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Zeichnen lernen: Welche Art von Unterricht ist für Kinder geeignet?

Von Julia, veröffentlicht am 29/07/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Malerei > Zeichnen lernen: Welche Art von Unterricht ist für Kinder geeignet?

Kinder werden schon in jungen Jahren mit dem Zeichnen vertraut!

Nach dem ersten Herumkritzeln verbessern sie schnell die Kontrolle ihrer Handbewegungen und ihre Feinmotorik und entwickeln gleichzeitig ihren Beobachtungssinn.

  • Ihr wollt wissen, ob Euer Kind wirklich am Zeichnen interessiert ist?
  • Ihr überlegt, ihm Unterricht zu geben, damit es seine Technik verbessern kann?
  • Ihr liebt Kunst und möchtet Eure Leidenschaft teilen, indem Ihr Zeichenkurse für Kinder gebt?

Zeichenunterricht kann eine bereichernde Ergänzung zur künstlerischen Ausbildung ab der Grundschule sein. Dort habt Ihr die Gelegenheit, den Kindern Kunst nahezubringen und ihnen dabei helfen, ihr Talent und ihren kreativen Geist aufblühen zu lassen!

Mit welchem Alter sollten Kinder einen Zeichenkurs besuchen?

Vor dem Zeichenunterricht muss das Kind bestimmte Fähigkeiten erworben haben.

Zwischen dem Zeichnen aus Spaß und dem Entdecken der grundlegenden Techniken des Zeichnens gibt es Einiges zu tun!

“Jedes Kind ist ein Künstler. Das Problem ist nur, wie man ein Künstler bleibt, wenn man größer wird.” (Pablo Picasso)

Vor einem Alter von 6 Jahren zeichnen Kinder vor allem aus Spaß. Diese Aktivität ermöglicht es ihnen, ihre motorischen Fähigkeiten und ihre Sinne zu entwickeln. Dies ist einer der Vorteile des Zeichnens für Kinder.

Kinder können im Zeichnen eine große Leidenschaft für sich entdecken! Kinder lernen schon in frühen Jahren, Ihre Handbewegungen und künstlerischen Sinne zu entwickeln. Quelle: The Naked Ape on Visual Hunt / CC BY-NC-ND

Das Kind übt diese Aktivität täglich in der Schule und zu Hause aus. Werkstatt und Mal- oder Zeichenwerkstatt haben noch nicht das Ziel, ein Modell originalgetreu aufs Papier zu bringen. Natürlich kann es sich damit schon ausdrücken,  aber das Kind hat noch nicht die notwendigen kognitiven Fähigkeiten, um sich dem Zeichnen realistisch zu nähern, wie z.B. durch die Verwirklichung seines Beobachtungssinns.

Die an Kindergartenkinder angepassten Ateliers zielen darauf ab, die kindliche Phantasie und den kreativen Sinn zu wecken. Außerdem haben die Kleinen dort die Gelegenheit, die Farben und den Raum zu entdecken und sich mit den richtigen Handbewegungen zum Zeichnen vertraut zu machen. Es handelt sich dabei immer noch um spielerische Workshops, in denen sich das Kind frei entfalten kann.

Oftmals finden Kinder mit dem Erlernen des Lesens eine neue Lieblingsbeschäftigung. Plötzlich entdecken sie die Welt der Bücher für sich. Einige von ihnen werden dann dazu neigen, das Zeichnen beiseite zu legen, um ein ganz anderes Universum zu erforschen: Geschichten.

Wenn Euer Kind weiterhin jeden Tag mit einem Bleistift in der Hand vor Euch steht, liegt das daran, dass sich seine Leidenschaft fürs Zeichnen bereits gut etabliert hat. Ab diesem Alter könnt Ihr Euer Kind in Kurse einschreiben, um Zeichentechniken zu erlernen und es für die Welt der Kunst in all ihren Aspekten zu öffnen.

Wie ist ein Zeichenkurs organisiert?

Es liegt auf der Hand, dass der Zeichenunterricht sowohl zum Alter als auch zum Niveau des Kindes passen muss!

Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren haben nicht die gleichen Konzentrationsfähigkeiten wie z.B. Jugendliche. Sie haben auch nicht die gleiche Reife und Wahrnehmung der Realität. Daher ist es wichtig, die Art des Online-Zeichenkurses, aber auch seine Dauer anzupassen.

