Egal, ob Du gerne Rock, Funk, Blues, Hard-Rock, klassische Musik oder Flamenco hörst: Es gibt mit Sicherheit Stücke, die Du gerne nachspielen würdest. Songs nachzuspielen ist eine gute Übung um Gitarre spielen zu lernen.

Du musst die Akkorde und Rhythmen der jeweiligen Stücke beherrschen, um eines Tages ein guter Gitarrist werden zu können und Deine Lieblingssongs perfekt nachspielen zu können.

Auf dem Weg dahin wirst Du alles nach und nach erlernen: Die Gitarrengriffe für die jeweiligen Akkorde, die Rhythmik und das verstehen der Akkordfolgen.

Es gibt dafür natürlich viele Hilfestellungen - Gitarrenunterricht in Kursen und bei Privatlehrern (z.B. Gitarrenunterricht Berlin) oder online Tutorials.

Ich möchte Dich hier bei Deinen ersten Schritten begleiten und einige Fragen beantworten:

Aber wie liest man ein Gitarrengriffbild? Wie spielt man einen Gitarrenakkord? Muss man dazu die Musiktheorie beherrschen und Noten lesen können? Wie kann man sich das alles selbst beibringen?

Gitarre spielen lernen – was muss man über Musiktheorie wissen?

Natürlich kann man seine ersten Gitarren Akkorde einüben ohne viel über Musiktheorie zu wissen. Wenn man die Fingersätze kennt, kann man sie einfach mal nach machen und es wird schon nach etwas klingen.

Manche der legendärsten Gitarristen, wie zum Beispiel Django Reinhart, kannten bis zum Ende ihres Lebens nicht einen Akkordnamen, keine Tonleitern, konnten nicht Noten lesen und interessierten sich nicht für die Intervalle. Dabei handelt es sich aber um Ausnahmetalente, die mit einem außergewöhnlichen musikalischen Gehör gesegnet waren.

Alle, die dieses Glück nicht haben, werden irgendwann ohne etwas Wissen über Harmonien und Skalen nicht weiterkommen. Warum also nicht gleich damit anfangen und sich Schritt für Schritt an die Musiktheorie herantasten?

Wenn Du weißt, warum Du bei einem Akkordgriff welchen Finger wo hinlegen musst, kannst Du ihn Dir leichter merken und ziemlich schnell weitere Gitarrengriffe davon ableiten, ohne sie nachschauen zu müssen.

Fangen wir also an und schauen uns an, wie man Chords lesen und sie danach auf der Gitarre spielen kann.

F Gitarre, A Moll Gitarre, wie enstehen die Gitarrengriffe?
Um Gitarrenakkorde zu lernen musst Du mehr als die Gitarrensaiten Namen kennen. | Quelle: Fine Mayer via Pixabay

Was ist ein Akkord?

Ein Akkord entsteht, wenn mehrere Töne in verschiedener Höhe gleichzeitig erklingen, die in einem harmonischen Zusammenhang stehen.

Die einfachsten Akkorde sind Dreiklänge; wie der Name schon sagt, werden sie aus drei verschiedenen Tönen gebildet. Schon als Gitarrenanfänger werden Dir ziemlich bald auch die ersten Vierklänge begegnen, die dementsprechend aus vier unterschiedlichen Akkordtönen zusammengesetzt sind.

Um zu verstehen, wie Drei- und Vierklänge gebildet werden und warum sie ihre ganz eigene Klangfarbe haben, brauchen wir einige Grundkenntnisse über Tonleitern.

Die Dur- und Moll-Tonleiter

Das westliche Tonsystem besteht aus nur 12 verschiedenen Tönen. Diese wiederholen sich dann immer wieder, höher oder tiefer. Man spricht dabei von Oktaven. Der Abstand von einem Ton zum nächsten beträgt jeweils ein Halbtonschritt und wenn wir sie alle hintereinander spielen, erhalten wir eine chromatische Tonleiter.

Wenn Du eine beliebige Saite leer anschlägst, sie dann im ersten Bund greifst und dann den Gitarrenhals Bundstäbchen um Bundstäbchen hochrutschst, bis Du im zwölften angekommen bist, hast Du eine chromatische Tonleiter gespielt.

