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Das Römische Reich und die ewige Stadt Rom  – eine sagenhafte Epoche!

Von Karl Heinz, veröffentlicht am 04/11/2019 Blog > Nachhilfe > Geschichte > Alles, was Du über das Alte Römische Reich wissen solltest!

Rom oder das Römische Reich waren in vielerlei Hinsicht besonders. Dinge, die für uns heute selbstverständlich sind, waren für antike Verhältnisse extrem fortschrittlichBauwerke, Straßen und Aquädukte die bis heute erhalten sind, geben uns einen Eindruck davon.

Die lateinische Sprache ist omnipräsent und Ursprung romanischer Sprachen wie Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Italienisch und Rumänisch. Blockbuster wie Ben Hur, Spartacus, der Gladiator oder das Leben des Brian ziehen uns heute noch in ihren Bann.

Lateinische Aussprüche der damaligen Zeit kennt heute doch Jederoder! Denken wir an Zitate  “veni vidi vici “, “errare humanum est” oder “Carpe Diem” –  quod erat demonstrandum, um es lateinisch zu sagen.   

Woher wissen wir eigentlich so viel über die Römer und wo begegnen wir der römischen Geschichte auch heute noch?  Wie kam es zu der enormen Ausdehnung des römischen Reiches und warum haben viele Dinge heute noch Bedeutung. Viele Fragen auf die wir hier eine Antwort geben möchten.  Also bleib dran , es lohnt sich.

Die römische Königszeit 753 v. Chr. bis 510 v. Chr.

Die Darstellungen der antiken Historiker über diese Zeit, gelten in der modernen Wissenschaft überwiegend als Legenden, sodass die Gründung Roms 753 v. Chr. durch den Gelehrten Marcus Terentius Varro angenommen wird.

Rom wurde nach Überlieferung  von Etruskischen Königen regiert, sodass diese Phase als Königszeit bezeichnet wird. Unter etruskischer Führung erlangte Rom kulturell, politisch und wirtschaftlich Bedeutung, begünstigt durch die Kontrolle  zweier bedeutender Handelswege, der Via Latina und  der Via Salaria. Gleichzeitig führte man den römischen Hafenzoll für Handelsgüter ein.

500 v. Chr. löste Rom sich von der Herrschaft der Etrusker und vertrieb um 510  v. Chr.  Tarquinius Superbus, den letzten etruskischen König.

Waffe der etruskischen Kämpfer | Quelle: Visualhunt Eine etruskische Kampfaxt | Quelle: Visualhunt

Die Römische Republik  509 v. Chr. bis 27 v. Chr.

Die Ära der Römischen Republik beginnt mit der Verfassungsreform  zum Ende der etruskischen Königsherrschaft und endet mit der Einrichtung des Prinzipats am 13. Januar 27 v. Chr.

Die neue Staatsform Republik

An der Spitze Roms  standen die alten Familien, die Patrizier, die politisch sehr einflussreich waren und den Senat, das damalige  Machtzentrum, bildeten. Aus den Reihen des  Senats wurden jedes Jahr zwei Konsuln gewählt.

Die Plebejer, die größte damalige Volksgruppe, war mit der einseitigen Machtverteilung unzufrieden, sodass sie 494 v. Chr. Volkstribunen, als Ihre Stimme im Senat in einer jährlichen Versammlung wählten. Die Tribune hatten ein Vetorecht gegen die Beschlüsse des Senats.

Gleichzeitig  markiert die  Ausarbeitung und Verabschiedung des Zwölftafelgesetzes einen Höhepunkt der Ständekämpfe zwischen Patriziern und Plebejern. Ein Konflikt, der noch 150 Jahre andauerte und erst 367 v. Chr. die formale Gleichberechtigung der Plebejer bringen sollte.

Eroberung Italiens

Rom begann ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. mit einer immer rascheren Expansion in Mittelitalien, musste allerdings auch Rückschläge hinnehmen. Um 396 v. Chr. wurde die etruskische Stadt Veji von Rom erobert und zerstört. Es folgten die Samnitenkriege zwischen 343–290 v. Chr. und der Latinerkrieg um 340–338 v. Chr.

