Du hast Dich entschieden, Gitarre zu lernen und fragst Dich welche Gitarrenart sich am besten dafür eignet? Gerade für Anfänger*innen ist es nicht immer einfach zu erkennen, worin sich die verschiedenen Modelle unterscheiden und welches denn nun das passende für sie ist.

Wir stellen Dir in diesem Artikel die zwei häufigsten Formen von Akustikgitarren genauer vor: die klassische Gitarre, auch Konzertgitarre genannt und die Westerngitarre. Du erfährst, worin sie sich unterscheiden und für welche Musikstile und Songs sie besonders geeignet sind.

Zum Ende legen wir den Fokus auf die Konzertgitarre und ihre Stellung in der klassischen Musik. Wir stellen Dir einige Gitarristen vor, die die Entwicklung und die Spieltechnik geprägt haben und nennen Dir einige der bekanntesten Stücke für klassische Gitarre, damit Du Dir selbst ein Bild von der Vielseitigkeit der klassischen Gitarrenmusik machen kannst.

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Klassische Gitarre und die Westerngitarre: Worin liegt der Unterschied?

Zu den Akustikgitarren zählt man alle Gitarren, die ohne eine elektronische Verstärkung auskommen. Sie haben einen hohlen Korpus, der als Resonanzkörper dient und den Ton ganz ohne technische Hilfsmittel entstehen und hörbar werden lässt. Eine Zwischenform von Akustik- und E-Gitarre ist die Elektro-Akustik-Gitarre. Diese verfügt ebenfalls über einen Resonanzkörper und kann rein akustisch gespielt werden. Zugleich sind darin Tonabnehmer verbaut und sie kann wie eine E-Gitarre an einen Verstärker angeschlossen werden.

Wir stellen Dir hier die zwei gängigsten Formen der Akustikgitarre vor: Die klassische Gitarre, die auch Konzertgitarre genannt wird, und die Westerngitarre.

Der Urtyp der klassischen Gitarre, wie wir sie heute kennen, wurde 1856 von Antonio Torres gebaut. Fast alle modernen Konzertgitarren orientieren sich in Größe, Form und vor allem der Beleistung der Decke an diesem Vorbild. Zu Torres‘ Zeiten wurden die Saiten noch aus Tierdarm hergestellt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden schließlich die Nylonsaiten erfunden, die sich ebenfalls durch einen warmen, runden Klang auszeichnen, aber deutlich robuster sind.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde in den USA eine ganz andere Art von Akustikgitarre entwickelt; die Westerngitarre. In den neu aufkommenden und sofort sehr beliebten Musikstilen Blues und Country waren lautere Instrumente mit einem durchdringenderen und helleren Sound gefragt. Um diesen zu erreichen, wurden Stahlsaiten verwendet. Da diese eine deutlich höhere Zugkraft als Nylon- oder Darmsaiten haben, mussten die Bauweise der Gitarren angepasst werden.

Die Nylonsaiten der Konzertgitarre werden am Steg festgeknotet.
So sieht die Befestigung der Saiten bei einer klassischen Gitarre aus. Die Stahlsaiten der Westerngitarre werden mit Pins festgesteckt. | Quelle: Edgar Moran via Unsplash

Westerngitarren haben meistens einen größeren Korpus als Konzertgitarren. Damit die Decke der hohen Saitenspannung standhält, müssen die Leisten stärker sein und sie werden anders angeordnet. Am weitesten verbreitet ist das sogenannte X-Bracing, bei dem zwei dicke Leisten ein Kreuz bilden. Bei klassischen Gitarren nach dem Torres-Vorbild sind die Leisten feiner und fächerförmig angeordnet.

Zudem haben die meisten Westerngitarren einen Stahlstab im Hals, den sogenannten Trussrod. Dieser verleiht dem Hals mehr Stabilität, verhindert ein Verbiegen und kann, wenn Saiten in einer anderen Stärke aufgezogen werden, angezogen oder gelockert werden.

Die klassische Gitarre und die Westerngitarre unterscheiden sich zudem in folgenden Punkten:

  • Konzertgitarre / klassische Gitarre:
    • durchbrochene Kopfplatte
    • Nylonsaiten werden am Steg festgeknotet
    • breites Griffbrett, dadurch liegen die Saiten weiter auseinander
    • Korpus setzt am 12. Bund an
  • Westerngitarre:
    • geschlossene Kopfplatte
    • Stahlsaiten werden mit Bridgepins befestigt
    • schmaleres, leicht gewölbtes Griffbrett
    • Korpus setzt am 14. oder 15. Bund an

Wenn es darum geht, sich für den einen oder anderen Gitarrentypen zu entscheiden, liegt der entscheidende Unterschied im Klangcharakter. Es ist also ratsam, die Wahl der Akustikgitarre ausgehend von dem Musikstil, der damit gespielt werden soll, zu treffen.

