Es ist kein Geheimnis, dass man eine Gitarre oder eine Geige sehr häufig nachstimmen muss. Auch Saxofonist*innen und Posaunist*innen werden vor dem Spielen ihr Instrument mit den anderen in Einklang bringen.

Auf all diesen Instrumenten werden Melodien oder sogar Akkorde gespielt. Da ist es fast selbstverständlich, dass das nur schön klingen kann, wenn exakt die richtigen Töne erklingen.

Schlagzeuger sind aber für Rhythmus und Klänge zuständig, die nicht mit einer bestimmten Tonhöhe zusammenhängen. Schon nur ihre Notenblätter sehen ganz anders aus. Die verschiedenen Linien stehen für die einzelnen Bestandteile eines Schlagzeugs.

Trotzdem müssen auch Drums ab und zu eingestimmt werden. Warum das so ist und wie man dabei vorgeht, erklären wir Dir in diesem Artikel.

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Und los geht's

Warum und wann muss man ein Schlagzeug stimmen?

Du hast Dir viel Zeit genommen ein beim Schlagzeug Kaufen das richtige Schlagzeug für Dich zu finden, jetzt steht die Neuanschaffung bereit und Du möchtest natürlich sofort anfangen zu spielen. Wenn die Trommeln einfach nicht so klingen wollen, wie Du es Dir vorstellst, kann es sein, dass sie erstmal gestimmt werden müssen.

Durch den Transport und Schwankungen der Temperatur und Luftfeuchtigkeit können sich Schrauben verstellt und die Felle verzogen haben. Dann kann auch das beste Schlagzeug für Anfänger anfangen zu schnarren und klirren.

Um Freude an Deinem Instrument zu haben, wirst Du in diesem Fall um das Stimmen nicht herumkommen. Doch es gibt auch noch weitere Gründe sich dem Thema Schlagzeugstimmen ausführlich zu widmen.

Es gibt keine festen Regeln, auf welche Frequenzen Trommeln gestimmt werden müssen. Das macht das Ganze für Anfänger zwar erstmal etwas schwieriger, hat aber den riesigen Vorteil, dass es viel Spielraum für persönliche Vorlieben gibt. Mit etwas Experimentierfreude und Übung wirst Du zu Deinem ganz persönlichen Sound kommen.

Dem Drumset kann durch sorgfältiges Einstellen ein ganz eigener Klangcharakter verliehen werden. Das hängt nicht nur von den Intervallen zwischen den einzelnen Trommeln ab. Kurz schwingende Felle hören sich sehr trocken an, länger schwingende hallen nach.

Für welche der vielen Möglichkeiten Du Dich entscheidest hängt von Deinem persönlichen Geschmack und der Musikrichtung ab, die Du spielen möchtest. Für Rock und Heavy Metal wirst Du ziemlich sicher einen härteren Sound bevorzugen als für Jazz. Finde deinen Schlagzeugunterricht Berlin.

Die Raumakkustik muss beim Schlagzeug stimmen mitbeachetet werden.
Draußen klingt ein Schlagzeug anders als im Proberaum oder Studio. | Quelle: Tim Mossholder via Unsplash

Der Klang eines Schlagzeugs hängt zudem nicht unerheblich mit der Raumakustik zusammen. In einer großen leeren Halle wird es ganz anders klingen, als in einem schallgedämpften Studioraum.

Vielleicht ist Dir ja schon mal aufgefallen, dass Schlagzeuge bei Dir Zuhause und beim Schlagzeugunterricht in Hamburg ganz anders klingt, obwohl es dasselbe Modell ist und Du genau gleich spielst.

Wenn Du Dich daran machst Dein Schlagzeug zu stimmen, musst Du also den Raum, in dem es steht mitbedenken.

Nochmal kurz zusammengefasst: Wann sollte man nun ein Schlagzeug stimmen?

