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Deutschlands berühmteste Violinisten

Von Bertine, veröffentlicht am 22/02/2019 Blog > Musik > Violine > Welche sind die berühmtesten deutschen Geiger?

Wenn wir an die Geige denken, denken wir an ein Sinfonieorchester, ein Konservatorium, andere Saiteninstrumente oder sogar an traditionelle Musik. Den wenigsten fällt gleich der Name eines berühmten Geigers ein. Denn selbst sehr berühmte Geigenspieler sind der breiten Öffentlichkeit oft nicht bekannt.

Viele deutsche Violinisten begeistern auch im Ausland. | Quelle: Pixabay

Die Violine hat den Ruf, ein relativ teures Musikinstrument zu sein, das allein deshalb nicht für jeden zugänglich ist. In der Realität kann diese Aussage nuanciert werden, da man eine qualitativ gute Violine, aus Massivholz und von Hand lackiert, bereits für einen Preis ab 160 Euro kaufen kann. Natürlich ist das immer noch ein stattlicher Preis, aber wenn man richtig gut Geige spielen lernt, hat sich die Investition definitiv gelohnt!

Ausserdem besteht die Möglichkeit, anfangs erst einmal eine Geige zu mieten.

Aber wer sind denn nun die großen deutschen Geigenfiguren? Die wollen wir uns nämlich näher anschauen und Dir hier einen kleinen Überblick über die berühmtesten Geiger Deutschlands verschaffen!

Welche Rolle spielen Violinisten in Deutschland?

Ob Pianist, Cellist, Saxophonist oder ein virtuoser Geiger, es ist nicht ungewöhnlich, dass wir mindestens einen oder zwei Namen berühmter Musiker oder Instrumentalisten aus Deutschland oder zumindest aus Europa nennen können. Musik verbindet die Menschen eines Landes und der ganzen Welt.

Man sagt, dass Musik die Welt schöner macht, und wahrscheinlich träumt jeder von uns manchmal davon, richtig gute Geige spielen zu können, einen internationalen Wettbewerb zu gewinnen oder vielleicht sogar eine musikalische Ausbildung zu machen.

Sehen wir uns also die Menschen an, die genau das getan haben und in der Welt der Musik zu herausragenden Persönlichkeiten  geworden sind.

Deutsche Violinisten haben fast eine pädagogische Aufgabe: Sie bringen uns die Musik näher und lassen die Geige als Instrument in einem neuen Licht erscheinen: Erschwinglicher, demokratischer und weniger elitär.

Eine Auswahl der besten Violinisten Deutschlands

Helmut Zacharias

Man nannte ihn auch den Zaubergeiger, denn sein Geigenspiel war unverwechselbar. Der am 27. Januar 1920 in Berlin geborene Jazz-Geiger, Dirigent und Komponist wurde ab seinem vierten Lebensjahr von seinem Vater unterrichtet und stand schon mit sechs Jahren erstmals auf der Bühne.

In den 40er Jahren spielte er den in Deutschland damals noch verpönten swingenden Jazz. Als Jazzgeiger galt er lange als unübertroffen in Deutschland, aber er beherrschte das gesamte Spektrum des Violinspiels.

Er komponierte im Laufe seines Lebens rund 400 Stücke und verkaufte etwa 13 Millionen Platten.

Im Alter von 82 Jahren starb Helmut Zacharias 2002 in der Schweiz.

David Garrett

David Garrett – der Star-Violinist. | Quelle: © Christoph Köstlin

Vielleicht kennst Du bereits den Popstar unter den Geigern! David Garrett wurde 1980 in Aachen geboren. Im Alter von vier Jahren machte er seine ersten Versuche auf der Geige und wurde dabei von seinem Vater unterrichtet.

Im Alter von fünf Jahren gewann er einen Preis bei dem Wettbewerb „Jugend musiziert“. Mit zwölf Jahren erhielt er einen ersten Plattenvertrag. Nach dem Abitur schrieb sich Garrett am Royal College of Music in London ein, wechselte aber 1999 nach New York, um die Juilliard School zu besuchen. 2003 gewann er den Kompositionswettbewerb der Schule mit einer Fuge im Stil von Johann Sebastian Bach.

