Die Gitarre, wie wir sie heute kennen, ist ein vergleichsweise junges Instrument. Erst im 19. Jahrhundert erhielt sie durch den spanischen Gitarrenbauer Antonio Torres ihre moderne Bauform, die die Klangqualität und Durchsetzungskraft der Instrumente bedeutend erhöhte. Damit wurden neue spielerische Möglichkeiten eröffnet, die die Gitarristen und Komponisten der Zeit in ihren Werken erkundeten und ausloteten.

Wir wollen Dir in diesem Artikel einige bedeutende klassische Gitarristen vorstellen, die die Entwicklung der Gitarre und ihre Rolle in der klassischen Musik vorangetrieben und nachhaltig geprägt haben.

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Gaspar Sanz, Ferdinando Carulli und Fernando Sor

Wir beginnen unsere Liste bekannter klassischer Gitarristen mit drei Künstlern aus der Zeit vor Antonio Torres, die für die Entwicklung der Spieltechnik und den Gitarrenbau von großer Bedeutung waren.

Gaspar Sanz (1640 – 1710) veröffentlichte das erste Lehrwerk für Barockgitarre, das die Musiktheorie und Spieltechniken beschreibt sowie etwa 90 Arrangements spanischer Tänze und italienischer Melodien enthält. Die Kompositionen Sanz‘ wurden später für die moderne sechssaitige Gitarre transkribiert und werden auch heute noch von klassischen Gitarrist*innen gespielt. Außerdem gelten seine Schriften als wichtige Quellen zur Erforschung der Praxis des barocken Gitarrenspiels.

Mehr als hundert Jahre später leistete der Gitarrist Ferdinando Carulli (1770 – 1841) einen großen Beitrag zur Weiterentwicklung des Gitarrenspiels und technischen Verbesserungen im Gitarrenbau. Da es in seiner Heimatstadt keine Gitarrenlehrer gab, brachte er sich das Spielen selbst bei und entwickelte dabei ein Spielsystem, das er anschließend in einem Lehrwerk verbreitete und das bis heute auf der klassischen Gitarre angewandt wird. In Zusammenarbeit mit dem Gitarrenbauer René Lacôte beschäftigte er sich mit der Optimierung des Klangvolumens und der Klangqualität der Gitarre.

Die 1830 in Paris erschienene “Méthode pour la guitare” von Fernando Sor (1778 – 1839) gilt als richtungsweisendes Werk für die Spieltechnik auf der klassischen Gitarre. Obwohl viele zeitgenössische Schüler und Schülerinnen nur an schnellen Erfolgen interessiert waren und die Etüden auf Grund ihrer Schwierigkeit ablehnten, gehören sie heute zum Standardrepertoire klassischer Gitarristen und Gitarristinnen.

Um mehr über die verschiedenen Arten von Akustikgitarren zu erfahren, kannst Du unseren Artikel über die Konzert- und die Westerngitarre lesen.

Fransisco Tárrega

Mit Fransisco Tárrega (1852 – 1909) begann eine neue Ära in der Geschichte der Gitarre. Sein Name ist untrennbar mit dem des legendären Gitarrenbauers Antonio Torres verbunden. Im Jahr 1969 erwarb Tárrega eine Torres-Gitarre, die ihm durch ihr verlängerte Mensur und das volle, satte Volumen neue Klangwelten eröffneten.

Im Laufe seines Musikerlebens entwickelte er die von Fernando Sor vorbereitete Spieltechnik und Interpretationskunst weiter, sodass er das Maximum aus den neuen klassischen Gitarren herauszuholen vermochte. Fransisco Tárrega gilt als Begründer der sogenannten neuen spanischen Gitarrenschule, die sich unter anderem durch einen kraftvollen Klang und langanhaltende Töne auszeichnet.

Tárregas didaktische Werke bilden heute noch die Grundlage für das klassische Gitarrenspiel. Seine zahlreichen Kompositionen und Transkriptionen gehören zu den Standardwerken für klassische Gitarre.

Wegbereiter für diesen Meilenstein war der spanische Gitarrist Julián Arcas (1832 – 1882). Er war es, der Antonio Torres dazu riet, den Gitarrenbau zu seinem Beruf zu machen, nachdem dieser für Arcas 1856 die Gitarre La Leona, die als Urtyp der modernen Konzertgitarre gilt, gebaut hatte. Von einem Konzert auf eben dieser Gitarre war der damals zehnjährige Fransisco Tárrega so sehr begeistert, dass er vier Jahre später Arcas‘ Schüler wurde.

