Privatunterricht Sprachen Nachhilfe Musik Sport Kunst & Freizeit
Teilen

Wie lange braucht man, um Schlagzeug zu lernen?

Von Jana, veröffentlicht am 13/10/2019 Blog > Musik > Schlagzeug > Wieviel Zeit braucht man, um Schlagzeug zu lernen?

Laut einer Studie aus Malcom Gladwells Buch „Überflieger: Warum manche Menschen erfolgreich sind – und andere nicht“, muss man 10.000 Stunden üben, bevor man das Niveau eines professionellen Schlagzeugers erreicht.

Natürlich will nicht jeder angehende Schlagzeuger gleich internationale Bekanntheit erlangen. Willst Du lediglich in die Liga der Amateur-Schlagzeuger aufsteigen, reicht auch ein Drittel der von Gladwell errechneten Übungsstunden. Du wirst nach dieser Zeit trotzdem bereits zufriedenstellend Schlagzeug spielen.

Es gibt auch einige Bücher, die beim Schlagzeuglernen helfen.

Das Erlernen des Schlagzeugs erfordert, wie jedes andere Instrument auch, dennoch viel Zeit, Anstrengung und Geduld.

Es ist deshalb ganz normal, sich zu fragen, wie lange es dauert, bis man sich einen passablen Schlagzeuger nennen kann.

Wie lange solltest Du täglich am Schlagzeug üben?

Die tägliche Übung ist das A und O beim Schlagzeuglernen. Egal, ob Du Schlagzeugunterricht in einer Musikschule nimmst, mit einem privaten Schlagzeuglehrer oder einfach alleine übst, es ist wichtig, dass Du so oft wie möglich Schlagzeug spielst und versuchst deine Fertigkeiten am Schlagzeug stetig zu verbessern.

Obwohl dem Schlagzeug nachgesagt wird, es sei leichter zu erlernen als andere Musikinstrumente, wirst Du die Kunst des Schlagzeugs nicht von heute auf morgen beherrschen. Übung macht den Meister!

Tägliches Üben ist das A und O beim Schlagzeuglernen. Auch beim Schlagzeug heißt es üben, üben, üben. | Quelle: Pixabay

Um ein gutes Niveau zu erreichen, erfordert das Schlagzeug ebenso viel Zeitaufwand wie auch die E-Gitarre, der Bass, das Saxophon, die Djembe etc. Jede Musikrichtung bringt eigene Beats und Rhythmen mit sich, die zunächst gemeistert werden müssen.

Als Schlagzeuger hast Du die wichtigste und schwierigste Funktion, denn der Schlagzeuger muss den Takt halten. Ohne ihn oder sie, kommen die anderen Bandmitglieder schnell aus dem Takt, spielen zu schnell oder zu langsam.

Wie viel Zeit solltest Du also ins Üben am Schlagzeug investieren?

Um einen hohen Lernerfolg zu erzielen, solltest Du idealerweise täglich für eineinhalb Stunden am Schlagzeug üben.

Schlagzeugspielen erfordert viel Zeit. Dennoch ist es besser, täglich, wenn auch nur 15 Minuten lang zu üben, als nur einmal die Woche für drei Stunden am Stück.

Natürlich kann es bei einem vollen Terminkalender auch mal schwierig sein, täglich eineinhalb Stunden am Schlagzeug zu verbringen, ohne dabei eine ausgewogene Ernährung, Freunde, Familie und Schlaf zu vernachlässigen.

Täglich nur eine Viertelstunde am Schlagzeug zu üben ist aber immer noch besser als gar nichts. Selbst wenn Du lediglich während deiner Mittagspause auf Deinen Schenkeln, einem Stuhl oder Kissen trommelst. Das nennt man eine aktive Pause, das Gegenstück zur passiven Pause.

Aktive Pausen erlauben es Dir, eine Auszeit von der Arbeit zu nehmen und dabei trotzdem noch an etwas anderem zu arbeiten (Musikinstrumente, Zeichnen, Fotografie, Tanz, Sport etc.). Passive Pausen verbringt man, indem man auf einen Computerbildschirm starrt oder nutzlos in sozialen Netzwerken surft.

Ich verbringe meine 15-minütige Pause beispielsweise gerne mit Zeichnen.

Wieso diese Zeit also nicht zum Schlagzeugspielen nutzen?

Das entspannt nicht nur, es bietet Dir auch die Möglichkeit, Dich kreativ auszuleben.

Mit den Drumsticks ist es leicht, immer und überall Schlagzeug-Techniken zu üben. Mit Deinen Drumsticks kannst Du immer und überall üben. | Quelle: Unsplash

Wie sollte man beim Schlagzeugüben vorgehen?

