Rom oder das Römische Reich waren in vielerlei Hinsicht besonders. Dinge, die für uns heute selbstverständlich sind, waren für antike Verhältnisse extrem fortschrittlich: Bauwerke, Straßen und Aquädukte, die bis heute erhalten sind, geben uns einen Eindruck davon. Selbst Filme wie Ben Hur, Gladiator oder Das Leben des Brian zeigen, wie präsent die römische Geschichte noch immer ist.

Doch woher wissen wir eigentlich so viel über die Römer und warum hat ihre Geschichte bis heute Bedeutung? Wie konnte sich das Römische Reich so stark ausdehnen und was macht es zu einem echten Weltreich? Viele Fragen, auf die wir in diesem Artikel Antworten geben. Also bleib dran, es lohnt sich!

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Und los geht's

Was war das Römische Reich?

Das Römische Reich war eines der größten und einflussreichsten Imperien der Geschichte. Es entstand aus der Stadt Rom und entwickelte sich über mehrere Jahrhunderte zu einem Weltreich, das weite Teile Europas, Nordafrikas und des Nahen Ostens umfasste. Seine politische Organisation, seine Kultur und seine technischen Errungenschaften prägen unsere Welt bis heute.

Von einer kleinen Siedlung am Tiber wuchs Rom zu einer Macht heran, die ganze Kontinente verband. Dabei durchlief das Reich verschiedene Phasen:

753 v. Chr.

Gründung Roms

Der Legende nach wird Rom von Romulus gegründet und entwickelt sich zur ersten politischen Einheit.

509 v. Chr.

Beginn der Republik

Die Römer vertreiben ihren letzten König und führen eine Republik mit gewählten Vertretern ein.

27 v. Chr.

Beginn der Kaiserzeit (Prinzipat)

Octavian wird als Augustus erster Kaiser und begründet eine neue Herrschaftsform.

1.–2. Jahrhundert n. Chr.

Pax Romana

Eine lange Friedens- und Blütephase; unter Trajan erreicht das Reich um 117 n. Chr. seine größte Ausdehnung.

3. Jahrhundert n. Chr.

Reichskrise

Innere Unruhen, wirtschaftliche Probleme und äußere Angriffe schwächen das Imperium.

284 n. Chr.

Beginn der Tetrarchie

Kaiser Diokletian teilt die Herrschaft auf mehrere Kaiser auf, um das Reich besser zu verwalten.

313 n. Chr.

Mailänder Edikt

Kaiser Konstantin erlaubt das Christentum und leitet einen religiösen Wandel ein.

395 n. Chr.

Teilung des Reiches

Das Römische Reich wird in ein West- und ein Oströmisches Reich aufgeteilt.

476 n. Chr

Ende des Weströmischen Reiches

Der letzte weströmische Kaiser wird abgesetzt. 476 n. Chr. gilt damit traditionell als Ende des Weströmischen Reiches.

ab 5. Jahrhundert n. Chr.

Fortbestand des Oströmischen Reiches

Das Oströmische Reich (Byzanz) besteht noch fast 1000 Jahre weiter.

Was man unter einem Weltreich versteht und welche Imperien in der Menschheitsgeschichte vorkamen, erfährst Du bei uns!

Die römische Königszeit (753–510 v. Chr.)

Die Darstellungen der antiken Historiker über diese frühe Zeit gelten in der modernen Forschung überwiegend als Legenden. Dennoch wird die Gründung Roms traditionell auf das Jahr 753 v. Chr. datiert.1 Dieses Datum geht auf den Gelehrten Marcus Terentius Varro zurück.

Nach der Überlieferung wurde Rom zunächst von etruskischen Königen regiert, weshalb diese Phase als Königszeit bezeichnet wird. Unter etruskischer Führung gewann die Stadt zunehmend an kultureller, politischer und wirtschaftlicher Bedeutung.

Begünstigt wurde dies durch die Kontrolle wichtiger Handelswege wie der Via Latina und der Via Salaria sowie durch die Einführung von Abgaben auf Handelsgüter.

