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10 Musikrichtungen auf der Gitarre: Wie lernt man sie?

Von Franziska, veröffentlicht am 02/02/2018 Blog > Musik > Gitarre > Gitarre Spielen Lernen: Die TOP 10 Musikstile

Wenn es darum geht, Gitarre zu lernen, wissen Anfänger bei der Vielzahl der Stile, die man erlernen kann, normalerweise nicht, wo ihnen der Kopf steht.

Soll man Rock, Blues, Jazz, Funk oder vielleicht Country lernen?

Bevor Ihr Euch ins Abenteuer des Gitarrespielens stürzt, entdeckt die 10 Stile, die man auf der Gitarre spielen kann!

Eine gemeinsame Grundlage aller Gitarrenstile

Welchen Musikstil Ihr auch immer auf der Gitarre Lernen wollt, Ihr solltet wissen, dass es gemeinsame Grundlagen gibt.

Um Rock, Blues oder Pop zu spielen, solltet Ihr Eure Finger trainieren. So werdet Ihr gelenkiger, muskulöser, kräftiger, schneller und Ihr verbessert Eure Koordinationsfähigkeit und Genauigkeit.

Jeder Musikstil besitzt seine eigenen Codes und eigene Charakteristiken und das wird Eure Bemühungen und die Zeit bestimmen, die Ihr braucht, um den Stil voll und ganz zu meistern.

Sei es Funk, Rock’n’Roll, Hard Rock oder Pop, Euch werden automatisch Schwierigkeiten begegnen, mit denen Ihr lernen müsst, im Unterricht und beim Üben umzugehen und sie zu überwinden.

Darüber hinaus solltet Ihr Eure Vorurteile gegenüber der Gitarre und diesen Musikstilen überkommen.

Ein Grundstock von Fähigkeiten

Um ein guter professioneller Gitarrist mit einer Spezialisierung auf einen bestimmten Stil zu werden, sollte man 3 Aspekte berücksichtigen.

Diese bilden die Grundlage für alle Stile und stehen am Anfang allen Lernens:

  • Die Finger effektiv trainieren: Das ist die Basis für die Praxis des Gitarrespielens. Wenn Eure Finger nicht genügend trainiert sind und wenn Eure Muskeln nicht genug aufgewärmt und geübt sind, werdet Ihr niemals das Potential und die gewünschte Entwicklung in dem Stil, den Ihr lernen wollt, erreichen. Indem Ihr an der Muskulatur Eurer Finger und an der Gelenkigkeit Eures Handgelenks und der Unterarme arbeitet,  lernt Ihr, mit Euren Fingern umzugehen und gleichzeitig entspannt zu bleiben und den Eindruck zu machen, dass Ihr gewandt seid und Euch das Spielen leicht von der Hand geht.
  • Sich das nötige Material anschaffen, um den gewünschten Musikstil zu erlernen. Tatsächlich fordert jeder Stil Techniken, die für ihn speziell sind, aber auch besondere Tonarten, essentielle und Grundakkorde etc.
  • Musikalische Erfahrung entwickeln im Stil, den Ihr auf der Gitarre lernen wollt. Wendet dafür die berühmten Techniken an, die dem jeweiligen Musikgenre zueigen sind. Indem Ihr wisst, wie man diese diversen Techniken umsetzt, werdet Ihr Euer Spiel bereichern und Fortschritte machen können.

Es ist vor allem wichtig, beim Lernen anfangs die Finger zu trainieren. Nur so könnt Ihr es auf der Gitarre weit bringen. Bevor Ihr davon träumt, der nächste Jimi Hendrix zu werden, versucht, Euch die Grundlagen anzueignen. | Pixabay, joseariaca

Und ja, Gitarre Spielen ist sogar gut für die Gesundheit!

Die 10 Hauptgitarrenstile

Ebenso wie es jede Menge unterschiedliche Gitarrenmodelle gibt (vgl. auch die Geschichte der Gitarre), so gibt es auch zahlreiche unterschiedliche Musikrichtungen für die Gitarre.

Rock’n’Roll

Der Rock’n’Roll entstand in den 1950ern in den USA. Der Ursprung waren der Rhythm&Blues, der Country und der Gospel.

Unter den berühmtesten Gitarristen finden sich Chuck Berry, Little Richard und Bill Haley. Sie haben diesen Musikstil vorangetrieben und eine neue musikalische Ära eingeleitet.

Um dieses Musikgenre zu lernen, muss man sich mit einer Vintage-Halbkörper-Gitarre ausstatten. Ein Beispiel wäre eine Gibson ES oder auch eine Solidbody-Gitarre wie beispielsweise eine Telecaster.

Jeder Ton muss scharf sein, um besser schnelle und ruckartige Rhythmen spielen zu können.

Die Verstärker sind wichtig und laut und es gibt quasi keinen Effekt, selbst wenn ein gewisser Widerhall genutzt werden kann.

Rock

In der logischen Verlängerung des Rock’n’Roll ist der Rock zur Bewegung der E-Gitarre geworden.