  • Wenn Du neue Schlagfelle aufziehst.
  • Nachdem Du Dein Schlagzeug transportiert oder bewegt hast.
  • Wenn ein Temperaturwechsel stattgefunden oder sich die Luftfeuchtigkeit geändert hat, beispielsweise von einem langen Autotransport zu einer klimatisierten Umgebung.
  • Wenn es nicht mehr „sauber“ klingt. Überprüfe am besten immer, wenn Du spielst, wie Dein Schlagzeug klingt – Finetuning kann nie schaden!
  • Wenn Du Dir einen neuen Klangcharakter wünschst.

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Aufbau einer Trommel

Ein Drumset ist aus verschiedenen Trommeln und Becken zusammengesetzt. Die Becken kann man nicht einstimmen. Ihre Klangfarbe kann man höchstens durch die Anschlagtechnik oder die Wahl der Drumsticks verändern.

Bleiben also noch die Drums. Ein typisches Schlagzeugset besteht aus einer Snare-, einer Bassdrum, zwei Tom Toms und einer Stand-Tom. Die Klangerzeugung auf den unterschiedlichen Drums funktioniert auf die gleiche Weise. Sie sind sich deshalb im Aufbau auch sehr ähnlich.

Der Trommelkessel

Der Kessel ist der optisch auffälligste Teil der Trommel; eine runde Konstruktion aus Holz oder Metall (seltener auch Kunststoff). Er verstärkt die Schwingung der Felle, sodass der Klang überhaupt erst hörbar wird. Der Kessel ist der Resonanzkörper der Trommel.

Die Höhe und der Durchmesser des Kessels sind für die Tonhöhe mitverantwortlich: je größer der Kessel, umso tiefer der Ton.

An den beiden offenen Enden des Trommelkessels sind Spannreifen angebracht, an denen sich auch die Stimmschrauben befinden. Hier werden die Felle eingespannt. Finde hier dein Schlagzeugunterricht Köln.

Das Schlagfell

Wie der Name schon erahnen lässt, ist das Schlagfell der Teil der Trommel, auf dem man trommelt. Bei den meisten Drums ist es dementsprechend auf der Oberseite des Kessels. Bei der Bassdrum befindet es sich auf der Seite, die dem Schlagzeuger zugewandt ist.

Hier wird die Energie erzeugt, die dann in einen Ton umgewandelt wird. Sie sind verantwortlich für die Lautstärke, den Attack und Ring (der Klang, der sich beim Auftreffen des Sticks ergibt und die Charakteristik des anhaltenden Tons).

Schlagfell und Resonanzfell müssen aufeinander abgestimmt werden.
Auf dem Schlagfell erzeugst Du den Ton, der Kessel und das Resonanzfell verstärken und bereichern ihn. | Quelle: Lasse Moller via Unsplash

Schlagfelle gibt es in unterschiedlichen Materialien und Stärken; einlagig und zweilagig.

In der Rock und Pop Musik werden meistens stärkere, zweilagige Felle verwendet. Diese haben einen fetteren Klang, klingen schneller aus und sind natürlich auch robuster, als dünne einlagige Drumfelle. Für feinere Klänge, wie sie zum Beispiel im Jazz gewünscht sind, greift man eher zu dünnen, einlagigen Fellen. s

Das Resonanzfell

Das Resonanzfell liegt dem Schlagfell genau gegenüber. Hier wir immer ein dünnes, einlagiges Fell verwendet.

Resonanz bedeutet Widerhall. Und genau das ist die Aufgabe des Resonanzfells. Durch den Schlag und die damit einhergehende Schwingung des Schlagfells, wird die Luft innerhalb der Trommel in Bewegung versetzt. Diese bringt schließlich auch das Resonanzfell zum Schwingen.

Die Beschaffenheit und Spannung trägt zum Sustain bei. Das heißt, es ist mitverantwortlich dafür, wie lange es dauert, bis die Töne ausklingt. Bei einer gut gestimmten Trommel ergänzt es die Obertöne, die einen erheblichen Einfluss auf den Klangcharakter haben.

