Wie schwer ist es Schlagzeug zu lernen und wie lange dauert es Schlagzeug zu lernen?

Zwei Fragen, die man immer wieder hört und die gar nicht so einfach zu beantworten sind. Denn, es ist nicht in erster Linie das Instrument, das das Lerntempo vorgibt, sondern Du!

Ob Du nun Drums, Saxophon, E-Gitarre oder Djembe spielst, ein Musikinstrument zu erlernen braucht immer Motivation und Ausdauer. Gerade wenn Du Dir selbst Schlagzeugspielen beibringen willst, sind Geduld, Routine und Strenge unerlässlich.

Wenn Du aber bereit bist, regelmäßig zu üben und wirst Du schon sehr schnell die ersten Grooves spielen können. Hier einige Tipps, wie es noch schneller geht: so wirst Du vom Schlagzeug Anfänger zum Profi!

Wie richtig Schlagzeug üben?

Kann man sich Schlagzeug selbst beibringen und kann man mit 40 noch Schlagzeug lernen?

Die Antwort lautet in beiden Fällen: Ja! Es ist alles eine Frage der Motivation und vor allem der Organisation Deiner Übungseinheiten. Ob Du Unterricht nimmst, oder es Dir mit Hilfe von Videos und online Tutorials selbst beibringst, neben den Lektionen musst Du regelmäßig üben.

Um die Sessions möglichst effizient zu gestalten und schnell Fortschritte zu machen, gibt es einige Dinge, die Du beachten kannst.

Organisiere Schlagzeug Lernen wie ein Fitness-Workout

Beim Schlagzeugspielen musst Du Dich selbst herausfordern und eine gute Session wird dazu führen, dass Du ins Schwitzen kommst. Deine Muskeln müssen die Anstrengung spüren, die Du in sie steckst.

Bevor Du eine Stunde lang übst solltest Du Dich gut aufwärmen, genau wie Du es vor dem Training im Fitnessstudio tun würdest.

Der Unterschied zwischen Trainieren und Schlagzeugspielen besteht darin, dass man für letzteres viel Kreativität braucht. Du musst Dich auf zwei verschiedene Arten aufwärmen: körperlich und geistig.

Tatsächlich wirst Du Dein Gehirn beim Schlagzeugspielen auf Herz und Nieren prüfen. Das Schlagzeug ist ein Instrument, das eine große Koordination erfordert: beide Arme und Beine sind gleichermaßen im Einsatz. Schlagzeuger müssen beide Seiten ihres Gehirns nutzen und neuronale Verbindungen schaffen.

Als Anfänger kannst Du erstmal mit einer halben Stunde pro Tag anfangen, um Muskeln und Kondition aufzubauen und Dich nicht sofort zu überfordern. Langsam kannst Du dann die Übungszeit steigern, bis Du bei der empfohlenen Stunde angekommen bist.

Eine gute Schlagzeug-Session kann so ablaufen:

  • 10 Minuten Aufwärmen der Handgelenke, des Rückens und der Beine.
  • 10 Minuten mentale Aufwärmübungen: Spiele die Snaredrum in gleichbleibendem Rhythmus, während Du nebenbei ganz nach Lust und Laune die anderen Trommeln schlägst.
  • 20 bis 30 Minuten Konzentration: Mache Übungen oder feile an einem bestimmten Stück, um es zu perfektionieren.
  • 10 bis 20 Minuten Kreativität: Lass Deiner Fantasie freien Lauf!

Vergiss nicht, wie beim Fitness-Training auch, zwischendurch eine Pause einzulegen, in der Du Dich erholst und Deine Gelenke und Muskeln lockerst. Die durchschnittliche Konzentrationsspanne eines Erwachsenen liegt bei ungefähr 20 Minuten. Danach solltest Du Dir jeweils 5 Minuten Pause gönnen.

