Wie viele andere hast auch Du mit dem Gitarrespielen begonnen? Herzlichen Glückwunsch zu dieser Entscheidung! Die Gitarre ist ein unglaublich vielseitiges Instrument, das auch noch relativ einfach zu transportieren ist.

Du bist ein großer Fan von Jimi Hendrix oder Django Reinhardt und wünscht Dir nichts mehr als zumindest annähernd so spielen zu können wie Deine Idole? Oder hast Du Lust die großen Hits der Musikgeschichte nachspielen zu können? Möchtest Du improvisieren lernen, um in Deiner Band mit bemerkenswerten Soli aufzutrumpfen?

Ganz egal welche Deine Motivation ist, Dich ins Abenteuer Gitarre lernen zu stürzen, mit dem Kauf einer Gitarre hast Du bereits den ersten Schritt getan. Um die Gitarre nun spielen zu lernen, muss man üben. Das hörst Du wahrscheinlich nicht zum ersten Mal.

Aber wie macht man das genau? Wie kann man die Zeit optimal nutzen, um kontinuierlich Fortschritte zu machen? Und wie kann man die Motivation aufrechterhalten, wenn es mal nicht so läuft, wie gewünscht?

In diesem Artikel findest Du alles rund ums Thema „Gitarre üben“, damit Dein Projekt „Gitarre lernen“ auch ganz bestimmt erfolgreich ist.

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Was bedeutet Gitarre üben?

Egal ob Du Gitarrenunterricht nimmst oder autodidaktisch lernst, das richtige Üben ist am Ende entscheidend dafür, ob Du auch wirklich etwas lernst.

Im Unterricht oder in den von Dir selbst zusammengestellten Lektionen wirst Du schrittweise verschiedene Gitarrentechniken, Akkorde und Tonleitern kennenlernen. Um sie selbst anwenden zu können, reicht es aber nicht aus, nur u verstehen, was Du zu tun hast.

Beim Gitarre lernen müssen Deine beiden Hände neue Bewegungsabläufe erlernen und trainieren. Sie müssen unabhängig voneinander und trotzdem koordiniert funktionieren. Das geht nicht von heute auf morgen. Dein Gehirn braucht Zeit die Informationen zu verarbeiten und sicher abzuspeichern, damit die Bewegungen irgendwann selbstverständlich werden und Du nicht mehr darüber nachdenken musst.

Das kann nur durch ein ständiges Wiederholen geschehen. Derselbe Bewegungsablauf muss viele Male hintereinander korrekt ausgeführt werden, bis er wirklich gelernt ist. Und zwar über mehrere Tage oder sogar Wochen hinweg.

Dazu reicht es aber nicht aus, dass eine Übung oder Akkordfolgen auf der Gitarre ein paar Mal nacheinander einfach nur runter zu spielen. Damit Du Dich auch wirklich verbesserst, musst Du Dich selbst beobachten, Fehler erkennen und korrigieren. Dazu muss man auch immer wieder einen Song oder eine Übung in kleine Abschnitte unterteilen, die man einzeln übt.

Nicht nur für Anfänger*innen gibt es auf der Gitarre unheimlich viel zu lernen. Können die offenen Akkorde endlich flüssig gewechselt werden, kommen die Barré-Griffe hinzu; sobald Du einige Schlag- und Zupfmuster sicher spielen kannst, werden plötzlich ganz andere Rhythmen wichtig. Da ist es nicht immer einfach die Übersicht zu behalten. Üben heißt auch, nicht alles auf einmal lernen zu wollen, sondern ganz konkret und konzentriert an einer Sache zu arbeiten.

Beim Gitarre lernen müssen Bexegungsabläufe koordiniert und abgespeichert werden.
Dein Gehirn muss beim Gitarreüben viele Informationen verarbeiten. | Quelle: Natasha Connell via Unsplash

Zusammengefasst kann man also sagen: Üben heißt…

  • Wiederholen.
  • an kurzen Abschnitten feilen.
  • konzentriert an einer Thematik arbeiten.

Schauen wir uns jetzt im Detail an, was das genau bedeutet und wie Du Deine Übungsroutine gestalten kannst.