Auf jeden Fall müssen sich die Zeichenkurse über die Technik hinaus mit kunstbezogenen Themen befassen. Dieses Alter ist der ideale Zeitpunkt, um Kindern Maler, Illustratoren, aber auch Bildhauer vorzustellen.

Das Gleiche gilt für die verschiedenen künstlerischen Richtungen!

Gruppenunterricht ist besonders für künstlerische Fächer interessant. Sie erleichtern den Austausch, fördern die Kreativität und den Fortschritt der Kleinen.

Zeichenkurse von 6 bis 11 Jahren

Für Grundschüler ist der Zeichenunterricht in der Regel in mehrere Teile unterteilt, die sich alle auf das gleiche Thema beziehen (z.B. ein bestimmtes Werk, eine bestimmte Technik etc.). Es gibt hier viele Möglichkeiten.

Dadurch kann der Kurs in mehrere verschiedene Etappen unterteilt werden:

  • die Präsentation eines Werkes und Diskussion über seine Charakteristika,
  • die Erläuterung und Veranschaulichung der verwendeten Arbeitstechnik,
  • das Zeichnen und somit die praktische Umsetzung des besprochenen Themas.

Während es in diesem Alter schwierig ist, sich die Werke der großen klassischen Maler mit Präzision nachzumalen, ist es hingegen sehr einfach, sich von zeitgenössischen Künstlern oder abstrakter Kunst inspirieren zu lassen, damit die Kinder üben können, eine Zeichnung nachzuahmen.

Zum Beispiel: die Werke von Keith Haring! Seine farbenfrohen Werke sprechen viele Kinder an.

Bunte Farben sind für Kinder besonders ansprechend. Die farbenfrohen Malereien von Keith Haring können als Inspiration für Kinder dienen. Quelle: rawpixel from Pixabay

Viele Kinder in diesem Alter interessieren sich außerdem für Stillleben.

Diese Übung ermöglicht es den Kindern, an ihren Beobachtungsfähigkeiten zu arbeiten. Es werden ein paar einfache Objekte ausgewählt, bevor wir die Sitzung auf die gleiche Weise wie oben bereits beschrieben abläuft: Fragen und Austausch, Demonstration und Praxis.

Kinder lernen am besten zeichnen, während sie Spaß haben, und diese Kurse haben den Vorteil, ihre Neugierde und ihren Beobachtungssinn zu erwecken.

Zeichenkurse ab 12 Jahren

Ab dem Alter von 12 Jahren haben die angehenden Teenies bereits Sinne entwickelt, die für das Zeichnen sehr nützlich sein können.

In diesem Alter werden auch Skizzen realistischer. Die Kinder haben ein Auge für Details entwickelt. Das ist genau der richtige Zeitpunkt, sie dazu zu animieren, die Grundlagen zu vertiefen, um folglich ihre Zeichentechnik zu verbessern.

Auch ihre Konzentrations- und Aufmerksamkeitsspannen werden verbessert. Die angehenden Zeichner können so mehr Zeit für ihre Werke aufwenden. Das Zeichnen wird zu einem echten Ausdrucksmittel. Landschaften, fantasievolle Zeichnungen, Beobachtungszeichnungen oder Malereien… Die Möglichkeiten sind vielfältig und variieren je nach Geschmack, Wünschen und Inspirationen.

Jugendliche werden sich Themen wie Comics, Manga oder Cartoons besonders gerne widmen. Sie werden nicht nur lernen, wie die Autoren ihrer Lieblingscomics zu zeichnen, sondern auch etwas über die Kunst des Geschichtenerzählens erfahren.

Welche Zeichengrundlagen sollte man Kindern beibringen?

In folgenden Themenbereichen können Kinder leicht die Grundlagen des Zeichnens erlernen und ihre Technik perfektionieren.

Im Zeichenunterricht können sich Kinder kreativ ausleben. Im Zeichenunterricht werden Kinder mit verschiedenen Techniken und Utensilien vertraut gemacht. Quelle: rawpixel from Pixabay

Zu den wesentlichen Punkten gehören (je nach Alter):