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Agustín Barrios

Agustín Barrios (1885 – 1944), auch Agustin Barrios Mangoré genannt, gilt als einer der herausragendsten und bedeutendsten Künstler der klassischen Gitarre überhaupt. Er war nicht nur einer der ersten Gitarrenvirtuosen Lateinamerikas, sondern prägte das klassische Gitarrenspiel weltweit durch seine Kompositionen und frühen Schallplattenaufnahmen.

Um den aus Paraguay stammenden Musiker ranken sich unzählige Mythen und Legenden, die er teilweise selbst geschaffen hat. In den letzten 15 Jahren seines Lebens setze er sich vermehrt mit seiner indigenen Abstammung auseinander, was er insbesondere bei Konzerten durch eine mit exotischen Pflanzen dekorierte Bühne, dem Tragen einer traditionellen Tracht und den Künstlernamen Nitsuga Mangoré zum Ausdruck brachte.

Barrios‘ musikalischer Hintergrund war äußerst vielseitig. Einerseits arrangierte er bereits in jungen Jahren Stücke von Bach und Beethoven, interessierte sich für Literatur und Philosophie und wurde 1910 als jüngste Student Paraguays im Colegio Nacional de Asunción aufgenommen. Andererseits verdiente er von Anfang an seinen Lebensunterhalt mit dem Gitarre spielen und war jahrelang als Wandermusiker unterwegs.

Die Kombination aus guter Kenntnis der großen klassischen Komponisten Europas und seiner Tätigkeit als unterhaltender Konzertmusiker in ganz Süd- und Mittelamerika führte ihn zu seinem ganz eigenen Spiel- und Kompositionsstil, der die Ausdrucksmittel der Gitarre auf bis dahin ungehörte Weise ausschöpfte. Agustín Barrios wird von vielen Gitarrist*innen dieselbe Bedeutung zu geschrieben, die Chopin für das Klavier hatte.

Andrés Segovia

Der bekannteste und einflussreichste Künstler der klassischen Gitarre des 20. Jahrhunderts war der Spanier Andrés Segovia (1893 – 1987); eine schillernde, aber nicht ganz unumstrittene Figur. Fraglos sind seine Verdienste um die klassische Gitarre. Wie keiner vor ihm vermochte Segovia dem Instrument die verschiedensten Nuancen und Farben zu entlocken und seine Interpretationen durch eine unverwechselbare Phrasierung sowie ausdrucksstarken Darbietung zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Unzählige Stücke, die heute zum Standardrepertoire gehören, wurden eigens für ihn komponiert und durch seine jahrzehntelange rege Konzerttätigkeit auf der ganzen Welt, verhalf er der klassischen Gitarre zu einer wachsenden Popularität. Darüber hinaus ist auch Segovias Arbeit als Musikpädagoge von großer Bedeutung. In den nachfolgenden Generationen klassischer Gitarrist*innen finden sich unzählige seiner Schüler*innen.

Auf Andrés Segovia soll auch die Entwicklung der Nylonsaiten zurückgehen. In Zusammenarbeit mit dem Saitenhersteller Albert Augustine suchte er nach einer Alternative für die klimaempfindlichen und nicht besonders lange haltbaren Darmsaiten.

Der Mythos Segovia hat aber auch seine Schattenseiten. Viele seiner Geschichten, wie beispielsweise die Aussage, dass er reiner Autodidakt sei, werden immer wieder angezweifelt. Trotz der weltweiten Anerkennung wurde er in seinem Wirken als Gitarrist, Komponist und Lehrer immer wieder kritisiert. Andrés Segovia hatte sehr genaue Vorstellungen davon, wie klassische Gitarrenmusik zu klingen hat. So hat er ebenso viele zeitgenössische Komponisten komplett ignoriert, wie er andere gefördert hat.