Du solltest immer ein Ziel vor Augen haben bevor Du eine Sitzung beginnst. Beim Üben geht es nicht darum, die Zeit rumzukriegen, sondern etwas zu erreichen. Stelle Dir einen Plan zusammen, woran Du an wann arbeiten willst: Triolen, Fill ins, ghost notes, Play alongs…

Ein Drumteppich hindert das Schlagzeug am Verrutschen und sorgt für etwas Schalldämpfung.
Lass Dein Drumset, wenn möglich, aufgebaut. So setzt Du Dich eher ran und kannst Dir viel Aufwand sparen.| Quelle: Brad Stallcup via Unsplash

Dein Schlagzeug sollte immer aufgestellt sein. Wenn Du es jedes Mal erst aufbauen musst, wirst Du am Ende viel weniger proben. Achte darauf, dass Du alles bereitliegt, was Du brauchst: Wasser, Handtuch, Stift und Papier, Video- oder Audioquellen, Metronom, Kamera, etc.

Schalte Dein Handy aus und schließe alle Registerkarten in Deinem Webbrowser, die Du nicht benötigst. Verabschiede Dich von der Aufschieberei.

Die Motivation aufrechterhalten

Wenn man ein Musikinstrument erernt, gibt es immer wieder Momente, in denen die Motivation nachlässt. Hier sind einige Tipps, die Dir helfen sollen am Ball zu bleiben.

Achte darauf, dass Dein Spiel nicht zur Pflicht wird und gönne Dir auch mal ohne schlechtes Gewissen einen freien Tag.

Wenn Du nicht die Zeit hast jeden Tag eine Stunde zu üben, musst Du Deine Zeit optimal nutzen. Sechs 20-minütige Sitzungen pro Woche sind weitaus vorteilhafter als einige wenige Sitzungen von 2 oder 3 Stunden. Probiere an mindestens vier Tagen pro Woche 20 bis 30 Minuten freizuhalten. So viel Zeit solltest Du dem Schlagzeug mindestens widmen, um kontinuierlich Fortschritte zu machen.

Fange nicht immer am Anfang eines Songs oder einer Übung an. Suche Dir genau die Stellen raus, die noch nicht so gut klappen, vielleicht die Bridge oder das Fill-In vor dem ersten Refrain, und übe sie unabhängig vom Rest.

Zum Schluss kannst Du wieder alles zusammensetzen und Dich darüber freuen, dass nun der ganze Song gleich viel besser klingt.

Filme Dich selbst! Sich selbst beim Schlagzeugspielen zu filmen ist eine großartige Möglichkeit, um die korrekte Haltung einzunehmen und genau zu sehen, wie man spielt.

Sei kritisch, besonders wenn Du gerade erst anfängst. Du wirst nicht gleich fantastisch sein, wenn Du das erste Mal spielst. Es ist wichtig Fehler beim ersten Mal zu korrigieren, damit sie nicht zu schlechten Gewohnheiten werden. Aber natürlich solltest Du Dich auch immer über das freuen, was schon gut klappt.

Wenn Du mal nicht weiter kommst empfehle ich Dir, Deine Ziele und erreichten Meilensteine in einem Notizbuch aufzuschreiben. Bewerte Dich jeden Monat aufs Neue. Du wirst bald sehen wie weit Du Dich entwickelst hast und Dich dadurch ermutigt fühlen.

Schlagzeugübungen für zwischendurch

Du sitzt beim Zahnarzt im Wartezimmer oder bist auf einer langen Zugfahrt und denkst, Dir, dass Du jetzt eigentlich die Zeit auch fürs musizieren nutzen könntest? Das kannst Du! Man kann auch ohne Schlagzeug Übungen machen.

Sogenannte Rudiments sind wesentliche Bestandteile des Schlagzeugspielens. Es handelt sich dabei um kurze rhythmische Patterns, die als Bestandteile einer längeren Songstruktur vorkommen oder auch als Übung verwendet werden können.

