Sobald Ihr Euch entschließt, Euch ans Gitarre Lernen zu wagen, werden Dir schnell so einige berühmte Namen in den Kopf kommen.

Ob man nun klassische Musik, Folk, Hard Rock, Jazz, Metal oder Funk mag, es gibt immer große Gitarrenspieler, die führende Köpfe ihrer Stilrichtung waren und die jeweilige Bewegung vorangetrieben oder bekannt gemacht haben.

So können wir – ungeachtet einer Reihenfolge – Hendrix, Robert Johnson, Clapton, Stevie Ray Vaughan, Django Reinhardt, Slash, Satriani, Jimmy Page, BB King und viele weitere nennen.

Eine Liste der besten Gitarristen aufzustellen ist kein Pappenstiel und variiert besonders mit dem jeweiligen Musikgeschmack.

Jeder würde also wahrscheinlich andere Künstler nennen und sicherlich eine andere Aufstellung vornehmen.

Die nun folgende Liste soll auch eher als Anregung für diejenigen gedacht sein, die gerne mit dem Gitarre Lernen anfangen wollen und auf der Suche nach Vorbildern sind oder ihr Wissen rund um die Gitarre erweitern wollen.

Es ist ein polemisches Thema, weil jeder seinen oder seine Lieblingskünstler hat, und die Gründe, zu entscheiden, warum man den einen oder anderen in das Pantheon der Gitarrist*innen wählt, sind extrem unterschiedlich: Für die einen zählt nur die Technik.

Für die anderen ist es eher eine Frage des Gefühls und der Empfindungen, die die Musik auslöst.

Wieder andere sind der Meinung, dass man die Platzierung an der Geschwindigkeit des Spiels, dem Einfluss auf andere oder einfach mit dem Erfolg, den der Künstler hat, messen sollte.

Kurz gesagt: Es gibt zahlreiche Kriterien, um Gitarrist*innen einzustufen und zu bewerten. Diese sind so individuell, wie die einzelnen Künstler.

Eine Auswahl kann also immer nur subjektiv sein. Sehe sie als Anregung Dein Wissen über die Entstehung der Gitarre aufzufrischen und Dir anschließen Deine ganz eigne Bestenliste zu erstellen.

Wie definiert man einen hervorragenden Gitarristen?

Gitarrist*innen sind zu allererst Musiker*innen. Er ist kein Hochleistungssportler (sogar, wenn stellenweise Ähnlichkeiten bestehen, sowohl in der Vorbereitung als auch im Training). Manche der besten Gitarristen der Welt beeindrucken auch zuallererst mit ihrer Technik.

Ein*e exzellente*e Musiker*in zu sein, heißt aber auch Emotionen zu kreieren, die dem Hörer einen wohligen Schauer über den Rücken jagen, und eine Energie zu haben, die man nirgendwo sonst findet.

Es gibt zahlreiche Mythen über das Gitarre Spielen. Und so auch über die bekanntesten Persönlichkeiten dieses Fachs.

Die meisten Aufzählungen der besten Gitarristen der Welt beschränken sich auf Rock- und Bluesmusiker und oft auch nur auf die bekanntesten. Das ist sehr schade, denn auch in anderen Genres gab und gibt es herausragende Musiker*innen zu entdecken.

Beste Gitarristen aller Zeiten (alle Genres)

Die besten Gitarristen sind nicht nur in der Blues- oder Rockmusik zu finden. Auch wenn es in diesen Musikstilen viele Virtuosen gibt, die nicht außeracht gelassen werden dürfen. Aber dazu später.

Wir widmen uns jetzt erstmal denjenigen, die häufig in ähnlichen Listen (zu Unrecht) fehlen. Wir finden sie im Jazz, Country, der Klassik und dem Flamenco.

Django Reinhardt

In Genre übergreifenden Bestenlisten escheinte Django Reinhardt oft ganz oben. Er wurde 1910 als Sohn von aus dem Elsass stammenden Manouches in Belgien geboren. Nachdem er bei einem Brand schwer verletzt wurde (insbesondere an der liken Hand), entwickelte er eine neue Spieltechnik, für die er nur Mittel-, Zeigefinger und ab und zu den Daumen brauchte.

