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Besser Gitarre Spielen mit Arpeggios

Von Melanie, veröffentlicht am 10/04/2018 Superprof Blog DE > Musik > Gitarre > Gitarre Lernen: Was ist ein Arpeggio?

Wenn Du ein richtig guter Gitarrist werden möchtest und Klassiker wie „Stairway to heaven“ von Led Zeppelin oder auch berühmte Rockballaden wie „Still loving you“ von den Scorpions spielen lernen möchtest, dann musst Du an Deiner Technik arbeiten, insbesondere an den Arpeggios.

Doch was ist ein Arpeggio überhaupt? Und wie kann man diese Technik lernen? Gibt es Tutorials?

Welche Grundlagen muss man beim Gitarre Spielen beherrschen?

Das Prinzip eines Arpeggio

Die Arpeggios gehören beim Gitarre Spielen zu den grundlegenden Techniken, die Du von Anfang an erlernen kannst.

Viele berühmte Musiker haben sie benutzt und benutzen sie immer noch, unabhängig davon, ob sie Rock (Slash), Blues (Clapton) oder französische Chansons (Francis Cabrel) spielen.

Arpeggios sind besonders gut zum Improvisieren geeignet, denn es handelt sich um einen Akkord, bei dem die einzelnen Töne nicht gleichzeitig, sondern nacheinander (in kurzen Abständen) gespielt werden.

Diese Methode bringt die Akkorde richtig zum Klingen.

Arpeggios gehören zur Fingerstyle-Technik. | Quelle: Pixabay

Arpeggios gehören zu den „Fingerstyle-Techniken“.

Darunter versteht man im englischen eigentlich alle Techniken, die nicht mit dem Plektrum ausgeführt werden, und die über normale Schlagmuster hinausgehen.

Also das, was wir im Allgemeinen unter Zupfen verstehen.

Warum Arpeggios benutzen?

Es ist eine beruhigende Spieltechnik, die die Stimme in den Vordergrund stellt, wobei die Melodie leise und angenehm im Hintergrund erklingt.

Arpeggios zu beherrschen bedeutet, dass Du zahlreiche Melodien anhand von Akkorddiagrammen spielen kannst: Arpeggios ergänzen die Tonleitern und bereichern das Gitarrenspiel, denn sie gestalten den Klang melodischer und harmonischer.

Selbstverständlich sind Arpeggios kein Ziel an sich.

Wenn Du nur Arpeggios spielst, um Arpeggios zu spielen, dann ist das zwar eine ausgezeichnete Übung, um Deine Technik zu verbessern, aber sie können sowohl für Dich als auch für Dein Publikum, sofern Du nicht von anderen Instrumenten oder Gesang begleitet wirst, schnell langweilig werden.

Gitarrenakkorde Lernen: Wie spielt man Arpeggios?

Arpeggios zählen zu den Übungen, die bereits Anfängern empfohlen werden, denn man kann sich mit Arpeggios gut die Grundlagen der Gitarre aneignen und das Instrument besser kennenlernen und beherrschen.

2 Arten, Arpeggios zu spielen

Es gibt 2 Arten, Arpeggios auf der Gitarre zu spielen: Die „vertikale“ und die „diagonale“ Methode.

Die vertikale Methode besteht darin, nur eine oder zwei Noten pro Saite zu spielen.

Im Gegensatz dazu werden bei der diagonalen Methode mindestens 2 Noten pro Saite gespielt, d. h. es können vierstimmige Akkorde gespielt werden.

Warum Arpeggios benutzen?

  • Die „Arpeggioschleifen“ sind Motive, die auf dem Griffbrett wiederholt werden.
  • Durch das Spielen von Arpeggios kannst Du lernen, schneller und präziser zu spielen: Das schnelle Greifen ist sehr wichtig, da die Noten der Tonleitern „rauf- und runter“ gespielt werden müssen.
  • Die Bewegungen Deiner Finger auf dem Griffbrett werden zunehmend flüssiger und schneller: Der großartige Gitarrist Django Reinhardt spielte seine Arpeggios mit nur zwei Fingern!

