Wenn man mit dem Gitarrenunterricht beginnt, stellt man relativ schnell fest, wie wichtig es ist, die Grundlagen zu beherrschen:

Noten oder Tabs lesen, Akkorde auf der Gitarre greifen, mit dem Plektrum umgehen können, Finger Picking lernen, die wichtigsten Dur- und Moll-Akkorde kennen und vieles mehr.

Gerade wenn Du einen Song nach Akkorden nachspielen lernst und Dir die entsprechenden Griffe raussuchst, ist schnell klar, dass eine entscheidende Komponente fehlt: Der Rhythmus.

Selbst wenn Du die kompliziertesten Akkorde schnell wechseln kannst, es wird sich nicht gut anhören, wenn sich die Schlaghand nicht im richtigen Takt bewegt. Ein guter Gitarrist ist zuallererst ein Musiker mit gutem Rhythmusgefühl. Und das kann man trainieren.

Wie erkennt man den Rhythmus eines Stücks? Welches ist das passende Schlagmuster?

In diesem Artikel erklären wir Dir, wie Dein Gitarrenspiel rhythmischer wird. Wir zeigen Dir einfache Schlagmuster für Anfänger*innen und erklären Dir, wie Du Dich als fortgeschrittene*r Gitarrist*in, davon lösen kannst, um selbstständig den Beat eines Songs zu finden.

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Allgemeines zum Thema Rhythmik auf der Gitarre

Egal, für welchen Musikstil Du Dich interessierst, die Rhythmik ist ein entscheidender Bestandteil. Wenn Du alleine einen Song auf der Akustikgitarre spielst, wirst Du den Stil sogar eher über den Rhythmus definieren als über die Akkorde.

Jeder Stil hat seine rhythmischen Eigenheiten: im Blues ist es der Shuffle, im Metal sind es gerade, sehr schnelle Achtel oder Sechzehntel, im Jazz ist es der Swing, im Reggae der Offbeat.

Wenn Du bereits ein Gefühl für die Rhythmik eines Musikstils hast, wird Dir das beim Nachspielen von Liedern eine große Hilfe sein. Höre Dir also verschiedene Songs derselben Richtung an suche nach den Gemeinsamkeiten. Damit wirst Du bereits eine Idee haben, wie es am Ende klingen soll.

In Songbooks, die Du in einem Musikfachgeschäft oder im Internet kaufen kannst, sind wird der Rhythmus eines Songs oft genau erklärt. Auch Partituren und Gitarrentabs  kannst Du die entsprechenden Angaben finden.

Mit einem Metronom kannst Du nun üben, den Rhythmus nachzuspielen. Achte dabei exakt auf die Zählzeiten. Damit es aber richtig groovt, reicht mechanisches Spielen nicht aus. Die Betonungen müssen sitzen und sich ganz natürlich anfühlen.

Beim Spielen eines Songs gibt es nicht nur einen einzigen richtigen Rhythmus. Man kann ein Stück in ganz verschiedenen Tempi und mit unterschiedlichen Akzenten spielen. So ist es möglich, ihm einen anderen Charakter zu verleihen, oder es sogar in einen anderen Musikstil zu transportieren. Das ist die Ausgangslage für originelle Cover-Songs.

Ein gutes Rhythmusgefühl kann man erlernen.
Wenn Du den Rhythmus fühlst, klingt es gleich viel besser. | Quelle: Jonathan Cooper via Unsplash

Eine der häufigsten Fragen von Gitarren Anfänger*innen, ist die nach dem passenden Zupf-oder Schlagmuster zu einem bestimmten Song, um ihn möglichst originalgetreu nachspielen zu können. Da man für viele Songs zwar die Akkorde, aber kein Schlagmuster im Internet findet, ist es absolut hilfreich, wenn man weiß, wie man selbst das passende Schlagmuster finden kann.

Wenn Du bereits Gitarre Akkorde lesen und spielen kannst, bist Du bereit, diesen nächsten Schritt zu machen.