Tipps zum effektiven Üben mit langfristigem Erfolg

Um über einen längeren Zeitraum effektiv üben zu können, muss man ein Ziel haben. Du brauchst einerseits ein langfristiges und andererseits ein kurzfristiges Ziel. Was bedeutet das? Das langfristige Ziel gibt die Grundrichtung Deines Gitarrenkurses vor und hilft Dir dabei Schwerpunkte zu setzen.

Ziele setzen

Ob Du in einer Rockband spielen möchtest, ein*e Virtuos*in der klassischen Gitarre werden willst, davon träumst auf der Jazzgitarre zu brillieren oder am Lagerfeuer Deine Freund*innen beim Singen begleiten möchtest – wenn die Grundlagen auch immer dieselben bleiben, ab einem gewissen Zeitpunkt wirst Du Dich je nach Stil auf unterschiedliche Spieltechniken spezialisieren.

Wer das Gitarre spielen irgendwann zu seinem Beruf machen möchte, muss auch deutlich mehr üben, als jemand, der es „nur“ als Hobby pflegen möchte.

Wenn Du Dir also über Dein langfristiges Ziel bewusst bist, wirst Du Deinen Gitarrenkurs und das Üben dementsprechend ausrichten können. Halte Dir dabei aber immer vor Augen, dass die Betonung auf LANG liegt. Die meisten dieser Ziele wirst Du nicht innerhalb von zwei, drei Jahren erreichen.

Davon zu träumen, kann Dich zum Üben motivieren. Hole Dich aber immer wieder selbst auf den Boden der Tatsachen zurück. Wenn Du Dir von Anfang an bewusst bist, dass Du einen weiten Weg vor Dir hast, kannst Du verhindern, dass ein hoch gestecktes Ziel irgendwann zu Frustration und, im schlimmsten Fall, zum Aufgeben führt.

Mit einem Gitarre Übungsplan behätst Du die Übersicht.
Wenn Du weißt, was Du lernen willst, kannst Du Dich besser auf das Üben konzentrieren. | Quelle: Cathryn Lavery via Unsplash

Für das Gitarre üben im Alltag brauchst Du deshalb auch kurzfristige Ziele, die innerhalb einiger Wochen zu erreichen sind. Das kann erstmal sowas sein, wie eine einfache Akkordfolge flüssig spielen zu können oder Gitarrentabs lesen zu lernen.

Stelle Dir dann einen Übungsplan zusammen, der Dir erlaubt, Dich auf verschiedene Arten mit diesem Ziel zu beschäftigen. Eine Gitarrentechnik erlernt man nicht nur mit einer einzelnen Übung. Suche Dir verschiedene Übungen und Songs raus, in denen Du sie Üben kannst. Damit sorgst Du auch gleich für etwas Abwechslung.

Wenn Du beispielsweise Arpeggios auf der Gitarre spielen lernen willst, kannst Du auch einen theoretischen Block in Deine Übungsroutine einbauen, um Dich ausführlich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Kurze Abschnitte

Jede Übung und jeden Song, solltest Du Dir erstmal in kleine Abschnitte von wenigen Takten einteilen. Diese Teile sollten so kurz sein, dass Du sie überblicken kannst. Das heißt, zum Beispiel eine kurze Melodielinie mit nur so vielen Tönen, dass Du sie ohne auswendig lernen sofort im Kopf hast und nachsingen könntest.

Jeder dieser Teile wird nun sorgfältig geübt. Benutze dazu ein Metronom. Damit kannst Du sicherstellen, dass Du rhythmisch sauber spielst und nicht plötzlich mittendrin schneller oder langsamer wirst.

Stelle es zu Beginn auf ein langsames Tempo ein; langsam genug, dass Du jeden Ton oder Akkord sicher spielen kannst. Wenn das mehrmals gut geklappt hat, kannst Du das Tempo ein wenig erhöhen. So arbeitest Du Dich Schritt für Schritt hoch. Wenn Du den Abschnitt im Originaltempo (oder sogar noch etwas schneller) gut beherrschst, kannst Du zum nächsten Teil übergehen.

Wenn Du einmal alles einzeln erarbeitet hast, geht es ans Zusammensetzen. Dafür musst Du das Tempo erstmal wieder etwas drosseln. Denn jetzt müssen die Übergänge zwischen den einzelnen Teilen geübt werden. Auch dies kannst Du Dir wieder in kleine Schritte einteilen: Übe alle aufeinanderfolgenden Abschnitte erstmal paarweise, bevor Du das ganze Stück zusammensetzt.