Die eroberten Gebiete im Norden schlossen Bündnisverträge mit Rom ab. Dabei galt das Prinzip teile und herrsche „divide et impera“. Ein kluger Schachzug, denn an strategisch wichtigen Orten gründeten sie Kolonien, die autonom handeln konnten.

Roms straffes Staatswesen , die schlagkräftige Armee und der starke Drang zur Ausdehnung  waren die Grundlagen für den weiteren Aufstieg. Im Süden Italiens verleibte sich die Republik um 275 v. Chr. die dortigen griechischen Stadtstaaten ein.

Die punischen Kriege  – Expansion ins Ausland

Mit dieser Expansion kam es allerdings zum  Konflikt mit der bis dahin freundlich gesinnten Handelsrepublik Karthago, was zu den Punischen Kriegen führte.

Im 1. Punischen Krieg (264-241 v. Chr.) ging es vorwiegend um den Besitz Siziliens. Rom, das bislang nur eine Landstreitmacht hatte, konnte sich auch als Seemacht behaupten.

Die römische Flotte bezwang die karthagische Flotte und nahm Sizilien ein, dass nun römische Provinz wurde. Es folgten in den nächsten Jahren Sardinien und Korsika, die als römische Provinzen eingegliedert wurden.

Der 2. Punische Krieg fand zwischen Hannibal und Rom von 218 und 201 v. Chr. statt. Die Schlacht von Cannae im südlichen Apulien endete mit einer schweren Niederlage für Rom. Nach mehreren Schlachten, gewann Rom die Oberhand und Hannibal unterlag schließlich in der Entscheidungsschlacht bei Zama.

2. punischer Krieg Hannibal aus Karthago | Quelle: Visualhunt Hannibal zieht im 2. Punischen Krieg mit Elefanten über die Alpen | Quelle: Visualhunt

Karthago verzichtete auf seine Seestreitmacht und mehrere Mittelmeer Inseln. Außerdem musste es hohe Reparationen zahlen. Spanien wurde unter ständige militärische Besatzung gestellt, womit die Vorherrschaft im westlichen Mittelmeerraum gesichert war.

Etwa zur gleichen Zeit unterwarf Rom die in der Poebene siedelnden Kelten. Ihr Gebiet wurde latinisiert, die römische Staatsbürgerschaft blieb auch ihnen verwehrt.

In die Zeit ab 200 v. Chr. versuchte Makedonien die alte Vormachtstellung  in der Ägäis wieder herzustellen. Dies führte zu den Makedonisch-Römischen  und römisch-Syrischen Kriegen. Das hellenistische Seleukidenreich unter Antiochos III. musste nach Roms Sieg auf einen Großteil seiner Besitzungen in Kleinasien verzichten.

168 v. Chr. wurden die Makedonen unter ihrem König Perseus endgültig besiegt  und nach der Zerstörung Korinths ging 146 v.Chr. ganz Griechenland in die römische Provinz Macedonia auf.

Im 3. Punischen Krieg ging es um die Stadt Karthago. 146 v. Chr. fiel die Stadt und wurde dem römischen Imperium als Provinz Africa einverleibt. Pergamon wurde 133 v. Chr. durch Erbvertrag zur römischen Provinz Asia.  Damit besaß Rom nun neun Provinzen, was die Vormachtstellung im östlichen Mittelmeerraum bedeutete.

Innere Unruhen  – Unzufriedenheit der Bevölkerung Roms

So glänzend die außenpolitischen Erfolge Roms waren, so sehr spitzte sich die Lage  im Innern  der Republik zu. Die Herrschenden führten ein luxuriöses Leben, besaßen große Güter, die von Sklaven bewirtschaftet wurden.