Rhythmus Gitarre lernen – die ersten Schritte

Wenn Du gerade erst mit dem Gitarre lernen anfängst, geht es erstmal darum, die Koordination zwischen beiden Händen zu verbessern und zu lernen, den Takt zu halten. Besonders gefährlich sind Akkordwechsel, für die man vielleicht noch etwas länger braucht und die ein Loch in den Song reißen, weil man plötzliche eine Pause macht, um die richtigen Töne zu suchen.

Um Dein Rhythmusgefühl von Anfang an zu schulen, solltest Du deshalb immer mit einem Metronom arbeiten. Stelle es zu Beginn ganz langsam ein, damit Du genügend Zeit hast die Akkorde auf der Gitarre richtig zu greifen. Das braucht etwas Übung. Sei geduldig mit Dir.

Grundpfeiler Nummer 1: der Fuß

Um den Grundbeat eines Songs in Deinen Körper zu bekommen, kannst Du die Schläge des Metronoms mit Deinem Fuß mitschlagen. Wähle dabei die Variante, die sich für Dich am besten anfühlt:

  • die Zehenspitzen auf und ab bewegen
  • mit dem ganzen Fuß stampfen
  • die Ferse auf und ab bewegen
  • mit beiden Füßen abwechselnd klopfen

Das Ganze kannst Du auch erstmal ohne Gitarre in verschiedenen Tempi üben. Stelle Dein Metronom mal auf 60 bpm (Beats per Minute, Schläge pro Minute) ein, mal auf 100 bpm. Bleibe jeweils für einige Minuten bei einem Tempo, damit Du es auch wirklich verinnerlichen kannst.

Grundpfeiler Nummer 2: die Schlaghand

Die Schlaghand ist die Hand, mit der Du die Gitarrensaiten anschlägst und in Schwingung versetzet. Bei Rechtshänder*innen ist es die rechte, bei Linkshänder*innen in der Regel die linke Hand. Sie ist es, die schlussendlich für den Rhythmus verantwortlich ist.

Der Beat geht also von Deinem Fuß durch Deinen ganzen Körper in die Hand. Übe erstmal in langsamem Tempo,  die Schlaghand mit dem Fuß zu synchronisieren. Auf jeden Schlag des Metronoms kommt ein Tritt mit dem Fuß und ein Abschlag. Achte bei der Übung darauf, dass wirklich alles genau gleichzeitig passiert.

Deine Schlaghand bewegt sich im Takt auf und ab.
Auch wenn Du die Saiten nicht anschlägst, bleibt die Schlaghand immer in Bewegung. | Quelle: Larry Zhao via Unsplash

Erfahre hier außerdem, wie Du ganz einfach selbst Deine Gitarrensaiten wechseln kannst!

Grundpfeiler Nummer 3: der Kopf

Effektives Lernen kann nur passieren, wenn der Kopf bei der Sache ist. Damit Du die Gitarrensaiten auch wirklich immer im richtigen Moment anschlägst ist einiges an Konzentration notwendig. Du wirst auch ziemlich bald nicht mehr nur auf den Schlag des Metronoms spielen. Viele Schlagmuster beinhalten auch Noten zwischen den Schlägen oder lassen mal einen aus.

In Deinem Kopf läuft sozusagen noch ein zweites Metronom mit, dass auch die Zwischenschläge zählt. Bei einem Viervierteltakt wäre das 1 – und – 2 – und – 3 – und – 4 – und-. Die Zahlen entsprechen den Metronomschlägen, das „und“ findet nur in Deinem Kopf statt.

Ein Schlagmuster wird in der Regel für ein bis zwei Takte angegeben, die sich dann wiederholen. Du musst also auch immer genau wissen, an welcher Stelle im Takt Du Dich gerade befindest. Deswegen zählst Du bei einem 4/4-Takt immer auf vier, bei einem 3/4-Takt auf drei.

Wie wäre es mit Gitarrenunterricht online?

Grundpfeiler Nummer 4: das Gefühl

Wie bereits erwähnt: exaktes mechanisches Spielen macht noch keine Musik. Wenn Du die Grundrhythmik einmal verstanden und gut eingeübt hast, kommen Betonungen dazu.