Gitarre üben heißt nicht einfach, ein Stück mehrmals durchspielen! Selbst wenn Du einmal alles einzeln geübt und wieder zusammengesetzt hast, wirst Dir gewisse Stellen wahrscheinlich immer noch mehr Schwierigkeiten bereiten als andere.

Wenn Du einen Fehler machst oder ganz rauskommst, fange nicht das Stück von vorne an. Pick Dir genau den Teil raus, der noch nicht klappt und übe ihn nochmal sorgfältig.

Akkorde, Arpeggios, Improvisieren auf der Gitarre - üben heißt, alles Schritt für Schritt anzugehen.
Du kannst nicht alles auf einmal lernen. Konzentriere Dich auf eine Sache und versuche sie korrekt auszuführen. | Quelle: Jacek Dylag via Unsplash

Wiederholen

Wenn Du so vorgehst, wie oben beschrieben, wirst Du automatisch jeden Abschnitt sehr oft nacheinander spielen. Diese Wiederholungen sind unheimlich wichtig. Nur so, kannst Du den Bewegungsablauf und die Orientierung auf dem Griffbrett auch wirklich verinnerlichen.

Die Finger der Greifhand müssen im richtigen Bund auf die Saiten aufgelegt werden, die Schlaghand gleichzeitig die entsprechende Saite oder Saiten anschlagen. Das ist keine ganz einfache Koordinationsaufgabe, die Dein Gehirn erstmal verarbeiten muss.

Nur weil Du es einmal in langsamem Tempo hingekriegt hast, heißt das noch lange nicht, dass Du es bereits kannst. Wiederhole die Übung mehrmals langsam, bis Du das Tempo erstmal nur wenig steigerst. Nur so kann der Bewegungsablauf richtig abgespeichert werden, sodass er später auch bei höherer Geschwindigkeit fast automatisch funktioniert.

Wiederholen bedeutet nicht nur eine Übung an einem Tag mehrmals richtig zu spielen und sie dann für immer wegzulegen. Damit das Gelernte sich festigen kann, muss es über einen längeren Zeitraum, mehrere Tage oder sogar mehrere Wochen, immer wieder aufgefrischt werden.

Gönne Dir beim Üben ab und zu eine kurze Pause, in der Du Deine Finger, Hände und Arme auflockerst. Die Gefahr zu Verkrampfen ist gerade für Anfänger*innen sehr groß, da gerade die Haltung der Greifhand noch sehr ungewohnt ist.

Die Muskeln, Sehnen und Bänder Deiner Finger und Unterarme müssen gestärkt und gedehnt werden. Auch das braucht etwas Zeit und kann nur durch regelmäßiges Üben erreicht werden. An den Fingerkuppen Deiner Greifhand muss zudem Hornhaut aufgebaut werden, damit das Runterdrücken der Saiten nicht weh tut (das gilt vor allem für Gitarren mit Stahlsaiten).

Wenn Du nach einer erfolgreichen Übungseinheit eine Woche Pause machst, hättest Du gar nicht zu üben brauchen. Übe lieber täglich in kürzeren Einheiten, als einmal pro Woche drei Stunden lang.

Konzentriert und fokussiert arbeiten

Üben erfordert einiges an Konzentration und braucht (fast) alle Deiner Sinne: Deine Augen werden wohl immer wieder zwischen den Noten oder Tabs und Deinen beiden Händen hin und her wandern, Deine Ohren überprüfen, ob die gespielten Töne richtig klingen und die linke Hand und die rechte Hand führen ganz unterschiedliche Bewegungen aus.

Bei alledem musst Du auch noch auf eine korrekte Haltung achten und nicht verkrampfen. Am Anfang ist es nicht ganz einfach, das alles zu überblicken. Sei geduldig mit Dir selbst und übe lieber langsam richtig, als schnell falsch.

Achte also immer darauf, dass Du die Übung immer korrekt ausführst. Leider speichert unser Gehirn auch Fehler ab. Wenn Du also eine falsche Haltung einnimmst, regelmäßig einen Finger in einen anderen Bund legst als gewünscht oder nicht die richtige Saite triffst, wirst Du Dir diese Fehler angewöhnen.

