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Tipps, um Akkordfolgen auf der Gitarre spielen zu lernen

Von Melanie, veröffentlicht am 09/04/2018 Blog > Musik > Gitarre > Gitarrenakkorde Lernen: So wirst Du zum Profi!

Wenn Du Musik machen möchtest, ist die Gitarre wirklich das ideale Instrument, um schnell Deine Lieblingssongs nachspielen zu können.

Sobald Du die Grundlagen beherrschst, kannst Du auch anfangen, zu improvisieren.

Die wichtigsten Grundlagen sind die Tonleitern, das Lesen von Noten bzw. Tabs und natürlich die Akkorde.

Egal, ob es Dur-, Moll- oder Septakkorde sind, das Beherrschen der Akkorde ist ein wesentlicher Bestandteil des Gitarrenunterrichts.

Man kommt um sie nicht herum, wenn man ein guter Gitarrist werden will.

Daher ist es auch so wichtig, zu lernen, wie man die Finger richtig auf dem Gitarrenhals positioniert, um Akkordfolgen spielen zu können.

Erst wenn man Gitarrenakkorde beherrscht, kann man wohl von sich behaupten, Gitarre zu spielen.

Gitarre Akkorde spielen lernen: Schritt für Schritt

Für Anfänger ist das Gitarre Spielen Lernen nicht immer ein Kinderspiel…

Die Finger schmerzen, die Koordination von rechter und linker Hand ist kompliziert und dann gibt es auch noch all diese Barréakkorde, die man beherrschen muss und die sich immer falsch anhören!

Wenn Du wirklich Gitarre spielen lernen willst, ist es ratsam, zunächst die wichtigsten Akkorde auf der Gitarre zu lernen, und vor allem zu lernen, wie man sie nacheinander spielt, ohne ins Stocken zu kommen, falsche Töne zu spielen und seine Finger zu strapazieren.

Im Internet oder in Fachzeitschriften kannst Du Akkord-Diagramme bekannter Stücken finden, mit denen Du üben kannst.

Aber wie kann man als Anfänger zwei Akkorde nacheinander spielen, ohne aus dem Takt zu kommen?

Wie viel muss man üben, bis man ein ganzes Stück auf der Gitarre spielen kann?

Wie viel muss man Gitarre üben, um Akkorde spielen zu können, ohne ins Stocken zu kommen? | Quelle: Pixabay

Im Folgenden findet Ihr ein paar Tipps, um beim Gitarrenakkorde Lernen schnelle Fortschritte zu machen.

Gemeinsamkeiten von Akkorden erkennen

Akkorde beherrschen und identifizieren können

Um eine Akkordfolge spielen zu können, solltest Du zunächst lernen, Gemeinsamkeiten bei den Akkorden und Gitarrengriffen zu erkennen.

  • Manchmal sind bei zwei aufeinanderfolgenden Akkorden bestimmte Griffe gleich, was das Positionieren der Hand, ohne die Finger bewegen zu müssen, erleichtern kann.
  • Der Griff ist gleich, aber der Bund muss gewechselt werden: Du musst die Fingerstellung nicht ändern, es reicht aus, einfach die gesamte Hand um einige Bünde zu versetzten.
  • Der Griff ist gleich, aber die Saite nicht: In diesem Fall ist es ebenfalls nicht notwendig, die Finger zu bewegen, da Du auch hier nur die gesamte Hand um eine oder mehrere Saiten versetzen musst.
  • Alle Finger werden in der gleichen Reihenfolge benutzt: Es kommt vor, dass die Finger bei zwei aufeinanderfolgenden Akkorden in der gleichen Reihenfolge bewegt werden, Du musst also nur diese Finger im Kopf behalten, um den folgenden Akkord schneller greifen zu können.
  • Manche Noten der Akkorde sind identisch, aber der Griff ist nicht gleich: Es kann interessant sein, die Fingerstellung bei einem der Akkorde zu verändern, um den Anschein zu erwecken, dass die beiden Akkorde gemeinsame Finger haben.
  • Es gibt keine Gemeinsamkeiten: Es gibt in diesem Fall keine Hilfestellung, Du musst die unterschiedlichen Griffe der beiden Akkorde auswendig lernen, um sie nacheinander flüssig spielen zu können. Dabei ist es wichtig, die Gitarrentabs gut lesen zu können.

