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So kannst Du Schlagzeug selbst lernen

Von Klara, veröffentlicht am 08/11/2019 Blog > Musik > Schlagzeug > Schlagzeug selber lernen: so geht’s!

Ob Du nun E-Drums, Saxophon, E-Gitarre oder sogar die Djembe spielst, es ist immer schwierig Musikinstrumente alleine zu beherrschen. Du musst wirklich motiviert sein, wenn Du ohne Unterricht Schlagzeug lernen willst.

Geduld, Routine und Strenge sind unerlässlich, um sich selbst das Schlagzeugspielen beizubringen. Hier sind einige Tipps wie Du vom Schlagzeug Anfänger zum Profi wirst.

Viele Schlagzeugspieler haben sich Schlagzeug selbst beigebracht. Es gibt viele Profi Schlagzeuger, die sich das Spielen selber beigebracht haben. (Quelle: Pixabay)

Organisiere Schlagzeug lernen so wie ein Fitness-Workout

Beim Schlagzeugspielen musst Du Dich selbst herausfordern und eine gute Session wird immer dazu führen, dass Du ins Schwitzen kommst. Deine Muskeln müssen die Anstrengung spüren, die Du in sie steckst. Du solltest auf jeden Fall etwa eine Stunde Training einplanen.

Bevor Du eine Stunde lang übst solltest Du Dich aufwärmen, genau wie Du es vor dem Training im Fitnessstudio tun würdest.

Der Unterschied zwischen Trainieren und Schlagzeugspielen besteht darin, dass man für letzteres viel Kreativität braucht. Du musst Dich auf zwei verschiedene Arten aufwärmen: körperlich und geistig.

Tatsächlich wirst Du Dein Gehirn beim Schlagzeugspielen auf Herz und Nieren prüfen. Das Schlagzeug ist eines der Instrumente, das die größte Koordination erfordert, denn Schlagzeuger müssen beide Seiten ihres Gehirns nutzen und neuronale Verbindungen schaffen, die bei anderen Musikern nicht zu finden sind.

Bevor Du mit dem Spielen anfängst, solltest Du sicherstellen, dass Du einen geeigneten Ort zum Üben hast – sei es einen ganzen Raum oder einen speziellen Platz in einem Raum.

Dein Schlagzeug sollte immer aufgestellt sein. Wenn Du es zum Üben jedes Mal erst aufbauen musst, wirst Du am Ende viel weniger proben. Achte darauf, dass Du alles hast, was Du brauchst: Wasser, Handtuch, Noten, Stift und Papier, Video- oder Audioquellen, Metronom, Kamera, etc.

Schalte Dein Handy aus und schließe alle Registerkarten in Deinem Webbrowser, die Du nicht benötigst. Verabschiede Dich von der Aufschieberei.

Eine gute Sitzung kann so ablaufen:

  • 10 Minuten Aufwärmen der Handgelenke, des Rückens und der Beine.
  • 10 Minuten mentale Aufwärmübungen: Spiele die Snare in gleichbleibendem Rhythmus, während Du nebenbei ganz nach Lust und Laune die anderen Trommeln schlägst.
  • 20 bis 30 Minuten konzentriertes Üben: Mache Übungen oder lerne ein bestimmtes Stück, um es zu verbessern.
  • 10 bis 20 Minuten Kreativität: Lass Deiner Fantasie freien Lauf!

Du solltest immer ein Ziel vor Augen haben bevor Du eine Sitzung beginnst: ein neues Element zu meistern, die Toms zu stimmen, an Deinem Rhythmus zu arbeiten, eine bestimmte Fähigkeit zu verbessern, etc.

Ein Schlagzeug sieht komplizierter aus als es eigentlich ist. Während das Schlagzeug auf den ersten Blick kompliziert aussieht, wirst Du es bald verstehen. (Quelle: Pixabay)

Beispiel Schlagzeugübung

Um eine Übung zu meistern solltest Du bereits vor dem eigentlichen Schlagzeugspielen damit anfangen. Aber kann man Schlagzeug überhaupt ohne Schlagzeug spielen?