Wenn Du beispielsweise für eine Stunde am Schlagzeug übst, kann die Übungssitzung in vier wesentliche Phasen unterteilt werden:

  • Aufwärmen des Körpers – 10 Minuten
  • Aufwärmen des Gehirns – 10 Minuten
  • Arbeiten an der Technik – 20-25 Minuten
  • Anwenden der Technik – 10-15 Minuten (das ist der entspannende Teil)

Die ersten zehn Minuten solltest Du Rudiments und Drum Fills üben, einen gleichmäßigen Beat auf der Hi-Hat spielen etc. Dabei solltest Du auf Deine Körperhaltung achten, die Position der Drumsticks und darauf fehlerfrei Schlagzeug zu spielen.

Das hilft Dir, Deinen Körper aufzuwecken. Um Deinen Verstand zu wecken, bedarf es etwas anspruchsvollerer Methoden.

Mit jedem Takt schlägst Du mit Deiner linken Hand (oder Deiner rechten, wenn du Linkshänder bist) die Snare Drum. Mit den Off-Beats spielst Du gleichzeitig mit Deiner anderen Hand die übrigen Drums. Anschließend kannst Du noch Deine Füße dazunehmen.

Die Übung klingt einfacher als sie tatsächlich ist. Nimm Dir zehn Minuten Zeit, um sicherzustellen, dass Du konzentriert bei der Sache bist.

Den größten Teil Deiner Session macht das eigentliche Üben aus. Für 20-25 Minuten solltest Du Dich auf die technischen Aspekte beim Spielen konzentrieren:

  • Einzelschlagwirbel, Doppelschlagwirbel, Paradiddle oder andere Schlagzeug-Rudiments
  • Einen Song, den Du gerade einübst
  • Einen neuen Beat in einer Musikrichtung wie Rock, Jazz, Funk, Bossa Nova etc.
  • Deine Fußarbeit

Deine durchgehende Konzentration ist hier sehr wichtig. Starte, indem Du langsam mit Hilfe eines Metronoms spielst und achte darauf, den Takt aufzuschlüsseln, um ihn korrekt zu erlernen.

Erst wenn Du das niedrige Tempo perfekt beherrschst, kannst Du das Tempo steigern. Dein Lernziel sollte es sein, das nicht so schnell wie möglich, sondern bis zum Ende der 25 Minuten zu schaffen.

Es ist wichtig, stetig Lernfortschritte zu machen. Das wird Dir mittels regelmäßiger Wiederholung gelingen.

Nimm Dir zum Schluss 10 Minuten Zeit, um alles nochmal zu erproben, was Du in Deiner Session gelernt hast: Spiele Deinen neuen Song oder stell Dir vor Du wärst bei einem Vorspielen und gib Alles. Lass Deiner Kreativität freien Lauf. Ziel ist es, Spaß zu haben und die Musik zu genießen.

Was ist wichtiger – Üben oder Spaß am Spielen? 

Egal, ob Du auf einem elektronischen oder akustischen Schlagzeug übst, ob Du Rock oder Folk spielst, die Kunst des Schlagzeugs zu erlernen braucht seine Zeit.

Wenn Du mit dem Schlagzeugspielen anfängst, benötigst du zunächst ein paar grundlegende Techniken und Drum Beats. Keine Sorge, der Spaß am Schlagzeugspielen beginnt schon nach wenigen Stunden.

Du solltest mit ein paar grundlegenden Dum-Tsh-Rhythmen beginnen. Es gibt auch kostenlose Stunden Schlagzeugunterricht auf Websites wie YouTube, die zwar im Voraus aufgenommen wurden, für Anfänger aber dennoch sehr hilfreich sein können.

Damit das Schlagzeugspielen nicht zur lästigen Pflicht wird, sollte auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Auch beim Üben sollte der Spaß am Spielen nicht zu kurz kommen. | Quelle: Visualhunt

Auf das regelmäßige Üben kannst Du natürlich trotzdem nicht verzichten. Um Lernfortschritte zu machen, musst Du Dich auf gewisse Techniken konzentrieren. Versuche jeden Tag etwas Neues zu lernen.

Natürlich braucht das Erlernen des Schlagzeugs seine Zeit. Wenn Du Dir jedoch jeden Tag 20 Minuten zum Üben nimmst, wird sich das schon bald auszahlen, selbst wenn Du keinen Schlagzeuglehrer hast.

Rasch wirst Du Lernfortschritte feststellen. Natürlich lernst Du auf diese Weise keine legendären Schlagzeug-Solos, aber immerhin schon einmal einen grundlegenden Drum Beat.

Hast Du am Tag nur 10 Minuten zur Verfügung, kannst Du an einem Song weiterarbeiten oder neue Rudiments ausprobieren.

Du kannst Dich also weder ausschließlich auf das Üben noch den Spaßfaktor konzentrieren, beides ist wichtig. Es macht keinen Spaß Schlagzeug zu spielen, wenn Du nicht weißt wie. Andererseits wirst Du Dich nie verbessern, wenn Du Dich nicht auch auf die praktischen Aspekte der Musik konzentrierst.