Um 500 v. Chr. löste sich Rom von der etruskischen Herrschaft. Mit der Vertreibung des letzten Königs, Tarquinius Superbus, um 510 v. Chr. endete die Königszeit und der Übergang zur Republik begann.

Die Römische Republik (509–27 v. Chr.)

Die Ära der Römischen Republik beginnt mit dem Ende der etruskischen Königsherrschaft und der Verfassungsreform im Jahr 509 v. Chr. Sie endet mit der Einrichtung des Prinzipats am 13. Januar 27 v. Chr., als Octavian zum Kaiser Augustus wird.

Die neue Staatsform Republik

An der Spitze Roms standen die alten Familien, die Patrizier, die politisch sehr einflussreich waren und den Senat als damaliges Machtzentrum bildeten. Aus den Reihen des Senats wurden jedes Jahr zwei Konsuln gewählt.

Die Plebejer, die größte Bevölkerungsgruppe, waren mit dieser einseitigen Machtverteilung unzufrieden. Deshalb setzten sie 494 v. Chr. die Wahl von Volkstribunen durch, die ihre Interessen vertraten und ein Vetorecht gegen Beschlüsse des Senats besaßen.2

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Das Zwölftafelgesetz

📜 Was ist das?
Das Zwölftafelgesetz ist die erste schriftliche Gesetzessammlung im Römischen Reich.
⚖️ Wann entstand es?
Um 450 v. Chr. während der Ständekämpfe zwischen Patriziern und Plebejern.
👥 Warum war es wichtig?
Die Gesetze wurden öffentlich auf 12 Bronzetafeln ausgestellt, so konnten sie alle Bürger einsehen.
⚔️ Ziel:
Mehr Rechtssicherheit und weniger Willkür durch die Oberschicht.
📚 Inhalt:
Regeln zu Familie, Eigentum, Schulden, Strafen und Gerichtsverfahren.
🏛️ Bedeutung heute:
Es gilt als Grundlage des römischen Rechts und beeinflusst noch heute viele Rechtssysteme.

Ein Höhepunkt der Ständekämpfe war die Ausarbeitung des Zwölftafelgesetzes. Der Konflikt zwischen Patriziern und Plebejern dauerte rund 150 Jahre und führte schrittweise zur politischen Gleichstellung, die 367 v. Chr. ihren Höhepunkt erreichte.

Eroberung Italiens

Ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. begann Rom mit einer stetigen Expansion in Mittelitalien, musste jedoch auch Rückschläge hinnehmen. Um 396 v. Chr. wurde die etruskische Stadt Veji erobert und zerstört. Es folgten die Samnitenkriege (343–290 v. Chr.) und der Latinerkrieg (340–338 v. Chr.).

Die eroberten Gebiete wurden durch Bündnisse an Rom gebunden. Dabei nutzten die Römer das Prinzip „divide et impera“ – teile und herrsche. An strategisch wichtigen Orten gründeten sie Kolonien, die eine gewisse Autonomie besaßen.

Ein straff organisiertes Staatswesen, eine schlagkräftige Armee und der starke Expansionsdrang bildeten die Grundlage für den weiteren Aufstieg. Um 275 v. Chr. unterwarf Rom auch die griechischen Stadtstaaten in Süditalien.

Wenn du auch mehr über den Großkhan und die Ursprünge des mongolischen Reiches wissen möchtest, klären wir dich auf!

Die Punischen Kriege – Expansion ins Ausland

Mit der Expansion kam es zum Konflikt mit der Handelsmacht Karthago. Im 1. Punischen Krieg (264–241 v. Chr.) ging es vor allem um Sizilien.3 Rom, ursprünglich eine Landmacht, konnte sich auch als Seemacht behaupten und Sizilien zur ersten Provinz machen. Kurz darauf folgten Sardinien und Korsika.

Der 2. Punische Krieg (218–201 v. Chr.) ist vor allem durch Hannibal bekannt, der mit Elefanten über die Alpen zog. Nach schweren Niederlagen, etwa bei Cannae, gewann Rom schließlich die Oberhand und besiegte Hannibal in der entscheidenden Schlacht bei Zama.

Aut viam inveniam aut faciam.