Natürlich! Es ist eine tolle Möglichkeit, um Zeit zu sparen, bevor Du mit einer bestimmten Übung an Deinem Schlagzeug anfängst. Sogenannte Rudiments sind wesentliche Bestandteile des Schlagzeugspielens.

Nehmen wir zum Beispiel das Rudiment Paradiddle: RLRR LRLL RLRR LRLL

Du kannst auf Deinen Schoß klopfen, während Du rechts (R) und links (L) sagst. Du musst nicht schnell sein. Übe 5 bis 10 Minuten, bis es sich ganz natürlich für Dich anfühlt.

Fange damit an dieses Rudiment auf einem Übungspad oder Deiner kleinen Trommel bzw. Snaredrum in einem langsamen Tempo (ca. 60 bpm) zu spielen. Anschließend kannst Du das Tempo auf 100 bpm erhöhen.

Lasse keine Schritte aus! Um zu lernen, wie man einen schnellen Drumbeat spielt, muss man ihn zunächst langsam spielen können und darauf achten, jeden Beat einzuhalten.

Der zweite Schritt besteht darin, einen Bass Drum Beat für den ersten und dritten Beat hinzuzufügen und anschließend die Hi-Hat für den zweiten und vierten Beat zu öffnen und zu schließen.

Probiere Deine Füße bei 60 bpm (mit Hilfe eines Metronoms) alleine zu bewegen und fange dann an das Tempo zu erhöhen.

Sobald Du es gelernt hast, Deine Hände und Füße getrennt voneinander zu bewegen, bringe alles zusammen. Fange wieder einmal langsam bei etwa 60 bpm an und arbeite Dich bis zu 110 bis 120 bpm hoch.

Achte darauf, dass Du die Beats auf dem Paradiddle betonst. Das wird Dir helfen im Takt zu bleiben.

Um die Sache noch schwieriger zu machen kannst Du einen Double Bass Drum Hit mit alternativen Beats schlagen. Du kannst auch ausgefallene Bass Drum Beats hinzufügen.

  • Erster Beat: rechte Hand und Basstrommel, linke Hand, rechte Hand, rechte Hand, rechte Hand.
  • Zweiter Beat: linke Hand und Hi-Hat, rechte Hand, linke Hand und Basstrommel, linke Hand.
  • Dritter Beat: rechte Hand und Basstrommel, linke Hand, rechte Hand, rechte Hand, rechte Hand.
  • Vierter Beat: linke Hand und Hi-Hat, rechte Hand, linke Hand und Basstrommel, linke Hand.

Keine Panik wenn Du beim ersten Mal Schwierigkeiten hast die Abläufe zu beschleunigen! Bleib einfach bei 60 bpm und Du wirst anfangen Fortschritte zu machen. Übe diese Aufgaben für ca. 20 Minuten pro Schlagzeugsitzung.

Du kannst das Ganze auch verändern, indem Du auf dem Ride-Becken mit der rechten Hand die Glocke spielst und Deine linke Hand auf der Snaredrum hältst.

Diese Art von Übung ist sowohl kreativ als auch technisch und Du kannst sie auch in einer Deiner eigenen Kompositionen umsetzen. Es ist eine großartige Möglichkeit, um an der Koordination und dem unabhängigen Einsatz der Körperteile zu arbeiten.

Und jetzt – ran an die Drumsticks!

Der Spaß darf beim Schlagzeug lernen nicht verloren gehen. Zusätzlich zum Üben musst Du auch zum Spaß spielen. (Quelle: Pixabay)

Schlagzeug-Training: Freizeit-Sessions

Wenn wir ein Instrument lernen, vergessen wir manchmal Spaß daran zu haben.