Es ist eine Entwicklung, die weniger tanzbar ist als ihre Vorgängerin, und das war richtungsweisend für die ersten so genannten „Guitar Heros“ in den 1960ern wie Jimi Hendrix, Jimi Page, Eric Clapton oder Jeff Beck.

Um Rock zu spielen, muss man ein minimalistisches Gemüt besitzen, weil sich jedes Stück um einen starken Ton herum bildet. Rockmusik spielt sich auf Grundakkorden, die meist aus dem Blues kommen.

Die charismatische Sängerin Janis Lyn Joplin wurde 1995 posthum in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Janis Joplin gilt bis heute als eine der bedeutendsten Musikerinnen aller Zeiten. Sie mischte Stilrichtungen, wird jedoch generell dem Rock zugerechnet. | Pixabay, skeeze

Eine Gitarre wie LesPauls (Gibson) oder eine Stratocaster (Fender) ist ideal für die Effekte. Ihr könnt auch in Richtung eines WhaWha-Pedals gehen oder eines Fuzz für die Soli.

Hier ist es vielleicht besser, das E Gitarre Lernen anzustreben.

Hard Rock

Aus dem Rock entwickelt, behält der Hard Rock denselben Geist der Rebellion. Aber er ist brutaler, indem er die Gitarren sowie auch Verzerrungen im Verhältnis zum Gesang hervorhebt.

Zahlreiche Bands erblicken das Tageslicht, wie AC/DC, Van Halen, Guns’N’Roses, Extreme, die Scorpions oder Bon Jovi, aber auch Black Sabbath, Led Zeppelin oder Deep Purple, um nur einige der ganz Großen zu nennen.

Um diesen extremen Musikstil zu spielen, muss man Rock spielen, der „in die Enge getrieben“ wird: Die Riffs sind schwerer und verzerrter, man singt mit hoher Stimme und die Gitarren werden oft sehr tief am Ende des Spanngurts getragen.

Die Gitarristen werden zu Virtuosen.

Heavy Metal

Ein wenig anders als Hard Rock wird Heavy Metal direkt vom Rock und nicht vom Blues inspiriert. Die Klänge sind härter und die Riffs schwerer.

Heavy Metal wird auch durch das Klassische inspiriert, ist aber schwärzer. Manche Gitarristen spielen in diesem Stil sogar einhändig Gitarre.

Der Stil ist genau das Richtige für diejenigen, die starke, verzerrte Töne bevorzugen sowie Musik mit melodischem Gesang, die von einer extremen Rhythmusstärke lebt. Die Thematik wird oft vom Tod oder der Hölle inspiriert.

Und ja, hier sind wir ziemlich weit entfernt vom klassischen Gitarrenunterricht. 😉

Heavy Metal, das heißt vor allem, starke Verzerrungen und synkopierte Rhythmiken, Veränderungen von Variationen im Laufe eines einzigen Stücks und ein System mit mehreren Pedalen, um die Effekte zu verstärken.

Judas Priest ist eine der Bands, die sich als erstes dem Heavy Metal zurechnen. Bands wie AC/DC, Black Sabbath und Deep Purple feier(te)n ihre Musik gern mit opulenten Konzerten. | Pixabay, Donations_are_appreciated

Funk

Für Fans von Nile Rodgers, Bootsy Collins, George Clinton oder auch Jamiroquaï, James Brown sowie Earth, Wind and Fire ist der Funk ein Musikstil, der die Rhythmen „grooven“ lässt.

Die grundlegenden Begriffe, mit denen man sich vertraut machen sollte, sind der rhythmische Flow, der Swing, die Akzentuierung etc. Wenn Ihr mit diesen Begriffen nichts anfangen könnt, fragt einfach Euren Gitarrenlehrer, wenn Ihr Unterricht nehmt.

Um Funk gut zu spielen, muss man so oft wie möglich mit Metronom spielen, um sein Spiel zu entwickeln und präzise Rhythmen zu haben. Das Tempo von bestimmten Übungen wird verlangsamt, um die Arbeit der rechten Hand anzupassen und Eure Übungen mit einem klaren Ton ohne Effekt zu beginnen.

Meistert Ihr einmal den Rhythmus, könnt Ihr auch ein Wha-Wha-Pedal hinzufügen oder auch einen Phaser.

Für den Rhythmus, der die Basis des Funk bildet, müsst Ihr die meiste Zeit Sechzehntelnoten spielen: Die linke Hand drückt fest auf die Saiten, so, als würde sie sie leicht „ersticken“ und die rechte Hand geht immer hin und her (man spricht vom Stumming).

Die Lautstärke bleibt konstant und man muss keine Angst haben, die Saiten richtig anzugreifen, um mehr Klang und Selbstvertrauen zu gewinnen.

Der Funk ist der Lieblingsstil von Gitarristen, um zu verführen!