Er gilt nicht nur als Begründer des Europäischen Jazz angesehen, sondern wird auch von vielen Gitarrist*innen, die hier noch folgen werden, als Vorbild. Seine Soli sind beeindruckend; nicht nur in der Geschwindigkeit, sondern auch in ihrer Musikalität.

In den 1930er Jahren feierte er große Erfolge mit dem Quintette du Hot Club de France, in dem auch der virtuose Violinist Stéphane Grapelli mitwirkte.

Django Reinhardt starb am 16. Mai 1953 an einem Schlaganfall. Sein musikalisches Erbe wird bis heute, besonders in Frankreich, gepflegt.

Wes Montogmery

Auch der 1923 in den USA geborene Wes Montgomery gilt bis heute als einer der einflussreichsten Jazzgitarristen. Seine melodiösen Läufe, die Oktavketten und seine besondere Technik, die Basssaiten mit dem Daumen anzuschlagen, machen seinen unverwechselbaren Stil aus.

Im Alter von 19 Jahren kaufte er sich seine erste Gitarre und lernte vollkommen autodidaktisch, nur nach seinem Gehör spielen. Nachdem er einige Jahre lang abends, nach einem Arbeitstag in der Fabrik, mit seinen Brüdern in Clubs spielte, begann er 1948 eine professionelle Karriere als Bandgitarrist.

Gut zehn Jahre später veröffentlichte er sein erstes eigenes Album. Im Januar 1960 nahm er sein wohl bestes Album „The Incredible Jazz Guitar of Wes Montgomery“ auf. Er starb im Alter von 45 Jahren an einem Herzanfall.

Paco de Lucia

Der Großmeister des Flamenco wurde 1947 in Algeciras, Spanien, geboren und hielt im Alter von fünf Jahren seine erste Gitarre in den Händen. Er verhalf dem Flamenco zu weltweiter Beliebtheit. Nicht zuletzt dadurch, dass er ihn mit anderen Stilen, wie Jazz, Blues und Klassik, zusammenfließen ließ.

Bei der unglaublichen Geschwindigkeit mit der seine Finger virtuos über die Saiten flitzten, trägt seine Kunst eine berührende Leichtigkeit in sich.

International bekannt wurde Paco de Lucia 1973 mit „Entre dos Aguas“. Darauf folgten zahlreiche Studio- und Livealben, die teilweise in Kooperation mit Musikern anderer Genres entstanden. Bis zu seinem plötzlichen Tod 2014 war er musikalisch aktiv.

In Madrid wurde eine Metro Station nach ihm benannt und gestaltet.

Andrés Segovia

Auch Andrés Segovia wurde in Spanien geboren und ist mit Jahrgang 1893 der älteste der hier vorgestellten Gitarrist*innen. Wie kein anderer beeinflusste er das klassische Gitarrenspiel des 20. Jahrhunderts.

Für eine kurze Zeit soll er von Miguel Llobet unterrichtet worden sein (was jedoch in der Fachwelt nicht unumstritten ist). Ansonsten war er Autodidakt und gab bereits im Alter von 14 Jahren erste Konzerte.

Berühmtheit und großen Respekt in der Klassikszene erlangte er hauptsächlich mit seinen Bach Interpretationen. Sein letztes Konzert gab Andrés Segovia 1987 im Alter von 94 Jahren.

Chet Atkins

Der „Mister Guitar“ kann als Vater des Nashville Sound, der Vermischung von klassischem Country und Popmusik Einflüssen. Er spielte auf frühen Aufnahmen der Everly Brothers und Hank Williams zu hören und Begleitete Mother Maybelle and the Carter Family bei Auftritten.

Er war nicht nur ein herausragender Gitarrist, sondern auch ein erfolgreicher und prägender Produzent.

Sein unverkennbarer Finger Picking Stil, mit dem er Akkorde und Melodien gleichzeitig spielt, wird von vielen Gitarrist*innen imitiert; aber wohl nie erreicht.

