„Prioritäten setzen heißt auswählen, was liegenbleiben soll.“

– Helmar Nahr

Die optimale Zeiteinteilung ist oft eines der größten Hindernisse beim Lernen. Von der Menge an Lernstoff überfordert, stürzen wir uns häufig blind in die Arbeit und sind schnell ernüchtert, wenn der Berg, der vor uns liegt, einfach nicht kleiner werden will.

Deshalb ist es ratsam, sich einen Zeitplan zu erstellen. In diesem legt man fest, wann man lernen will und wann man sich die wohlverdiente Pause gönnt. Damit kann man sich die Lerninhalte in kleine Häppchen einteilen, die das Ganze schon etwas übersichtlicher machen. Wenn man sich tatsächlich an die geplanten Einheiten hält, verliert man auch nicht so viel Zeit damit, sich zum Lernen zu motivieren.

Genaue Uhrzeiten festzulegen bereitet den meisten kein Problem. Aber womit soll man die geplanten Einheiten füllen? Wie teilt man sich die Lerninhalte am besten ein? Wenn Du Dir diese Fragen stellst, bist Du hier genau richtig. Wir stellen Dir das Pareto-Prinzip vor, eine Lerntechnik, die Dir dabei helfen kann, Deine Aufgaben sinnvoll einzuteilen.

Wenn Du noch nie einen Lernplan erstellt hast und nicht weißt, wie lange die einzelnen Einheiten sein sollen, solltest Du unbedingt die Pomodoro-Technik kennenlernen. Diese kann Dir dabei helfen, die Lernzeit effizienter zu nutzen.

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Was ist das Pareto-Prinzip?

Das Paretoprinzip geht auf den Ökonom Vilfredo Pareto zurück, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Verteilung des Grundbesitzes in Italien untersucht hat. Dabei fand er heraus, dass ungefähr 20 Prozent der Bevölkerung 80 Prozent des Bodens besitzen. Nach weiteren Untersuchungen mit ähnlichen Ergebnissen leitete er schließlich aus seinen Erkenntnissen die 80-zu-20-Regel ab, die wir heute das Paretoprinzip nennen.

Die 80-zu-20-Regel besagt, dass mit nur 20 Prozent Aufwand bereits 80 Prozent des Ergebnisses erzielt werden können. Für die restlichen 20 Prozent, muss dann 80 Prozent der Zeit aufgewendet werden.

Stell Dir einmal vor, Du bekommst in einer Stunde Besuch und Deine Wohnung ist ein einziges Chaos. Alles aufzuräumen und zu putzen würde einen halben Tag dauern. Wenn Du es trotzdem probieren willst und erstmal mit der Detailarbeit anfängst, wird man nach einer Stunde noch keine große Veränderung sehen können.

Setzt Du aber die Prioritäten anders und beginnst mit Aufgaben, die schnell zu erledigen sind, aber einen großen Effekt haben, wird Dein Besuch nicht mehr viel von der ursprünglichen Unordnung sehen. Du hast in diesem Fall das Pareto-Prinzip angewandt und mit 20% Aufwand 80% Wirkung erzeugt.

Mit dem Pareto-Prinzip lernt man Prioritäten anders zu setzen.
Alles aufzuräumen würde ewig dauern. Das Pareto-Prinzip besagt, dass Du innerhalb kurzer Zeit eine große Wirkung erzielen kannst. | Quelle: Wonderlane via Unsplash

Wenn Du Dir dessen bewusst bist, kannst Du in vielen Alltagssituationen Deine Zeit besser einteilen und effizienter nutzen. Eine Verallgemeinerung des Pareto-Prinzips birgt aber auch gewisse Risiken. Zuallererst gilt es zu bedenken, dass für ein hundertprozentiges Ergebnis immer auch 100 Prozent Aufwand nötig sind.