Schon der kleinste Fehler muss beim Gitarre üben sofort korrigiert werden.
Fange erstmal langsam an und achte auf die korrekte Stellung der Finger. | Quelle: Scott Gruber via Unsplash

Beim Üben sollst Du also nicht einfach die Übung runterspielen und Dich damit zufriedengeben, wenn es einigermaßen richtig war. Sei perfektionistisch und beobachte Dich selbst sehr genau. Schon der kleinste Fehler muss sofort korrigiert werden.

Damit das gelingen kann, darfst Du nicht abgelenkt sein. Stelle beim Üben Dein Handy auf lautlos, stelle den Fernseher komplett aus und versuche für einen Moment zu vergessen, was Du heute sonst noch so zu erledigen hast.

Fokussiert zu arbeiten, heißt einen Plan zu haben. Bevor Du Dich ans Üben machst, solltest Du wissen, worauf Du Dich konzentrieren möchtest und warum Du genau das übst. Wähle Übungen und Songs, die Deinem Niveau entsprechen.

Mache nicht den zweiten Schritt vor dem ersten. Auf der Gitarre baut vieles aufeinander auf. Manche kompliziertere Technik, wirst Du nicht erlernen können, wenn die Grundlagen nicht wirklich sitzen.

Wie kann ich meine Motivation beim Gitarre üben aufrechterhalten?

Motivation ist diese Dynamik, die Dich dazu bringt, Dich selbst zu übertreffen und die Dich dazu animiert, Deine Ziele so effizient und erfolgreich wie möglich umzusetzen.

Bei fehlender Motivation ist es wichtig, sich nicht von diesen scheinbar negativen Gefühlen übermannen zu lassen, denn diese Gefühle blockieren Dich.

Sei Dir bewusst: Du bist nicht alleine. Zweifel sind ganz normal und alle Gitarrist*innen kommen ab und zu an den Punkt, an dem sie das Gefühl haben, überhaupt nichts mehr dazu zu lernen. Glücklicherweise gibt es einige Strategien, wie man da wieder rauskommen und hochmotiviert weiter üben kann.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

Bevor man rennt, muss man laufen lernen, das ist ein Naturgesetz! Für das Gitarre spielen gilt das Gleiche. Zuerst musst Du die Grundlagen beherrschen, die notwendigen Schritte, um besser werden zu können.

Wenn Du beim Üben plötzlich das Gefühl hast, überhaupt nicht mehr voranzukommen, kann es hilfreich sein, zunächst einmal einen Schritt zurück zu gehen und etwas zu üben, das Du bereits gut beherrschst.

Gitarre üben soll auch Spaß machen.
Suche Strategien, die Deine Motivation aufrechterhalten. | Quelle: Liz99 via Unsplash

Richtig und effektiv zu üben, heißt sich selbst genau zu beobachten und sehr kritisch zu sein. Dabei achten wir natürlich hauptsächlich auf die Fehler, die wir machen. Schließlich wollen wir uns ständig verbessern und dazu müssen wir eben diese Fehler korrigieren.

Dabei kann man aber in Gefahr laufen, sich selbst runterzumachen. Um motiviert zu bleiben, müssen wir auch ab und zu gelobt werden. Denke immer wieder daran zurück, was Du bereits alles gelernt hast.

Stelle Dir vor, wie Du am ersten Tag keine Ahnung hattest, wie man es schaffen kann, mehrere Finger gleichzeitig auf die Saiten zu legen und einen Akkord auf Anhieb richtig zu greifen… heute geht das doch schon fast von alleine. Und genauso wird es eines Tages auch mit der aktuellen Herausforderung sein.

Die Freude am Musik machen teilen

Manchmal hat man auch einfach gar keine Lust mehr darauf, alleine in seinem Zimmer rumzusitzen und immer dieselben Gitarrenakkorde zu üben.

Hast Du Freund*innen, die auch ein Instrument, vielleicht sogar Gitarre spielen? Perfekt! Setzt euch zusammen und musiziert gemeinsam. Es spielt dabei keine Rolle, ob jemand schon viel länger und besser spielt, als die Anderen. In erster Linie geht es darum, gemeinsam Spaß zu haben.

Die Fortgeschrittenen werden den Anfänger*innen einiges zeigen und erklären können, sodass das mit dem Zusammenspielen auch wirklich klappt. Dabei können sie auch gleich selbst noch etwas lernen. Häufig führt Erklären dazu, dass man selbst noch einmal besser versteht, was man bereits zu wissen glaubt.