Dazu gibt es oft auch eine klare Vorgabe:

  • erster und dritter Schlag betont
  • zweiter und vierter Schlag betont
  • Zwischenschlag leicht verzögert

Das geht deutlich einfacher (und klingt auch besser), wenn Du die Rhythmik im Ohr und im Gefühl hast und es schaffst sie zu fühlen. Das kannst Du trainieren, indem Du beim Musikhören, den Takt mit dem Fuß mitschlägst und dazu die Akzente mit dem Finger schnippst.

Beim Gitarrespielen kann es auch hilfreich sein, den ganzen Körper, passend zum Rhythmus, in Bewegung zu versetzen.

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Wie liest man ein Schlagmuster für Gitarre

Die meisten Songs, die Du am Anfang üben wirst, haben einen Vierviertel- oder Dreivierteltakt. Die Basis dafür sind also Viertelnoten und jede davon entspricht einem Schlag auf Deinem Metronom. Die Grundlage fürs Rhythmusspiel auf der Gitarre ist die Unterteilung eines Taktes in Achtelnoten (diese entsprechen der halben Dauer einer Viertelnote).

Auf jeden Schlag des Metronoms bewegst Du Deine Schlaghand nach unten, auf das „und“ (genau in der Mitte zwischen zwei Schlägen) kommt sie wieder hoch. Diese gleichmäßige Bewegung kannst Du auch üben ohne Akkorde zu greifen, indem Du mit der Greifhand die Gitarrensaiten abdämpfst.

Ein Rhythmus entsteht nun dadurch, dass Du dabei nicht jedes Mal die Saiten anschlägst. In einem Schlagmuster wird nun die genaue Abfolge notiert, die sich jeweils nach einem oder zwei Takten wiederholt.

Verwende zum Üben der Schlagmuster immer ein Metronom.
Ein Metronom gibt Dir zuverlässig den Takt an. | Quelle: Mojpe via Pixabay

Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, das genau zu notieren. Entweder mit zwei Symbolen:  Π - Abschlag (nach unten) und V - Aufschlag (nach oben).

Eine andere gängige Variante sind Pfeile auf einer Griffbrettgrafik, wie Du sie von Tabs kennst. Das kann im ersten Moment etwas verwirrend sein, da in Tabs die tiefe E-Saite ganz unten dargestellt wird. Ein Abschlag wird dementsprechend mit einem Pfeil von unten nach oben gezeichnet, der Aufschlag genau andersrum.

In manchen Fällen werden auch beide Varianten kombiniert. So sind Missverständnisse ausgeschlossen. Zusätzlich werden die Taktschläge in Zahlen und alle kleineren Zähleinheiten mit einem Punkt oder + angegeben.

Wird ein Schlag mit abgedämpften Saiten gespielt, wird das im Muster durch ein x gekennzeichnet.

Einfache Gitarre Schlagmuster

Komme wir nun zu einigen einfachen Schlagmustern, mit denen Du schon viele bekannte Rock- und Popsongs nachspielen kannst. Nimm Dir Zeit, jedes einzelne davon sorgfältig zu üben. Fange mit höchstens 60 bpm an und steigere das Tempo erst um 5 Beats, wenn Du es schaffst, das Muster einige Minuten durchzuhalten.

Vergiss dabei nicht, dass sich die Schlaghand immer gleichmäßig weiterbewegt; auch dann, wenn Du die Gitarrensaiten nicht berührst. Ich empfehle Dir, sie mit einem Plektrum zu üben. Am besten eignen sich eher dünne Plektren bis zu einer Stärke von 0,88 mm.

Wenn Du die Schlagmuster ohne Plektrum spielen möchtest, legst Du Zeigefinger du Daumen aufeinander, so als würdest Du ein Plektrum halten. Deine Fingernägel werden dann auf die Gitarrensaiten auftreffen.