Außerdem ist die 80-zu-20-Regel nur eine Annäherung. Je nach Ausgangsituation können die Prozentwerte auch anders verteilt sein. Vilfredo Pareto selbst merkte an, dass die Regel nur gilt, wenn die einzelnen Elemente unabhängig voneinander sind. Bei einem Prozess, bei dem verschiedene Arbeitsschritte zwingend aufeinander aufbauen, wird es also nicht funktionieren die aufwändigen 20% wegzulassen, wenn es sich um die ersten, notwendigen, Schritte handelt.

Kennst Du schon die Loci-Methode? Sie hilft Dir dabei, Fakten und Inhalte in einer festgelegten Reihenfolge einzuprägen.

Wie kann das Pareto-Prinzip beim Lernen eingesetzt werden?

Jetzt, wo Du die Idee des Pareto-Prinzips verstanden hast, schauen wir uns etwas genauer an, wie es Dir beim Lernen helfen kann. Der Schlüssel zum Erfolg ist eine optimale Vorbereitung. Du musst Dich also einmal in Ruhe hinsetzen und Dir einen Überblick über all die zu erledigenden Aufgaben verschaffen. So kannst Du Prioritäten setzen und Deine Zeit optimal einteilen.

Bedenke dabei aber immer auch, dass es an dem Pareto-Prinzip auch berechtigte Kritik gibt. Worin diese begründet ist und wie Du es verhinderst, in die Falle zu tappen, erklären wir Dir im letzten Abschnitt dieses Artikels.

So hilft Dir das Pareto-Prinzip beim Lernen

Ein ideales Zeitmanagement ist beim Lernen ausschlaggebend für den Erfolg. In vielen Fällen kann Dir das Pareto-Prinzip dabei helfen, Deine Zeit besser einzuteilen und zu den bestmöglichen Ergebnissen zu kommen.

Der erste Fall, den wahrscheinlich die meisten sehr gut kennen, ist der Zeitmangel. Die Prüfung steht kurz bevor und es scheint unmöglich, all die Lerninhalte noch ausreichend ausführlich zu bearbeiten. In dieser Situation wirst Du ziemlich sicher nicht mehr alles schaffen. Es geht also darum, die vorhandene Zeit optimal zu nutzen und sie nicht an unnütze Dinge zu verschwenden!

Die 80/20-Regel kann in Notfallsituationen durchaus hilfrich sein.
Du hast keine Zeit mehr alles zu schaffen? Keine Panik, das Pareto-Prinzip hilft Dir, Prioritäten zu setzen. | Quelle: Sebastian Herrmann via Unsplash

Der größte Fehler, den Du in dem Moment machen kannst, ist jedes Thema bis ins letzte Detail zu bearbeiten und erst zum nächsten überzugehen, wenn Du es aus dem Effeff beherrschst. Dabei wird ein riesiger Teil auf der Strecke bleiben und wenn genau das Thema abgefragt wird, mit dem Du Dich zuletzt nicht mehr beschäftigen konntest, hast Du ein Problem.

Deutlich effizienter ist es, sich mit allen Bereichen oberflächlich zu beschäftigen und die Grundlagen zu verstehen. So hast Du zu jedem Thema ein Basiswissen und wirst bei jeder Prüfungsaufgabe zumindest eine Ahnung davon haben, was von Dir verlangt wird.

In einem zweiten Durchgang eignest Du Dir ein Aufbauwissen an, mit dem Du bereits in der Lage sein wirst, die Prüfungsfragen recht souverän zu beantworten. Mit dieser Technik wirst Du zwar wahrscheinlich keine Eins schreiben, verhinderst aber einen möglichen Komplettausfall und die Frustration Expert*in in einem Themengebiet zu sein, das nicht abgefragt wird.

Auch wenn Du ausreichend Zeit hast, alles zu bearbeiten und an Dich den Anspruch stellst, den Prüfungsstoff vollumfänglich zu kennen, kann Dir dieselbe Herangehensweise von Nutzen sein. In diesem Fall wirst Du weitere Durchgänge durch alle Themengebiete hinzufügen, um Dein Wissen schrittweise zu vertiefen.