Du kannst sie jederzeit und überall leise auf Deine Knie klopfen und, wenn Du bequem sitzt, sogar mit den Füßen die Bewegung an Hi-Hat und Bass Drum imitieren. Das erfordert einige an Konzentration, da Du nicht mit den Ohren überprüfen kannst, was Du machst. Am besten Du sprichst im Kopf rechts (R) und links (L) mit.

Schlagzeug Übungen ohne Schlagzeug - mit einem Übungspad geht's ganz einfach.
Ein kleines Practice Pad kannst Du überallhin mit nehmen. | Quelle: Rishikesh Patil via Unsplash

Fern von Zuhause drummen, kannst Du auch mit einem Drumpad oder Practice Pad. Dabei handelt es sich um eine Scheibe (oft aus Holz) mit einer Gummibeschichtung. Ein kleineres Pad (6 bis 12 Zoll) kannst Du gut im Rucksack transportieren und überallhin mitnehmen.

Die Übungspads kommen auch bei den Aufwärmübungen zum Einsatz. Bevor Du Dich an Dein richtiges Schlagzeug setzt, kannst Du 5 bis 10 Minuten lang auf dem Pad Deine Rudiments trainieren und Dich so auf die Übungssession oder das Konzert vorbereiten.

Schlagzeug-Training: Freizeit-Sessions

Wenn wir ein Musikinstrument lernen, vergessen wir manchmal Spaß daran zu haben.

Wenn Du Dich ausschließlich auf die Spieltechnik konzentrierst, verlierst Du schnell den Spaß am Musizieren. Dies kann sich langfristig negativ auf Deine Motivation auswirken. Schließlich machen wir hauptsächlich zum Vergnügen Musik!

Vergiss nicht Dir etwas Zeit zu nehmen, um einfach nur Spaß mit Deinen Rock Drums zu haben. Dies könnte zum Beispiel am Ende einer langen Drum-Session liegen.

Du kannst dies auch nach einem harten Tag Arbeit einplanen, um Stress abzubauen. Das ist gut für Deinen Geist und wird Dir auch dabei helfen, Dein Drumming zu verbessern.

Du kannst Deine Kreativität verbessern, indem Du einen Deiner Lieblings-Songs spielst oder indem Du Deine eigenen Stücke kreierst.

Wie ist ein Schlagzeug aufgebaut?

Bevor es ans Drummen gehen kann, muss das Instrument erstmal aufgebaut und eingerichtet werden. Das Schlagzeug wird auf Englisch Drum Set genannt; denn es handelt sich um ein Set, eine kleine „Sammlung“ an verschiedenen Trommeln und Becken.

Die Komponenten des Schlagzeugs

Zu der Grundausstattung eines Schlagzeugs gehören folgende Komponenten:

  • Eine Bassdrum: Die große Bass Trommel.
  • Eine Snaredrum: Die Trommel, die zwischen den Beinen des Schlagzeugers steht und einen leicht schnarrenden Sound hat.
  • Eine Stand Tom: Die größte der Toms; sie steht rechts von Dir.
  • Zwei Tom Toms: Sie sind unterschiedlich groß und hängen über der Bassdrum.
  • Eine Hi-Hat: Sie steht links von Dir und besteht aus zwei aufeinanderliegenden Becken, die mit dem Stick angeschlagen und dem Fußpedal geöffnet und geschlossen werden.
  • Weitere Becken: Hinter den Toms stehen weitere Becken auf Ständern. Zu der Standartausstattung gehören in der Regel ein Crash-Becken und ein Ride-Becken.

Außerdem brauchst Du einen geeigneten Hocker, und einen Drum-Teppich, auf dem Du das alles platzierst. Den Hocker stellst Du als erstes auf den Teppich, ungefähr 10cm vom Rand entfernt. Dann kannst Du mit dem Aufbau beginnen.

Das Drumset aufbauen

Die Fußmaschinen für Bassdrum und Hi-Hat werden so hingestellt, dass Du sie mit leicht gespreizten Beinen bequem bedienen kannst. Die Snare wird zwischen den Beinen platziert, die Höhe stellst Du so ein, dass Du mit leicht angewinkelten Armen die Mitte berühren kannst, ohne an den Spannreifen zu kommen.