Das gemeine Volk erlebte eine gegensätzliche Entwicklung die zu einem landlosen Stadtproletariat und dem Ruin der freien Bauern führte. Schwere soziale Konflikte eskalierten zu einem Bürgerkrieg zwischen den beiden Parteien.

Um die Gunst der Bevölkerung zu gewinnen, bediente man  sich in Rom der Methode „panem et circenses“ – Brot und Spiele für das Volk.

Nachhaltiger versuchten die beiden Volkstribunen Tiberius und Gaius Sempronius Gracchus die wirtschaftliche Not der Bürger zu bekämpfen. Sie wollten Agrarreformen einführen, scheiterten jedoch und fanden unter ominösen Umständen  den Tod.

Ausdehnung des römischen Imperiums

Unabhängig der inneren Probleme gelang es den Römern ihr Herrschaftsgebiet weiter auszudehnen. Im Jahr 106 v.Chr. wurde im Jugurthinischen Krieg  der König von Numidien durch den Konsul Gaius Marius mit Unterstützung seines Kollegen Lucius Cornelius Sulla gestürzt.

Die Kriege gegen Kimbern und Teutonen wurden nach wechselndem Kriegsglück in Südgallien und Norditalien unter Führung von Marius gewonnen.

Die soziale Schieflage im Innern hielt immer noch an. Der Tribun Marcus Livius Drusus unternahm einen neuen Versuch die Ackergesetze zu ändern, scheiterte ebenfalls und wurde im Jahr 91 v. Chr. ermordet.

Die internen Probleme Roms blieben auch den Bundesgenossen nicht verborgen, sodass es 91 bis 89 v. Chr. zum sogenannten Bundesgenossen Krieg kam. Die Bundesgenossen erhielten letztlich das römische Bürgerrecht.

Im Jahr  88 v. Chr. kam es zur berüchtigten Vesper von Ephesus. Ein Massenmord  an zehntausend römischen Siedlern in Kleinasien, zwang Rom in den Krieg gegen Mithridates von Pontos zu ziehen.

Nach den siegreichen Kämpfen gegen Mithridates 87 – 83 v.Chr. kehrte Konsul Sulla nach Rom zurück, vernichtete seine politischen Gegner und setzte die republikanische Verfassung außer Kraft. 79 v. Chr. trat er  zurück, doch die permanenten inneren Spannungen schwächten die Republik weiter.

Die Ära des Julius Cäsars

In der Außenpolitik wurden insbesondere durch den Feldherrn Gnaeus Pompeius Magnus grandiose Erfolge erzielt. Zusammen mit Licinius Crassus hatte er den Sklavenaufstand des Spartacus 73 v. Chr- 71 v. Chr niedergeschlagen.

Pompeius gewann den Seeräuberkrieg  und mit der Annexion des Seleukidenreichs 63 v. Chr. setzte er den letzten seleukidischen König ab . Mit Beendigung der Mithridatischen Kriege wurde durch ihn die Neuordnung des Ostens eingeleitet.

In der Innenpolitik versuchte Pompeius Reformen durchzubringen, scheiterte jedoch an fehlenden Mehrheiten. Durch die  Allianz mit Julius Caesar und dem reichen Marcus Licinius Crassus entstand im Jahr 60 v. Chr. das erste Triumvirat, das sich bei ihren jeweiligen Interessen unterstützte.

Julius Cäsar Diktaor und Feldherr | Quelle: Visualhunt Julius Cäsar – Feldherr in Siegerpose | Quelle: Visualhunt

Bei einem Feldzug gegen die Parther starb Crassus und die einstigen Freunde, Caesar und Pompeius,  stritten um die Macht im Staat (49–46 v. Chr.). Durch geschickte Ränkespiele und Kriegsglück entledigte sich Caesar seines Mitkonkurrenten Pompeius.

Er brach den Widerstand  der letzten Republikaner und war bei seinen Feldzügen in Gallien, Ägypten, Kleinasien, Afrika und Spanien überaus erfolgreich. Im Februar 45 v. Chr. wurde Caesar zum Diktator auf Lebenszeit ernannt. Seine Ermordung im Jahre 44 v. Chr. an den Iden des März verhinderte, dass sich die Republik in eine Diktatur verwandelte.