Ihr könnt euch dabei auch über eure Zweifel und Unsicherheiten beim Üben austauschen. Du wirst sehen, es geht allen mal so. Vielleicht hat ja die Eine oder der Andere sogar einige ganz individuelle Tipps, wie man sich wieder motivieren kann.

Du musst nicht immer alleine Gitarre üben. Teile Deine Leidenschaft mit Freunden.
Mit Gleichgesinnten zu musizieren, kann Wunder bewirken. | Quelle: Mitch Boehn via Unsplash

Wenn Du autodidaktisch lernst, ist dieser Austausch umso wichtiger. Es kann auch hilfreich sein, ein paar Stunden Gitarrenunterricht zu buchen, um doch einmal eine professionelle Rückmeldung zu bekommen. Im Gitarrenkurs wird Dir geholfen Dein Niveau einzuschätzen und es können eventuelle angewöhnte Fehler aufgedeckt und korrigiert werden.

Das gilt natürlich ebenso beim Gitarrenunterricht online!

Spaß haben!

Bisher haben wir vor allem über Disziplin und Geduld gesprochen. Aber natürlich sollte bei alle dem, die Freude am Gitarre spielen nicht vergehen. Gönne Dir immer wieder schöne Momente mit Deinem Instrument.

Das kannst Du sogar in Deinen Übungsplan einbauen. Zum Beispiel kannst Du jede Übungseinheit damit abschließen, dass Du fünf oder zehn Minuten lang etwas spielst, dass Dir besonders gut gefällt und wobei Du Dich für einmal auch etwas weniger streng beobachtest als sonst, sondern einfach nur Freude an dem Song hast.

Eine andere Möglichkeit ist, einen Tag in der Woche unter das Motto „Spaß mit der Gitarre“ zu stellen. An diesem Tag gibt es keinen Übungsplan und Du spielst einfach das, worauf Du gerade Lust hast.

Vergiss nicht, warum Du angefangen hast Gitarre zu lernen. Halte die Liebe zum Instrument am Leben und lass sie wachsen. Höre viel Musik, achte dabei besonders auf die Gitarre und freue Dich über die Möglichkeiten, die sie bietet.

Setze Dich mit der Gitarre auseinander und lerne sie besser kennen. Wie ist sie aufgebaut? Welches sind die bekanntesten Gitarrenmodelle? Worin unterscheiden sie sich? Mehr Du über das Instrument weißt, umso größer wird Deine Leidenschaft werden.

Wenn Du den Sound Deiner Gitarre satt hast und glaubst, nur durch ein neues Instrument weiter zu kommen, probiere einmal andere Plektren aus. Eine andere Dicke, ein anderes Material beeinflusst nicht nur das Spielgefühl, sondern kann auch den Klang erheblich verändern.

Je mehr Leidenschaft Du für die Gitarre hast, umso leichter wirst Du Dich zum üben motivieren können.
An schlechten Tagen kannst Du Deine Gitarre pflegen, um Dich trotzdem mit ihr zu beschäftigen. | Quelle: Christine Sandu via Unsplash

Natürlich gibt es Tage, an denen nichts klappen will und selbst die leidenschaftlichsten Gitarrist*innen keine Lust haben zu üben. Wenn der Spaß beim Spielen einfach nicht kommen will, kannst Du Dir auch mal erlauben, einen Tag Pause einzulegen und Dich nicht zu zwingen.

Das heißt aber nicht, dass Du die Gitarre gleich in die Ecke stellen musst. Solche Tage sind eine gute Gelegenheit endlich mal wieder die Gitarrensaiten zu wechseln. Dabei beschäftigst Du Dich trotz allem mit Deinem Instrument und wirst am nächsten Tag wieder viel motivierter üben. Denn: die Gitarre wird besser klingen und sich beim Spielen auch besser anfühlen.

Effektiv Gitarre üben mit einem Übungsplan

Die fehlende Zeit – die beste Ausrede für alles, was man am Ende des Tages nicht gemacht hat. Wenn Du wirklich Gitarre spielen lernen willst, solltest Du diesen Satz sofort aus Deinem Wortschatz streichen. Du kannst Zeit finden, um Gitarre zu üben.

