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Wie viel Übung ist erforderlich, um Schlagzeug Spielen zu lernen?

Von Yeliz, veröffentlicht am 12/03/2019 Blog > Musik > Schlagzeug > Wie viel Übung ist erforderlich, um Schlagzeug Spielen zu lernen?

Das Lernen wird im Leben immer eine Rolle spielen – wir lernen beinahe täglich dazu und vor allem nie aus.

Um erfolgreich in vielen Dingen zu sein, müssen wir immer wieder lernen und auch üben – und so ist es auch bei Musikinstrumenten.

Als Anfänger fragst Du Dich wahrscheinlich schon zu Beginn, wie viele Stunden Du brauchen wirst, um so ein talentierter Schlagzeuger zu werden wie eines Deiner Vorbilder.

Superprof wird Dich darüber informieren, wie oft Du üben solltest, um Deinen Rhythmus zu verbessern und ein wirklich guter Schlagzeuger zu werden!

Wie viele Stunden sind erforderlich, um das Schlagzeug Spielen zu lernen?

Laut einer Studie von Malcolm Gladwell sind ca. 10.000 Stunden willentlicher Übung nötig, um ein internationales Niveau auf einem Instrument zu erreichen – so steht es in seinem Buch „Überflieger: Warum manche Menschen erfolgreich sind – und andere nicht“.

Diese Aussage ist komplett surreal und nahezu unverschämt. Kein normaler Mensch kann über so einen langen Zeitraum konstant  und diszipliniert üben.

Natürlich wirst Du nicht von allein ein guter Schlagzeuger – es reicht also nicht aus, sich einfach auf seinen Schlagzeug Hocker, seinen Drum Throne, zu setzen und auf den Zauber zu warten.

Und auch einfache Musikstücke werden Dich nicht zu einem renommierten Schlagzeuger machen.

Dennoch – es ist völlig ausreichend, die Zahl von 10.000 Stunden mindestens zu halbieren, damit Du ein ziemlich guter Schlagzeuger wirst. Versuche einfach jedes Mal, wenn Du auf dem Schlagzeug übst, etwas Neues und Wertvolles an Fähigkeiten zu erwerben.

Beim Schlagzeug Spielen musst Du folgende Dinge üben:

  • Die richtige Haltung und Handhabung von Drumsticks,
  • Die genauen Bewegungen der Handgelenke,
  • Der binäre und der ternäre Rhythmus,
  • Die Genauigkeit des Tempos,
  • Die grundlegenden Basics beim Schlagzeug Spielen: Rolls, Strokes und Taps,
  • Nuancen, Klänge und die Kontrolle über die Kraft dieser Klänge.

Wie viele Stunden es auch am Ende sind: Die Studie von Malcolm Gladwell erinnert uns daran, dass das Erlernen eines Musikinstruments harte Arbeit, Disziplin und viel Geduld erfordert.

Ganz oft wird das Schlagzeug als Instrument unterschätzt. Für viele ist es nicht mehr als nur Sticks auf ein paar Trommeln zu schlagen – doch das entspricht überhaupt nicht der Realität.

Übe zwei- bis dreimal die Woche für 20 bis 30 Minuten auf Deinem Schlagzeug – Du wirst Deinen Fortschritt merken und schon bald sehr viel besser werden!

Hast Du schon mal ein Musikinstrument gelernt? Ganz egal, welches Musikinstrument Du erlernst – es erfordert viel Disziplin! | Quelle: Pexels

Welchen wöchentlichen Rhythmus brauchst Du, um beim Schlagzeug Spielen Fortschritte zu machen?

Ein Instrument zu erlernen, egal ob es die E-Gitarre, das Saxophon, Cello oder die Klarinette ist, braucht viel Zeit und Übung.

Du musst jede Woche üben und immer wieder das Gleiche wiederholen, damit Du die Bewegungen und Abläufe irgendwann voll drauf hast.

Regelmäßiges Üben ist enorm wichtig

Üben, üben, üben… Es gibt kein anderes Geheimnis, um besser und erfolgreicher zu werden. Dafür musst Du immer und immer wieder den gleichen Rhythmus oder das gleiche Tempo wiederholen – ein Metronom kann Dir dabei helfen!

Wenn Du regelmäßig übst, hilft das Deinem Gehirn, die richtigen Technik beizubehalten, die für Deinen Fortschritt erforderlich sind.

Wenn wir etwas Neues lernen, muss unser Gehirn neue Verbindungen knüpfen. Es ist ein langsamer Prozess und Du musst Deinem Gehirn Zeit geben, um auf progressive Weise diese Verbindungen herzustellen.

In der Regel behalten wir folgendes bei:

  • 10% von dem, was wir lesen,
  • 20% von dem, was wir hören,
  • 30% von dem, was wir sehen,
  • 50% von dem, was wir hören und sehen,
  • 70% von dem, was wir sagen,
  • und 90% von dem, was wir sagen und tun.