Die Grundregeln zum Spielen von Arpeggios

Da Arpeggios und Akkorde eng miteinander verbunden sind, werden sie, falls notwendig, neben den Akkorden abgebildet.

Mit oder ohne Plektrum

In der Regel benutzt man beim Gitarre spielen ein Plektrum, aber Arpeggios können auch sehr gut mit den Fingern ausgeführt werden.

Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile: Werden die Arpeggios mit einem Plektrum gespielt, können die Saiten präziser angeschlagen werden; werden sie hingegen mit den Fingern ausgeführt, können sie schneller gespielt werden.

Es gibt auch eine Variante, bei der der Fingernagel benutzt wird, mit dem ein ähnlicher Klang wie mit dem Plektrum entsteht, nur dass er eben mit den Fingern erzeugt wird.

Arpeggios mit oder ohne Plektrum spielen? | Quelle: Pixabay

Allerdings darf man seine Finger nicht irgendwie benutzen.

Der Daumen der rechten Hand spielt die drei tiefen Saiten der Gitarre, also das tiefe E, das tiefe A und das tiefe D.

Anschließend spielt jeder Finger eine Saite:

  • Der Zeigefinger die G-Saite,
  • der Mittelfinger die B-Saite
  • und der Ringfinger die hohe E-Saite.

Bei Gitarrentabs sind die Arpeggios standardmäßig folgendermaßen abgebildet:

  • p steht für den Daumen,
  • i für den Zeigefinger,
  • m für den Mittelfinger,
  • a für den Ringfinger.

Die Stellung des Handgelenks

Um beweglicher zu werden und beim Spielen nicht zu verkrampfen, ist die Stellung Deines Handgelenks extrem wichtig.

Es muss leicht angewinkelt sein, d. h. es muss fast rechtwinklig zu Deinem Unterarm stehen.

Aber achte darauf, dass es nicht zu sehr angewinkelt ist, die Stellung soll natürlich bleiben.

Was bedeutet das „Brechen“ eines Akkords?

Es bedeutet ganz einfach, die Noten des Akkords nacheinander zu spielen.

Das Arpeggio eines Akkords besteht aus den Noten dieses Akkords, wobei der Grundton des Akkords die sogenannte Tonika ist. Man spricht vom Akkord auf der ersten Stufe.

Es gibt genauso viele Stufen in einem Arpeggio wie Noten in einem Akkord.

Arpeggios und Solos

Es gibt 2 Dreiklangarten, nämlich Dur-und Molldreiklänge, sie unterscheiden sich in der Terze, die entweder groß (Dur) oder klein (Moll) sein kann.

Bei einem Dreiklang ist das Arpeggio mit drei Stufen folgendermaßen aufgebaut: Grundton (erste Note), entsprechende Terz und Quinte.

Bei einem C-Durakkord beispielsweise, besteht das Arpeggio aus dem C (Dominante oder erste Stufe), dem E (Terz) und dem G (Quinte).

Mit Arpeggios eigene Gitanrrensolos komponieren. | Quelle: Unsplash

Wenn Du die Grundlagen der Arpeggios beherrschst, kannst Du auch die Akkorddiagramme schneller lernen.

Das Üben von Arpeggios dient jedoch in erster Linie dem Improvisieren bzw. dem Komponieren eines Gitarrensolos: Das Arpeggios basiert auf einem Akkord, auf dem Du Dein Solo aufbauen kannst.

Arpeggio-Fingersätze

Da Arpeggios gewissermaßen Tonleitern sind, ist es möglich, bestimmte Fingersätze festzulegen, um sie besser nutzen zu können.