Das Schlagzeug stimmen

Beim Stimmen eines Schlagzeugs geht es nun darum, aus jeder einzelnen Trommel sowie aus dem Zusammenklang aller Drums das Beste herauszuholen. Jede Trommel kann in sich noch so gut gestimmt sein, wenn sie nicht mit den anderen harmoniert, war der ganze Aufwand umsonst.

Jede einzelne Trommel hat einen Stimmbereich, in dem sie am besten klingt. Innerhalb dessen hast Du aber einen ziemlich großen Spielraum. Wichtig ist zum Ende, dass die Klangfarbe und Tonhöhe untereinander gut zusammenpassen.

In welcher Reihenfolge vorgegangen wird, ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Während einige von der Snare über die kleinste Tom bis hin zur Bassdrum immer zur nächstgrößeren Trommel übergehen, bevorzugen andere genau die andere Richtung.

Schlussendlich musst Du also selbstherausfinden, welche Drum den weiteren Stimmvorgang vorgeben soll. Wie auch immer Du genau vorgehst, achte bei den Toms auf eine logische Reihenfolge! Arbeite Dich entweder von der tiefsten zur höchsten voran (diese Variante wird Anfängern empfohlen), oder genau andersrum.

Bei jeder Trommel muss sowohl das Resonanz-, als auch das Schlagfell gestimmt und beide in ein passendes Klangverhältnis gebracht werden. Du hast dabei die Wahl zwischen drei verschiedenen Stimmungen, die alle einen unterschiedlichen Charakter haben.

  • Schlag- und Resonanz-Fell auf den gleichen Ton: größtmögliche Lautstärke und Resonanz
  • Resonanzfell höher: Große Durchsetzungsfähigkeit und Transparenz.
  • Das Resonanzfell tiefer: Stärkerer nachklingender Bass.

Du musst Dich nicht auf eine Stimmung festlegen. Während sie unter den Toms einheitlich sein sollte, kann sie von Toms zu Snare zu Bass variieren. Wenn nicht beide Felle auf den gleichen Ton eingestimmt werden, beträgt der Abstand in der Regel 3 Ganztonschritte.

Ein Drumset besteht aus verschiedenen Trommeln, die alle gestillt werden wollen.
Nach dem Stimmen solle alle Teile des Schlagzeugs gut zusammen klingen. | Quelle: David Martin via Unsplash

Die Ausrüstung die Du Dir jetzt bereitlegen solltest, ist überschaubar. Natürlich brauchst Du die Drums selbst, gegebenenfalls neue Felle und einen Stimmschlüssel. Damit hat ist die Liste der absolut notwendigen Grundausstattung auch schon vollständig.

Wenn Du Dich nicht auf Deine Ohren verlassen möchtest, kannst Du noch ein Stimmgerät zu Hilfe nehmen. Das kann ein chromatisches Stimmgerät, das sich für alle möglichen Instrumente eignet, sein oder ein speziell für Schlagzeuge entwickelter Drum Tuner.

Der Stimmvorgang im Allgemeinen

Jetzt sind wir endlich bereit, mit dem Stimmen einer Drum zu beginnen. Fange immer mit dem Resonanzfell an. Dafür legst Du die Trommel auf dem Schlagfell flach ab. Am besten auf einen Teppich oder auf Deinem Schoß, damit das Fell nicht mitschwingen und den Ton verfremden kann.

Wenn Du nicht eh gerade ein neues Fell aufgezogen hast, muss Du es erstmal in der „Nullzustand“ versetzen; das heißt, Du löst die Spannung komplett. Dafür lockerst Du mit dem Stimmschlüssel jede einzelne Stimmschraube. Achte darauf, dass das Fell ganz gleichmäßigt aufliegt und frei von Falten ist.