Brutus und Cassius, die Mörder Cäsars und Anhänger der Republik, gelang es nicht, die alte republikanische Verfassung wiederherzustellen. Eine  Allianz zwischen Octavian, Marcus Antonius und Marcus Aemilius Lepidus führte zur Bildung des zweiten Triumvirats. In dem tobenden Bürgerkrieg siegten sie in der Schlacht bei Philippi gegen die Verschwörer Cäsars.

Nun war die Zeit Octavians gekommen. Er beseitigte seine ehemaligen Mitstreiter Sextus Pompeius, Marcus Aemilius Lepidusin und Marcus Antonius. Letzterer weilte  in  Ägypten und erhielt Unterstützung  durch die ägyptische Herrscherin Kleopatra .

Octavian sicherte sich die Macht und als Nebeneffekt fiel das reiche Ägypten an Rom. Ägypten blieb für Jahrhunderte die Kornkammer des Reiches. Das gesamte Gebiet ums Mittelmeer war nun unter römischer Herrschaft und wurde seitdem mare nostrum genannt. 

Römische Kaiserzeit 27 v. Chr. bis 284 n. Chr.

Der Prinzipat

Octavian gelang es nach dem Chaos der Bürgerkriege die Ordnung weitgehend wiederherzustellen. Er ließ die Verfassung formal in Kraft, die sich aber in wesentlichen Punkten von der alten republikanischen Verfassung unterschied. Staat und Gesellschaft Roms wurden fortan der Rolle eines Weltreiches gerecht.

Durch die Übernahme verschiedener Ämter, sah der Senat in Octavian den „Princeps“, den „Ersten Bürger des Staates,“womit das Prinzipat geboren wurde. Octavian erhielt im Jahre 27 v. Chr. vom Senat den Titel „Augustus“ verliehen.

Die Nachfolge wurde durch Erbschaft oder Adoption eines ihm geeignet erscheinenden Nachkommen geregelt. Durch diese Lösung der Thronfolge überlebte das römische Kaisertum den Tod seines Schöpfers Augustus und hatte im Prinzip Bestand bis zum Ende des Römischen Reiches.

Die Ära der Kaiser war die Letzte, die das römische Reich erlebte. Mit ihr begann der Niedergang des historischen römischen Reiches. Zunächst aber unterwarf Augustus das nordwestliche Spanien und ließ die Eroberung des Alpenraums, sowie des Balkans bis zur Donaugrenze folgen.

Im Jahre 9. n. Chr. erlebten die Römer gegen germanische Cherusker im Teutoburger Wald  ein Fiasko. Ihre Legionen wurden vernichtend geschlagen. Daraufhin entschied Augustus das Imperium nicht über die drei großen Ströme Rhein, Donau und Euphrat hinaus auszudehnen.

Um das Eindringen der Germanen zu verhindern, errichteten die Römer den Limes, einen gewaltigen Schutzwall. Eine Maßnahme, die lange den römischen Frieden, die „Pax Romana“, festigte.

Augustus ließ eine Volkszählung im gesamten Imperium durchführen, baute Straßen und Verkehrswege. Wirtschaft und Kultur, „augusteische Klassik“, erlebten eine Blütezeit und die römische Kultur erreichte auch die Provinzen.

Julisch claudisches Kaiserhaus 27 v. Chr.- 68 n. Chr.

Augustus bestimmte seinen Adoptivsohn Tiberius  zum Nachfolger. Der beschränkte sich während seiner Herrschaft auf Maßnahmen zur Sicherung der Grenzen.Von seinem Nachfolger Caligula . wird berichtet, dass er dem „Cäsarenwahn“ frönte.