Warum ist es sinnvoll, diese Gemeinsamkeiten ausfindig machen?

Eine wichtige Hilfe: Gemeinsamkeiten von Akkorden erkennen. | Quelle: Pixabay

Wenn Du Dir genau anschaust, wie die Akkorde bzw. Akkordfolgen aufgebaut sind, kannst Du die Vorteile dieser Gemeinsamkeiten nutzen.

Du musst zum Beispiel nur Deine gesamte Hand bewegen, ohne die Position der einzelnen Finger verändern zu müssen, d.h. Du vermeidest unnötige Bewegungen und Dein Spiel wird flüssiger.

Übung zum besseren Erkennen der Akkorde

Wenn manche Finger sich bei Akkordwechseln nicht bewegen müssen, dann sollten sie, während Du die anderen Finger bewegst, keinen Millimeter verrücken.

Wenn Du die gesamte Hand bewegen musst, dann solltest Du beim Bewegen der Hand die Fingerstellung trotzdem beibehalten: Ziel dieser Übungen ist es, einen Akkord, egal welchen, auch in der Luft greifen zu können, ohne dass die linke Hand den Gitarrenhals berührt.

Dank dieser kleinen Übung kannst Du die Fingerstellung antizipieren. Dadurch werden die Finger beweglicher und das Spiel flüssiger.

Die Bewegung „zerlegen“

Wenn zwei Akkorde leere Saiten enthalten, hast Du die Möglichkeit, Noten zu spielen, ohne Saiten greifen zu müssen.

Du solltest lernen, den Griff zu analysieren, d. h. prüfen, ob Noten gespielt werden können, ohne Saiten mit den Fingern greifen zu müssen.

Auf diese Art kannst Du Zeit sparen und die Akkorde gehen natürlich ineinander über.

Stichwort Saiten: Lerne außerdem, wie Du ganz einfach selbst Deine Gitarrensaiten wechseln kannst!

Wie spiele ich konkret Akkordfolgen?

Das nacheinander Spielen von zwei Akkorden besteht aus 6 kleinen Schritten, die Du entsprechend Deinem Niveau aufteilen kannst.

Zuerst solltest Du alle Akkorde auswendig lernen, und erst danach einen bestimmten Akkordwechsel üben.

Die Akkorde sind beim Gitarre Spielen das A und O! | Quelle: Pixabay

Es ist allerdings unmöglich, Akkordwechsel und Akkordfolgen in einem Rutsch zu lernen, selbst wenn Du Gitarrenunterricht nimmst.

Wir fassen die Vorgehensweise im Folgenden einmal zusammen:

  • Greife den ersten Akkord mit der linken Hand
  • Ändere dann langsam die Fingerstellung, um den zweiten Akkord zu greifen
  • Beobachte genau, wie Deine Finger positioniert sind und prüfe, ob es Gemeinsamkeiten gibt, d. h., ob die Position eines oder mehrerer Finger nicht verändert werden muss.
  • Gehe wieder zum ersten Akkord über und umgekehrt, wechsele also permanent vom ersten zum zweiten Akkord und zwar in langsamen und flüssigen Bewegungen: Deine Finger müssen so locker und so nahe an den Saiten wie möglich bleiben, um so wenig wie möglich Bewegungen ausführen zu müssen.
    Es ist wichtig, dieses „Gleiten“ von einem Akkord zum anderen übertrieben langsam auszuführen, um Deine Fingermuskeln zu stärken und vor allem um sich die Fingerstellungen genau einzuprägen, so dass sie Routine werden.
    Anschließend kannst Du „crescendo“ den Rhythmus und die Geschwindigkeit der Akkordfolgen steigern.
  • Wiederhole diese Etappe bis zu 20 Mal oder so oft, wie es notwendig ist: Ziel ist es, dass die Bewegung in Fleisch und Blut übergeht, Du sie automatisch ausführen kannst und dass Du ganz locker und entspannt bleibst.
  • Jetzt geht es darum, den letzten Schritt zu wiederholen, allerdings bei gleichzeitigem Anschlagen der Saiten mit der rechten Hand, so dass die Saiten Töne erzeugen.
    Um zu überprüfen, ob der Akkord richtig klingt, solltest Du jede Saite einzeln anschlagen, um die Töne zu erkennen.
  • Das hilft Dir später auch bei den Arpeggios auf der Gitarre.