Weitere beste Gitarristen

Kommen wir zu ein paar weitere Namen von Gitarristen verschiedener Genres, die hier nicht fehlen dürfen:

  • George Benson (Jazz)
  • Augustin Barrios Mangore (Klassik)
  • Ramon Montoya (Flamenco)
  • Les Paul (Jazz)
  • Pat Metheny (Jazz)
  • Carlos Paredes (Fado)
  • Danny Gatton (Rockabilly)
  • Biréli Lagrène (Jazz Manouche)
  • John Williams (Klassik, Jazz)

Diese Auswahl soll Dir vor allem einen Überblick über die verschiedenen Genres geben, in denen Gitarren virtuos eingesetzt werden.

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Die beliebtesten und besten Gitarristen in Rock und Blues

Natürlich gehören viele Rock- und Bluesmusiker zu den absolut besten Gitarristen der Welt und müssen hier genannt werden. Ich stelle Dir einige davon vor, um die Du nicht herumkommst und die so bekannt sind, dass Du ihre Namen wahrscheinlich schon mal gehört hast.

Jimi Hendrix

Wenn Du nach dem Gitarristen suchst, der mit seinem Spiel am besten Gefühle vermitteln kann und die ausgefeilteste Technik besitzt, bist Du fündig geworden: Jimi Hendrix wird heute als der unbestrittene Meister der Gitarre angesehen.

Wenn das Leben ein Videospiel wäre und Gitarre Lernen Online die Norm, wäre er quasi der Endgegner.

Als autodidaktisches Genie, Freund von Experimenten, unglaublicher Solist und sensationeller Melodist hat er fast alles erfunden oder neu erfunden, was im Rock oder Blues möglich ist.

Er inspiriert damit noch heute die großen Künstler und "Voodoo Child" ist einer der am meisten gecoverten Gitarrensongs überhaupt.

Er hat ebenso eine neue Dimension für Linkshänder geschaffen, indem er ihnen gezeigt hat, dass man auch „mit links“ ein Musikinstrument beherrschen und etwas Großartiges kreieren kann.

Wie auch der Boxer Manny Pacquiao Unglaubliches im Ring geschafft hat, so hat der hochbegabte Linkshänder Hendrix die Möglichkeiten der Gitarre bis zum Äußersten erforscht und getrieben.

Er ist Teil des berühmten Club 27 – eine Gruppierung von talentierten und weltberühmten Musikern, die alle im Alter von nur 27 starben: Kurt Cobain, Amy Winehouse, Jim Morrison, Janis Joplin und Brian Jones gehören ebenfalls dazu.

Eric Clapton

Von seinen Fans hat er den bescheidenen Spitznamen „God“ erhalten und er unbestritten ist der beliebteste Rock- und Bluesgitarrist, der immer noch aktiv ist – seit fast 50 Jahren.

Er ist ein großer Solist und ein renommierter Melodist, der ganz einfach alles kann.

Ebenso trägt er den Namen „Slow Hand“, da er meisterhaft mit allen unterschiedlichen Registern umzugehen weiß.

Große Titel wie „Cocaine” oder „I Shot the Sheriff” haben ihm Welterfolg und einen Platz im Pantheon der größten Gitarrenhelden unserer Zeit eingebracht.

Sein Talent zeigt er alleine (man denke nur an das „Unplugged“-Album, das er für den Musiksender MTV aufzeichnete), in Zusammenarbeit mit weiteren Musikgrößen wie Phil Collins oder Mick Jones, oder auch während seiner Zugehörigkeit zu Bands wie The Yardbirds oder The Cream.

Er ist ebenso das Idol einer Vielzahl von Schülern, die Gitarrenunterricht nehmen (ganz egal, ob Gitarrenunterricht Berlin, Gitarrenunterricht München, Gitarrenunterricht Köln, Gitarrenunterricht Hamburg, ...).

Jimmy Page

Einer der Gründer sowie der Frontmann der berühmten Gruppe Led Zeppelin gehört natürlich auch auf die Liste der besten Gitarristen der Welt.

Mit dem Spitznamen „Der Magier” (The Wizard) ist er kein Gitarrist wie alle anderen. Er spielt mit einem Geigenbogen auf seiner Gibson und wechselt ganz natürlich und spielerisch zwischen Blues- und Rockregistern.