Mit der Zeit kannst Du die Schlagmuster etwas variieren, damit es weniger eintönig bleibt. Der Rhythmus bleibt dabei stabil. Du änderst nur die Art des Anschlags. Eine Möglichkeit ist, auf 1 und 3 nur die Basssaite (tiefster Ton des Akkords) zu spielen. Du kannst auch versuchen abwechslungsweise eher die oberen oder unteren Saiten zu treffen.

Schlagmuster im 4/4-Takt

In einem Viervierteltakt hast Du vier Metronomschläge. Das sind die Viertel, auf die Du die Schlaghand nach unten bewegst. Genau dazwischen gibt es ein „und“, bei dem Du die Schlaghand wieder nach oben führst.

Mit diesen Schlagmustern kanst Du viele Songs im 4/4-Takt spielen.
Lerne bei jedem Schlagmuster die Zählzeiten mit, damit Du sie rhythmisch spielen kannst.

Etwas schwieriger wird es, wenn wir die Gitarrensaiten öfters anschlagen wollen. Die nächst kleinere Unterteilung bei einem geraden Rhythmus sind Sechzehntelnoten. In diesem Fall bewegt sich die Schlaghand bei selbem Tempo doppelt so schnell. Also: die Abwärtsbewegung findet auf die Zählzeit und das „und“ statt.

Schlagmuster im 4/4-Takt, bei denen auch Sechzehntel Noten gespielt werden.
Dein Metronom gibt die vier Schläge pro Takt an, in Deinem Kopf tickt die Unterteilung jedes Schlags mit.

Schlagmuster im 3/4-Takt

Bei einem Dreivierteltakt haben wir, wie der Name schon sagt, nur drei Viertel pro Takt. Wir zählen also 1 – 2 – 3 -. Bei einem Dreivierteltakt wird jede Zählzeit oder nur die erste (z.B. im Walzer) betont.

Einfache Schlagmuster für Gitarre im 3/4-Takt.
Im Dreivierteltakt zählst Du nur noch auf 3.

Schlagmuster im 6/8-Takt

Der Sechsachteltakt erinnert ein wenig an den Dreivierteltakt. Wir zählen hier aber in Achteln und haben daher sechs Schläge pro Takt. Auch die Betonung ist eine andere. Betont wird immer der erste Schlag einer Dreiergruppe, also der erste und der vierte.

Beliebte Schlagmuster im 6/8-Takt.
Im 6/8-Takt zählst Du die Achtel; betont werden der erste und der vierte.

Zupfmuster für Gitarren-Anfänger

Beim Zupfen, oder Picking, werden die Gitarrensaiten nicht mit einem Plektrum oder den Fingernägeln angeschlagen, sondern tatsächlich gezupft. Dabei wird in der Regel jeder Saite ein Finger zugeordnet:

  • Basssaiten (E, A, D): Daumen
  • G-Saite: Zeigefinger
  • H-Saite: Mittelfinger
  • e-Saite: Ringfinger

Das Ganze kann in manchen Fällen auch mal um eine Saite nach oben rutschen. Zupfmuster werden nach demselben Prinzip dargestellt wie Gitarrentabs. Anstatt der Nummer des Bundes, der gegriffen werden soll, steht ein Buchstabe, der Dir sagt, welchen Finger Du benutzen sollst (D: Daumen; Z: Zeige- M: Mittel-, R: Ringfinger)

Oft wird dafür auch die internationale Schreibweise verwendet:

  • p - Daumen
  • i - Zeigefinger
  • m - Mittelfinger
  • a - Ringfinger
Einfache Zupfmuster für Gitarre.
Je nach Akkord zupft der Daumen eine andere Saite.

Tipps, um den Rhythmus eines Stücks zu finden

Schlagmuster können Dir dabei helfen, schon früh Lieder auf der Gitarre nachzuspielen, was erheblich zu Deiner Motivation beim Gitarre Üben beitragen wird. Du hast mit ihnen auch ein Werkzeug, um Dein Rhythmusgefühl zu schulen.

