Privatunterricht Sprachen Nachhilfe Musik Sport Kunst & Freizeit
Teilen

Die Entstehung der Gitarre im Zeitverlauf

Von Franziska, veröffentlicht am 01/02/2018 Blog > Musik > Gitarre > Die Geschichte der Gitarre

Die Gitarre ist das Saiteninstrument, das wirklich alle kennen!

Ein Schallloch, 6 Saiten, die Wirbel, der Hals mit den Bundstäben, und der Korpus mit Schallloch sind lauter Charakteristiken, die alle Gitarren teilen (zumindest die Akustik Gitarren!).

Aber wer weiß, woher sie eigentlich kommen? Wann hat man angefangen, Gitarre zu lernen?

Lasst Euch in der süßen Melodie der Mythen der wahren Geschichte der Gitarre wiegen.

Bis jetzt ist alles offen: Ist die Gitarre indischen Ursprungs?

Oder kommt sie doch etwa aus Usbekistan oder aus dem arabischen Raum – oder vielleicht aus Spanien?

Das Instrument der ägyptischen Sängerin Har-Mose: die erste Gitarre der Welt?

In der Vorzeit – eine Vorzeit, die tatsächlich sehr weit zurückliegt – unter der Herrschaft der Königin Hatchepsout (das heißt vor 3500 Jahren), lebte eine ägyptische Sängerin mit namens Har-Mose.

Sie benutzte einen primitiven Gitarrentyp mit 3 Saiten, die auf einen Korpus aus poliertem Zedernholz gespannt waren. Der war mit Leder umhüllt.

Die Ägypter begannen damit, das Instrument sehr bekannt zu machen. Es wurde daraufhin von den Mesopotamiern in Europa eingeführt. Die Gitarrenlehre und die ersten Kurse sind in dieser Epoche entstanden.

Diese „Originalgitarre” wurde nach und nach mit einer vierten (um die Gleichstimmigkeit zu erreichen) und dann mit einer fünften Saite (in Europa) geschmückt – und schließlich mit einer sechsten im 17. Jahrhundert. Unglücklicherweise klang sie sogar besser.

Die Gitarren der größten Gitarristen kommen also aus Ägypten!

Ist die mesopotamische Laute eine Urahnin der Gitarre von Jimi Hendrix?

Die Laute besitzt einen Korpus in Form einer halbierten Birne und einen kleinen Steg wie die Gitarre, einen Hals und mehrere Saiten.

Man kommt nicht umhin, einige gemeinsame Punkte festzustellen.

Auch am Hof war die Laute nicht unbeliebt und die Fürsten erfreuten sich am Lautenspiel ihrer Untergebenen. Auf diesem Gemälde des niederländischen Malers Frans Hals aus dem 17. Jahrhundert wird die Laute von einem Narren gespielt. | Quelle: Wikimedia Commons

Die Dotar mit zwei Saiten, die einen langen Hals besitzt, wurde ebenfalls für das Original der modernen Gitarre gehalten, an das man nach und nach mehr Bundstäbe und Saiten angefügt hatte.

Zuerst war es ein Instrument der Hirten und wurde zum Instrument des Adels, als sie für Kunstmusik des 14. Jahrhunderts in Usbekistan oder Turkmenistan verwendet wurde.

In Wirklichkeit ist die Laute ein Saiteninstrument unter vielen anderen und die Idee, dass die Gitarre von ihr abstammt, überzeugt die Experten nicht… auch die Gitarre selbst nicht.

Erfahrt hier mehr über diverse Mythen des Gitarrenspiels

Eine sehr alte Dame, die Zither: eine Vorfahrin der Gitarre im antiken Rom?

In der Antike nutzte man die Zither (vom Griechischen „kithara“), ein Zupfinstrument. Sie setzt sich aus dem Korpus zusammen, auf dem sich die Saiten befinden, deren Größe abnimmt und die immer dünner werden.

Man zupft die Akkorde mit der rechten Hand, während die Finger der linken Hand dazu dienen, auf dem Griffbrett die Saiten mit wechselnden Griffen nach unten zu drücken.

Lange wurde das Saiteninstrument (wie übrigens die anderen auch) mit Tiergedärm hergestellt.

Zur Info: Erst seit 1940 werden die Saiten, die vorher aus tierischem Material waren, durch Nylonsaiten ersetzt.