Alle anderen Skalen und Tonleitern sind eine Auswahl aus diesem Grundmaterial, die nach ganz bestimmten Regeln erfolgt. Wir schauen uns hier die zwei häufigsten Tonleitern an, die wir auch brauchen, um die gängigen Akkorde zu bilden: Die Durtonleiter und die Molltonleiter.

Beide bestehen aus jeweils sieben verschiedenen Tönen und enden auf dem achten, der die Oktave des Grundtons ist. Um dorthin zu kommen brauchen beide Tonleitern fünfmal einen Ganztonschritt (das heißt ein Ton aus der chromatischen Tonleiter wird übersprungen) und zweimal einen Halbtonschritt. Unterscheiden kannst Du sie dadurch, wie die Abfolge von Ganz- und Halbtonschritten angeordnet ist:

Auf dem Gitarrengriffbrett kann man die Halb- und Ganztonschritte gut erkennen.
Lerne Dein Gitarrengriffbrett kennen, indem Du Tonleitern übst.

Das funktioniert von jedem beliebigen Grundton aus; das ist der Ton, auf dem die Tonleiter anfängt und endet. Er ist es auch, der der Tonleiter und später auch ihren Namen gibt. Also: C-Dur fängt auf C an; A-Moll fängt mit A an.

Die Bezeichnung Moll und Dur nennt man auch das Tongeschlecht. Wenn Du die Tonleitern ein paar Mal nacheinander spielst, wirst Du merken, dass sie einen unterschiedlichen Charakter haben.

Das Tongeschlecht einer Tonleiter oder eines Akkords kannst Du am Klang, aber auch auf dem Papier erkennen. Bei der Durtonleiter ist der Abstand zwischen dem ersten und dritten Ton eine große Terz (das entspricht 2 Ganzton- oder 4 Halbtonschritten). In der Moll-Tonleiter finden wir an dieser Stelle eine kleine Terz (ein Anderthalbtonschritt oder 3 Halbtonschritte).

Aus Tonleitern Akkorde bilden

Akkorde sind eine konkrete Auswahl aus den Tonleitertönen. Um einen Dreiklang zu bilden brauchen wir den Grundton, die Terz und die Quinte (der 5 Tonleiterton).

Auch hier ist es wieder die Terz, die den beiden Dreiklängen ihre charakteristische Klangfarbe verleiht. Der Durakkord klingt hell und offen, der Mollakkord eher dunkel und traurig.

Um einen Vierklang zu erhalten müssen wir dem Dreiklang einen vierten Ton hinzufügen. Als Anfänger werden Dir in der Regel nur drei verschiedene Typen von Vierklängen häufig begegnen:

  • Dominantseptakkord (7): Dem Durdreiklang wird die kleine Septime hinzugefügt. Diese liegt ein Halbton unter der siebten Note der entsprechenden Dur-Tonleiter.
  • Großer Septakkord (maj7): Dem Durdreiklang wird die große Septime hinzugefügt. Das ist die siebte Note der entsprechenden Tonleiter.
  • Mollseptakkord: Dem Moll-Dreiklang wird die siebte Note der entsprechenden Tonleiter hinzugefügt – die kleine Septime.
Akkorde werden aus Tonleitern gebildet.
Der Grundton gibt dem Akkord den Namen, die Terz bestimmt das Tongeschlecht.

Übrigens: Wenn die einzelnen Akkordtöne nicht gleichzeitig, sondern nacheinander gespielt werden, spricht man von einem Arpeggio. Wenn Du den Akkordaufbau verstanden hast kannst Du auch anfangen Dich den Arpeggios auf der Gitarre anzunähern und mit ihrer Hilfe Dein Solospiel interessanter gestalten.

Gitarrenakkorde lernen mit Griffbildern

Um einen Akkord als Gitarrengriff darzustellen benutzt man sogenannte Griffbilder oder Griffbrettdiagramme. Mithilfe solcher Diagramme kannst Du die Fingerstellung auf dem Griffbrett ganz leicht erkennen.

Wie ist ein Akkorddiagramm aufgebaut?

In einem Griffbrettdiagramm sind zwei bis drei wesentliche Informationen enthalten: die Gitarrensaiten, die Bünde und manchmal auch eine Angebe, welcher Finger für den Griff benutzt werden soll.

