„Die Gitarre ist ein kleines Orchester. Sie ist mehrstimmig. Jede Saite hat eine andere Farbe, eine andere Stimme.“ Andrés Segovia

Die Gitarre ist ein Instrument, das viele Menschen zum Träumen bringt. Sie kann unglaublich sanft und zärtlich klingen, oder aber auch hart und dreckig. Sie kann genauso gut zur Untermalung von Gesang eingesetzt werden, wie als solistisches Instrument ohne weitere Begleitung. Eine Akustikgitarre ist einfach zu transportieren und kann überall mithingenommen werden. Sie braucht keinen Verstärker, kein besonderes Zubehör. Man holt sie einfach aus der Tasche und fängt an zu spielen.

Es ist also kein Wunder, dass die Gitarre zu den beliebtesten Instrumenten gehört und seit Jahrzehnten immer mehr Leute mit dem Gitarre spielen anfangen wollen. Bevor man sich ans Lernen machen kann, gilt es, das passende Instrument zu finden. Dabei stellt sich zuallererst die Frage, welche Art von Akustikgitarre es überhaupt sein soll.

Wir stellen Dir die verschiedene Gitarrentypen vor, damit Du die richtige Entscheidung für Dich treffen kannst. In diesem Artikel widmen wir uns der klassischen Gitarre. Du erfährst, worin sie sich von anderen Akustikgitarren unterscheidet und welche Songs sich für Anfänger*innen besonders gut eignen. Außerdem geben wir Dir Tipps, worauf Du beim Kauf einer klassischen Gitarre achten kannst, um ein richtig gutes Einsteigerinstrument zu finden.

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Und los geht's

Akustikgitarre, Konzertgitarre, klassische Gitarre – Ist das alles dasselbe?

Wer zum ersten Mal eine Gitarre kaufen möchte, begegnet verschiedensten Bezeichnungen, die zu Verwirrung führen können. Schauen wir uns also einmal genau an, mit welchem Begriff, welches Instrument genau gemeint ist und worin die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten liegen.

Die Bezeichnung „Akustikgitarre“ ist ein Oberbegriff, unter dem alle Arten von Gitarren zusammengefasst werden, die ohne elektrische Verstärkung auskommen; also alle, die keine E-Gitarren sind. Die am weitesten verbreiteten Akustikgitarren sind die Westerngitarre und die Konzertgitarre, die sich in ihrem Klang und ihrer Bauform deutlich voneinander unterscheiden.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen der Konzert- und der Westerngitarre

Auf eine Westerngitarre werden Stahlsaiten aufgezogen, wodurch sie metallischer und lauter klingt. Um die hohe Zugkraft der Saiten auszuhalten, müssen der Korpus und der Hals entsprechend stark gebaut sein. (Du kannst in unserem Artikel über die Westerngitarre mehr darüber erfahren.)

Bei einer Konzertgitarre hingegen werden Saiten aus Nylon verwendet. Diese haben einen runden, ausgewogenen und warmen Klang., der sich ganz besonders für das klassische Solospiel eignet, weshalb die Konzertgitarre auch klassische Gitarre genannt wird. Da die Zugkraft der Nylonsaiten nicht ganz so hoch ist, können Konzertgitarren mit kleinerem Korpus und dünnerer Decke gebaut werden als Westerngitarren.

Auf dem Bild sieht man die durchbrochene Kopfplatte einer klassischen Gitarre.
Konzertgitarren haben eine durchbrochene Kopfplatte, während der Kopf von Westerngitarren meistens aus einem durchgehenden Holzstück gefertigt ist. | Quelle: Marcin Nowak via Unsplash

Der wohl augenfälligste Unterschied liegt in der Form der Kopfplatte, an der die Mechaniken angebracht sind. Während sie bei der Westerngitarre aus einem durchgehenden Holzstück besteht, hat der Kopf klassischer Gitarren zwei längliche Öffnungen, in die zylinderförmige Mechaniken zum Aufziehen der Saiten eingelassen sind. An der Brücke werden die Nylonsaiten der Konzertgitarre durch kleine Löcher gezogen und festgeknotet. Die Stahlsaiten der Westerngitarre hingegen, müssen mit einem sogenannten Bridgepin befestigt werden.