Heute ist David Garrett ein internationaler Superstar, der lange im Guiness Buch der Rekorde als schnellster Geigenspieler geführt wurde. Er gilt als Pionier im Bereich Crossover, indem er Mozart mit Metallica mischt. Als „größten Geiger seiner Generation“ bezeichnete ihn die 1999 verstorbene amerikanische Geigenlegende Yehudi Menuhin.

Christian Tetzlaff

Christian Tetzlaff wurde 1966 in Hamburg geborenen und lebt heute in Berlin. Seine Eltern waren Amateur-Musiker, die sich im Kirchenchor kennengelernt haben. Im Alter von 6 Jahren begann Tetzlaff Klavier und Geige zu spielen. Er studierte an der Musikhochschule Lübeck sowie in den USA am College-Conservatory of Music Cincinnati.

Christian Tetzlaff hat mit fast allen bekannten Orchestern Europas, so etwa den Berliner Philharmonikern, dem Concertgebouw-Orchester, den Wiener Philharmonikern und dem Tonhalle-Orchester Zürich, zusammengearbeitet. Er lebt in Berlin.

Frank Peter Zimmermann

Frank Peter Zimmermann wurde 1965 in Duisburg geboren und ist einer der bedeutenden Geiger unserer Zeit. Bereits als Fünfjähriger begann er mit dem Geigenspiel und gab im Alter von zehn Jahren sein erstes Konzert mit Orchester.

Nach dem Studium begann 1983 sein kontinuierlicher Aufstieg in der Musikwelt.

Heute gastiert Frank Peter Zimmermann bei allen wichtigen Festivals und musiziert mit allen berühmten Orchestern dieser Welt.

Darüber hinaus ist er regelmäßig als Kammermusiker auf den bedeutendsten Podien der Welt zu hören, erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen und hat eine eindrucksvolle Diskographie eingespielt.

Julia Fischer

Die deutsche Violinistin wurde 1983 in München geboren. Ihren ersten Geigenunterricht erhielt sie mit vier Jahren. Zwei Jahre später wechselte sie zum Leopold-Mozart-Konservatorium in Augsburg. Bereits im Alter von acht Jahren gab sie ihr erstes Violinkonzert mit Orchesterbegleitung. Mit neun Jahren wurde sie an der Musikhochschule München angenommen. Seit sie 15 Jahre als ist, spielt sie auf internationalen Konzerten.

Im Oktober 2006 wurde Fischer Professorin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main – und damit mit nur 23 Jahren die jüngste Professorin an einer deutschen Hochschule! Seit Oktober 2011 hat Fischer eine Professur an der Hochschule für Musik und Theater in München inne.

Jährlich gibt sie zwischen 70 und 80 Konzerte.

Julia Fischers Aufnahme von Bachs Konzerten ist das meistverkaufte klassische Debüt in der iTunes-Geschichte.

Anne-Sophie Mutter

Anne-Sophie Mutter begeistert seit sie von Maestro Herbert von Karajan höchstpersönlich entdeckt wurde. | Quelle: picture-alliance/dpa

Wer kennt sie nicht? Anne-Sophie Mutter wurde 1963 in Rheinfelsen geboren. Bereits mit fünf Jahren wurde sie im Geigenspiel unterrichtet und gewann schon nach einem halben Jahr einen Wettbewerb.

Sie wurde von der Schulpflicht entbunden und erhielt neben Klavier- und Geigenunterricht privaten Schulunterricht.

Sie war mehrmals erste Preisträgerin im Wettbewerb „Jugend musiziert“, das erste Mal „mit besonderer Auszeichnung“.

Die Musikwelt wurde auf die 13-Jährige aufmerksam, als sie 1977 bei den Salzburger Pfingstkonzerten unter Herbert von Karajan debütierte, der als ihr Entdecker und Förderer gilt.

Ihr aussergewöhnliches Talent verhalf ihr zu internationaler Bekanntheit.

Ihr seht: Es mangelt in Deutschland nicht an berühmten Geigern!

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