möglichkeit, Komponenten auszutauschen, zu schätzen. Schon bei der Anschaffung kannst Du Dir Dein komplettes Zubehör „à la carte“ aussuchen: den besten Flachbildschirm mit Touch-Funktion, ein paar Lautsprecher mit glasklarem Klang, eine ergonomische Maus mit passender Tastatur – alles lässt sich individuell zusammenstellen.

Auch das Austauschen von defekten oder veralteten Teilen geht mithilfe eines Schraubenziehers recht einfach vonstatten. Das ist beim „Klapprechner“ zwar auch möglich, aber aufgrund der winzigen Komponenten und Schräubchen eine wesentlich heiklere Angelegenheit…

Wer sich für einen Heim-PC entscheidet, hat vielfältige Möglichkeiten, diesen auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. So könnt Ihr beispielsweise:

  • Euren jetzigen Monitor durch einen größeren Bildschirm oder einen Touchscreen ersetzen
  • die Zentraleinheit durch ein leistungsfähigeres Modell austauschen
  • mit etwas Geschick und Computer Grundkenntnissen eine neue Grafikkarte einbauen
  • zusätzliche Speicherkapazität installieren
  • den Prozessor schneller machen
Möchtet Ihr den alten Mac Computer aus dem Keller wieder zum Laufen bringen?
Heutzutage sind die Desktop PCs zum Glück platzsparender und formschöner als dieser Uralt-Mac. | Quelle: Unsplash

Je nach deinen Anforderungen und persönlichen Bedürfnissen habt Ihr die Auswahl zwischen unterschiedlichen PC-Varianten:

  • der Mini-PC: die kompakteste Lösung unter den Recheneinheiten. Die kleinsten von Ihnen sind kaum größer als ein Buch, damit die Schreibtischecke im Wohnzimmer nicht so überladen wirkt.
  • der All-in-one-Computer: die mit Abstand eleganteste Variante ohne lästige Kabel, bei der die gesamte Hardware im Flachbildschirm untergebracht ist. Neben dem beliebten iMac von Apple gibt es auch zahlreiche Windows-PC-Modelle, wie etwa von HP, Dell, Asus oder Lenovo, die über eine Touch-Funktion verfügen. Peripheriegeräte wie Maus und Tastatur funktionieren bei diesen Geräten über Bluetooth.
  • der typische Schreibtischrechner: die ideale Lösung für Computer-Bastler, die selbst Hand anlegen möchten. Hier lassen sich die einzelnen Hardware-Komponenten im PC Tower problemlos austauschen.

Letztere ist definitiv die sperrigste der drei Varianten. Allerdings wird die Größe des Computers nicht von allen als Nachteil gesehen, im Gegenteil!

Denn anders als bei Laptops oder den kompakteren PC-Arten gibt es hier genügend Freiraum im Gehäuse, um ein Überhitzen der Hardware zu verhindern, was sich positiv auf die Lebensdauer der Bauteile auswirkt.

Wer seinen Rechner mit ressourcenintensiven Anwendungen und Spielen auf Hochtouren laufen lässt, kann sogar noch einen stärkeren Lüfter nachrüsten. Und wenn die Temperaturen sich trotz alledem im kritischen Bereich befinden, gibt es spezielle Wasser-Kühlkreisläufe ähnlich wie bei Fahrzeugen, damit hartgesottene Gaming-Fans problemlos die ganze Nacht durchzocken können.

Auch preislich gesehen macht es Sinn, einen Heim-PC zu kaufen, wenn Ihr bereits einige Komponenten wie beispielsweise einen Monitor besitzt.

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Manche Jobs erfordern ein Arbeiten mit zwei Bildschirmen. | Quelle: Unsplash

Was die Sitzposition am Computer angeht, spalten sich die Gemüter. Sicherlich mag manch einer gern mit dem Laptop im Sofa lümmeln. Oder warum nicht gleich in der Hängematte im Garten?!