Nach der Ermordung Caligulas wurde unter Claudius der südliche Teil Britanniens dem Reich hinzugefügt. Sein Nachfolger Nero leitete die erste große Christenverfolgung ein, vernachlässigte aber gleichzeitig das Militär. Mit Neros Tod endete 68 n. Chr. die Vorherrschaft des julisch-claudischen Hauses.

Flavisches Kaiserhaus 68 n. Chr.– 96 n. Chr.

Nach den Wirren des Vierkaiserjahres traten die Flavier die Herrschaft an. Kaiser Vespasian ließ im Jahre 70 einen Aufstand in Judäa niederschlagen, sanierte die Staatsfinanzen und sicherte die Grenze im Osten gegen die Parther ab. Er starb im Jahr 79.

Titus war  nur eine zweijährige  Regierungszeit vergönnt, in der es zu mehreren Katastrophen wie dem Ausbruch des Vesuvs und einer Seuchenepidemie kam. Domitian trat 81 seine Nachfolge an und gestaltete die Verwaltung effizienter. Im Jahre 96 wurde er umgebracht.

Adoptivkaiser  98 n. Chr.- 180 n. Chr

Das Adoptivkaisertum umfasst eine Periode in der die Herrschaft regelmäßig durch Adoption bestimmt wurde. Sie begann mit Nerva und wird allgemein als die Glanzzeit des Imperiums verstanden.

Das Römische Reich erreichte seine größte Ausdehnung unter Nervas Nachfolger Trajan im Jahre 117. Das Imperium erstreckte sich nach weiteren erfolgreichen Eroberungen von Schottland bis nach Nubien  und von Portugal bis nach Mesopotamien.

Unter dem gebildeten und hellenophilen Hadrian kam es zu einer zivilisatorischen, kulturellen und technischen Blüte der Reiches. Grenzbefestigungen wie der Hadrianswall in Britannien und die Begradigung der Ostgrenze wurden installiert. Das Christentum breitete sich weiter aus.

Im Gegensatz zur Friedensperiode  unter Antonius Pius war die Ära unter dem „Philosophenkaiser“ Mark Aurel durch Seuchen und Kriege gegen die Parther und Markomannen gekennzeichnet. Die Landwirtschaft der fruchtbaren Poebene wurde dadurch nachhaltig geschädigt.

Weiterhin war das römische Reich krisengeschüttelt und Marc Aurels Nachfolger Commodus  war nicht in der Lage, dem Reich Sicherheit und  inneren Frieden zu geben. 192 n.Chr. wurde er umgebracht.

Severer Kaiserhaus 195 n.Chr.– 235 n.Chr.

193 n. Chr. begründete Septimius Severus die Dynastie der Severer . Er stabilisierte die innere Ordnung und die Grenzen des Imperiums. Ihm gelang es im Krieg gegen die Parther Erfolge zu verbuchen, während im Inneren die Macht des Militärs wuchs.

Nachfolger Caracalla verlieh allen freien Bewohnern des Reiches das römische Bürgerrecht, was eine markante Zäsur in der Gliederung des römischen Staatswesens darstellte. Caracalla fiel während seines Partherfeldzugs einem Attentat zum Opfer und kurz danach bestieg Elagabal den Thron.

222 wurde der unbeliebte Elagabal ermordet und Severus Alexander versuchte vergeblich, sich im Krieg gegen die Sassaniden  und Germanen zu bewähren. Auch er wurde von unzufriedenen Soldaten ermordet.

Soldatenkaiser 235 n.Chr.285 n.Chr.

Das bewährte „Akzeptanzsystems“  das auf  Zustimmung von Heer, Senat und Bevölkerung beruhte, verlor seine Gültigkeit. Die Kaiser ließen sich vom Heer und seinen Soldaten ausrufen.

In dieser Zeit wechselten die Herrscher schnell, was die  innere und äußere Stabilität des Reiches nicht begünstigte und zur Reichskrise des 3. Jahrhunderts führte.

Die Spätantike 284 n.Chr.– 565 n.Chr.