Bedeutende Gitarristen des 20. Jahrhunderts

Mit Andrés Segovia ist die Zeit der großen Künstler und Künstlerinnen der klassischen Gitarre längst nicht vorbei. Bis heute betreten immer wieder neue Virtuos*innen die Bühne, die dem Instrument ganz eigene und neue Klänge zu entlocken vermögen. Sie alle aufzuzählen ist schier unmöglich. Wir wollen Dir hier aber dennoch einige Persönlichkeiten nennen, die durch ihre Interpretationen bekannter klassischer Werke oder mit Eigenkompositionen die Welt der klassischen Gitarre im letzten Jahrhundert geprägt haben:

  • Narciso Yepes (1927 – 1997): virtuoser klassischer Gitarrist aus Spanien, der stark vom Flamenco beeinflusst war; große Popularität durch die Einspielung bedeutender klassischer Werke (u.A. Ersteinspielung des Concierto de Aranjuez); sein Markenzeichen war eine zehnsaitige Gitarre, die er gemeinsam mit dem Gitarrenbauer José Ramírez entwickelt hatte
  • Julian Bream (1933 – 2020): förderte zugleich das Wiederbeleben alter Musik (auch auf der Laute) und das Schaffen zeitgenössischer Komponisten; hochgelobt als herausragender Interpret
  • Leo Brouwer (geb. 1939): kubanischer Komponist und Gitarrist, der in verschiedenen Phasen seines Schaffens die Formen der Neuen Musik auf die Gitarre übertrug und mit den musikalischen Einflüssen Kubas kombinierte
  • John Williams (geb. 1941): einer der bedeutendsten zeitgenössischen klassischen Gitarristen, der seinen musikalischen Horizont beständig und in alle Richtungen erweitert
  • Paco de Lucia (1947 – 2014): größter Virtuose der Flamenco-Gitarre; interpretierte aber auch immer wieder klassische Werke auf aufsehenerregende Weise

Möchtest Du mehr über die Westerngitarre und ihre Eigenschaften erfahren? Wir stellen sie Dir vor.

Die Künstlerinnen der klassischen Gitarre

Dir ist wahrscheinlich bereits aufgefallen, dass in unserer Aufzählung bisher keine einzige Frau erwähnt wurde. Das heißt aber keineswegs, dass es keine herausragenden klassischen Gitarristinnen gab und gibt. Tatsächlich galt die Gitarre in den bürgerlichen Kreisen des 19. Jahrhunderts sogar als „Fraueninstrument“, das ganz besonders zur Ausübung einer lieblichen, romantischen Hausmusik geeignet sei. Ein professionelles Spielniveau und das öffentliche Auftreten von Frauen waren jedoch im Allgemeinen nicht erwünscht.

So erlernten zwar viele junge Frauen die Grundlagen des Gitarrenspiels für den privaten Gebrauch, aber nur äußerst wenige erhielten eine fundierte musikalische Ausbildung und die Möglichkeit sich zu professionellen Musikerinnen zu entwickeln.

Eine dieser Ausnahmen war Catharina Josepha Pratten (1824 – 1895), geboren als Catharina Josepha Pelzer. Bereits als Kind gab sie Konzerte als Solistin und im Duo mit ihrem Vater. Ihre Konzerttätigkeit setze sie bis ins hohe Alter fort und Pratten wurde von der zeitgenössischen Presse in höchsten Tönen gelobt. In London erlangte sie großes Ansehen durch ihre ausgiebige Lehrtätigkeit, unter anderem in höfischen Kreisen. So war Catherina Josepha Pratten maßgeblich an der wachsenden Popularität der klassischen Gitarre in England beteiligt.

Als „Grande Dame der lateinamerikanischen Gitarre“ oder „weibliche Segovia“ wird María Luisa Anido (1907 – 1996) bezeichnet. Sie war einige der wenigen Frauen, die sich Mitte des 20. Jahrhunderts als klassische Gitarristin und Komponistin einen Namen machte. Ihre eigenen Werke sind zumeist kurze Stücke, die die Folklore ihrer argentinischen Heimat anklingen lassen und zugleich impressionistische Züge aufweisen. Sie trat regelmäßig im Duo mit dem Gitarristen Miguel Llobet auf und galt als herausragende Tárrega-Interpretin.

Die erfolgreichste europäische Gitarristin ihrer Zeit, Ida Presti (1924 – 1967), wurde bereits als zehnjährige von der Presse als „weiblicher Mozart“ gefeiert. Trotz des anhaltenden Erfolgs als Solokünstlerin, trat sie ab den 50er Jahren nur noch gemeinsam mit Alexandre Lagoya auf. Die beiden gingen als erstes weltweit bekanntes klassisches Gitarren-Duo in die Musikgeschichte ein. Zu Prestis besonderen Erfolgen gehört unter anderem die Einspielung des Concierto de Aranjuez mit dem nationalen französischen Radio-Orchester.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.