Als nächstes hängts Du die Toms auf. Du solltest sie, mit leicht angewinkelten Armen, mit der Stickspitze in der Mitte treffen. Zu guter Letzt platzierst Du die Becken so, dass sie keine der anderen Trommeln verdecken und frei schwingen.

Schlagzeug lernen Kinder und Erwachsene am besten an einem akkustischen Schlagzeug.

Schlagzeug spielen ohne die Nachbarn zu stören

Wenn Du in einem Mehrfamilienhaus wohnst, solltest Du mit Deinen Nachbarn die Übungszeiten absprechen oder für eine ausreichende Schalldämpfung sorgen. Das kann entweder durch die Dämpfung der Wände geschehen, zum Beispiel mit Schallabsorbern aus Schaumstoff, oder mit Hilfe stark dämpfender Felle, die auf die Trommeln aufgezogen werden und speziellen Übungsbecken, die deutlich leiser sind.

Beide Varianten werden unter Umständen jedoch recht kostspielig. Der Idealfall ist immer noch ein eigener Übungsraum, im Keller oder der Garage. Du kannst auch einen extra Proberaum anmieten, den Du mit anderen Musikern teilst, um die Kosten aufzuteilen. Wenn ihr eine Band habt, könnt ihr den Raum auch gleich für die Band Proben benutzen.

Die letzte Möglichkeit ist ein E-Drum-Set – ein elektronisches Schlagzeug- an das Du Kopfhörer anschließt. Das hat den Vorteil, dass man von außen tatsächlich so gut wie nichts hört. Wenn Du keine andere Möglichkeit hast, sind E-Drums eine gute Alternative.

Mit E-Drums wirst Du aber nicht das gleiche Spielgefühl entwickeln, wie mit einem akustischen Drumset. Auch mit dem teuersten E-Set, können die Feinheiten in der Dynamik nicht perfekt imitiert werden.

Muss man zum Schlagzeug spielen Noten lesen können?

Drummer haben das Glück, dass sie nicht unbedingt Noten lesen und Harmonien verstehen müssen. Das Wichtigste ist das Gefühl für den Rhythmus und Exaktheit.

Wenn doch mal etwas notiert oder nach Noten gespielt werden muss, gibt es eine spezielle Notenschrift, die recht einfach zu entziffern ist.

Genau wie in der klassischen Notenschrift gibt es fünf Linien und auch die Notenwerte werden gleich dargestellt. Der Unterschied ist, dass keine Tonhöhen dargestellt, dafür aber verschieden Komponenten (die Trommeln und Becken) dargestellt werden müssen. Und genau dafür sind die Linien und Zwischenräume da.

Ganze Noten bis Triolen - die Notenwerte gelten auch für Schlagzeuger.
Wenn Du drei Noten gleichmäßig auf einen Viertel verteilst, spielst Du Triolen.

Im oberen Bereich findest Du Becken und Hi-Hat, im mittleren Snare und Toms und unten die Bassdrum und die mit dem Fuß bediente Hi-Hat. Die Trommelschläge werden in der Regel mit einem ovalen Notenkopf, die Beckenschläge mit einem Kreuz notiert.

Um welche Instrumentenkomponente es sich genau handelt, wird angegeben und auch Details, wie es genau gespielt werden soll (z.B. Hi-Hat offen oder geschlossen, gedämpfter Ton, Triller). Notationen, die sich nur an einen Teil des Instruments richten, haben dementsprechend auch nur eine Linie.

Im Detail können sich die Notationsweisen von Komponist zu Komponist unterscheiden.

Einheitlich ist jedoch die Notation der Notenwerte (ganze Noten, Triolen, Achtel usw.)

Die zwei Zahlen am Anfang des Taktes geben Dir die Taktart an; also wie viele Zähleinheiten pro Takt insgesamt vorkommen und wie lange sie sind (vier Viertel, sechs Achtel usw.). Steht anstatt zweier Zahlen ein „C“, handelt es sich um einen Viervierteltakt.