  • Lineares Zeichnen: Hierbei lernt man, Formen zu zeichnen, die Konturen eines Objekts zu zeichnen oder Proportionen zu berücksichtigen
  • Perspektivisches Zeichnen: Um von der 2D- zur 3D-Zeichnung zu gelangen, vermittelt der Zeichenlehrer die dafür wesentlichen Techniken. Dies ist ein wesentlicher Schritt, um realistisches Zeichnen zu beherrschen.
  • Techniken zu den verschiedenen Zeichenutensil: Welches Zeichenutensil benötige ich für welchen Zeichenuntergrund? Und für welchen Effekt? Acrylmalkurse oder Zeichenunterricht bieten die optimale Gelegenheit, sich mit allen Arten von Zeichenutensilien vertraut zu machen: Acrylfarbe, Gouache, Ölfarbe, Stifte, Pastellfarbe, Bleistift, Holzkohle, Stein usw.
  • Strukturelle Effekte, Schatten und Licht: Wie kann man der Zeichnung Tiefe verleihen um genau das zu reproduzieren, was man sieht? Hier lernt man, mit den Details zu spielen, um realitätsgetreue Werke zu erstellen, Emotionen zu vermitteln oder ein bestimmtes Element der Zeichnung zu verstärken.
  • Abbilden von Größeneinheiten (oder Maßen): Wie spielt man mit Volumen oder Lichteffekten und wie lässt man Formen durch einen erzeugten Kontrast entstehen? Eine Aktivität für Fortgeschrittenenkurse, die bereits gute Zeichenkenntnisse erfordert.

Zeichnen lernen zielt zunächst darauf ab, Linien zu verfeinern, sich die richtigen Handbewegungen anzueignen und Automatismen zu entwickeln. Danach konzentriert man sich auf spezifische technische Aspekte, die es den Kindern ermöglichen, neue Facetten der Zeichenkunst zu entdecken.

Wenn man anfängt, zeichnen zu lernen, wirst man damit nie wirklich fertig sein. Man lernt ständig neue Techniken dazu, man entdeckt sich selbst und sieht dabei, wie sich ein eigener Stil entwickelt – natürlich auch indem man sich inspirieren lässt. Es ist wirklich eine ganz besondere Leidenschaft. Ganz zu schweigen von den großen berufliche Möglichkeiten, die diese Leidenschaft mit sich bringen kann!

Welche Art von Zeichenlehrer braucht ein Kind?

Um Kindern Kunst beizubringen, ist es wichtig, ein guter Lehrer zu sein und Geduld mitzubringen. Der beste Künstler wird nicht in der Lage sein, Kinder zu unterrichten, wenn er oder sie nicht in der Lage ist, sie zu verstehen und sich auf ihr Niveau zu bringen.

Ein guter Zeichenlehrer für Kinder ist goldwert! Zeichenlehrer für Kinder sollten einige Kompetenzen mitbringen. Quelle: Daniela Dimitrova from Pixabay

Um Kindern Zeichnen beizubringen, sind folgende Eigenschaften und Kompetenzen unerlässlich:

  • Kinder lieben und wissen, wie man ihre Aufmerksamkeit ergattert: Kinder zu unterrichten ist eine Art Berufung: Entweder man ist dafür geschaffen oder nicht!
  • Die Kurse unterhaltsam gestalten: Eine Präsentation über die Anfänge des Kubismus mag vielleicht für Erwachsene sehr interessant sein, aber sicherlich nicht für Kinder!
  • Ein angepasster Wortschatz: Auch wenn es notwendig ist, den Kindern den zeichnerischen Wortschatz zu vermitteln und zu lehren, ist es wichtig zu wissen, wie man diese Konzepte und Inhalte in einfacher Sprache erklärt.
  • Diplomatisch sein: Man sagt einem Kind nicht, dass seine Arbeit ein Misserfolg ist. Man sollte ihm erklären, dass die bisherige Arbeit schon sehr gut ist und ihm Ratschläge, wie es sich noch verbessern kann.
  • Enthusiastisch sein: Um voranzukommen, müssen Kinder gefördert werden. Angesichts der Schwierigkeiten und der Demotivation, die bei jedem Kind einmal vorkommen können, muss ein Lehrer die richtigen Worte finden.

Ganz zu schweigen davon, dass Zeichenunterricht vor allem noch Spaß bedeuten muss! Es sollte also immer Raum für Phantasie und Kreativität vorhanden sein, damit die Kleinen in ihrem Schaffen richtig aufblühen können.

Zeichnen bietet eine gute Gelegenheit für Entspannung abseits der Schule und ist eine tolle Möglichkeit, sich auf eine andere Weise zu entdecken, um seine Sinne und Fähigkeiten zu entwickeln. Damit Zeichenunterricht produktiv und befriedigend ist, ist es wichtig, dass das Kind dort freiwillig hingeht.

Und wer weiß? Vielleicht werden ein paar von ihnen später einmal zu großen Künstlern!

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