Wenn Du Dich ausschließlich auf die Spieltechnik konzentrierst, verlierst Du schnell den Spaß am Spielen eines Musikinstruments. Dies kann sich langfristig negativ auf Deine Motivation auswirken. Schließlich spielen wir Musikinstrumente hauptsächlich zum Vergnügen!

Vergiss nicht Dir etwas Zeit zu nehmen, um einfach nur Spaß mit Deinen Rock Drums zu haben. Dies könnte zum Beispiel am Ende einer langen Drum-Session liegen.

Du kannst dies auch nach einem harten Tag Arbeit einplanen, um Stress abzubauen. Das ist gut für Deinen Geist und wird Dir auch dabei helfen, Dein Drumming zu verbessern.

Du kannst Deine Kreativität verbessern, indem Du einen Deiner Lieblings-Songs spielst oder indem Du Deine eigenen Stücke kreierst.

Weitere Tipps zur Verbesserung am Schlagzeug

Es ist nicht immer einfach sich selbst etwas beizubringen. Manchmal wird Deine Motivation nachlassen. Hier sind einige Tipps, die Dir helfen sollen am Ball zu bleiben.

Gerade bei einem neuen Schlagzeug kommst Du schnell in Versuchung, es ständig zu spielen! Achte darauf, dass Dein Spiel nicht zur Pflicht wird, damit Du das Beste daraus machen kannst.

Wenn Du nicht die Zeit hast jeden Tag eine Stunde zu üben, musst Du Deine Zeit optimal nutzen.

Sechs 20-minütige Sitzungen pro Woche sind weitaus vorteilhafter als einige wenige Sitzungen von 2 oder 3 Stunden Dauer. Fast jeder sollte in der Lage sein, 20 Minuten für das tägliche Üben zu finden. Diese Zeit solltest Du dem Schlagzeug widmen.

Fange damit an das Ende eines Songs oder eines Fill-Ins zu spielen, mit dem Du zu kämpfen hast. Wir neigen dazu, Musik von Anfang an zu spielen. Das bedeutet, dass Du in der Regel besonders die Anfänge toll meistern kannst. Allerdings wird Dein Fokus mit der Zeit nachlassen und Dein Spiel so negativ beeinflusst.

Wenn Du in der Mitte oder am Ende beginnst hast Du die Möglichkeit, Teile des Songs zu üben und zu lernen, die Du nicht so oft spielen würdest, weil Du bereits beim nächsten Song wärst (wir alle tun es!).

Filme Dich selbst! Sich selbst beim Schlagzeugspielen zu filmen ist eine großartige Möglichkeit, um die korrekte Haltung einzunehmen und genau zu sehen, wie man spielt.

Sei kritisch, besonders wenn Du zum ersten Mal anfängst. Du wirst nicht gleich fantastisch sein wenn Du das erste Mal spielst. Es ist wichtig Fehler beim ersten Mal zu korrigieren, damit sie nicht zu schlechten Gewohnheiten werden. Natürlich solltest Du Dich auch für gute Arbeit belohnen.

Wenn Du mal nicht weiter kommst empfehle ich Dir, Deine Ziele und erreichten Meilensteine in einem Notizbuch aufzuschreiben. Bewerte Dich jeden Monat aufs Neue. Du wirst bald sehen wie weit Du Dich entwickelst hast und Dich dadurch ermutigt fühlen.

Üben ist beim Schlagzeug lernen sehr wichtig. Es kommt nicht auf die Ausrüstung an, sondern darauf, dass Du übst. (Quelle: Pixabay)

Schlagzeug-Vokabular

Crash-Becken

Dies ist ein kleines Becken mit einem Durchmesser von 14 bis 24 Zoll, das einen kräftigen und intensiven Klang erzeugt, der schnell wieder abklingt.

Schlägel

Ein Schlägel ist ein Trommelstock mit einer Filz- oder Wollkugel am Ende. Er wird im Allgemeinen für Orchestertrommeln verwendet.

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