"Ich fand eine Stadt aus Ziegeln vor und hinterließ eine Stadt aus Marmor."

- Kaiser Augustus -

Obwohl viele der antiken Stätten der Ewigen Stadt heute in Trümmern liegen, kann man sich noch vorstellen, wie Rom gewesen sein muss, als Männer in Togas durch die Straßen streiften, Gladiatoren bis zum Tod kämpften und Sklaven bis zum Tod schufteten.

Man braucht wahrscheinlich sein ganzes Leben, um alle archäologischen Schätze Roms zu besichtigen. Jedes Mal, wenn in Rom Bauarbeiter irgendwo in der Stadt mit dem Graben beginnen, stossen sie auf antike Relikte.

Wenn Du also nicht Dein ganzes Leben in Rom verbringen willst bzw. kannst, sondern Deine Zeit in der Stadt begrenzt ist, dann sind diese 10 antiken Stätten ein guter Anfang.

Rom ist überwältigend. Es hilft, eine kleine Vorauswahl der Sights zu erstellen. | Quelle: Unsplash

Das Kolosseum

Natürlich an erster Stelle: Das Kolosseum gehört zu den wichtigsten Symbolen des Alten Roms und ist eine der faszinierendsten und beliebtesten Touristenattraktionen der Stadt. Kaiser Vespasian gab es zwischen 70 und 72 n. Chr. in Auftrag, und sein Sohn Titus eröffnete es 80 n. Chr. An 100 Spieltagen fanden hier Wildtierkämpfe und Gladiatorenspiele statt. Es war das größte Amphitheater der römischen Welt mit 50.000 Sitzplätzen, bis es aufgegeben und später als Steinbruch für den Bau des Petersdoms und der Lateranbasilika genutzt wurde. Es wurde 2016 restauriert. Das Kolosseum erwacht in vielen Filmen, die im Alten Rom spielen, wieder zum Leben. 

Tagsüber ist die Schlange sehr lang und wenn Du Dir Zeit nehmen möchtest und eine Führung machen willst, dann solltest Du vorher online reservieren. Am frühen Abend wird die Schlange kürzer. Wenn Du ca. eine Stunde vor der Schliessung ankommst, wartest Du nicht mehr lange und hast das Kolosseum bei Sonnenuntergang fast für Dich allein. (Das Gleiche funktioniert übrigens gut in Pompeji: Du solltest schon am späten Nachmittag kommen, weil Du natürlich viel mehr Zeit brauchst, das riesige Gelände zu erkunden. Aber während sich tagsüber die Touristenmassen durch die Gassen wälzen, ist Pompeji am Ende des Tages in goldenes Abendlicht getaucht und wie leergefegt!)

Das Forum Romanum

Das Forum Romanum ist eine der bekanntesten Stätten der Ewigen Stadt und liegt zwischen den Kapitolinischen und Palatinischen Hügeln. Dieses riesige Gebiet voller zerfallender Tempel, Paläste und Geschäfte war einst das Zentrum des politischen, kommerziellen und religiösen Lebens der Stadt. Die verschiedenen Ruinen spiegeln fast 900 Jahre Geschichte wieder, von etwa 500 v. Chr. bis 400 n. Chr. Es gibt keinerlei Schilder, die darüber informieren, was die unterschiedlichen  Ruinen einst mal waren. Es lohnt sich daher, eine Führung zu machen, wenn Du den Tempel der Vestalinnen von dem Tempel von Saturn unterscheiden möchtest... Oder Du kaufst Dir eines dieser tollen Bücher, die in Rom an jeder Strassenecke in allen Sprachen verkauft werden: Es zeigt Fotos der Ruinen, über die Du eine durchsichtige Folie legst, die dann das Gebäude so zeigt, wie es früher einmal ausgesehen hat. Dazu gibt es Erklärungen, um was es sich handelt.

Was war das Zentrum des Alten Roms?
Das Forum Romanum war einst das Herz der Stadt. | Quelle: Unsplash

Das Pantheon

Das Pantheon wurde als Tempel für alle römischen Götter erbaut und ist Roms besterhaltene antike Stätte, wahrscheinlich weil sie später zur Kirche geweiht und als solche lange genutzt wurde. Das Pantheon wurde um 120 n. Chr. von Kaiser Hadrian fertiggestellt.

Du wirst erstaunt sein über die perfekten Proportionen im Inneren des Tempels. Über 1700 Jahre lang hatte das Pantheon die größte Kuppel der Welt. Der Durchmesser liegt bei 43,20 Metern! Es ist wirklich ein Wunder der damaligen Baukunst!

Und ja, das Loch in der Mitte der Kuppel ist offen und wenn es regnet, regnet es auch in das Pantheon!

Circus Maximus

Es mag heute schwer vorstellbar sein, aber die Grasfläche zwischen dem Palatin und dem Aventin war einst der Standort des größten Hippodroms im Römischen Reich. Der riesige ovale Platz wurde unter Julius Cäsar aufgebaut und später von nachfolgenden Kaisern erweitert. In seiner Blütezeit fanden hier  Wagenrennen und Wettkämpfe statt, die manchmal bis zu 15 Tage dauerten.