Darum behalten wir einen Song, den wir gleichzeitig singen und es mit einem Instrument begleiten, viel einfacher.

Versuch einfach beim nächsten Mal, wenn Du übst, folgendes gleichzeitig zu singen: Ein „Boom“ für die Bassdrum, ein „Tchak“ für die Snare-Drum und ein „Gong“ für eines Deiner Becken.

Wie oft pro Woche und wie viel Zeit pro Übungseinheit?

Was wir Dir wirklich ans Herz legen können: Es ist allemal besser, 10-minütige Übungseinheiten jeden Tag hinzulegen als eine 2-Stunden-Einheit einmal pro Woche.

Natürlich ist eine Übungseinheit von 10 Minuten echt kurz und so richtig warm wirst Du wahrscheinlich nicht – aber das ist erstmal egal.

Wenn Du nur 10 Minuten am Tag hast, bevor Du Deine nächste 2-Stunden-Einheit absolvieren kannst und wieder einige Tage vergehen, ohne geübt zu haben, dann ist es besser, diese Zeit zu nutzen als gar nicht zu üben!

Wenn Du nur für kurze Übungseinheiten Zeit hast, dann gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Spiel das Stück, an dem Du gerade arbeitest – so ist es Dir möglich, zu sehen, wie Du unter nicht optimalen Bedingungen voran kommst.
  • Arbeite an einem ganz bestimmten Teil Deines aktuellen Musikstücks, den Du unbedingt verbessern oder ausbauen möchtest. Oder an einer ganz bestimmten Technik, die Du noch nicht optimal drauf hast – das ist eine sehr effektive Methode, um schnell besser zu werden.

Versuche stets Dein Bestes und arbeite jeden Tag so hart es geht!

Auch ohne Dein Instrument kannst Du üben – auf der Oberfläche einer Tischplatte beispielsweise oder auf Deinem Übungspad. Und auch der Ort ist ganz egal! Während Deiner Pause bei der Arbeit oder auf dem Heimweg im Bus – Du kannst überall Dein Rhythmusgefühl und Dein Timing trainieren.

Übst Du das Schlagzeug Spielen auch ohne Dein akustisches Schlagzeug? Auch das Hören der Musikstücke, die Du aktuell übst, kann Dir bei Deinem Fortschritt helfen! | Quelle: Pexels

Nimm Dich in Acht vor der Unregelmäßigkeit

Wenn Du gerade Schlagzeugunterricht für Anfänger nimmst, dann wirst Du so schnell wie möglich alles lernen wollen.

Am Anfang mag man Stunden an seinem neuen Instrument hängen, auf seinem Drum Throne sitzen und die Basics und Musikstücke üben, die man spielen möchte.

Vielleicht findest Du jemanden, der genau wie Du mit dem Schlagzeug Spielen angefangen hat – eventuell kannst Du Deine Leidenschaft mit der Person teilen, ihr könnt gemeinsam üben und Euch gegenseitig pushen.

Denn je mehr Du übst, desto mehr wirst Du Dich entwickeln!

Auf der anderen Seite leben wir in einer hektischen Gesellschaft und sind manchmal einfach zu beschäftigt, ein Instrument zu lernen. Es kann sogar vorkommen, dass der fleißigste Anfänger das Schlagzeug für Wochen oder sogar Monate nicht anrührt.

Das ist ein echter Nachteil!

Dein ganzer Fortschritt geht kaputt, Du hast vielleicht irgendwann zwei Schritte vor gemacht, doch gehst dann drei Schritte wieder zurück.

Selbst wenn Du die beste Ausrüstung hast, wie zum Beispiel Drumsticks von Vic Firth, Becken von Zildjian, ein Set Snare-Drums von Pearl, wirst Du immer noch am meisten Deine Motivation brauchen! Teure Ausrüstung bedeutet nicht, dass man nicht üben muss.

Erinnere Dich daran, dass regelmäßiges Üben Dir dabei hilft, ein besserer Schlagzeuger zu werden – fast ohne es zu merken!

Um an den Punkt eines talentierten Schlagzeugers zu kommen, zögere nicht, einen professionellen Schlagzeuglehrer zur Hilfe zu ziehen, der Dich motivieren kann und sicherstellt, dass Du regelmäßig übst. Wie Du den idealen Schlagzeuglehrer findest, kannst Du hier nachlesen.

Ein professioneller Schlagzeuglehrer ermöglicht Dir außerdem eine sichere Technik – mit der Zeit entwickelst Du dann Deinen eigenen Musikstil!

Beim Schlagzeugkauf tief in die Geldbörse greifen und nicht mehr üben müssen? Auch die beste Ausrüstung wird Deine Übungseinheiten nicht ersetzen können! | Quelle: Pexels

Was eine gute Übungseinheit ausmacht

Wie wichtig eine Regelmäßigkeit beim Üben ist, haben wir bereits festgestellt.