Ich werde entweder einen Weg finden oder einen schaffen. | Hannibal

Nach dem 3. Punischen Krieg wurde Karthago 146 v. Chr. zerstört und als Provinz Africa eingegliedert. Damit sicherte sich Rom die Vorherrschaft im westlichen Mittelmeerraum.

Expansion im Mittelmeerraum

Parallel dazu dehnte Rom seine Macht weiter aus. 168 v. Chr. wurden die Makedonen endgültig besiegt, und nach der Zerstörung Korinths wurde Griechenland 146 v. Chr. zur römischen Provinz.

Auch im Osten gewann Rom an Einfluss: Das Seleukidenreich musste große Gebiete in Kleinasien abtreten. Pergamon fiel 133 v. Chr. durch Erbvertrag an Rom und wurde zur Provinz Asia.

Innere Unruhen und soziale Konflikte

Während Rom außenpolitisch erfolgreich war, verschärften sich im Inneren die sozialen Spannungen. Große Güter befanden sich im Besitz der Oberschicht und wurden von Sklaven bewirtschaftet, während viele Bauern verarmten und in die Städte abwanderten.

Das Collusseum in Rom.
Spektakuläre Gladiatorenkämpfe sollten die Bevölkerung bei Laune halten. | Credits: Andrii Zhuk

Zur Beruhigung der Bevölkerung setzte man auf „panem et circenses“ – Brot und Spiele. Reformversuche der Volkstribunen Tiberius und Gaius Gracchus scheiterten jedoch und endeten tödlich.

Krise der Republik

Die sozialen Konflikte führten zu weiteren Spannungen. Reformversuche, etwa durch Marcus Livius Drusus, scheiterten ebenfalls. Im Bundesgenossenkrieg (91–89 v. Chr.) erhielten die Verbündeten schließlich das römische Bürgerrecht.

Nach den Kriegen gegen Mithridates kehrte Sulla nach Rom zurück, ließ seine Gegner verfolgen und setzte die Verfassung außer Kraft. Obwohl er 79 v. Chr. zurücktrat, blieb die Republik politisch instabil.

Die Ära des Julius Caesar

Eine Büste des Julius Ceasar

Im Jahr 60 v. Chr. entstand das erste Triumvirat zwischen Caesar, Pompeius und Crassus. Nach dem Tod von Crassus kam es zum Machtkampf zwischen Caesar und Pompeius, den Caesar für sich entschied.

Nach seinen erfolgreichen Feldzügen wurde Caesar 45 v. Chr. zum Diktator auf Lebenszeit ernannt. Seine Ermordung im Jahr 44 v. Chr. konnte den Zerfall der Republik jedoch nicht mehr aufhalten.

Ein zweites Triumvirat aus Octavian, Marcus Antonius und Lepidus übernahm die Macht. Nach weiteren Konflikten setzte sich Octavian durch, besiegte Antonius und Kleopatra und sicherte sich die Alleinherrschaft. Die Kaiserzeit begann.

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Römische Kaiserzeit (27 v. Chr. – 284 n. Chr.)

Mit dem Übergang von der Republik zur Kaiserzeit veränderte sich die politische Ordnung Roms grundlegend und aus einer Republik wurde ein zentral geführtes Weltreich unter einem Kaiser.

Der Prinzipat

Octavian gelang es nach den Bürgerkriegen, die Ordnung weitgehend wiederherzustellen. Er ließ die republikanische Verfassung formal bestehen, veränderte sie jedoch grundlegend. Staat und Gesellschaft wurden nun der Rolle eines Weltreiches angepasst.

Durch die Übernahme zentraler Ämter wurde Octavian vom Senat als „Princeps“ – also als „erster Bürger des Staates“ – anerkannt. Damit entstand der sogenannte Prinzipat. Im Jahr 27 v. Chr. erhielt er den Ehrennamen „Augustus“.

Die Nachfolge wurde meist durch Adoption oder familiäre Bindung geregelt. Dieses System sorgte dafür, dass das Kaisertum auch nach Augustus Bestand hatte.

Wichtig ist: Die Kaiserzeit begann zunächst nicht mit einem Niedergang, sondern mit einer langen Phase der Stabilität und Blüte, der sogenannten „Pax Romana“.