Die Kopfplatte einer Westerngitarre mit den Mechaniken.
Bei den meisten Westerngitarren besteht der Kopf aus einem durchgehenden Holzstück. | Quelle: Daniel Barnes via Unsplash

Wann sollten sich Anfänger und Anfängerinnen für die Westerngitarre entscheiden?

Häufig fragen sich angehende Gitarrenanfänger*innen, ob es überhaupt möglich ist, auf einer Westerngitarre die Grundlagen des Gitarrenspiels zu erlernen. Die Antwort lautet: Ja. Vor allem dann, wenn bevorzugt akustischer Rock, Blues oder Country gespielt werden sollen. Aber auch für die Liedbegleitung im Singer-Songwriter-Stil oder am Lagerfeuer ist die Westerngitarre geeignet.

Die Klassiker Sweet Home Alabama, What’s up oder Wonderwall sind Songs, die mit wenigen, einfachen Akkorden auskommen und sich mit einem unkomplizierten Schlagmuster spielen lassen.

Für Anfänger*innen sind die Westerngitarren in Dreadnought-Form gut geeignet. Ob sattes Akkordspiel oder ein Bluessolo, die Dreadnought-Gitarre ist eine Allrounderin und erlaubt Dir, Verschiedenes auszuprobieren. Etwas größer, durchsetzungskräftiger und basslastiger ist die Jumbo-Gitarre, die in einer Band so richtig gut zur Geltung kommt.

Wer auf der Suche nach einer etwas kleineren Westerngitarre ist, die auch im Folk-Fingerpicking auftrumpfen kann, sollte sich bei den Concert (O), Grand Concert (OO) oder Auditorium (OOO) Modellen umsehen.

Anfänger*innen lassen sich häufig durch die Stahlsaiten von der Westerngitarre abschrecken. Tatsächlich ist es so, dass man etwas mehr Kraft braucht, um einen sauber klingenden Ton zu erzeugen und sich die dünnen Saiten dabei in die Fingerkuppen hineindrücken. Das kann zu Beginn auch etwas schmerzhaft sein. Wenn Du aber täglich erstmal in kürzeren Einheiten übst, wird sich schnell Hornhaut an Deinen Fingerspitzen bilden und Deine Finger werden kräftiger.

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Die klassische Gitarre ist mehr als ein Anfängerinstrument

Bei Gitarrenanfänger*innen ist die klassische Gitarre in erster Linie wegen der Nylonsaiten sehr beliebt. Tatsächlich können sie den Einstieg etwas erleichtern, da es etwas einfacher ist, erste Akkorde zu greifen. Die Saiten lassen sich leicht herunterdrücken und liegen dank des breiten Griffbretts so weit auseinander, dass man weniger in Gefahr läuft, unbeabsichtigt zwei Saiten gleichzeitig zu berühren.

Dies sollte aber nicht der Hauptgrund sein, sich für eine Konzertgitarre als Einsteigerinstrument zu entscheiden. Vielmehr sollte man ihre Klangfarbe mögen und wissen, welche musikalischen Möglichkeiten sie bietet. Die klassische Gitarre klingt nicht so hell und durchdringend wie eine Westerngitarre, sondern warm und rund. Sie hat ein großes Dynamik-Spektrum und lässt feinste Nuancierungen zu.

Damit ist sie bestens für klassische Musik in all ihren Formen und Ausprägungen geeignet. Das ist aber noch längst nicht alles. Auch in vielen lateinamerikanischen Stilen, wie dem Bossa Nova, sowie der traditionellen spanischen Musik kommen bevorzugt Konzertgitarren zum Einsatz.

Wer sich eher zu diesen Stilrichtungen hingezogen fühlt, die Liedbegleitung aber trotzdem nicht missen möchte, kann ohne Bedenken zu einer klassischen Gitarre greifen. Wenn viele Leute mitsingen und vielleicht sogar noch andere Instrumente mitspielen, wird sie zwar etwas weniger herausstechen, aber Du kannst sie durchaus nutzen, um Deine liebsten Popsongs zu begleiten.