Mit Diokletian vollzog sich 284 n. Chr. der Übergang in die Epoche der Spätantike. Er reformierte die Verwaltung und das Heer und schuf die Ordnung der Tetrarchie. Unter ihm fanden die letzten Christenverfolgungen statt.

Diokletian Kaiser einer neuen Epoche | Quelle: Visualhunt Diokletian erster Kaiser der Spätantike | Quelle: Visualhunt

Konstantin  herrschte seit 312 n. Chr. im Westen und etablierte  erneut 324 n. Chr. die Alleinherrschaft über das gesamte Imperium.  Er verfügte die Privilegierung des Christentums. Ihm folgte Constantius II. und unter Iulianus kam es zur kurzen Renaissance des Heidentums.

Pecunia non olet „Geld stinkt nicht“  | Kaiser Diokletian

Valentinian I. teilte das Reich. Sein Nachfolger Theodosius herrschte letztmals über das gesamte Imperium. Er befriedete die Goten durch Verträge und bestimmte das Christentum zur Staatsreligion. Nach seinem Tod kam es unter seinen Söhnen im Jahre 395 n. Chr. zur endgültigen Reichsteilung.

Die  Völkerwanderung traf die Westhälfte des geteilten Römischen Reiches besonders hart und endlose Bürgerkriege beschleunigten im 5. Jahrhundert den Zerfall des Römischen Reiches.

Große Teile Galliens und Spaniens fielen an germanische Stämme. Vor allem der Verlust Africas an die Vandalen 435 n. Chr. schwächte Westrom wirtschaftlich enorm. Der westliche Regierungssitz wechselte um die Jahrhundertwende von Mailand nach Ravenna.

Rom fiel  Plünderungen mehrerer germanischer Stämme zwischen  410 n. Chr.  und 472 n. Chr. zum Opfer. Das Ende des westlichen römischen Imperiums ist mit der Absetzung des letzten Kaisers 476 n. Chr. häufig auch mit dem Einfall der Langobarden in Italien 568 n. Chr. datiert.

Der Untergang des Römischen Reiches oder die Transformation des westlichen römischen Reiches in die germanisch romanische Welt hatte viele Gründe. Hier sind die Wichtigsten benannt:

  • Schwäche der westlichen Armee
  • wirtschaftlicher Niedergang  des römischen Westreichs
  • marode Verwaltung
  • Völkerwanderung , Kriege, Verluste wichtiger Provinzen
  • innere Konflikte
  • Korruption und Verfall der Sitten

476 n. Chr. setzte der germanische Heermeister Odoaker Romulus Augustulus  als weströmischen Kaiser ab. Odoaker sah sich selbst als einen Germanen in römischen Diensten.

Die Lage im Osten des Reiches war grundlegend anders weil :

  • wirtschaftlich erfolgreich
  • Bürgerkriege wurden weitgehend vermieden
  • große strategische Reserven
  • geschickte Diplomatie
  • reiche Provinzen wie Kleinasiens, Syriens und Ägyptens
  • erfolgreich geführte Kämpfe gegen Hunnen und Sassaniden

Unter Justinian, dem letzten römischen Kaiser und seinem Feldherren Belisar konnten die Oströmer große Teile des Westens wie Nordafrika, Italien und Südspanien zurückerobern.

Sie hielten  im Orient die Grenzen gegen die Perser und der (ost)römische Kaiser war noch einmal mit Abstand mächtigster Herrscher im Mittelmeerraum. Ostrom beherrschte den größten Teil des alten Reichsgebietes mit Ausnahme Britanniens, Galliens und Nordspaniens.

Die zurückeroberten Gebiete fielen nach Justinians Tod 565 n. Chr. wieder an die Westgoten und Italien fiel ab 568 n. Chr. an die Langobarden.

Lange Kriege und der Verlust der Provinzen Syrien, Afrika und Ägypten schwächten Ostrom substanziell. Das Reich verlor seinen römisch-antiken Charakter. Ab 640 n. Chr. erscheint es  gerechtfertigt vom Byzantinischen Reich zu sprechen.

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