So kann jeder Akkord abgebildet werden und auch Gitarristen, die sich mit Musiktheorie nicht auskennen, können den Akkord greifen.

Wie sieht so ein Gitarren Griffbild genau aus? Die Gitarrensaiten sind im Akkorddiagramm durch vertikale Linien dargestellt, wohingegen die Bundstäbchen und Bünde durch horizontale Linien abgebildet sind.

Die Saiten sind genau andersrum angeordnet als auf Deiner Gitarre. Die tiefe E-Saite wird ganz unten dargestellt, die oberste Linie entspricht der hohen E-Saite.

Die doppelte horizontale Linie (manchmal ist es auch eine dicke schwarze Linie) ganz links stellt den Gitarrensattel dar. Die Zahlen unterhalb des Diagramms zeigen Dir die Nummer des Bundes an.

Der Griff selbst wird durch Punkte dargestellt. Wenn die Punkte Zahlen enthalten, kannst Du jeder Zahl zuordnen: 1=Zeigefinger, 2=Mittelfinger, 3= Ringfinger, 4= kleiner Finger. Falls der Daumen zum Einsatz kommen soll, wird das durch ein „T“ (englisch „thumb“) angezeigt.

Irgendwann werden Dir auch Griffbilder begegnen, in denen weder der Sattel abgebildet, noch die Bundnummer angegeben ist. In dem Fall handelt es sich um verschiebbare Gitarrengriffe.

Die Gitarre ist so aufgebaut, dass sich jeder Griff, in dem keine Gitarrensaite leer angeschlagen wird, verschieben lässt. Das ist zum Beispiel bei den Barré-Griffen der Fall. Der tiefste Ton (auf dem Griffbild ist es der oberste) ist in der Regel der Grundton des Akkords.

Wenn Du alle Töne der tiefen E- und der A-Saite kennst und sie schnell findest, kannst Du mit einigen wenigen Gitarrengriffen eine Vielzahl von verschiedenen Akkorden spielen.

Saiten, die nicht angeschlagen werden sollen, werden durch Ein „X“ am linken Rand des Griffbrettdiagramms gekennzeichnet.

Du kannst sie abdämpfen, indem Du den Finger auf der Saite darunter so hinlegst, dass die Fingerkuppe, die abzudämpfende Saite leicht berührt und sie am Schwingen hindert. Die tiefe E-Saite kann auch mit dem Daumen gedämpft werden.

Die Unterschiede zwischen einem Griffbild und einer Gitarrentabulatur

Tabulaturen oder Tab sind eine speziell für Gitarren entwickelte Notenschrift. Auch hier sind die Gitarrensaiten abgebildet und der Bund, in dem sie gegriffen werden muss, ist angegeben. Somit weißt Du auch beim Gitarre spielen mit Tabs immer, welche Bünde gespielt werden müssen.

Die Anordnung der Saiten ist genau die gleiche wie in Akkorddiagrammen: die tiefe E-Saite ist ganz unten, die hohe ganz oben.

Der Unterschied liegt darin, dass Tabs, genau wie die klassische Notenschrift, die Abfolge von Tönen und Akkorden abbildet und Dir auch noch Zusatzinformationen gibt, wie sie gespielt werden soll.

Mit Hilfe von Gitarren Tabs kannst Du also ganze Melodien und Gitarren-Songs im richtigen Rhythmus nachspielen.

Die Zahlen auf den Strichen geben Dir den Bund an. Wenn mehrerer Zahlen direkt übereinanderstehen, erklingen sie gleichzeitig; das heißt es handelt sich um einen Akkord.

Das Griffbrett zeigt dir den Gitarrengriff auf einen Blick an.
Wenn in in Gitarren Tabs die Zahlen nebeneinander stehen, werden die Töne nacheinander gespielt.

Diese Zusatzinformationen kannst Du unter anderem in Tabs finden:

  • h: Hammer On (die Fingerspitze wird auf den entsprechenden Bund „gehämmert“)
  • p: Pull Off (der Finger wird von der Saite weggezogen, wodurch sie erneut in Schwingung gerät)
  • / und \: Slide hoch und Slide runter (die Fingerspitze wird über die Saite „geschliffen“, bis er im richtigen Bund ankommt.
  • b: Bending (Die Saite wird nach oben gezogen, damit sich die Tonhöhe verändert)

Tabs haben also den Vorteil, dass sie im Vergleich zu Griffbildern sehr konkrete Informationen über den ganzen Song geben. Jedoch wirst Du hier nicht herauslesen können, welcher Finger wofür gebraucht wird. Sie sind auch nicht auf einen Blick lesbar.