Es heißt, dass die Zither von den Mauren nach Spanien importiert wurde und dass ihr ein Hals angefügt wurde, um unsere heutige Gitarre zu bilden.

Und warum nicht?

Der Film „Der dritte Mann” hat viel zur internationalen Bekanntheit der Zither beigetragen – dank der Musik von Anton Karas.

Sie wird weiterhin vor allem in alpenländischer Volksmusik gespielt.

Die Sichtweise von Michael Kasha und sein Beitrag zur Gitarre

Dr. Kasha, Forscher in Nuklearphysik mit einer Leidenschaft für Gitarren definiert sie als

„Zupfinstrument, das mit der Hand oder mit einem Plektron gespielt wird, das einen langen Hals mit Bundstäben besitzt, einen flachen Resonanzboden aus Holz, einen Korpus, einen Kopf und eine flache Decke, und meist auch kurvige Zargen besitzt“.

Es ist der erste Forscher, der sich auch mit der folgenden Frage beschäftigt: Wie spiele ich Gitarre?

Wenn die Laute und die Gitarre gemeinsame Ahnen haben, ist die Gitarre kein Abkömmling der Laute.

Kasha zufolge liehen sich die Griechen den Begriff der Zither von den Persern, die ein Musikinstrument mit 4 Saiten namens „Chartar“ hatten.

Man hat oft die Römer kritisiert und ihnen vorgeworfen, dass sie alles von den Griechen gestohlen hätten.

Letztendlich haben aber vielleicht auch die Griechen an einem gewissen Zeitpunkt einen Blick zum Nachbarn geworfen.

Michael Kasha hat sich vor allem mit dem Vibrationsverhalten des Resonanzbodens beschäftigt.

Gibson hat seine Recherchen benutzt, um die sehr teure Serie „Mark“ mit einem asymmetrischen Steg und einen speziellen Spannsystem.

15. bis 19. Jahrhundert: vom Erscheinen der alten Gitarre zur modernen Version

Als die Gitarre des Mittelalters ausgefeilter wurde, wurde ihr Charakter vor allem durch Folgendes bestimmt:

  • einen ziemlich kurzen Hals.
  • maximal 8 Bundstäbe (Es gibt 22 oder 24 Bünde auf dem Hals einer elektrischen Gitarre!) und
  • Doppelsaiten

Zu dieser Zeit gibt es zwei Hauptformen der Gitarre:

  • Die Citole: Mit ihrem gewölbtem Korpus und Dopplesaiten erinnert sie an eine Art Laute mit einem langen Hals (ja, die Laute taucht schon wieder auf!).
  • Die guitarra latina: Sie besitzt einen flachen Korpus und Saiten aus Darm. Sie ist somit näher an der Gitarre, die wir kennen.

In der Renaissance erscheint unter dem Namen vihuela zum ersten Mal eine Familie von kleinen Streichinstrumenten (Chordophone) in Spanien.

Wie die Laute ist auch die vihuela der Gitarre vom Äußeren sehr ähnlich. Dies ist die Reproduktion einer vihuela aus den 1950er Jahren.| Quelle: Wikipedia

Die relative kleine guitarra zählt 4 Doppelsaiten, wohingegen die vihuela de mano 6 zählt.

Es wird vermutet, dass heute aufgrund ihrer Zerbrechlichkeit nur noch 3 authentische vihuelas de mano erhalten sind, von denen sich 2 in Paris (Musée Jacquemart-André und Musikmuseum) befinden und eine in Ecuadors Hauptstadt Quito befinden.

Im 19. Jahrhundert wird die vihuela durch die spanische Gitarre ersetzt.

Es ist dieselbe Epoche, in der das Instrument mit 5 Saiten und dem standardisierten Stimmen in La, Re, Sol, Si und Mi Einzug erhält.

Je mehr man auf diesen Instrumenten komponierte, desto mehr Variationen wurden gesucht, was eine Vermehrung der Anzahl der Bünde nach sich gezogen hat: von 8 über 10 bis hin zu 12.

Im 17. Jahrhundert fügt der Instrumentenbauer Antonio Giacomo Stradivari (vor allem berühmt für seine Geigen) der Gitarre eine sechste Saite hinzu. Seine Konkurrenten und Nachfolger machen dasselbe und wählen 6 Einzelsaiten statt Saitenpaare.