Für das Spielgefühl entschieden ist einerseits das Material und die Zugkraft der Saiten, aber auch die Breite des Halses, auf dem das Griffbrett angebracht ist. Westerngitarren haben, ähnlich wie E-Gitarren, einen recht schmalen Hals. Bei klassischen Gitarren ist er um ungefähr einen Zentimeter breiter. Zudem setzt der Korpus bereits am 12. Bund an, was das Spielen in hohen Lagen schwieriger macht als auf Westerngitarren, bei der der Übergang erst am 15. Bund anfängt.

Eignet sich eine Konzertgitarre für Anfänger und Anfängerinnen?

Was bedeutet das aber nun für Deine Wahl der passenden Akustikgitarre? Eignet sich die eine besser für Anfänger*innen als die andere? Auf diese Frage gibt es, wie so oft, keine allgemeingültige Antwort.

Wenn Du bereits ganz klar für einen Musikstil wie Blues oder Country entschieden hast oder Du schon bald auf E-Gitarre umsteigen möchtest, bietet es sich an, direkt mit einer Westerngitarre anzufangen. Diese wird Deinen Klangvorstellungen besser entsprechen und Du kannst Dich bereits an die Maße des Griffbretts gewöhnen.

Das Schallloch von Gitarren ist von einer dekorativen Rosette umrandet. Darüber führen die sechs Nylonsaiten.
Saiten aus Nylon sind für Anfänger*innen einfacher und angenehmer zu greifen als Stahlsaiten. | Quelle: Adria Tormo via Unsplash

Es gibt aber auch durchaus viele Gründe, sich für eine klassische Gitarre zu entscheiden. Interessierst Du Dich eher für Klassik, Flamenco oder lateinamerikanische Musik, wie Bossa Nova, hast Du mit der Konzertgitarre bereits das Instrument gefunden, das sich am besten für diese Stile eignet.

Für die Liedbegleitung, ob nach Singer-Songwriter-Art oder am Lagerfeuer, lassen sich beide Typen von Akustikgitarren gut einsetzen. Unentschiedenen wird häufig zum Kauf einer Klassikgitarre geraten, da auf dieser der Einstieg etwas leichter fallen kann. Um Nylonsaiten herunterzudrücken und schön zum Klingen zu bringen, braucht man weniger Kraft und sie verursachen auch keine schmerzenden Fingerkuppen, wie das zu Beginn bei Stahlsaiten der Fall ist.

Durch den breiteren Hals liegen die Saiten der Konzertgitarre etwas weiter auseinander. Es ist daher etwas einfacher, beim Spielen von Akkorden die Finger so zu platzieren, dass keine Saite aus Versehen berührt wird. Gleichzeitig führt er aber auch dazu, dass größere Distanzen überwunden werden müssen und am Anfang etwas mehr Dehnungsübungen für die Greifhand nötig sind.

Alle die etwas kleinere Hände haben, insbesondere Kinder, haben mit der Wahl der klassischen Gitarre aber den Vorteil, dass sie auf jeden Fall ein auf sie zugeschnittenes Instrument finden werden. Konzertgitarren gibt es in verschiedenen Größen, von 1/8 für kleine Kinder bis hin zur 4/4-Gitarre für Jugendliche und Erwachsene.

Eine klassische Gitarre für Anfänger kaufen: darauf solltest Du achten

Wer also nicht gezielt auf der Suche nach einem möglichst durchdringenden, bluesig-rockigen Klang ist, wird mit der Konzertgitarre sicher nicht die falsche Entscheidung treffen. Damit Du aber auch wirklich Freude an Deinem Instrument hast und lange motiviert bleibst, gilt es beim Kauf der ersten Akustikgitarre einiges zu beachten.

Diese Frau hat beim Kauf ihrer klassischen Gitarre alles richtig gemacht. Sie hält sie im Arm wie eine gute Freundin.
Beim Kauf Deiner ersten akustischen Gitarre solltest Du auf eine gute Qualität achten. So wird Dir das Lernen viel mehr Spaß machen. | Quelle: Misha Voguel via Pexels

Unter den Einsteigermodellen sind klassische Gitarren meist etwas preiswerter als Westerngitarren. Trotzdem sollte nicht versucht werden, um jeden Preis ein Schnäppchen zu machen. Mit billiger Discounterware wird der Spaß am Gitarre spielen wahrscheinlich gar nicht erst aufkommen können. Im besten Fall klingt ein qualitativ minderwertiges Instrument einfach nur schlecht. Häufig ist darauf das Spielen erheblich erschwert oder sogar unmöglich, wenn die Verarbeitung Mängel aufweist oder sich die Gitarre nicht einmal sauber stimmen lässt.