Wenn Du nur den Griff für den Akkord kennen willst, werden Dir Griffbilder mehr dienen als Tabs. Du siehst auf einen Blick wie der Gitarrengriff aussehen soll.

Die wichtigsten Gitarrenakkorde, die man unbedingt kennen sollte

Wenn Du jetzt also sofort anfangen willst, Deine ersten Guitar Chords auszuprobeiren und Deine Lieblingssongs nachzuspielen, nimmst Du Dir am besten ein Griffbrettdiagramm zu Hilfe.

Einfache Gitarrengriffe für Anfänger

Die wichtigsten Akkorde, die Du Dir zuerst anschauen solltest sind Am, Em, C, D und G. Es sind oft die ersten die im Gitarrenunterricht für Anfänger gelernt werden.

Fünf einfache Gitarrenakkorde, mit denen Du viele Songs spielen kannst.
Wenn ein Kreuz neben einer Gitarrensaite ist, wird, sie nicht benutzt. Wenn nichts steht, wird sie leer angeschlagen.

Mit diesen Guitar Chords kannst Du bereits viele Stücke, insbesondere Rock- und Popsongs nachspielen. Sie gehören alle zur C-Dur.

Wenn Du Dich daran erinnerst, wie Akkorde aufgebaut sind, können wir von den drei Gitarrengriffen in Moll ganz leicht ihre Dur-Brüder ableiten. Alles, was wir tun müssen, ist die kleine Terz zu einer großen Terz zu machen, also den entsprechenden Ton um einen Halbton zu erhöhen.

Das erreichen wir dadurch, dass wir einen Bund nach oben rutschen. Damit das Ganze noch gut zu greifen ist, müssen wir den Griff etwas anders anordnen.

Da wir uns auch bereits Vierklänge kurz angeschaut haben, sollten wir das doch auch gleich einmal ausprobieren. Machen wir also aus dem C-Griff C7 und aus dem G-Griff G7.

Von Moll zu Dur und von Drei- zu Vierklängen muss man den Gitarrengriff nur weniig verändern.
Wenn Du verstehst, wie Akkorde gebildet werden, kannst Du sie Dir leichter merken.

Barré-Griffe: Gitarrenakkorde für Fortgeschrittene

Als Anfänger solltest Du Dich nicht gleich an die Barré-Griffe heranwagen; man braucht dafür man schon einiges an Übung; vor allem kräftige und bewegliche Hände. Übe erst die einfacheren Akkorde sauber zu greifen und flüssig zu wechseln.

Anschaue kannst Du sie Dir aber trotzdem schon mal! Mit ihrer Hilfe kannst Du verstehen, wie das Gitarrengriffbrett aufgebaut ist und warum gewisse Akkorde verschiebbar sind.

Wenn Du die oben gezeigten Griffe für E-Dur, E-Moll, A-Dur und A-Moll bereits kennst, kannst Du auf einen Schlag vier verschiedene Griffe erlernen, mit denen Du alle (ich meine wirklich ALLE) Dur- und Mollakkorde spielen kannst! (Natürlich erstmal nur theoretisch, in der Praxis braucht man dafür ziemlich viel Ausdauer und Geduld, bis sie richtig gut klingen).

Wenn Du den E-Dur-Griff um einen Halbton (einen Bund) nach oben (in Richtung Korpus) schiebst, werden die drei gegriffen Saiten immer noch schön zusammenklingen. Das liegt daran, dass der Abstand dieser drei Tonhöhe genau der Gleiche bleibt.

Nur die Leersaiten wollen nicht mehr so richtig dazu passen, da wir ja durch das verschieben des Griffs, den Tonabstand verändert haben. Wir müssen also auch hier einen Halbton höher werden. Das erreichen wir dadurch, dass wir die entsprechenden Saiten im ersten Bund runterdrücken.