Wahre Enthusiasten können problemlos acht Stunden am Stück Schlagzeug spielen.

Du solltest allerdings aufpassen, wenn Du nicht willst, dass das Schlagzeugspielen zur lästigen Pflicht wird. Du solltest Dich nicht dazu verpflichtet fühlen Schlagzeug zu spielen, sonst verlierst Du die Freude daran, wirst demotiviert und hörst auf Fortschritte zu machen.

Selbst wenn Du mal keine Lust auf Üben oder Schlagzeugspielen hast, sobald Du Dich überwunden hast und anfängst zu spielen, fühlst Du Dich besser? Wenn ja, dann ist das Schlagzeug genau das Richtige für Dich!

Wie kann man das Schlagzeugspielen verinnerlichen?

Du erzielst das bestmögliche Ergebnis, wenn Du das Schlagzeugspielen zur Gewohnheit machst.

Was genau ist eine Gewohnheit?

Das ist etwas, das Du jeden Tag einfach tust, ohne weiter darüber nachzudenken.

Was machst Du zum Beispiel morgens nach dem Aufstehen als erstes?

Ich mache mir zu allererst Frühstück.

Wir gehen fälschlicherweise oft davon aus, für vieles keine Zeit zu haben.

Sofern Du nicht gerade ein Land regieren musst, hast Du jedoch höchstwahrscheinlich ab und an mal Freizeit.

Du solltest einen Blick in Deinen Terminkalender werfen.

Öffne eine App, wie beispielsweise den Google Kalender, und fange an, Dir zu notieren, was Du alles im Laufe des Tages wann tust.

Zum Beispiel:

  • 7:00: Aufstehen
  • 7:30 – 8:30: Frühstück und fertig machen
  • 8:30 – 9:00: Zur Arbeit fahren
  • 9:00 – 12:00: Arbeiten
  • 12:00 – 13:00: Mittagspause
  • 13:00 – 17:00: Arbeiten
  • 17:00 – 17:30: Nach Hause fahren
  • 17:30 – 18:00: Den Kindern bei den Hausaufgaben helfen
  • 18:00 – 18:30: Abendessen kochen
  • 18:30 – 19:00: Abendessen

Um das Schlagzeugspielen wirklich zu verinnerlichen, sollte man das tägliche Üben in den Alltag integrieren. Der Klang der Hi-Hat varriiert mit der Größe und Dicke der Becken. | Quelle: Visualhunt

Hier sind ein paar Fragen, die Du Dir mit Blick auf Deinen Terminplan stellen solltest:

  • Fährst Du zur Arbeit oder nimmst Du öffentliche Verkehrsmittel? Du könntest den Arbeitsweg sinnvoll nutzen, indem Du auf dem Weg Musik hörst und dabei die Drum-Parts analysierst (das ist in öffentlichen Verkehrsmitteln leichter, weil Du Dir dabei Notizen machen kannst)
  • Brauchst Du wirklich eine ganze Stunde für Deine Mittagspause? Du könntest 15 Minuten an Deinen Rudiments arbeiten (mit oder ohne Schlagzeug)
  • Brauchst Du wirklich morgens oder nachmittags eine Kaffeepause? Könntest Du die fünf Minuten nicht zum Üben eines bestimmten Beats nutzen oder einen Song anhören, den Du gerade einstudierst?
  • Was machst Du nach 19:00 Uhr? Könntest Du an manchen Wochentagen eine einstündige Übungssitzung einplanen?
  • Was ist mit den Wochenenden? Könntest Du da ein paar längere Sessions am Schlagzeug unterkriegen?

Siehst Du?

Es ist ganz einfach, neue Gewohnheiten in Deinen Alltag zu integrieren. Um das Schlagzeugspielen wirklich zu verinnerlichen, musst Du es mindestens einen Monat lang mit Deinem Tagesablauf verbinden. Insbesondere, wenn Du Anfänger bist und vorher noch keinen Schlagzeugunterricht hattest.

Danach wird das Schlagzeugspielen für Dich zur reinsten Selbstverständlichkeit.

Der richtige Wortschatz

Zusätzlich zum praktischen Üben am Schlagzeug, solltest Du auch den Fachjargon beherrschen.

Crotchet

Ein Crotchet ist eine Viertelnote und normalerweise der erste Schlag in einem Takt.

Beat

Das ist der Rhythmus, den Du abzählst. Also die Standardberechnung von Zeit in der Musik.

Teilen

Wir freuen uns über Feedback von unseren Lesern
Enthält dieser Artikel die Informationen, nach denen Du gesucht hast?

Dieser Artikel war totaler Käse? Wirklich?Okay, beim nächsten Mal wird's besserNur Durchschnitt? Was fehlte Dir konkret?Danke Dir! Stelle verbliebene Fragen gerne untenWir freuen uns, dass wir Dir helfen konnten :) (durchschnittlich 5.00 von 5 bei 1 Bewertungen)
Loading...
avatar