Schlagzeug Grooves und Übungen für Anfänger

Der Schlagzeuger ist dafür verantwortlich, dass die ganze Band im Takt bleibt. Die anderen müssen sich also auf seine Exaktheit verlassen können. Um diese zu trainieren solltest Du stets ein Metronom benutzen!

Außerdem ist es wichtig, immer ganz langsam anzufangen, um alles sauber zu spielen und das Tempo schrittweise zu steigern. Lasse keine Schritte aus! Um zu lernen, wie man einen schnellen Drumbeat spielt, muss man ihn zunächst langsam beherrschen und darauf achten, jeden Beat einzuhalten.

Der erste Groove für Anfänger

Fangen wir an mit einem Groove, der leicht zu erlernen ist und mit dem Du schon viele Songs im Vierviertaltakt begleiten kannst.

  • Die Hi-Hat ist geschlossen; tritts mit dem linken Fuß also anhalten auf die Fußmaschine. Mit der rechten Hand schlägst Du nun Achtelnoten auf die Hi-Hat. Zähle 1-2-3-4; auf jeden Schlag kommen zwei Achteln. Übe das solange, bis Du es schaffts, ganz regelmäßig zu bleiben, ohne Dich allzu sehr darauf konzentrieren zu müssen.
  • Nun kommt die Bassdrum dazu, die immer auf den 1. Schlag gespielt wird.
  • Im dritten Schritt nehmen wir die Snare dazu. Sie wird mit der linken Hand immer auf den zweiten Schlag gespielt (das heißt, auf den dritten Schlag der Hi-Hat).
  • Um den vollständigen Groove zu erhalten, spielst Du die Bassdrum zusätzlich auf den dritten und die Snare auf den vierten Schlag.
Der typische Schlagzeug Groove für Anfänger.
Die Hi-Hat wird in Achteln durchgespielt, auf den ersten und dritten Schlag kommt der Bass dazu, auf 2 und 4 die Snare.

Wie immer fängst Du langsam an und steigerst das Tempo in kleinen Schritten. Wenn Du Dich sicher fühlst, kannst Du ausprobieren, was man mit diesem Rhythmus so alles anstellen kann. Du kannst zum Beispiel einen oder beide Snareschläge akzentuieren oder die Hi-Hat für einzelne Schläge öffnen.

Achte dabei auf Gleichmäßigkeit, fühle Dich aber ganz frei mit Deinen Ideen. Du wirst schnell selbst merken, was gut klingt.

Four on the Floor

Four on the Floor Grooves sind in vielen Musikstilen beliebt. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um Rhythmen im Viervierteltakt, bei der die Bassdrum auf jeden Viertel gespielt wird. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Variationen, von ganz einfach bis sehr schwierig. Alles hängt davon ab, was Du mit dem anderen Fuß und den beiden Händen noch so machst.

Ein einfacher Four on the Floor Groove, den Du trainieren kannst, sieht so aus:

Der Four on the Floor Groove kommt in Disco wie Pop Musik zum Einsatz.
Die Hi-Hat spielt durchgehend Achteln, auf den ersten und dritten Schlag kommt der Bass dazu, auf 2 und 4 die Snare.

Nicht nur die Bassdrum, sondern auch die Hi-Hat wird auf jeden Schlag gespielt. Auf den zweiten und vierten Schlag kommt zusätzlich noch die Snare dazu.

Mit solchen Rhythmen kannst Du Deine Freunde zum Tanzen bringen!

Drum Rudiment: Paradiddles

Wahrscheinliche eines der beliebtesten Drum Rudiments ist das Paradiddle. Es ist eine Kombination aus Einzel- und Doppelschlägen, mit dem sich unzählige Grooves und Fills kreieren lassen. Hier ein Beispiel für Single Paradiddles (R=rechts; L=Links):

  • RLRR-LRLL
  • RLLR-LRRL
  • RRLR-LLRL
  • RLRL-LRLR

Fange damit an das gewählte Rudiment auf einem Übungspad oder Deiner kleinen Trommel bzw. Snaredrum in einem langsamen Tempo (ca. 60 bpm) zu spielen. Anschließend kannst Du das Tempo schrittweise erhöhen.