Um so viele Saiten gleichzeitig erwischen, müssen wir mit einem Finger gleich mehrere unterdrücken, das ist das sogenannte Barré. In diesem Fall ist es der Zeigefinger, der ganz gerade, nahe am Bundstäbchen über alle sechs Gitarrensaiten gelegt wird und so die tiefe E-, die H- und die hohe E-Saite abdeckt.

Das ist der Teil, der etwas Kraft und Übung braucht. Verzweifle nicht, wenn Du regelmäßig übst, dann kommt das mit der Zeit.

Wir haben so den ganzen Akkord um einen Halbton erhöht und haben jetzt einen F-Dur Akkord; wenn wir den ganzen Griff noch einmal weiter verschieben erhalten wir Fis, danach G und so weiter.

Die Barré-Griffe sind für Anfänger nicht ganz einfach.
Mit Barré-Griffen kannst Du viele Gitarrenakkorde auf einen Schlag lernen.

Nach dem gleichen Prinzip kannst Du von dem E-Moll Fingersatz alle Mollakkorde mit Grundton auf der tiefen E-Saite ableiten und mit Hilfe der beiden A-Fingersätze alle Akkorde mit dem Grundton auf der A-Saite.

Übungen zum Lernen der Gitarrengriffe

Die ganze Theorie bringt aber natürlich nichts, wenn man sie nicht auch praktisch umsetzen kann. Kommen wir also dazu, wie Du die Gitarrenakkorde richtig greifst und mit welchen Übungen Du, sie trainieren und den Klang verbessern kannst.

Gewöhne Dir an, von Anfang an auf die richtige Gitarren-Spieltechnik und eine korrekte Haltung zu achten. So verhinderst Du, dass sich Angewohnheiten einschleichen, die man sich später nur schwer abgewöhnen kann und die Dir beim Weiterlernen im Weg stehen können.

Zu Beginn kannst Du bei jedem Gitarrengriff, erstmal jede Gitarrensaite einzeln anschlagen oder zupfen, um zu überprüfen, ob sie sauber klingt. Wenn sie gar nicht oder etwas scheppernd klingt, kann das daran liegen, dass Du sie mit einer anderen Fingerkuppe am Schwingen hinderst, oder zu wenig stark runterdrückst.

Die korrekte Haltung der linken Hand

Die Hand ist die Verlängerung des Arms und sollte auf keinen Fall nach links oder rechts abgeknickt werden. Der Daumen befindet sich mittig, er liegt dem Zeige und Mittelfinger, gegenüber. Achte darauf, Deine Hand „rund“ zu halten. Das heißt, dass sich alle Fingergelenke beugen und die Fingerspitzen steil auf das Griffbrett zeigen.

Es werden nur die Fingerkuppen aufgelegt (außer natürlich bei Barrés oder beim Abdämpfen), damit nicht ausversehen andere Saiten berührt und so am Schwingen gehindert werden.

Pass auf, dass die Hände nicht verkrampft. Du kannst sie zwischen durch immer mal wieder ausschütteln und lockern.

Ob Du Akustik oder E Gitarre lernen willst, die korekte Haltung ist wichtig.
Wenn Du Gitarre spielen lernst, lernst Du erstmal Gitarrenakkorde für Anfänger. | Quelle: Antonio Janeski via Unsplash

Damit die Gitarrensaiten nicht scheppern, musst Du sie, in Richtung Korpus gedacht, so nah wie möglich am Bundstäbchen greifen.

Probiere von Anfang an immer den Fingersatz eines Gitarrengriffs gleichzeitig aufzusetzen. Wenn Du später die Gitarrengriffe in Songs aneinanderreihst, wirst Du nicht mehr die Zeit haben, jeden einzeln zu platzieren.

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Kraft aufbauen und das Muskelgedächtnis trainieren

Greife einen beliebigen Gitarrenakkord und drücke für einige Sekunden sehr stark. Dabei wirst Du merken, dass nicht nur die Muskeln und Sehnen in Deinen Fingern, sondern die des ganzen Unterarms arbeiten müssen. Sie alle gilt es zu kräftigen und zu dehnen.

Nach einigen Sekunden löst Du den Druck und lässt die Fingerspitzen ganz entspannt liegen. Das Ganze wiederholst Du mehrmals. Gönne Deiner Hand und besonders Deinem Handgelenk ab und zu eine Pause, bei der Du sie lockerst.