Die typische Woche eines Schlagzeugers

In einer typischen Übungswoche kannst Du Dich mit kurzen und langen Einheiten abwechseln.

Zum Beispiel:

  • Montag: 15 Minuten der Schlagzeug Grundlagen während Deiner Mittagspause und ohne, dass Du Dein Schlagzeug dafür wirklich benutzen musst.
  • Dienstag: 30 Minuten für spezielle Rhythmen, nachdem Du von der Arbeit zurück bist.
  • Mittwoch: 15 Minuten für Grundlagen in Deiner Mittagspause auf Deinem Tisch und eine Stunde am Abend zu Hause.
  • Donnerstag: 30 Minuten lang versuchst Du einen bestimmten Part aus einem Musikstück richtig gut zu spielen.
  • Freitag: 15 Minuten für die Grundlagen.
  • Samstag: Am Wochenende hast Du vielleicht ein wenig mehr Zeit zum Üben! Du kannst Dich also ordentlich warm machen, die Basics üben, den spezifischen Part Deines Musikstücks trainieren und dann einfach das ganze Stück spielen.
  • Sonntag: Mach es genauso wie am Samstag!

Klingt gar nicht so schlecht, oder?

Natürlich ist dieser Zeitplan kein Muss, sondern nur ein Vorschlag. Du kannst ihn an Deine eigenen Zeiten und Gewohnheiten anpassen – doch er zeigt Dir, wie wichtig regelmäßiges Üben und tägliche Praxis ist.

Fordere Dich von Zeit zu Zeit einfach mal selbst heraus! Wenn die Motivation nachlässt, dann probier es mal damit:

  • Erhöh die Geschwindigkeit und Zeit Deiner Übungsroutine,
  • Lerne eine neue Technik,
  • Lerne ein anspruchsvolleres Musikstück, denn eine neue Herausforderung wird Deiner Motivation helfen.

Aufwärmen des Körpers

Beginne Deine Übungseinheit damit, 10 Minuten lang ein Musikstück zu spielen, dass Du schon perfekt beherrschst. Das Ziel davon ist, dass Du dich auf verschiedene körperliche Aspekte konzentrieren kannst, die Dein Schlagzeugspiel perfektionieren werden:

  • Der klare Sound der Trommeln,
  • Deine Körperhaltung,
  • Das richtige Halten der Sticks,
  • Die Regelmäßigkeit der Schläge auf die Trommeln.

Aufwärmen des Verstands

Nach dem physischen Aufwärmen kommt das mentale. Ein 10-minütiges kreatives Spiel hat das Ziel, Deiner Vorstellung freien Lauf zu lassen und abseits der Theorie etwas Akustisches zu schaffen, das Dir gefällt.

Schlag überall, wo Du willst, mit Deiner Hand drauf – ganz egal, ob Trommel oder Becken. Verwende eines Deiner Pedale, wie DU es für richtig hältst. Finde einfach heraus, welche Klänge Du am meisten magst und was Du musikalisch alles gestalten möchtest.

Wenn Du Deinen eigenen Stil, Deinen eigenen Groove spielst, dann wird sich der Raum mit Deiner ganz eigenen Originalität füllen!

Neues ausprobieren

Nutze 20 bis 30 Minuten, um an Dingen zu arbeiten, die absolut neu für Dich sind:

  • Ein Stück von einer Musikrichtung, mit der Du nicht allzu gut vertraut bist,
  • Ein neuer Rhythmus,
  • Eine neue Grundlage,
  • Eine Hand- oder Fußtechnik, die Du noch nie vorher ausprobiert hast.

Bleib über die ganze Zeit fokussiert. Zöger nicht, langsamer zu machen, wenn Du dafür alles verstehst, was Du tust und die Übungen korrekt ausführst. Ein Anfängerfehler ist eine übermäßige Geschwindigkeit, die nicht mit Qualität gleichgesetzt ist.

Sei offen gegenüber neuer Musik

Spiel während der letzten 10 bis 15 Minuten einen Song, den Du nicht kennst und begleite ihn. Als Musiker ist Vielseitigkeit enorm wichtig!

Versuch das neue Stück frei heraus zu begleiten, ohne irgendwelche Noten oder Tabs nachzusehen – lass Deiner Kreativität freien Lauf!

Aber denk immer daran, dass Du noch ein Anfänger bist! Verzichte auf komplexe Musikstücke, die Dich nur frustrieren werden.

Denkst Du darüber nach, als Schlagzeuger in einer Band zu spielen? Wer weiß, vielleicht spielst Du irgendwann auf den gleichen Bühnen wie Deine Vorbilder! | Quelle: Pexels

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