Wenn das gut aussieht, kannst Du sofort wieder damit beginnen, die Stimmschrauben festzuziehen. Damit sich das Fell gleichmäßig spannt, ist die richte Vorgehensweise entscheidend.

Die einzelne Schraube wird immer nur ganz wenig (zum Beispiel zwei Umdrehungen) gedreht, dann wird zur nächsten gewechselt. Die Reihenfolge ist dabei sehr wichtig. Um zu einer gleichmäßigen Spannung zu kommen, wird nicht kreis- sondern sternförmig vorgegangen. Wenn an jeder Schraube einmal gedreht wurde, wird wieder mit der ersten angefangen. Die Umdrehungszahl bleibt für alle Stimmschrauben gleich!

Ein neues Fell auf die Trommel aufziehen, verlangt nach der richtigen Vorgehensweise.
Wenn Du an jeder Stimmschraube einmal gedreht hast, fängst Du wieder bei der 1 an, bis das Fell der Trommel gespannt ist.

Während dem Festziehen wird ungefähr 3cm von der gerade gedrehten Stimmschraube entfernt leicht auf das Fell geklopft. Wenn Du zur nächsten Schraube wechselst, wandert natürlich auch der Finger mit.

Irgendwann ist das Fell soweit gespannt, dass es anfängt zu klingen. Das ist der tiefst mögliche Ton; aber in der Regel noch nicht der gewünschte. Du musst also noch weiter spannen, aber ab jetzt viel vorsichtiger als zuvor!

Drehe jede einzelne Schraube jeweils nur noch um eine 1/8-Umdrehung, bis die gewünschte Tonhöhe erreicht ist.

Du kannst Dich dafür auf Dein Ohr verlassen, oder ein chromatisches Stimmgerät zu Hilfe nehmen. Es gibt auch Stimmgeräte die speziell für Schlagzeuge konzipiert wurden.

Um den Ton zu überprüfen schlägst Du mit dem Stock weiterhin nicht in die Mitte, sondern in 3cm Abstand vom Rand auf da Fell. Sollte er zu hoch sein, korrigiere erstmal etwas zu weit nach unten und nähere Dich dann langsam wieder der gewünschten Tonhöhe an.

Ist das Resonanzfell einer Trommel perfekt eingestellt, kannst Du Dich dem Schlagfell widmen. Der Vorgang läuft genau gleich ab, wie wir es gerade gesehen haben. Du musst also zum Tom Stimmen nichts weiter dazulernen.

Allerdings gilt es bei der Snare und der Bass Drum einige Besonderheiten zu beachten. Und die schauen wir uns jetzt im Detail an. Finde Dein Schlagzeugunterricht Angebot hier.

Snare-Drum stimmen

Es gibt unzählige unterschiedliche Arten von Trommeln. Manche davon werden Solo mit den Händen gespielt, andere hören sich nur mit Sticks oder Besen gut an und werden vornehmlich in Kombination mit anderen Drums gespielt.

Neben der Bass Drum ist die Snare sozusagen das Herzstück eines Drumsets. Mit ihr kann man beispielsweise den typischen Trommelwirbel und Marschmusikklang erzeugen. Ihr besonderer Sound kommt von dem Snareteppich, der über die Resonanzfelle gespannt ist.

Der Snare-Teppich besteht aus vielen kleinen Drähten, die parallel verlaufend zu einem breiten Band gespannt sind.

Wenn nun nach einem Schlag das Resonanzfell schwingt, vibrieren die Drähte mit und erzeugen den typischen schnarrenden Klang. Je nachdem wie fest der Snareteppich angezogen wird, kann das Schnarren variiert werden.

Beim Stimmen der Snare ist dieser tolle Effekt, aber leider hinderlich. Deshalb musst Du den Teppich lösen, bevor D anfängst. Du kannst ihn entweder ganz entfernen, oder nur lockern und zwei Sticks so zwischen Spannreifen und Teppich legen, dass er das Fell nicht mehr berühren kann.