Es gibt 5 Fingersätze:

  • Fingersätze durch Gruppieren mehrere Noten: Diese Arpeggioform funktioniert sehr gut. Denk‘ daran, sowohl Dur- als auch Mollakkorde zu benutzen.
  • Fingersätze durch Auswechseln von Noten: Diese Methode ist relativ schwierig und man muss schon ein sehr guter Gitarrist sein, um sie anwenden zu können. Es ist möglich, sie bei Dreiklängen zu spielen. Arpeggios zu spielen, indem man 2 Noten austauscht, bedeutet, im Oktavabstand zu spielen.
  • Fingersätze durch Saitensprüngen (String Skipping)
  • Fingersätze mit Triaden: Ein Dreiklang wird Triade genannt, es handelt sich um einen Akkord mit …3 Noten! Es müssen nur 3 Noten des Akkords pro Arpeggio gespielt werden.
  • Ausgehnte Arpeggios: Eine andere Art, Arpeggios zu spielen, ist es, sie auf dem gesamten Griffbrett auszuweiten.
    Wie geht das? Es genügt, verschiedene Arpeggioschemata zu kombinieren.
  • Diese Technik ist sehr nützlich, da Du das gesamte Griffbrett nutzt und somit das Improvisieren interessanter wird.

Tipps zum besseren Ausführen der Arpeggios

Das Erlernen der Arpeggios erfordert natürlich wie immer viel Fleiß und Übung.

Du bringst Dir die Technik selbst bei

Selbstverständlich kannst Du Dir diese Technik mit Hilfe Deines Computers oder Tabletts, auf dem Du Tutorials anschauen kannst, selbst beibringen.

Arpeggios mit einem Gitarrenlehrer lernen

Du hast auch die Möglichkeit, Privatunterricht bei einem Gitarrenlehrer zu nehmen: Bei Dir zu Hause zeigt er Dir, wie Du Arpeggios der wichtigsten C-, Moll- und Septakkorde spielen kannst.

Wenn Du wissen möchtest, wo Du Gitarrenstunden in Deiner Nähe finden kannst, kannst Du im Internet suchen oder Dich ein einem Musikfachgeschäft erkundigen.

Dort findest Du nämlich in der Regel Kleinanzeigen von Gitarristen, die Gitarrenunterricht anbieten.

Brauche ich einen Gitarrenlehrer oder kann ich Arpeggios mithilfe von Tutorials im Internet lernen? | Quelle: Unsplash

Gitarrenunterricht mit einem Gitarrenlehrer hat den Vorteil, dass der Lehrer Dir von an Anfang an die richtigen Techniken zeigt, die richtige Haltung, die richtige Methode usw.

Er kann Dir Ratschläge und Tipps geben und gezielte Übungen auswählen, mit denen Du Deiner Fingerbeweglichkeit verbessern und Arpeggios lernen kannst.

Andere Tutorials zu diesem Thema können diesen Artikel ergänzen.

Ein paar abschließende Tipps

Hier ein paar weitere Tipps zum besseren Beherrschen der Arpeggios:

  • Arbeite daran, den Daumen unabhängig von den anderen Fingern bewegen zu können, das hilft Dir dabei, schneller und flüssiger zu spielen.
  • Stecke Dir am Anfang nicht zu hohe Ziele, beginne mit einfachen Stücken, danach kannst Du dann den Schwierigkeitsgrad langsam steigern.
  • Benutze ein Metronom, das Dir dabei hilft, nicht aus dem Takt zu kommen. Am Anfang solltest Du ganz langsam spielen und dann nach und nach die Geschwindigkeit steigern, bis Du das Stück im Originalrhythmus spielen kannst.
  • Spiele nicht immer ein und dasselbe Stück: Du solltest abwechslungsreiche Stücke unterschiedlicher Musikrichtungen spielen, um alle Facetten der Arpeggios kennenzulernen.
  • Erkundige Dich, wo es Gitarrenunterricht in Deiner Nähe gibt.
  • Anstatt Dich zu fragen, wann Du am besten Gitarre übst, solltest Du Dir einfach 10 bis 15 Minuten am Tag zum Üben Zeit nehmen. Das ist besser als 2 Stunden am Stück am Wochenende zu üben.
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