Irgendwann wird aber der Punkt kommen, an dem Du Lust auf mehr hast und einem Song eine persönliche Note geben willst. Spätestens in dem Moment wirst Du Dich von den gelernten Schlagmustern lösen und Deinen eigenen Rhythmus finden willst.

Eine Vorübung dazu kannst Du noch mit den bekannten Schlagmustern machen. Mach Dich nicht gleich im Internet oder einem Songbook auf die Suche nach dem passenden Schlagmuster, wenn Du Dich entscheidest, einen neuen Song zu lernen. Höre ihn Dir genau an:

  • Um welche Taktart handelt es sich?
  • Welche Schläge werden betont, welche nicht gespielt?
  • Welches ist die kleinste Zähleinheit, die gespielt wird (Microtime)?

Wenn Du diese Fragen beantworten kannst, wirst Du ziemlich sicher aus Deinem Repertoire bereits das passende Muster auswählen können.

Dieselben Fragen stellst Du Dir auch, wenn Du ein Stück ohne vorgefertigtes Schlagmuster spielen möchtest. Danach baust Du den Rhythmus nach und nach auf. Nimm Dir wie immer genügend Zeit für jeden Schritt, damit Du ihn auch wirklich verinnerlicht hast.

Für Anfänger können Schlagmuster hilfreich sein.
Löse Dich von Schlagmustern und finde selbst den Rhythmus eines Liedes. | Quelle: Arash Khademlou via Unsplash

Spiele erstmal mit abgedämpften Saiten, damit Du Dich voll und ganz auf die Schlaghand konzentrieren kannst. Dein Fuß klopft nun die Taktart, die Du aus dem Stück herausgehört hast. Natürlich kannst Du auch, wie gewohnt, das Metronom zu Hilfe nehmen.

In Deinem Kopf läuft zusätzlich die Microtime durch (also die kleinste rhythmische Einheit). Bewege Deine Schlaghand entsprechend auf und ab, ohne die Saiten zu berühren. Erinnere Dich: Du kannst sowohl bei der Abwärts- als auch der Aufwärtsbewegung über die Gitarrensaiten streichen. Sind die kleinste Achtel, führt Deine Schlaghand auf jeden Viertel nach unten.

Wenn Du diese gleichmäßige Bewegung im Gefühl hast, kannst Du anfangen auf betonte Schläge die Saiten anzuschlagen. Das ergibt Dein Grundgerüst, auf das Du den Rhythmus aufbaust.

Jetzt kannst Du anfangen rum zu probieren. In Deinem Kopf läuft ja immer noch die Microtime mit (z.B. Achtel oder Sechzehntel). Das sind alle Schläge, die Du in dem Song zur Verfügung hast und nach Belieben einsetzen kannst.

Bedenke dabei: oft ist weniger mehr. Du hast dann Luft nach oben, um eine Steigerung, zum Beispiel vor dem Refrain, zu machen. Der Song wird so deutlich dynamischer. Wenn es etwas ruhiger werden soll, kannst Du anstatt des ganzen Akkordes auch das Arpeggio auf der Gitarre spielen.

Das Wichtigste ist aber, sich hemmungslos auszuprobieren. Wie willst Du wissen, was besonders gut klingt, wenn Du nie etwas gespielt hast, das total unpassend ist? Beim Üben geht es nicht darum alles von Anfang an perfekt zu machen.

Je öfters Du das alles übst, umso schneller wird es gehen. Ein gutes Rhythmusgefühl kann man sich erarbeiten. Mit der Zeit geht das dann fast alleine in Deine Arme und Finger über. Das gilt übrigens auch fürs Lernen der Gitarrenakkorde!

Das Üben mit Metronom ist dafür unerlässlich. Ein noch besseres Gefühl kann man entwickeln, wenn man nicht nur den rhythmischen, sondern auch den harmonischen Zusammenhang eines Stückes hört.

Spiele mit anderen zusammen! Ein Schlagzeug, eine andere Gitarre, ein Bass – sie helfen Dir dabei loszulassen und Spaß zu haben. Je weniger verkopft und verkrampfst Du spielst, umso besser wird es am Ende klingen.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.