Wenn Du Dich später an das Spannen des Schlagfells machst, sollte der Snareteppich noch am Klingen gehindert werden! Ansonsten kannst Du dabei gleich vorgehen, wie beim Tom Stimmen. Bleiben wir aber bei der gewohnten Reihenfolge und wenden uns zuerst dem Resonanzfell zu.

Snare Bassdrum, Tom Stimmen - im Grunde ist der Vorgang derselbe.
Beim Stimmen der Snare muss man einige Besonderheiten beachten. | Quelle: Roger Hoover via Unsplash

Anders als bei anderen Trommeln, wird bei der Snaredrum das Resonanzfell nicht auf Resonanz gestimmt. Gewünscht werden trockene, differenzierte Klänge ohne Nachhall. Deshalb wird das untere Fell der Snare sehr stark gespannt. Damit verhindert man außerdem, dass der Snareteppich ungewollt zu scheppern beginnt.

Wenn Du beide Felle fertig gespannt hast, kannst Du auch den Snareteppich wieder festziehen. Dafür gibt es ein kleines Rädchen an der Hebemechanik. Auch hier gibt es einen kleinen Spielraum für individuellen Geschmack. Probiere ruhig etwas rum.

Bassdrum stimmen

Auch bei der Bassdrum geht man etwas anders vor, um zu dem gewünschten trockenen, Bass lastigen Sound zu kommen. Aber keine Angst vor zu viel Verwirrung: Bei der Bassdrum geht's etwa einfacher als bei den anderen.

Da der Klang am Ende möglichst tief und kraftvoll sein soll, werden die Felle kaum gespannt. Sie werden nur soweit festgezogen, dass keine Falten drin sind und ein Ton zustande kommt.

Dir ist vielleicht schon mal aufgefallen, dass manche Bass-Resonanzfelle ein Loch haben. Das hat nur bedingt einen Einfluss auf den Klangcharakter, sondern ist vor allem für Tonabnahme mit einem Mikrofon gedacht.

Wenn Du den Klang Deiner Bassdrum noch etwas mehr Dämpfen möchtest, kannst Du Kissen, eine Decke oder ein Handtuch hineinlegen. Das Dämpfmaterial muss nicht riesig sein. Du erreichst einen fetten Sound, wenn es an beiden Fellen anliegt, ihnen aber noch Platz zum Atmen lässt.

Schlagzeug stimmen – Tipps und Tricks

Im Grunde, weißt Du jetzt, wie Du Dein Schlagzeug stimmen kannst, um seinen Klang nach Deinem Geschmack und Deinen Bedürfnissen zu optimieren. Beil ersten Mal braucht das aber natürlich etwas Ausdauer und Geduld. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!

Mit etwas Übung wird es Dir aber bestimmt gelingen. Wenn Du Dich sehr unsicher fühlst, kannst Du Dich auch jeder Zeit an Fachpersonal im Musikgeschäft oder Deinen Schlagzeuglehrer wenden (z.B. von Deinem Schlagzeugunterricht Dortmund).

Welche Drumsticks eignen sich für welchen Stil?
Auch mit der Wahl der Drumsticks kannst Du den Sound beeinflussen. | Quelle: Samuel Woods via Unsplash

Wenn Du es doch alleine probieren willst, haben wir hier noch einige abschließende Tipps und Tricks zusammengestellt, mit denen Du das Ergebnis weiter verfeinern und perfektionieren kannst.

Felle Dämpfen

Jeder Ton besteht aus einem Grundton und Obertönen, die mitschwingen. Wie wir oben erwähnt, haben Resonanzfelle einen großen Einfluss auf die Obertöne. Bei einem gut gestimmten Drumset klingt das auch richtig toll.

In manchen Fällen, wie zum Beispiel bei der Bassdrum, sind sie aber nicht erwünscht; oder Du hast trotz allen Übens und sorgfältiger Vorgehensweise noch nicht ganz das ideale Ergebnis erzielt und suchst nach einer Methode die Obertöne zu kontrollieren.