Zusammen mit Robert Plant schrieb er mehrere Stücke, die es in den Rockolymp geschafft haben.

Dazu gehören „Stairway to Heaven“ (welcher Gitarrenanfänger hat nicht mindestens einmal versucht, das berühmte Intro oder das Solo am Schluss zu üben? „Black Dog“, „Whole Lotta Love“ und „Since I’ve been lovin‘ you“.

Robert Johnson

Mit nur 29 Songs übte dieses Gitarrengenie einen sagenhaften Einfluss auf die Bluesmusik wie auch auf die Rockgitarre aus.

Einer Legende nach hatte er persönlich seine Seele an den Teufel verkauft, um ein solches Talent zu bekommen: Demnach hatten ihn mehrere Bluesmusiker aufgrund seines fehlenden Talents verspottet.

Da traf er auf einen Mann, der ihm sein Instrument wegnahm, sie auf eine besondere Weise stimmte und einige Noten spielte, um ihm die Spielweise zu zeigen, die er verfolgen sollte.

Sein Tod ist ebenso mysteriös wie sein Leben, was die Legendenbildung um ihn nur noch angestachelt hat.

Doch eine Sache ist sicher: Obwohl der Nachwelt nur wenige seiner Stücke geblieben sind, wurde der junge Robert Johnson nicht umsonst „The Genius“ genannt.

Er hat die Bluesmusik revolutioniert und weltweit Bekanntheit damit erlangt.

Chuck Berry

Er ist einer der Pioniere des Rock'n'Roll.

Nachdem er gleichzeitig Gitarrist, Sänger und Komponist war, wurde er zu einer wahren Inspirationsquelle für andere Künstler, wie etwa den „King“ Elvis Presley.

Er hat die Musik revolutioniert, indem es ihm unnachahmlich gelang, zwei unterschiedliche Gitarrenstile miteinander zu kombinieren, die unvereinbar schienen: Blues und Country-Musik.

Sein berühmtestes Stück „Johnny B. Goode“, das autobiografische Züge trägt, wurde zu einem der größten Rocksongs aller Zeiten.

Er ist ein Pionier der Musik, wie man sie heute kennt.

Carlos Santana

Als Vorreiter der Weltmusik wusste er, wie man zahlreiche Künstler inspiriert.

Den Spitznamen „The Pope“ des Latin Rock (eine Musikrichtung, die er mitkreierte) erhielt der geniale Gitarrist, da er scheinbar eine magische Formel zur Vielseitigkeit gefunden hatte.

Mit Leichtigkeit meistert er alles von Rock über Blues und Samba bis hin zu Percussion und anderen Musikstilen.

Santana Gitarrenspiel hat nicht nur einen hohen, sondern auch einen sofortigen Wiedererkennungswert.

Der Mexikaner singt selbst nicht. Er wendete sich deshalb immer wieder an verschiedenste Künstler fernab des Mainstream, die seiner Musik ihre Stimme liehen.

Sein Erfolg ist auch seinen Botschaften geschuldet, die er über seine Stücke vermittelt. Darunter finden sich Ideen von Frieden, Mitgefühl, Verständnis und Freude.

Hört Euch „Europa” oder „Smooth“ an und versucht, sogleich sein typisches sehr lyrisches Spiel, seinen warmen und gesättigten Klang herauszuhören, der so charakteristisch für ihn ist.

Muddy Waters

Der „Lord des Blues“ ist ein unvergleichlicher Gitarrist, der die Benutzung des Bottleneck berühmt gemacht hat.

Seine vollkommene Beherrschung des kleinen Accessoires und seine künstlerische Fertigkeit haben ihm erlaubt, große Bluestitel zu schreiben, die heute als absolute Klassiker gelten. Beispiele sind „Hoochie Coochie Man“ oder „Rollin Stone“.

Zusammen mit Willie Dixon, John Lee Hooker oder BB King wird er als einer der größten Bluesgitarristen aller Zeiten angesehen,

BB King

BB (das für Blues Boy steht) King ist der Meister des Blues von New Orleans. Er ist außerdem eine Legende der Musikgeschichte!