Die Zählung ist gut für die Saiten: Mi, La, Re, Sol, Si und Mi!

Im 19. Jahrhundert entwickelt sich die Form des Korpus und markiert einen enormen Sprung in der Evolution dieses magischen Instruments.

Um 1850 entschließt sich der spanische Fabrikant Antonio Torres, die Proportionen des Korpus zu ändern und andere Materialien zu verwenden.

Man kann sagen, dass er der Erfinder der klassischen Gitarre ist. Ein Spanier also!

Seine Landsleute haben also nicht Unrecht, wenn sie sagen, dass die Gitarre aus Spanien kommt. Nun ist noch ein bisher unbekanntes Detail der Gitarre ans Tageslicht gekommen!

Die Gitarre ist ein Instrument, das in den hohen Sphären der klassischen Musik oft von oben herab behandelt wurde.

Und das, obwohl sich die Gitarre auch als Mittel der Verführung schnell einen Namen machte…

Der erste Gitarrenkurs auf Universitätsniveau wurde in England von John Williams gegeben.

(Das tat er außerhalb seines Berufs als Gitarrist auf der klassischen Gitarre. Er musizierte übrigens u.a. mit Kate Bush und David Bowie.) Der erste Kurs fand 1965 statt.

Entgegen dem Volksglauben hat die Mehrheit der betagteren Helden der Gitarrenmusik eine klassische Ausbildung.

Jede/r unter ihnen hat einst mit dem Gitarre Lernen für Anfänger begonnen, wobei der Gitarrenunterricht klassisch von Angesicht zu Angesicht mit einem Privatlehrer erfolgen kann.

Andererseits wurde in den letzten Jahren auch das Gitarre Lernen Online immer populärer – vielleicht auch eine Option für Euch?

Und wie wurde eigentlich die E-Gitarre geboren?

In den Nullerjahren des 20. Jahrhunderts begann man, Stahlsaiten zu benutzen. Sie bieten einen besseren Klang, aber haben gleichzeitig eine starke Spannung auf dem Hals. Sie erlauben zudem, schneller zu spielen.

Der Deutsche Christian Friedrich Martin, der Anfang des 19. Jahrhunderts in die USA immigrierte, entwickelte die Technik des so genannten X-Bracing.

Dieses erhöhte die Stabilität und Belastbarkeit der Decke.

Von diesem Punkt aus trugen andere Instrumentenbauer und Künstler ihren Teil zur Gitarrenentwicklung bei:

  • Der US-amerikanische Musikinstrumentenbauer Orville Gibson wurde vom Cello inspiriert: Bei ihm berührte die Brücke die Saiten nicht mehr und bot einen volleren Klang.

Orville Gibson hatte die Idee, einige Konstruktionsmerkmale der Geige auf Mandoline und Gitarre zu übertragen - eine wahre Revolution für die Instrumente. Gibson-Gitarren sind dank des US-Amerikaners und Gründers der Instrumentenbaufirma Orville H. Gibson weltberühmt. | Quelle: Wikipedia

  • Lyod Loar führt die f-förmigen Schalllöcher und eine „schwebende” Brücke ein
  • 1920: Man fügt der Jazzgitarre Mikrofone hinzu.
  • Um 1930 wurde die elektrische Gitarre (eine Gitarre, die mit Mikrofonen aus Wolfram ausgestattet ist) durch den US-amerikanischen Gitarrenhersteller Rickenbacker auf den Markt gebracht.
  • Allerdings bezeichnet das wirkliche Debüt der E-Gitarre das Jahr 1936, als Gibson sein Modell ES 504 vorstellt – einfach ausgedrückt: eine Jazzgitarre mit in die Decke eingelassenem Tonabnehmer.

Der Solidbody oder „Massivkorpus” (der Korpus einer E-Gitarre) ist um dieselbe Zeit bei Audiovox, Rickenbacker und Epiphone erschienen, aber die Nachfahren der Erfinder schlagen sich immer noch damit herum, herauszufinden, ob die Erfindung von Les Paul (unter bürgerlichem Namen Lester William Polsfuss) oder Leo Fender, um nur zwei der potentiellen Kandidaten zu nennen, stammt.