Der entscheidende Punkt ist in diesem Fall nicht das Verhältnis von Aufwand und Ergebnis (wenn Du 100 Prozent erreichen willst, musst Du auch 100 Prozent leisten), sondern der psychologische Aspekt. In verschiedenen Bereichen bereits ein Grundwissen zu haben, auf dem man aufbauen kann, ist in der Regel motivierender, als ein einziges Thema perfekt zu beherrschen und dann bei allen anderen von Null anfangen zu müssen.

Wenn Du, laut Pareto-Prinzip, nach kurzer Zeit bereits 80% der Lerninhalte kennst, gibt Dir das ein gutes Gefühl, das Dir dabei hilft, auch die letzten 20%, für die Du deutlich länger brauchen wirst, zu meistern.

Um das Pareto-Prinzip beim Lernen anwenden zu können, muss man also zwischen den Grundlagen und weniger wichtigen Details unterscheiden. Teile die Inhalte je nach Wichtigkeit in verschiedene Gruppen ein, damit Du beim Lernen strukturiert vorgehen kannst.

Erfahre hier, wie Lernen funktioniert und was dabei in unserem Gehirn vorgeht.

Am Pareto-Prinzip gibt es berechhtigte Kritik.
Das Pareto-Prinzip soll keine Einladung zum Faulenzen sein! Ein hundertprozentiges Ergebnis kannst Du nur mit 100 Prozent Einsatz erreichen. | Quelle: Priscilla Du Preez via Unsplash

Zeitmanagement-Tipps: Die Gefahren des Pareto-Prinzips

Das Pareto-Prinzip erfreut sich zwar in verschiedensten Bereichen großer Beliebtheit, wird aber auch immer wieder scharf kritisiert. Und das hat gute Gründe.

Den ersten wichtigen Punkt habe ich bereits mehrfach erwähnt: für 100% Ergebnis ist auch ein hundertprozentiger Aufwand erforderlich. Daran führt kein Weg vorbei. Kritiker*innen des Pareto-Prinzips bemängeln, dass es eine Einladung dazu ist, sich vom Perfektionismus zu verabschieden und zur Faulheit einlädt. In manchen Fällen werden aber 100% verlangt und man sollte sich nicht immer mit weniger zufrieden geben.

Beschränkst Du Dich im Studium immer nur auf die 80%, die Du schnell erledigen kannst, werden Dir unter Umständen genau die weggelassenen Details als Grundlage für das nächste Semester fehlen. Du wirst sie dann ausführlich nacharbeiten müssen, bevor Du Dich den neuen Inhalten widmen kannst.

Beim Lernen nach Pareto-Prinzip können Dir außerdem gravierende Fehler unterlaufen. Nicht jedes Detail ist unwichtig und überflüssig. Oft sind es gerade die Kleinigkeiten, die uns dabei helfen, einen Sachverhalt auch wirklich zu verstehen. Bevor man sich tiefgründig mit einem Thema beschäftigt hat, kann es sehr schwierig sein, die Tragweite jedes Inhalts richtig einzuschätzen und die Prioritäten richtig zu setzen. Sei also vorsichtig, wenn Du die Dinge als wichtig und nicht wichtig einstufst.

Sei Dir über diese Nachteile und Risiken immer im Klaren und verwende das Pareto-Prinzip nicht als „Allzweckwaffe“. In manchen Fällen wirst Du nicht darum herumkommen, vollen Einsatz zu leisten. Solltest Du aber einmal wirklich unter Zeitdruck stehen und keine andere Wahl haben, wirst Du mit dieser Methode bessere Ergebnisse erzielen können, als mit einem unstrukturierten, wahllosen Vorgehen.

Alle Perfektionist*innen sind herzlich dazu eingeladen, das Pareto-Prinzip als Motivationshilfe zu verstehen und anzuwenden. Es kann Dir dabei helfen frust- und stressfreier zu lernen, wodurch Du am Ende auch die Effizienz steigerst.

Viel Spaß und Erfolg beim Planen und Ausprobieren!

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.