Sicher weniger technisch orientiert als Stevie Ray Vaughan, ist er Autor vieler Klassiker des Genres wie „Sweet Little Angel“ oder „Sweet Sixteen“. Er interpretiert seine Stücke mit seiner vollen und gefühlsschwangeren Stimme und dem Vibrato, das so charakteristisch für ihn ist.

Dank seines unnachahmlichen Anschlags, seinem Instrument eine wahrhafte Persönlichkeit verlieh, beeinflusste BB King nachfolgende große Persönlichkeiten des Gitarrenspiels wie Clapton oder Hendrix.

Mit seiner „Lucille“ war er fähig, Geschichte zu erzählen, die die tiefsten Wurzeln der menschlichen Seele berühren.

Keith Richards

Die lebende Legende, die zusammen mit Mick Jagger das Gesicht der Band „The Rolling Stones“ ist, ist heute immer noch einer der wichtigesten Figuren des Rockuniversums.

Er ist auch berühmt als verführerischer Gitarrist!

Von seinen Fans „The Human Riff” (das menschliche Riff) getauft, zeichnet er sich nicht durch seine Behändigkeit aus, sondern durch die extreme Einfachheit, mit der er sein Spiel meisterte.

Er zieht es vor, zwei Noten zu haben, „die töten, als eine Virtuosität, die nichts bringt“. Das machte ihn zu einem der größten Rhythmusgitarristen aller Zeiten.

Am liebsten spielt er seine Gitarre in offener G-Stimmung.

Er komponierte einige Kultsongs wie „Jumpin Jack Flash“, „Satisfaction“ oder auch „Paint it Black“.

Eddie Van Halen

Für viele Musikliebhaber gab es nur zwei Epochen: vor und nach Van Halen.

Warum? Es brauchte nur ein einziges Stück in der Länge von 1 Minute 42, um das Gitarrenspiel zu revolutionieren. Das war „Eruption“.

Wie soll man glauben, dass dies ein einziger Mann hinkriegt? Sein Spitzname „der Übermensch“ ist vielleicht doch nicht so weit hergeholt. Die unglaubliche Geschwindigkeit, mit der Eddie van Halen die Metal und Rockgeschichte auf den Kopf gestellt hat, erreicht er durch seine besondere Tapping Technik, die zahlreiche Nachahmer fand.

Er war außerdem maßgeblich an der Entwicklung des Floyd Rose Tremolo beteiligt.

Stevie Ray Vaughan

SRV - drei Buchstaben, die für den vielleicht besten Blues- und Rockgitarristen seit Jimi Hendrix stehen. Obwohl seine Mainstream-Karriere nur sieben Jahre dauerte, gehört er zu den bekanntesten und beliebtesten Gitarristen überhaupt.

Mit Einflüssen aus Blues, Rock und Jazz kreierte er seinen eigenen Stil, der in den 1980er Jahren dem in den Hintergrund geratenen Blues zu neuer Beliebtheit verhalf. Seine Musik machte ihn auch für ein jüngeres Publikum zugänglich und förderte so auch den Erfolg anderer zeitgenössischer Bluesmusiker.

Noch mehr beste Gitarristen

Viele Namen könnten noch ergänzt, die Liste fast endlos fortgesetzt werden. Vieles hängt dabei auch von persönlichem Geschmack und individuellen Bewertungskriterien ab. Die einen bewerten eher die Technik, andere das Gefühl, dritte den Einfluss auf andere Musiker*innen oder ganz einfach die Berühmtheit.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit möchte ich Dir hier noch ein paar weitere Namen mit auf den Weg geben, bei denen Du Dich mal umhören kannst.

  • T-Bone Walker
  • Jeff Beck
  • Duane Allman
  • Elmore James
  • Steve Vai
  • Brian May
  • Pete Townshend
  • Mark Knopfler
  • Gary Moore
  • Slash
  • John Frusciante
  • Mark Knopfler

Jetzt ist es an Dir, weiter auf Entdeckungsreise zu gehen und Dir Deine eigenen Favoriten zu suchen.

Wusstest Du übrigens, dass Gitarre Spielen gut für die Gesundheit ist?