Die Lösung heißt: Dämpfen.

Bei der Bassdrum geht das ganz einfach, indem man das Material (z.B. eine dünne Decke oder ein Kissen) so in den Kessel legt, dass es an beiden Fellen anliegt. Bei allen anderen Drums funktioniert diese Methode natürlich nicht, da der Kessel nicht liegt, sondern aufrecht auf einem Ständer steht oder hängt.

Außerdem soll die Dämpfung auch deutlich weniger stark ausfallen. Wir müssen deshalb zu etwas feineren Mittel greifen. Die schnellste, einfachste und billigste Variante ist ein Stück Gaffa Klebeband oder ein zusammengefaltetes Papiertaschentuch auf das Fell zu kleben.

Ein besseres Ergebnis erhält man mit eigens für diesen Zweck entwickelten Dämpfungspads. Die sogenannten Moon-Pads sind kleine Gelkissen, die sich auf die gewünschte Größe zuschneiden lassen.

Sie haben den Vorteil, dass sie sich Rückstandslos wieder entfernen lassen und mehrfach verwendbar sind.

Eine Möglichkeit platzsparend zu dämpfen sind Sound-Control-Ringe. Dabei handelt es sich um etwa zwei Zentimeter breite Kunstsoff Ringe, die lose auf den äußeren Rand des Fells aufgelegt werden.

Egal für welche Variante Du Dich entscheidest, musst Du wissen, dass nicht nur die Größe, sondern auch die Position den Klang beeinflusst. Probiere also ein bisschen rum, bis Du das gewünschte Ergebnis erhältst.

Die Feinheiten des Schlagzeugstimmens lernen

Du hast es geschafft, den Sound Deines Schlagzeugs ein erstes Mal selbst zu perfektionieren, bist begeistert von den Möglichkeiten, die man hat und möchtest tiefer in das Thema eintauchen?

Es gibt verschiedene Methoden ein Schlagzeug zu stimmen.
Beim Schlagzeug spielen hat man nie ausgelernt - es gibt noch vieles zu entdecken. | Quelle: Allef Vinicius via Unsplash

Schlagzeugstimmen ist ein weites Feld, in dem man auch nach jahrelanger Erfahrung nie ausgelernt hat. Glücklicherweise gibt es Experten, die ihr Wissen gerne mit anderen teilen. Einer davon ist Udo Masshoff.

Udo Masshoff ist ein Schlagzeugexperte, der sich auf das Tuning von Schlagzeugen spezialisiert hat und seine Leidenschaft fleißig weitergibt. Du kannst im Internet Artikel und Videos zu seiner Arbeit finden, um Dich damit vertraut zu machen.

Wenn Du danach so richtig in das Thema eintauchen willst, kannst Du einen Workshop besuchen. Udo Masshoff bietet seine Drumtuning Masterclass immer mal wieder überall in Deutschland an. Wenn Du nicht auf den nächsten Termin bei Dir in der Nähe warten willst, kannst Du Dir seine DVD „Udo Masshoff's Ultimate Drumtuning Revolution“ ansehen und vieles lernen.

Wenn Du einen Lehrgang in Buchform bevorzugst, empfehle ich Dir die „Drum Tuning Bible“; ein ausführliches Werk, in dem verschiedene Stimmungen vorgestellt und ausführlich beschrieben werden. Du findest darin auch umfassende Informationen zu unterschiedlichen Materialien von Trommeln und Fellen und Hinweise zum Mikrofonieren von Schlagzeugen.

Du siehst, mit dem Kauf eines neuen Schlagzeuges allein, hast Du noch nicht alle Möglichkeiten auf dem Weg zu Deinem ganz persönlichen Sound ausgekostet. Lerne noch heute die Grundlagen des Schlagzeugstimmens und fange an zu experimentieren.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.