Tipps & Hilfestellungen, um Akkordfolgen zu spielen

Regelmäßiges Üben

Selbstverständlich ist viel Üben angesagt, wenn Du Akkordfolgen wie ein echter Profi spielen willst, wie Eric Clapton, Bob Dylan oder auch Ben Harper.

Was bedeutet das? Wann soll man Gitarre üben, um flüssig spielen zu lernen?

Professionelle Gitarristen empfehlen eine tägliche Übungseinheit von 10 bis 15 Minuten oder wenigstens jeden 2. Tag, damit die Bewegungen wirklich in Fleisch und Blut übergehen und Dein Muskelgedächtnis sich an die Akkorde und Fingerstellungen erinnern kann.

Mit der Unterstützung eines Gitarrenlehrers

Wenn Du Dich nicht selbst zum Gitarre Üben motivieren kannst oder Du beim Üben der Akkordfolgen auf der Gitarre Schwierigkeiten hast, dann solltest Du bei einem privaten Gitarrenlehrer Hilfe suchen, der Dir während des Gitarrenunterrichts qualifizierte Ratschläge geben kann.

Er kann Dir zeigen, ob Du eine falsche Haltung einnimmst, Dir schlechte Angewohnheiten angeeignet hast und er kann Dich bei Bedarf korrigieren.

Wenn Du Unterricht bei einem Lehrer nimmst, ist das Gitarre spielen lernen leichter! | Quelle: Pixabay

Einen Gitarrenlehrer an seiner Seite zu haben, bedeutet, dass man sofort Feedback erhält: Das Gitarre lernen ist mit einem Lehrer an der Seite bedeutend leichter.

Im Takt bleiben

Der Rhythmus ist auch eine sehr wichtige Komponente, um gut Gitarre zu spielen.

Beim Spielen von Akkordfolgen ist es entscheidend, nicht aus dem Takt zu kommen.

Beim Akkordwechsel darfst Du nämlich nicht plötzlich langsamer werden, daher ist es sinnvoll, zu lernen mit einem Metronom zu spielen.

Auf diese Weise lernst Du, weder zu schnell noch zu langsam zu spielen und gleichzeitig die Akkorde richtig zu greifen.

Sobald Du beide Akkorde beherrschst und die Fingerstellungen korrekt sind, kannst Du die Stoppuhr einschalten und versuchen, so viele Akkorde wie möglich zu spielen, indem Du Deine Finger den Gitarrenhals rauf- und runter bewegst.

Aber Qualität geht immer vor Quantität: Es ist immer besser 5 richtige Akkorde in einer Minute aneinander zu reihen als 15, die total verkrampft und falsch klingen.

Einmal kurz den Atem anhalten

Es handelt sich nicht um die Atmung im wahrsten Sinne des Wortes, sondern um einen ganz kurzen Moment während der Akkordfolge, an dem die Saiten leer angeschlagen werden.

So kannst Du die Akkordfolge richtig ausführen.

Diese „Atempause“ muss immer vor dem Akkordwechsel erfolgen, genauer gesagt vor dem ersten Schlag des nächsten Takts.

Wenn Du Dein Plektrum benutzt und zwei Akkorde nacheinander spielst (in der Regel ein Achtelpaar), dann solltest anstatt zwei Anschläge mit dem Plektrum auszuführen, den letzten Schlag des Taktes leer spielen, um Deine linke Hand richtig positionieren zu können.

Die Akkordfolgen visualisieren

Lerne, Dir den Akkordwechsel in Gedanken vorzustellen.

Schließe die Augen und stelle Dir Deine Finger vor, wie sich richtig auf dem Gitarrenhals positionieren und den folgenden Akkord greifen.

Dieses geistige Bild musst Du heraufbeschwören, denn es bereitet Dein Gedächtnis vor, die Bewegung flüssig auszuführen.

Sofern möglich, solltest Du die Finger, die sich beim Akkordwechsel nicht bewegen, als Stütze oder Drehpunkt verwenden.

Und vergiss nicht, immer am Ball zu bleiben!

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