In einem zweiten Schritt wiederholst Du die Übung, entfernst aber die Greifhand zwischen jeder Druckphase vom Griffbrett; löse den Griff komplett auf. Versuche danach wieder alle Fingerspitzen gleichzeitig an der richtigen Stelle zu platzieren und sofort wieder kräftig zu drücken.

Mit Hilfe eines Metronoms kannst Du Dich bei dieser Übung zu zwingen, nicht lange nach den richtigen Griffen zu suchen.

Um ihre Unabhängigkeit zu trainieren kannst Du schließlich immer dann, wenn Du einen Gitarrengriff greifst, versuchen einen einzelne Finger zu heben und an der gleichen Stelle wieder abzusetzen.

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Schnelle Akkordwechsel üben

Der erste Teil dieser Übung findet im Kopf oder auf dem Papier statt. Das Geheimnis schneller Akkordwechsel heißt: Keep it simple. Beim Gitarrespielen geht es sehr oft darum, ökonomisch zu denken. Das heißt, sich zu überlegen, wie man am schnellsten und einfachsten von einem Griff zum nächsten kommt.

Das kann manchmal auch bedeuten, dass man einen Akkord mit einem etwas anderen Fingersatz greifen muss, als man es sich gewohnt ist. Bei schnellen Akkordwechseln wird der Griff, wenn möglich, nicht komplett aufgelöst, sondern nur einzelne Finger umgesetzt, beziehungsweise eine bestimmte Fingerhaltung verschoben.

Überlege Dir also bei jedem Akkordwechsel, welche Töne Du auch im nächsten Griff brauchen wirst und lasse den betreffenden einfach liegen.

Das Gleiche gilt für Fingerkombinationen, die zwar auf andere Gitarrensaiten oder in einen anderen Bund versetzt werden müssen, aber in der gleichen Form bleiben. In diesem Fall entfernst Du die Fingerspitzen zwar ein Stück weit vom Griffbrett, behältst aber die Haltung bei, sodass Du sie ganz schnell wieder an der richtigen Stelle aufsetzen kannst.

Oft muss man bei einem Akkordwechsel ga nicht so viel veändern.
Halte den Aufwand möglichst gering, dann klappt es auch mit den schnellen Akkordwechseln.

Tipps zum Üben der Gitarren Akkorde

Du hast es bestimmt schon oft gehört, aber man kann es nicht häufig genug wiederholen:  Regelmäßige Übungseinheiten sind der einzige Schlüssel zum Erfolg! Probiere jeden Tag mindestens für 10 Minuten Dein Instrument die Hand zu nehmen.

Noch besser sind natürlich tägliche oder (mindestens vier Mal wöchentliche) Übungseinheiten von 20 bis 30 Minuten. Wenn Du aber nicht so viel Zeit hast, ist es besser Dir jeden Tag die 10 Minuten zu nehmen, als am nur am Wochenende zwei Stunden lang durchzuspielen.

So haben Deine Muskeln die Gelegenheit, sich langsam und konstant aufzubauen, ihr „Gedächtnis“ verbessern und die Fingerspitzen sich nach und nach mit Hornhaut überziehen. All dies brauchst Du, wenn Du effizient üben und Deine Motivation fürs Gitarrespielen konstant hoch halten willst!

Bei zu langen unregelmäßigen Übungseinheiten droht man zu verkrampfen, die Fingerkuppen fangen an zu schmerzen und es besteht ein tatsächliches Verletzungsrisiko! Die berüchtigtste Gitarristen-Krankheit ist die Sehnenscheidenentzündung, die sich nur langsam und mühselig auskurieren lässt.

Um zu einem guten Übungsrhythmus zu kommen, können Dir verschiedene Apps und Websites zum Gitarre Lernen Online helfen.

Sollten es mal vorkommen, dass alle Gitarrensaiten scheppern und Du das auch mit einer korrekten Fingerstellung nicht in den Griff bekommst, kann es daran liegen, dass sie schon zu alt sind. In diesem Fall kannst Du durch das Wechseln der Gitarrensaiten wieder zu einem schönen und klaren Klang kommen!

Viel Spaß und Erfolg beim Einüben Deiner ersten Gitarrenakkorde!

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.