Die besten Gitarristinnen aller Zeiten

Warum findet man in solchen Listen meistens überwiegend Männer?

Es gibt zahlreiche Gitarristinnen die den berühmten Männern in nichts nachstehen, die Musikwelt genauso oder noch mehr geprägt haben, aber viel zu selten beachtet werden.

Im Folgenden findest Du deshalb eine Liste mit den brillantesten Gitarristinnen der Welt!

E-Gitarre, Akustikgitarre, Rockgitarre oder auch Bluesgitarre – es gibt was für Fans eines jeden Stils.

Wir hoffen, dass dieser Artikel ihnen die Aufmerksamkeit zuteilwerden lässt, die sie verdienen!

Sister Rosetta Tharpe

„The Godmother of Rock'n'Roll” – als erste Musikerin überhaupt mischte sie Gospel und weltliche Musik. Ihr Spielstil auf der E-Gitarre war geprägt von vielen Slides und einer zu dieser Zeit eher seltenen starken Verzerrung.

In den 1930er und 40er Jahren war sie einer der größten schwarzen Stars und beeinflusste all die viel bekannteren Rythm&Blues und Rock'n'Roll Pioniere maßgeblich.

Elvis, Chuck Berry, Little Richard, Johnny Cash, Hendrix – ohne Rosetta Tharpe undenkbar.

Orianthi Panagaris

Diese Gitarristin mit griechischen Wurzeln, besitzt neben der britischen auch die australische Staatsbürgerschaft.

Sie entdeckte ihre Leidenschaft für das Gitarrenspiel sehr früh. Als 6-Jährige war ihre Rechtshändigkeit schon gut ausgebildet und sie lernte erste Akkorde und Riffs mit ihrem Vater.

Panagaris begann, von sich reden zu machen, als sie mit Kultfiguren der Gitarrenmusik wie Steve Vai und vor allem dem großen Carlos Santana auf der Bühne stand.

Ihre Bekanntheit explodierte allerdings geradezu, als sie offizielle Gitarristin des „King“ Michael Jackson wurde!

Als Jackson vor dem Beginn seiner Tournee „This Is It“ starb, war das der ausschlaggebende Grund für die junge Frau, eine Solo-Karriere als Gitarristin zu starten.

Ihr musikalischer Stil wird oft mit dem anderer Gitarrengrößen wie Eddie Van Halen, Joe Satrianai oder auch Carlos Santana verglichen.

Donna Grantis

Die Gitarristin, die ursprünglich aus dem kanadischen Ontario stammt, hat mit 13 angefangen, Akustikgitarre zu lernen.

Da sie von ihren musikalischen Brüdern beeinflusst wurde, fing sie auch an, E-Gitarre zu spielen. Diese wurde im folgenden Jahr ihr Hauptinstrument.

2013 wurde sie in die Begleitband von Prince, The New Power Generation, aufgenommen.

Seit dem Tod des berühmten Sängers und Gitarristen am 21. April 2016 ist sie Solo-Gitarristin und ihr Stil sehr eklektisch. Er reicht von Nu Jazz über Fusion, Rock, Blues und Funk bis hin zu R&B.

Ana Popovic

Diese hochbegabte Musikerin stammt aus Serbien und nimmt gleichzeitig Sängerin und Gitarristin.

Sie hat zudem eine klare musikalische Spezialität: den Blues!

Nachdem sie ihre Karriere in ehemaligen Jugoslawien begonnen hatte, spielte Popovic anschließend in den Niederlanden und in Deutschland, wo sich ihr Stil festigt: eine kunstvolle Mischung aus Blues, Rock, Soul und Jazz.

Da sie als wahrhafte Ausnahmekünstlerin gilt, bekommt sie oft den Spitznamen „der weibliche Jimi Hendrix“!

Kaki King

Die US-Amerikanerin aus Marietta (Georgia), mit richtigem Namen Katherina, ist berühmt für ihren Stil des beidhändigen Tapping, wie ihn auch Preston Reed ausübte.

Nachdem sie nur Instrumentalalben veröffentlicht hatte, verließ sie ihr gewohntes Universum und begann auf ihren letzten Alben auch zu singen.