Im untersten Preissegment bekannter Hersteller wie Yamaha, Fender, Ortega oder La Mancha, kannst Du bereits ordentlich verarbeitete und wohlklingende klassische Gitarren für 80 bis 150 Euro finden. Für den Einstieg reichen diese Instrumente vollkommen aus und können auch später noch als Zweitgitarre auf Reisen weiterverwendet werden.

Wer von Anfang an eine etwas bessere Konzertgitarre haben möchte, wird in der Preisklasse ab 200 Euro fündig. Bereits in der unteren Mittelklasse gibt es klassische Gitarren mit massiver Decke, was die Klangqualität erheblich verbessert. Zu den bereits genannten Marken kommen in dieser Kategorie beliebte Modelle von Gewa, Alhambra und LAG hinzu.

Über Inserate und Kleinanzeigen ist es häufig auch möglich, eine gebrauchte Gitarre zu einem attraktiven Preis zu finden. Diese sollten jedoch nie ungesehen gekauft werden. Nimm am besten jemanden, der sich mit etwas Gitarren auskennt mit und begutachtet das Instrument genau. Neben der allgemeinen Verarbeitung und dem Zustand ist vor allem darauf zu achten, dass die Saitenlage weder zu hoch noch zu tief ist, dass die Mechaniken gut aber nicht zu locker laufen und dass die Gitarre bundrein ist.

Auch wenn Du Deine erste Konzertgitarre im Musikfachhandel kaufst, ist es ratsam, verschiedene Modelle miteinander zu vergleichen und sie kurz anzuspielen. Das Aussehen einer Gitarre ist zweitrangig. Wähle eine, die Dir angenehm in der Hand liegt und deren Klang Du magst. Nur so wird Dir das Gitarre spielen lernen auch wirklich Spaß machen.

Welche Songs eignen sich für Anfänger auf der klassischen Gitarre

Du hast bereits eine klassische Gitarre und möchtest sofort anfangen die ersten Songs spielen zu lernen? Oder bist Du noch unentschieden und gerade dabei Dir einen Überblick über die Möglichkeiten der Konzertgitarre zu verschaffen? Wir stellen Dir hier einige Lieder vor, an denen Du von Anfang an viel Freude haben kannst.

Ein Gitarrist spielt ein Lied auf einer Konzertgitarre. Eine Frau und ein Mann sitzen daneben und hören ihm dabei zu.
Ob klassische Musik oder Popsongs - die Leute werden sich freuen, wenn Du ein Lied auf Deiner akustischen Gitarre spielst. | Quelle: Brett Sayles via Pexels

Der Wunsch, sich selbst oder andere beim Singen begleiten zu können, ist einer der häufigsten Gründe, warum Leute mit dem Gitarre spielen anfangen. Die klassische Gitarre ist etwas leiser und weniger durchsetzungskräftig als die Westerngitarre. Wenn am Lagerfeuer viele Leute mitsingen, kann es also sein, dass sie etwas untergeht. Nichtsdestotrotz kannst Du Klassiker wie Wonderwall von Oasis oder Knockin‘ on Heavens Door auch auf der Konzertgitarre spielen.

Anfänger*innen, die sich dem klassischen Gitarrenspiel widmen möchten, finden geeignete Stücke in entsprechenden Lehrwerken. In verschiedenen Epochen der Musikgeschichte haben bekannte klassische Gitarristen und Komponisten Stücke komponiert, die sich dazu eignen, Schritt für Schritt neue Spieltechniken und Fingersätze zu lernen und bereits bekannte weiter zu üben. Um nur einige für Anfänger*innen geeignete Stücke zu nennen:

  • Ferdinando Carulli:
    • Walzer (Op. 241 Nr. 1)
    • Andante in C-Dur (Op. 241 Nr. 2)
    • Poco Allegretto (Op. 246)
  • Matteo Carcassi:
    • Andantino in C -Dur (Op. 59)
    • Siciliano (Op. 59 III Nr. 22)
    • Moderato (Op. 59 Nr. 11)
  • Fernando Sor:
    • Etude Nr. 1 (Op. 60)
    • Etude Nr. 2 (Op. 60)
  • Francisco Tárrega
    • Etude in e-Moll (Op. 25 Nr. 5)
    • Làgrima (erster Teil)
  • Komponist unbekannt
    • Spanische Romanze (erster Teil)

Klassische Gitarrenstücke werden in der Regel nach Noten gespielt. Du wirst also mit Deinen ersten Etuden die Gelegenheit haben, Noten lesen zu lernen.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.