Augustus erweiterte das Reich weiter, unterwarf unter anderem Teile Spaniens und sicherte die Grenzen bis zur Donau. Nach der Niederlage im Teutoburger Wald im Jahr 9 n. Chr. verzichtete Rom jedoch auf eine weitere Expansion nach Germanien.

Zum Schutz der Grenzen entstand schrittweise der sogenannte Limes, ein ausgebautes Grenzsystem. Gleichzeitig ließ Augustus Straßen ausbauen, führte Volkszählungen durch und förderte Wirtschaft und Kultur. Diese Zeit ist als „augusteische Klassik“ bekannt.

Ähnlich wie das römische Reich, war auch das Osmanische Reich ein sehr erfolgreiches, kulturell reiches und relativ mächtiges Imperium, dessen Erbe bis heute spürbar ist. Bereit, nun mehr über die Geschichte des osmanischen Reiches zu erfahren?

Julisch-claudische Dynastie (27 v. Chr. – 68 n. Chr.)

Augustus bestimmte seinen Adoptivsohn Tiberius zum Nachfolger, der sich vor allem auf die Sicherung der Grenzen konzentrierte. Sein Nachfolger Caligula wird in den Quellen als exzentrisch beschrieben, wird heute jedoch differenzierter beurteilt.

Unter Kaiser Claudius wurde der südliche Teil Britanniens erobert. Nero leitete die erste große Christenverfolgung ein, vernachlässigte jedoch das Militär. Mit seinem Tod im Jahr 68 n. Chr. endete die julisch-claudische Dynastie.

Flavische Dynastie (69–96 n. Chr.)

Nach dem sogenannten Vierkaiserjahr übernahmen die Flavier die Macht. Kaiser Vespasian stabilisierte die Staatsfinanzen und ließ einen Aufstand in Judäa niederschlagen.

Sein Sohn Titus regierte nur kurz, in seine Zeit fielen Ereignisse wie der Ausbruch des Vesuvs. Domitian, sein Nachfolger, stärkte die Verwaltung, wurde jedoch 96 n. Chr. ermordet.

Adoptivkaiser (96–180 n. Chr.)

Diese Phase gilt als Höhepunkt des Römischen Reiches. Die Kaiser bestimmten ihre Nachfolger durch Adoption, was für Stabilität sorgte.

Unter Kaiser Trajan erreichte das Reich um 117 n. Chr. seine größte Ausdehnung – von Britannien bis Nordafrika und zeitweise bis nach Mesopotamien.

Eine Landkarte wo die Römischen Provinzen bunt markiert sind.
Das Römische Reich zur Zeit seiner größten Ausdehnung 117 n. Chr.

Hadrian konzentrierte sich anschließend auf die Sicherung der Grenzen, etwa durch den Bau des Hadrianswalls. Unter Antoninus Pius herrschte weitgehend Frieden, während die Regierungszeit von Mark Aurel wieder von Kriegen und Seuchen geprägt war.

Mit seinem Nachfolger Commodus begann eine Phase zunehmender Instabilität.

Severische Dynastie (193–235 n. Chr.)

Eine Büste des Septimius Severus.

Septimius Severus begründete die Dynastie der Severer und stabilisierte zunächst das Reich. Gleichzeitig gewann das Militär zunehmend an Einfluss.

Sein Nachfolger Caracalla verlieh allen freien Bewohnern des Reiches das römische Bürgerrecht. Das war ein bedeutender Einschnitt in der Geschichte des Reiches. Die folgenden Kaiser konnten das Reich jedoch nicht dauerhaft stabilisieren.

Soldatenkaiser und Reichskrise (235–284 n. Chr.)

Im 3. Jahrhundert geriet das Römische Reich in eine schwere Krise. Die Kaiser wurden nun häufig vom Militär ausgerufen und wechselten in schneller Folge.

Dieses System führte zu politischer Instabilität, wirtschaftlichen Problemen und äußeren Bedrohungen. Diese Phase wird daher als „Reichskrise des 3. Jahrhunderts“ bezeichnet und markiert das Ende des Prinzipats.

Möchtest du auch mehr über die Geschichte des Russische Kaiserreichs wissen?