Reggae

Reggae ist ein Musikstil, der von den Antillen bzw. noch genauer, aus Jamaika, stammt. Vor allem Bob Marley und seine Band The Wailers haben diesen Musikstil populär gemacht.

Der so genannte Offbeat wird gespielt, indem man alle Noten auf den „Und“-Zählzeiten spielt. Das kann mit Abschlag oder Aufschlag sein. Empfohlen wird zudem ein Plektron.

Für die linke Hand kommen die stillen Sequenzen zustande, indem die Finger auf dem Akkord liegen und nur bei den „Und“-Zählzeiten drücken. Man stoppt sozusagen auf die Zählzeiten ab.

Es ist obligatorisch, „staccato” zu spielen und den Ton nicht nachklingen zu lassen.

Eine konstante Praktik im Reggae besteht darin, mit dem Daumen (z.B. mit einem Plektron) die Basslinie zu spielen und mit Ringfinger, Mittelfinger und kleinem Finger die unteren Saiten zu spielen.

Country

Country ist ein US-amerikanischer Musikstil und ist besonders in den Südstaaten beliebt.

Man erkennt diesen Stil am Ton, an den Rhythmen und an seinen Akkorden.

Um Country auf der Gitarre zu spielen, solltet Ihr den Umgang mit dem Plektron meistern.

Für die Saiten ist es praktisch, welche aus Metall zu benutzen (vergesst Nylonsaiten), die dicker und folglich stärker sind, selbst, wenn es für die Finger schwieriger ist, sie zu spielen.

Country spielen geht folgendermaßen: Für jeden Griff wird auch ein Basston gespielt. Oft wird außerdem das „Fingerpicking“ eingesetzt. Hier springt der Daumen hin und her und spielt die Viertel, wobei der Mittel- und Zeigefinger immer den Gegentakt zupfen.

Jazz

Der Jazz bildet sicher eine der Grundlagen aller aktuellen Musikrichtungen.

Das ursprüngliche Ziel war, die akustische Gitarre, die elektrisch verstärkt wird, zu „beschallen”. Dieser Stil hat auch das Mikro für die Gitarre hervorgebracht.

Solidbody-Gitarren wie eine Rickenbacker erlauben Euch wie Birelli Lagrene, Pat Metheny, John McLaughlin oder auch Django Reihnhardt zu spielen.

Um Jazz zu spielen, braucht Ihr Verstärker mit einem klaren, starken und homogenen Ton.

Die Gitarren haben einen tiefen Klang mit einem erhöhten Sustain.

Es bleibt anzumerken, dass man die Grundlagen der Improvisation beherrschen und einige Erfahrung besitzen sollte (oder man kann Gitarrenunterricht vorweisen). Es ist also erforderlich, dass man gut Gitarre spielen kann.

Blues

Der Blues ist so alt wie der Jazz, sogar, wenn er der Vorgänger des Letzteren in der Geschichte der Gitarre ist.

Der Blues ist wiedererkennbar in seiner Herangehensweise und im Gefühl, das er vermittelt: Es ist eine Musik der Wut, des Ärgers, der Hoffnung und des Klagens.

Die Grundlage des Blues ist das Zusammenspiel von 3 Akkorden (die 1.,4. Und 5. Stufe der Stufenharmonie), ein 12-taktiges Spiel und ein charakteristisches Tempo.

Was die Technik anbetrifft, solltet Ihr Bending, Slide und das Spiel mit Bottleneck beherrschen, um einen klaren und warmen – sogar leicht gesättigten – Ton zu erzeugen.

BB King, Stevie Ray Vaughan, Albert King Clapton oder Jimi Hendrix haben diesen Stil mit Bravour gemeistert.

Hendrix war überdies linkshändiger Gitarrist!

Pedale, besonders das berühmte Wha Wha-Pedal kommen in so verschiedenen Musikrichtungen wie Heavy Metal und Funk zum Einsatz. Das richtige Pedal kann Euch in verschiedenen Musikrichtungen weiterhelfen – nicht zuletzt im Pop. | Quelle: Pixabay, josearaica

Pop

Der Pop ist aus der Folk-Bewegung in den Vereinigten Staaten entstanden, wurde von irischen Balladen inspiriert und auf den neuesten Stand des Musikgeschmacks der Massen gebracht.

Heute ist der Begriff ein wenig abgenutzt und man identifiziert den Pop mit „internationaler Vielfalt“.

Trotzdem haben große Gruppen wie The Beatles, REM, U2, Dire Straits, Genesis, The Police oder auch Toto diesen Musikstil berühmt gemacht.

Der Pop entstammt eigentlich Rock-Arrangements, hat aber die materiellen Bedürfnisse deutlich verändert, besonders, was die Effekte anbetrifft: Multi-Effekt-Racks, Pedale, übermäßige Kompression und eine Gitarre wie etwa eine Stratocaster oder eine Telecaster reichen aus, um Euch in einen Popkünstler zu verwandeln.

Vielleicht interessiert Euch in diesem Zusammenhang ja auch die Option Gitarre Online Lernen?

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