Du kannst die Paradiddles sowohl mit Händen, Füßen, als auch in einer Kombination trainieren.

Hier kannst Du sehen, wie Du dann schlussendlich ein Single Paradiddle auf Dein Drumset übertragen und so richtig Spaß damit haben kannst:

Ein Schlagzeug kaufen

Du bist motiviert und möchtest sofort anfangen loszuspielen, aber Dir fehlt noch das richtige Schlagzeug? Machen wir uns also auf die Suche danach…

Bei Musikinstrumenten für Anfänger stellt sich natürlich immer die Frage, nach den Kosten. Wenn man sich noch nicht ganz sicher ist, ob man wirklich dranbleiben wird, will man verständlicherweise möglichst wenig Geld ausgeben.

Gleichzeitig kann ein zu billiges Instrument von so schlechter Qualität sein, dass das Spielen einfach keinen Spaß macht und man genau deswegen wieder aufgibt. Bekannte Hersteller kennen dieses Problem und schaffen Abhilfe. Es gibt mittlerweile sehr gute und gleichzeitig preiswerte Einsteigerinstrumente.

Wenn Du Schlagzeugunterricht nimmst kannst Du Dich von Deinem Lehrer oder in der Musikschule beraten lassen. Autodidakten finden im Musikfachgeschäft ausgebildetes Personal, das sie bei der Wahl  unterstützen können.

Mittlerweile ist auch das online Angebot an Musikinstrumenten beachtlich. Wenn Du auf die Website eines Musikfachgeschäft gehst, kannst Du in der Regel auch dort eine gute Beratung erhalten.

Folgende Punkte solltest Du beim Kauf auf jeden Fall beachten:

  • Anfänger sollten sich ein komplettes Drumset kaufen und nicht die einzelnen Teile selbst zusammenstellen.
  • Die Größe der Bassdrum sollte für Erwachsene bei 22 Zoll und für Kinder 20 Zoll liegen.
  • Kaufe Dir Drumsticks auf Vorrat. Sie gehören zum Verschließmaterial, dass immer wieder erneuert werden muss.
  • Die Bassdrum sollte mit vorgedämpften Resonanzfellen ausgestattet sein.
  • Der Hocker ist oft nicht im Lieferumfang enthalten. Du musst ihn Dir also noch extra besorgen.

Um ein qualitativ hochwertiges Schlagzeug zu erhalten, an dem Du mehrere Jahre lang Freude haben kannst solltest Du ein Budget von 280-600 Euro einplanen. Die Preisunterschiede schlagen sich häufig im Klang nieder. Ein entscheidender Faktor ist das Material. Die meisten Schlagzeuge bestehen aus Holz.

Acryl-Drumsets sehen zwar toll aus, klingen dafür aber oft nicht so gut! Einsteigerschlagzeuge bestehen oft aus Pappelholz, da dies eine schnell nachwachsende und dadurch nicht so teure Holzart ist.

Ohne Drumsticks ist Schlagzeug spielen undenkbar.
Kaufe Drumsticks auf Vorrat, Du wirst sie brauchen.| Quelle: Shotlist via Unsplash

Schaue Dir vor dem Kauf genau an, ob auch wirklich alle Standard Bestandteile im Set enthalten sind. Eine Bassdrum, eine Snare, eine hohe, eine mittlere und eine Floor Tom, das Hi-Hat, ein Crash und ein Ride Becken sollten inklusive der dazugehörigen Ständer, Halterungen und Fußmaschinen dabei sein.

Jetzt bleibt mit nur noch, Dir einen guten Einstieg in Dein Drummer-Leben zu wünschen! Viel Spaß! 

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.