Krise und Wandel – Das spätrömische Reich (3.–4. Jahrhundert n. Chr.)

Die schwere Krise des 3. Jahrhunderts stellte einen Wendepunkt in der Geschichte des Römischen Reiches dar. Häufig wechselnde Herrscher, innere Unruhen, wirtschaftliche Probleme und zunehmender Druck durch äußere Feinde schwächten das Imperium erheblich.

In dieser Phase bestimmten vor allem Soldatenkaiser das politische Geschehen. Sie wurden meist vom Heer ausgerufen und mussten ihre Macht ständig militärisch sichern. Diese instabile Situation führte zu weiteren Konflikten und erschwerte eine langfristige Stabilisierung des Reiches.

Erst Kaiser Diokletian gelang es ab 284 n. Chr., grundlegende Reformen einzuleiten. Um das riesige Reich besser verwalten zu können, führte er die sogenannte Tetrarchie ein – eine Herrschaftsform, bei der mehrere Kaiser gleichzeitig regierten und das Reich unter sich aufteilten.

[...] nihil [...] difficilius quam bene imperare.

Nichts ist schwieriger als gut zu befehlen. | Kaiser Diokletian

Auch unter Kaiser Konstantin kam es zu wichtigen Veränderungen. Mit dem Mailänder Edikt im Jahr 313 n. Chr. wurde das Christentum erlaubt und zunehmend gefördert.4 Gleichzeitig verlagerte sich der politische Schwerpunkt des Reiches stärker nach Osten.

Im Jahr 395 n. Chr. wurde das Römische Reich schließlich dauerhaft in ein West- und ein Oströmisches Reich geteilt.

Doch die scheinbare Stabilität täuschte: Ab dem späten 4. Jahrhundert geriet das Reich zunehmend unter Druck. Vor allem das Auftreten der Hunnen setzte eine Kettenreaktion in Gang. Germanische Stämme wie die Goten wurden aus ihren Siedlungsgebieten verdrängt und suchten Schutz innerhalb der römischen Grenzen.

Aus anfänglichen Bündnispartnern wurden jedoch schnell Gegner, da Rom nicht in der Lage war, die großen Wanderbewegungen zu kontrollieren und zu versorgen. Diese Entwicklung leitete eine Phase ein, in der äußere Bedrohungen und innere Schwäche immer stärker zusammenwirkten und schließlich zum Zerfall Westroms führten.

Interessierst du dich auch für chinesische Geschichte? Dann wirst du sicherlich schon von der Qing Dynastie in China gehört haben, welche von 1644 bis zur Ausrufung der Republik China im Jahre 1912 regierte!

Der Untergang Westroms (5. Jahrhundert n. Chr. – 476)

Die Völkerwanderung traf die Westhälfte besonders hart, während innere Konflikte und Bürgerkriege den Zerfall im 5. Jahrhundert weiter beschleunigten. Große Teile Galliens und Spaniens gingen verloren, und vor allem der Verlust der Provinz Africa an die Vandalen im Jahr 435 n. Chr. schwächte Westrom wirtschaftlich erheblich. Auch der Regierungssitz wurde von Mailand nach Ravenna verlegt.

Rom selbst wurde zwischen 410 und 472 n. Chr. mehrfach von germanischen Stämmen geplündert. Die Schwäche der Armee, wirtschaftlicher Niedergang, eine überlastete Verwaltung sowie innere Konflikte trugen zusätzlich zum Verfall bei.

Das endgültige Ende des Weströmischen Reiches wird meist auf das Jahr 476 n. Chr. datiert: Der germanische Heermeister Odoaker setzte den letzten weströmischen Kaiser, Romulus Augustulus, ab. Odoaker verstand sich dabei selbst als Herrscher in römischer Tradition.

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Warum ist das Römische Reich heute noch wichtig?