Sie produzierte ebenso Musik für Film und Fernsehen. Besonders ihr Beitrag zum Originalsoundtrack von „Into the Wild“, bei dem Sean Penn Regie führte, erregte Aufsehen.

„Doing the Wrong Thing“ auf der Gitarre ist ein magischer Moment, der Dich in die ewigen Weiten der nordamerikanischen Wildnis entführt!

Nur zur Erinnerung, wenn Du erst mit dem Gitarrespielen beginnst: Du wirst sehen, dass das Tapping eine Spieltechnik ist, die auch bei anderen Instrumenten verwendet wird wie z.B. dem Bass.

Es besteht darin, die Saite eher zu schlagen als zu zupfen oder anzukratzen. Das einfache Tapping macht man mit einer Hand.

Die Zusammenfassung der Seite rictus.info der Musikerin lautet wie folgt:

„Pluspunkte: eine vielseitige, begabte Virtuosin beim Komponieren von Musik. Sie schafft es, auf einzigartige Weise Akustikgitarre attraktiv zu machen. Minuspunkte: So genial sie Instrumentalmusik kann, so banal wirkt sie trotz ihrer schönen Stimme beim Gesang.“

Weitere Tipps erhältst Du auch von einem Privaten Gitarrenlehrer, der Gitarre Lernen für Anfänger anbietet.

Melissa Auf Der Maur

Schon wieder eine Kanadierin? Ursprünglich aus Quebec ist sie eine wahre Allroundkünstlerin, da sie gleichzeitig Komponistin, Dolmetscherin, Fotografin und Schauspielerin ist!

Sie erlangte zum ersten Mal öffentliche Beachtung, als sie Bassgitarristin von Hole wurde, der Alternative Rockband, die die Sängerin Courtney Love 1989 mitbegründete.

Die Band Hole erlebte übrigens einen der größten Erfolge, den die Welt des von Frauen produzierten Rocks jemals erlebt hat. Allein auf dem amerikanischen Markt verkauften sie mehr als 3 Millionen Alben.

1999 wechselte Melissa auf der Maur zu einer weiteren berühmten Band, den Smashing Pumpkins.

3 Jahre später nahm sie einen Song auf dem Album Paradize der Gruppe Indochine auf. Der Song „Le Grand Secret“ wurde in Kollaboration mit Nicola Sirkis geschrieben und gesungen.

Ihr erstes Solo-Album „Auf der Maur“ veröffentlichte das Multitalent 2004 und holte sich dabei Unterstützung von zahlreichen namhaften Künstlern wie James Iha, Eric Erlandson, and Nick Oliveri.

Gretchen Menn

Wenn Du instrumentale Musik magst, wirst Du die Technik und die Fingerfertigkeit dieser US-amerikanischen Musikerin lieben.

Sie wird manchmal als weibliche Entsprechung zu Steve Morse, dem Gitarristen von Deep Purple, angesehen.

Eine wahre Virtuosin der Stilrichtungen Blues, Rock und Fusion!

Susan Tedeschi

Die große US-amerikanische Gitarristin und Sängerin wurde schon mehrmals für einen Grammy nominiert, den wichtigsten weltweiten Musikpreis.

Ihr Gitarrenspiel wurde beeinflusst von Buddy Guy, Johnny „Guitar“ Watson, Stevie Ray Vaughan, Freddie King und Doyle Bramhall II.

Als Sängerin und talentierte Gitarristin ist Susan Tedeschi im Blues zu Hause - und dort ein wichtiger Name!

Im Moment ist sie Mitglied der Band The Tedeschi Trucks Bands, in der sie u.a. mit ihrem Ehemann Derek Trucks zusammen spielt.

Tedeschi ist vor allem in den USA berühmt, wo sie große Erfolge mit ihren Bluessongs erlangte. Mit einem ihrer größten Hits „I’d rather go blind“ trat die Band sogar im Weißen Haus vor Barack Obama auf.

Jennifer Batten

In den 1980er Jahren hinterließ die E-Gitarristin u.a. durch ihre blonde Punkfrisur Eindruck. Besonders einer war ein großer Fan: Zu dieser Zeit war sie die absolute Lieblingsgitarristin des großen Michael Jackson!