Aber Eurer Gesundheit zuliebe solltet Ihr ganz klar einen Schreibtisch-PC bevorzugen. Und dann auch nicht irgendwie! Denn richtig Sitzen will gelernt sein, um nicht früher oder später von Rücken-, Nacken- und Gelenkschmerzen geplagt zu werden. Mit einem ergonomischen Arbeitsplatz und einem verstellbaren Schreibtischstuhl wird es Euch leichter fallen, die richtige Sitzposition einzuhalten.

Was Ihr beim Kauf Eures Computers beachten solltet

Den Kauf eines Computers sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Nur ist es bei all den Herstellern und Modellen gar nicht so leicht, sich im Dschungel der Angebote zurechzufinden. Deshalb solltet Ihr Euch zuallererst über Eure Bedürfnisse im Klaren werden, bevor Ihr in die Läden stürmt.

Wofür möchtet Ihr Euren Computer nutzen?

  • Benötigt Ihr den Rechner für private oder berufliche Zwecke?
  • Beschränkt sich der Einsatzort auf Eure eigenen vier Wände oder ist es Euch wichtig, mobil zu sein?
  • Falls Ihr von unterwegs aus arbeiten wollt, wie lange muss der Akku mindestens halten?
  • Wie oft wollt Ihr den Computer Nutzen? Welches Speichervolumen benötigt Ihr für Eure Daten?
  • Wie ressourcenintensiv sind Eure Anwendungen? Welche Prozessorleistung benötigt Ihr?
  • Windows, Mac oder Linux - Welches Betriebssystem ist Euer Favorit?

Wer seinen Rechner nur für Office Anwendungen, zum Surfen im Internet oder für einen Computer Grundkurs verwenden möchte, ist mit einem Laptop der Einsteigerklasse bestens bedient.So spart Ihr Kosten, Platz und seid immer mobil.

Achtet unbedingt darauf, ein Modell mit mattem Bildschirm auszuwählen, falls Ihr den Laptop oft im Freien - insbesondere bei Sonnenschein - verwenden wollt.

Wählt ein Modell mit ausreichendem Festplattenspeicher, damit all Eure Fotos und Videos sicher untergebracht werden können. Außerdem besteht die Möglichkeit, das Notebook durch eine externe Festplatte oder einen Cloud Speicher zu ergänzen.

Mittlerweile sind übrigens immer mehr Rechner mit SSD-Festplatten ausgestattet, die im Vergleich zur herkömmlichen magnetischen Festplatte den Vorteil haben, schneller hochzufahren und außerdem robuster sind. Gerade wer die Angewohnheit hat, seinen Laptop ständig schief zu halten, riskiert so nicht, die Festplatte zu schädigen.

Je anspruchsvoller die Aufgaben sind, die Ihr von Eurem Computer abverlangt, desto mehr Geld müsst Ihr auf den Tisch legen. Ein schneller Prozessor wie beispielsweise ein Intel Core, eine leistungsstarke Nvidia Grafikkarte können den Preis in die höhe treiben sind für den alltäglichen Gebrauch nicht unbedigt notwendig - es sei denn, ihr wollt hin und wieder Spiele zocken.

Ein ausschlaggebender Punkt: der Kostenfaktor

Die Preisspanne für einen Computer reicht von 300 bis mehrere Tausend Euro, wobei Ihr für Apple Geräte mehr Geld investieren müsst als für gleichwertige Windows Computer.

In dieser Tabelle haben wir einige Preise für Euch ausfindig gemacht:

 Acer NotebookLenovo NotebookApple Notebook (Macbook)HP DesktopAsus DesktopApple Desktop
(iMac)
Neuab 215€ab 320€ab 799€ab 699€ab 999€ab 1299€
Generalüberholtab 200€ab 250€ab 550€ab 590€ab 800€ab 1000€
Gebrauchtab 200€ab 200€ab 450€ab 390€ab 600€ab 800€

Fazit: Sowohl Laptops als auch Desptop-PCs habe ihre Vor- und Nachteile, aber sie ergänzen sich hervorragend! Kein Wunder, dass immer mehr Nutzer auf beide Arten von Geräten zurückgreifen.

Datensynchronisierung und automatischen Cloud-Backups sorgen dabei für einen nahtlosen Übergang von einem Gerät zum anderen, damit Eure Daten Euch überallhin folgen und immer abrufbar sind.

 

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Nadine