Die breite Öffentlichkeit lernte die erste Massivkorpus-E-Gitarre kennen, als Leo Fender sie um 1950 auf den Markt brachte. Sie trug den Namen Fender Telecaster.

Bis zur Gegenwart sind Les Paul (runder Körper mit zwei Tonabnehmern, genannt Humbucker) und Stratocaster mit seinen zwei Hörnern (bei dem man die Teile nach Belieben auswechseln kann) bleiben die Hauptformen der E-Gitarre.

Wollt Ihr mehr darüber wissen, wie man mit dem Gitarre Spielen auch Geld verdienen kann?

Die E-Gitarre hat ihren Siegeszug Mitte des 20. Jahrhunderts angetreten. Die E-Gitarre ist aus der heutigen Rockmusik neben vielen anderen Musikrichtungen nicht mehr wegzudenken. | Quelle: Pixabay

Die Gitarre, ein Instrument der niederen Stufe?

Als sie im 15. Jahrhundert zum ersten Mal in Erscheinung trat, wurde die Gitarre als minderwertiger gegenüber der Laute angesehen.

Dennoch haben es die Genies des Komponierens geschafft, dieses Instrument als Objekt des Begehrens und der Fantasievorstellungen zu etablieren! Darüber hinaus ist die Gitarre gut für die Gesundheit von Gitarristen!

Dank sei dem Rock, dem Jazz, dem Blues und anderen Stilrichtungen auf der Gitarre.

Es genügt, einen Blick auf den Preis von Gitarren bestimmter Künstler zu werfen:

  • Der Weltrekord wird von einer weißen Fender Stratocaster gehalten, die die Autogramme von 19 Künstlern trägt, unter anderem von Mick Jagger und Brian Adams. Der Erlös von 2,7 Millionen Dollar ging 2005 an die Opfer des Tsunami, der im Jahr zuvor Südostasien erschütterte.
  • Die berühmteste Gitarre ist keine geringere als diejenige von Jimi Hendrix, die sogar schon in Woodstock das Publikum in Ekstase versetzte. Sie wurde für 2 Millionen Dollar verkauft.
  • Der Wert der maßgeschneiderten Washburn von Bob Marley wird auf 1,2 bis 2 Millionen Dollar geschätzt. Der Künstler gab sie seinem Techniker Gary Carlsen, der die gemeinnützige Stiftung „Different Journeys, One Destination“ gründete.
  • Die klassischen und Akustikgitarren werden etwas billiger verkauft, aber die CF Martin&Co von 1939 von Eric Clapton hat seinen Besitzer trotzdem für 791 500 Dollar gewechselt…

Man kann sich ausmalen, dass die Laute, die heutzutage sehr wenig benutzt wird und auf den Rang eines Museumsstückes herabgestiegen ist, geradezu vor Eifersucht zittert!

Ihr versteht jetzt sicher: Die Geschichte der Gitarre ist extrem weitläufig, da das Instrument mit unzähligen anderen verwandt ist.

In diesem Artikel haben wir euch sozusagen die „Kernfamilie“ dieser Verwandtschaft vorgestellt.

Auf ihrer Erfolgswelle im 20. Jahrhundert erschien sie zum ersten Mal in Klassenzimmern.

Das war wohl der Stein des Anstoßes für den Gitarrenunterricht, der so lange auf sich warten ließ.

Die gute Nachricht ist, dass Euch dieser Text wahrscheinlich Lust macht, die Saiten Eurer Gitarre mit dem Plektron zu bearbeiten.

Superprof hilft Euch, den passenden Lehrer für Euren Gitarrenunterricht zu finden, wenn Ihr wollt!

Schaut Euch gleich beispielsweise die Angebote für Gitarrenunterricht Berlin, Gitarrenunterricht München oder in anderen Städten Deutschlands an!

Teilen

Wir freuen uns über Feedback von unseren Lesern
Enthält dieser Artikel die Informationen, nach denen Du gesucht hast?

Dieser Artikel war totaler Käse? Wirklich?Okay, beim nächsten Mal wird's besserNur Durchschnitt? Was fehlte Dir konkret?Danke Dir! Stelle verbliebene Fragen gerne untenWir freuen uns, dass wir Dir helfen konnten :) (durchschnittlich 4,00 von 5 bei 3 Bewertungen)
Loading...

Einen Kommentar posten

avatar