Sie hat aber auch mit einer weiteren Musiklegende zusammengearbeitet: Jeff Beck ist einer der größten Gitarristen aller Zeiten – alle Musikstile inbegriffen.

Auch ihre Solo-Karriere war durchaus erfolgreich mit 3 Alben, die 1992, 1997 und 2007 herausgekommen sind. Sie ist außerdem eine der Spezialistinnen für das Tapping.

Zudem ist sie die erste Frau, die am renommierten Guitar Institute of Technology in Hollywood, Kalifornien, unterrichtet.

Sarah Lipstate

Lipstate kommt aus Lafayette in Louisiana, arbeitet aber von Los Angeles aus. Die Spezialistin für E-Gitarre und Komponistin lebt von und für ihre Tourneen, die sie in allen 50 US-amerikanischen Bundesstaaten organisiert.

Bevor sie unter dem Namen Noveller eine Solo-Karriere begann, zeigte sie ihr Talent mit Bands wie Sonic Youth oder auch Cold Cave. Eine von Lipstates Spezialitäten ist es, mit einem Bogen über die Saiten zu streichen!

Die New York Times nennt ihr Spiel auf der E-Gitarre „hypnotisch“ und „reich an Textur“.

Um ihre erste Gitarre bezahlen zu können, musste die Virtuosin einen Sommer lang in einem Plattenladen aushelfen.

Kelley Deal

Die in Dayton im US-Bundesstaat Ohio geborene talentierte Sängerin und Gitarristin ist die Zwillingsschwester der Bassistin Kim Deal. Beide sind aus der berühmten Band The Breeders nicht mehr wegzudenken. Kelley ist die Leadgitarristin.

Wie einige weitere erfolgreiche Rockmusiker, hatte auch Deal lange mit Drogenproblemen zu kämpfen. Tatsächlich half ihr das Stricken dabei, zu einem normalen Leben zurückzufinden.

„Cannonball“ steht ganz in der Tradition des Indie Rocks der 1990er und war nicht nur der erfolgreichste Song der Breeders, sondern wurde auch von Kritikern mit Lob überschüttet.

Bonnie Raitt

Eine von nur zwei Frauen, die in der Liste der 100 "Greatest Guitarists of All Time" des Rolling Stone Magazines erscheint. Besonders bekannt ist sie für offene Stimmungen und gilt als Meisterin der Slide-Gitarre.

Bonnie Raitt gehört nicht nur zu den besten Gitarrist*innen aller Zeiten, sondern ist auch eine hervorragende Sängerin. Im Laufe ihrer Karriere wurden ihr 10 Grammys verliehen und sie wurde sowohl in die Rock and Roll Hall of Fame, als auch die Blues Hall of Fame aufgenommen.

Ihre Berühmtheit nutzt sie für ihr vielseitiges politisches Engagement. Sie setzt sich unteranderem für Umweltschutz und Fauenrechte ein und kämpft gegen Rassismus und Atomkraft.

Weitere beste Gitarristinnen

Bei den Gitarristinnen ist es nicht anders, als bei ihren männlichen Kollegen: es gibt unheimlich viele nennenswerte Künstlerinnen.

  • Nancy Wilson
  • Trixie Whitley
  • Nita Strauss
  • Carol Kaye
  • Yolanda Charles
  • Lita Ford
  • Joan Jett
  • Joni Mitchell
  • Sharon Isbin
  • Memphis Minnie
  • Muriel Anderson

Auch diese Liste könnte noch endlos fortgesetzt werden. Du siehst, es ist bei der riesigen Auswahl nicht einfach, sich für einen besten Gitarristen, eine beste Gitarristin zu entscheiden.

Wenn Du in Betracht ziehst, dass solche Bestenlisten meistens 100 bis 200 Namen enthalten und trotzdem noch wegen Unvollständigkeit kritisiert werden, sollte Dir klar werden wie subjektiv eine solche Auswahl immer ist. Höre Dir die einzelnen Gitarristen an, finde den Stil, der Dir am besten gefällt und halte die Augen und Ohren offen.

Es gibt noch vieles zu entdecken.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.