Foro di Traiano

Das Trajan-Forum befindet sich an der Straße, die von der Piazza Venezia zum Kolosseum führt. Es war das letzte Forum des kaiserlichen Roms. Es besteht aus einer Basilika, zwei Bibliotheken und einem Säulengang rund um eine Piazza. Der ist mit einem Markt verbunden, auf dem es einst Geschäfte, Tavernen und Verwaltungsbüros gab. Heute gibt es dort das Museo dei Fori Imperiali, das archäologische Relikte aus der Römerzeit zeigt. Eine Videopräsentation demonstriert, wie das Forum in seiner Blütezeit aussah.

Warum ist das Pantheon ein Highlight der Baukunst?

Teatro Marcello

Es mag ein bisschen wie eine kleinere Version des Kolosseums aussehen, aber das Teatro Marcello war einst das größte und wichtigste Theater des alten Rom. Julius Caesar befahl, das Gelände für das Theater freizumachen, aber er wurde ermordet, bevor es gebaut wurde. Es wurde im Jahr 12 n. Chr. von seinem Nachfolger Augustus eingeweiht und beherbergte in erster Linie Theater- und Gesangvorführungen. Zu diesem Zweck wird es auch heute noch genutzt, zumindest im Sommer, wenn dort Konzerte stattfinden.

Die Caracalla-Bäder

Filmfans kennen den Ort aus der Nachtclubszene in La Dolce Vita und aus der Szene mit der verschwundenen Giraffe in La Grande Bellezza. Aber ganz abgesehen von dieser filmischen Bedeutung des Ortes, zeugen die Bäder von der modernen Badekultur der alten Römer. Im Wesentlichen handelte es sich um ein riesiges Spa mit Saunen, Bädern, einem Pool in olympischer Größe und zwei Turnhallen zum Boxen, Gewichtheben und Wrestling, aber auch einem Ruheraum mit Bibliothek. Das ganze war 24 Stunden am Tag an sieben Tagen die Woche geöffnet! Es war einst reich mit Marmor, Fresken, Mosaiken und Skulpturen verziert, auch wenn davon heute nicht mehr viel übrig ist.

Bocca della Verità

Eine etwas skurrile Sehenswürdigkeit in Rom ist der Mund der Wahrheit bzw. eben la Bocca della Verità. Einer Legende aus dem Mittelalter nach beisst der Mund dieses alten Steingesichts einem Lügner die Hand ab. Seine Hand in den Mund zu stecken ist also nur was für Mutige - oder alle, die ein reines Gewissen haben. (Gregory Peck tut gegenüber Audrey Hepburn in dem Film "Ein Herz und eine Krone" von 1953 so, als habe er auf diese Weise seine Hand verloren.) Das rätselhafte Gesicht findest Du in der Vorhalle der Kirche Santa Maria in Cosmedin in der Nähe des Circus Maximus. Eine Theorie besagt, dass die Scheibe einst die Abdeckung eines Kanals der Cloaca Maxima war und die Augen, Nasenlöcher und der Mund der Scheibe Einläufe für Abwässer waren. Iiihh! Da soll man seine Hand reinstecken!? Es kann aber auch sein, dass das Gesicht Teil eines Tempels war. Das Gesicht behält seine 2000-jährige Geschichte für sich.

Appia Antica

Am südöstlichen Rand der Stadt befindet sich der Appia Antica Park, wo Du auf denselben Steinen lustwandeln kannst, wie einst römische Soldaten und andere Bürger. Diese alte Durchgangsstraße erstreckte sich einst bis nach Brindisi, fast 500 Kilometer entfernt an der Adriaküste. Heute ist es ein perfekter Ort für Radtouren und Picknicks im Gras im Schatten der emblematischen Pinien Roms.

Wo findet man Ruhe in Rom?
Die Appia Anita verläuft durch einen herrlich grünen Park. | Quelle: Pixabay

Ara Pacis Augustae

Das Ara Pacis Augustae, der „Altar des Friedens des Augustus“, befindet sich heute in einem modernen Gebäude aus Glas und Kalkstein. Der römische Senat widmete den Altar im Jahre 13 v. Chr. Kaiser Augustus, der nach seinen Siegen über Spanien und Gallien nach Rom zurückgekehrt war. Er wurde am 30. Januar 9 v. Chr. geweiht, dem Geburtstag von Livia, Augustus' Frau. Es bietet einige der schönsten Reliefs, die man auf einem alten Denkmal sehen kann. Die Szenen waren einst bemalt, aber man kann immer noch die Schnitzereien bewundern. Ein Zug von Frauen und Kindern, Senatoren, Magistraten und Priestern bringen Opfertiere, einige haben als traditionelle Geste des Respekts vor den Göttern bei einem Tieropfer ihre Haupt mit der Toga verhüllt, andere tragen Lorbeerkränze, das traditionelle Symbol des Sieges. Auf der gegenüberliegenden Seite ist der Festzug der Kaiserfamilie, darunter identifizierbare Angehörige der Familie, zur Opferhandlung bei der Grundsteinlegung zu sehen.

Der Altar diente einmal im Jahr als Opferstätte, nämlich am Jahrestag der Rückkehr des siegreichen Augustus. Schier unglaublich: Der Bau war so platziert, dass der Schatten der Obeliskspitze an Augustus’ Geburtstag über den Tagesverlauf genau auf die Mitte der Ara Pacis zuwandert.

Kein Wunder, dass die Römer die westliche Welt auf vielfältige Weise beeinflusst haben.

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Bertine

Ich bin studierte Ethnologin und Politikwissenschaftlerin, schreibe leidenschaftlich gerne und interessiere mich besonders für Sprachen, fremde Kulturen, Geschichte und Handwerk.