Diese Gitarristen haben das klassische Gitarrenspiel geprägt

Die klassische Gitarre sah nicht von Anfang an so aus, wie wir sie heute kennen. Von der Barockgitarre bis zu den maßgebenden Modellen von Antonio Torres wurden verschiedene Formen von Gitarren gebaut, die immer wieder verbessert und an die neuen Anforderungen der zeitgenössischen Musik angepasst wurden.

Einen großen Beitrag dazu leisteten bekannte Gitarristen ihrer Zeit, die einerseits mit Gitarrenbauern zusammenarbeiteten und andererseits Spieltechniken entwickelten, mit denen die Möglichkeiten der neuen, verbesserten Instrumente voll ausgeschöpft werden konnten. Viele von ihnen veröffentlichten auch Lehrwerke, die bis heute ihren Platz im klassischen Gitarrenunterricht haben. Zu den bedeutendsten unter ihnen gehören Gaspar Sanz (1640-1710), Ferdinando Carulli (1770-1841) und Fernando Sor (1778-1839).

Mit der Revolution des Gitarrenbaus durch Antonio Torres eröffneten sich für die Gitarristen neue Welten, die das Gitarrenspiel nachhaltig veränderten. Angeführt wurde diese neue Gitarristengeneration von Fransisco Tárrega (1852-1909), der als Gründer der sogenannten neuen spanischen Gitarrenschule gilt.

Das ausgehende 19. Jahrhundert läutete damit die Zeit der gefeierten Virtuosen ein. Angefangen beim Tárrega-Schüler Miguel Llobet (1878-1938) über den paraguayischen Gitarristen und Komponisten Agustín Barrios (1885-1944) bis hin zu Andrés Segovia (1893-1987), dem einflussreichsten klassischen Gitarristen des 20. Jahrhunderts.

Bekannte klassische Gitarrenstücke

Viele der bekannten klassischen Gitarristen komponierten auch selbst; andere wiederum ließen namhafte Komponisten für sie schreiben und verewigten sich so in der klassischen Gitarrenliteratur. Die bekanntesten klassischen Gitarrenstücke spiegeln neben der Kompositionspraxis auch die Möglichkeiten der Gitarre an sich sowie die bevorzugten Spieltechniken ihrer Zeit wider. Sie sind also ein Zeugnis der Entwicklung des Gitarrenspiels über die Jahrhunderte und Jahrzehnte.

Die ältesten, der heute noch häufig gespielten, Gitarrenstücke wurden ursprünglich für die Laute komponiert und erst später für die Gitarre transkribiert. Darunter befinden sich unzählige Werke des englischen Renaissance-Komponisten John Dowland (1563-1626) sowie Kompositionen von Johann Sebastian Bach (1685-1750), beispielsweise die Bourrée in e-Moll (BWV 996).

Die neuen Klangwelten, die Fransisco Tárrega durch seine Torres-Gitarre entdeckte, lassen sich in seinen Erinnerungen an die Alhambra (Recuerdos de la Alhambra, 1896) heraushören. Dieses Stück zeichnet sich vor allem durch das flirrende Tremolo aus, mit dem die Melodie gespielt wird.

In die klassische Gitarrenmusik fanden häufig Elemente aus traditionellen Musikstilen Einzug. Der brasilianische Komponist Heitor Villa-Lobos (1887-1959) brachte mit seinen 15 Chôros, davon ist das Chôro Nr. 1 für Solo-Gitarre geschrieben, die Musik der Straßen Rio de Janeiros auf die Konzertbühnen der Welt. Agustin Barrios Mangoré vertonte den Besuch der Kathedrale in Montevideo und die anschließende Rückkehr auf die Straßen der Stadt in La Catedral. Musikalische Einflüsse aus Kuba finden sich bei Leo Bouwer (geb. 1939), der zu den bedeutendsten Gitarristen und Komponisten für Gitarrenmusik des 20. Jahrhunderts gehört.

Eine der populärsten klassischen Kompositionen des 20. Jahrhunderts wurde für klassische Gitarre und Orchester komponiert: das Concierto de Aranjuez von Joaquin Rodrigo. Der mittlere Satz wurde von Musiker*innen aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen aufgenommen und weiterverarbeitet. So gibt es beispielsweise eine bemerkenswerte Adaption von Miles Davis oder aber auch Popsongs in verschiedenen Sprachen, bei denen die Originalkomposition mit einem Text ergänzt wurde.

Nun also: viel Spaß beim Entdecken der Welt der Akustikgitarre.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.