🏛️ Recht & Staat:
Das römische Recht bildet die Grundlage vieler moderner Rechtssysteme in Europa.
🗣️ Sprache:
Latein lebt in romanischen Sprachen wie Spanisch, Französisch oder Italienisch weiter – und prägt auch viele Fachbegriffe.
🏙️ Städtebau & Infrastruktur:
Straßen, Brücken, Aquädukte – viele Bauprinzipien der Römer werden bis heute genutzt.
⚔️ Militär & Organisation:
Die Struktur römischer Armeen beeinflusst bis heute militärische Strategien und Hierarchien.
Religion & Kultur:
Das Christentum verbreitete sich im Römischen Reich und wurde zur prägenden Religion Europas.
📚 Politik & Gesellschaft:
Begriffe wie Republik, Senat oder Demokratie wurden durch Rom mitgeprägt.
🎭 Kunst & Unterhaltung:
Theater, Architektur und sogar „Brot und Spiele“ wirken bis in unsere moderne Popkultur nach.

Trotzdem war der Untergang Westroms kein plötzliches Ereignis, sondern ein längerer Prozess, in dem sich das römische Reich im Westen allmählich in eine germanisch-romanische Welt verwandelte.

Das Oströmische Reich (Byzanz) (395–ca. 640 n. Chr.)

Während das Weströmische Reich zerfiel, blieb die Lage im Osten des Reiches grundlegend stabiler. Das Oströmische Reich war wirtschaftlich erfolgreicher, verfügte über reiche Provinzen wie Kleinasien, Syrien und Ägypten und konnte durch geschickte Diplomatie sowie militärische Stärke seine Grenzen sichern.

Unter Kaiser Justinian und seinem Feldherrn Belisar gelang es den Oströmern, große Teile des ehemaligen Westreiches zurückzuerobern. Dazu gehörten Nordafrika, Italien und Teile Südspaniens. Im Orient behauptete sich das Reich erfolgreich gegen die Perser, sodass der oströmische Kaiser zeitweise wieder der mächtigste Herrscher im Mittelmeerraum war.

Ostrom beherrschte damit große Teile des alten römischen Reichsgebiets, mit Ausnahme Britanniens, Galliens und Nordspaniens. Dennoch waren diese Erfolge nicht von Dauer: Nach Justinians Tod im Jahr 565 n. Chr. gingen viele der zurückeroberten Gebiete wieder verloren. Italien fiel ab 568 n. Chr. an die Langobarden.

Lang anhaltende Kriege sowie der Verlust wichtiger Provinzen wie Syrien, Afrika und Ägypten schwächten das Reich erheblich. In der Folge veränderte sich sein Charakter zunehmend, sodass man ab etwa 640 n. Chr. vom sogenannten Byzantinischen Reich spricht. Das ist eine moderne Bezeichnung für das weiterbestehende Oströmische Reich.

Wenn du dich in diesem Zuge fragst, wie England so einflussreich werden und zum größten Weltreich der Welt aufsteigen konnte, dann erhält du die Antwort bei uns und erfährst, wie das Britische Weltreich das größte Kolonialreich der Geschichte wurde.

Referenzen

  1. Baier, T. (1997). Werk und Wirkung Varros im Spiegel seiner Zeitgenossen: von Cicero bis Ovid. Franz Steiner Verlag.
  2. Mehrtens, F. (n.d.). 02 – Das Zeitalter der Ständekämpfe – EManualAlteGeschichte. https://emanualaltegeschichte.blogs.uni-hamburg.de/02-das-zeitalter-der-staendekaempfe/
  3. Seewald, B. (2021, November 4). Punische Kriege: Roms Wunderwaffe gegen Karthago. DIE WELT. https://www.welt.de/geschichte/article233864112/Punische-Kriege-Roms-Wunderwaffe-gegen-Karthago.html
  4. Bildung, B. F. P. (2022, January 31). Das Edikt Kaiser Konstantins von 321 | Geteilte Geschichte | bpb.de. bpb.de. https://www.bpb.de/themen/zeit-kulturgeschichte/geteilte-geschichte/339532/das-edikt-kaiser-konstantins-von-321/

Mit KI zusammenfassen:

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Karl Heinz Rütten

Hi, it's me - Karl Heinz, not really new, but still active. My passions are outdoor activities. I love the nature, riding the bike, hiking through the mountains, preferably with my wife and my dog. These are opportunities to let flow my thoughts and get inspiration for writing comments and blogs.