Häufig ist nicht das Fehlen der Zeit ein Problem, sondern ihre Einteilung. In einem ersten Schritt muss man natürlich Prioritäten setzen. Neben einem Vollzeitjob oder Studium hast Du nicht unbedingt Zeit für fünf Hobbies, in die Du täglich jeweils eine Stunde investieren musst.

Wie erstellt man einen Übungsplan?

Einen guten Übungsplan zu haben, heißt erstmal das Üben in den Alltag zu integrieren. Es sollte nicht eine Tätigkeit sein, die man nur dann ausübt, wenn man gerade nichts anderes zu tun hat. Mache Dir also einen ganz genauen Plan, an welchem Wochentag Du zu welcher Uhrzeit üben könntest und versuche das dann auch einzuhalten.

Häufig verschwenden wir viel Zeit mit nur kur einmal durch den Facebook News Feed scrollen oder nachschauen welche neuen Serien es so bei Netflix gibt. Und sofort ist wieder eine halbe Stunde oder mehr rum. Wenn Du Dir Deinen Tag klar strukturierst, wirst Du weniger Zeit verschwenden.

Wenn es denn nun ans Üben geht; ist es auch gut einen klaren Plan zu haben, woran man arbeiten will. Plane erstmal ca. zehn Minuten ein, um Dich einzuspielen. Die restliche Übungszeit kannst Du dann in zehn bis dreißig minütige Abschnitte einteilen, in denen Du Dich jeweils einer anderen Thematik widmest.

Auch da gilt es nicht zu viel Neues auf einmal einzubauen. Viel effizienter ist es, einen Programmpunkt dem Wiederholen von bereits Gelerntem zu widmen. Das gibt Deinem Gehirn eine kleine Pause und Du kannst eine bereits erlernte Technik oder Akkordfolge festigen, sodass sie Dir langfristig erhalten bleibt.

Ein guter Gitarre Übungsplan beschäftigt sich auf verschiedene Weisen mit einer Technik.
Plane genügend Zeit für jede Übung ein und halte Dich an Deinen Übungsplan. | Quelle: Ahmed Rizkhaan via Unsplash

Ein guter Übungsplan widmet sich außerdem unterschiedlichen Thematiken. Verwende einen Abschnitt auf Deine Anschlagtechnik, einen auf das Üben von Tonleitern oder Akkorden und einen weiteren darauf, alles bereits Gelernte in einen Song zu integrieren.

Halte den Plan genau ein. Wenn die Zeit für einen Teil um ist, gehst Du um nächsten über auch wenn Du das Gefühl hast, noch nicht fertig zu sein. Du wirst morgen daran weiter üben können. Oft tut eine kleine Pause sogar sehr gut, bevor man sich zu fest in etwas verbeißt, das einfach noch nicht so klappen will, wie gewünscht.

Mit Abwechslung bleibt die Motivation erhalten

Damit Dir nicht langweilig wird, wenn Du für eine Sache etwas länger brauchst und vor allem, wenn Deine Übungseinheiten eher kurz sind und Du nicht alles unterbringen kannst, bietet es sich an, mehrere Pläne zu erstellen und abzuwechseln. Achte aber auch dabei auf die Regelmäßigkeit.

Wenn Du zwischen zu vielen Plänen hin und her wechselst, werden die zeitlichen Abstände wieder zu groß. Fange erstmal mit höchstens zwei verschiedenen Plänen an. Du kannst dann zum Beispiel jeden Tag abwechseln. Eine andere bewährte Methode ist, zwei Wochen lang konsequent bei einem Übungsplan zu bleiben und dann für zwei Wochen zum anderen zu wechseln.

Eine allgemeingültige Zauberformel fürs effektive Üben gibt es leider nicht. Du musst Deine eigene finden. Du kannst über einige Zeit hinweg die eine Variante verfolgen und dann zum Vergleich die andere ausprobieren, um zu sehen, welche Dir mehr entspricht. Die Zeiträume sollten aber lang genug sein (mindestens zwei Monate pro Variante), damit Du auch wirklich die langfristigen Effekte beurteilen kannst.

Je besser Du Dich selbst kennst, umso besser kannst Du Deine Übungspläne gestalten, umso effektiver wirst Du Gitarre üben.

Und nun, viel Spaß beim Gitarre lernen - ganz egal, ob beim Gitarrenunterricht Köln oder in einer anderen Stadt!

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.