Wer BWL studieren will, fühlt sich vom großen Angebot der unterschiedlichen Universitäten, Fachhochschulen und den Möglichkeiten, dual zu studieren, schnell erschlagen. Die Zulassungsbedingungen variieren und nicht jede Form des Studiums passt zu jedem einzelnen.

Wir von Superprof bringen Licht ins Dunkel und erklären Euch, wie das BWL Studium strukturiert ist, welche Zulassungsvoraussetzungen gelten und inwiefern sich ein Studium an Uni, FH oder im dualen System voneinander unterscheidet.

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Ablauf: Bachelor und Master

Egal wo Du BWL studierst, der Ablauf bleibt gleich. Das Bachelor-Studium dauert sechs bis acht Semester und enthält die BWL Grundlagen. Du lernst die wichtigsten Theorien im Marketing, in Finanzen, im Rechnungswesen, Controlling und im Personal. 

Was das alles enthält, erklären wir Dir in unserm Artikel Erklärungen zu Grundlagen des BWL Studiums.

BWL studierst Du zunächst im Bachelor, dann im Master.
Das BWL Studium gliedert sich in Bachelor und Master. | Quelle: Unsplash

Nach einigen Semestern Bachelor Studium spezialisierst Du Dich schließlich auf einen BWL Bereich. Am Ende des Bachelors steht die Bachelor-Arbeit, in der Du Dich einem speziellen Thema widmest und eine große wissenschaftliche Arbeit darüber schreibst. Anschließend wird Dir Dein Bachelor Abschlusszeugnis überreicht. Jetzt ist Zeit, die Weichen neu zu stellen. Du hast an dieser Stelle mehrere Optionen:

  • Du fängst an zu arbeiten
  • Du machst sofort einen Master
  • Du machst ein Gap-Year zwischen Bachelor und Master, gehst reisen oder machst Praktika

Wenn Du nach dem Bachelor noch etwas Zeit zur Orientierung brauchst, kannst Du mehrere Praktika machen und Dich anschließend für ein Master Programm bewerben. Vielleicht gefällt Dir Dein Praktikum aber auch so gut, dass Du dann lieber gleich anfängst zu arbeiten. Das ist ganz Dir überlassen und es gibt keine Musterlösung für diesen Weg.

Wer genau weiß, für welche Master-Programme er oder sie sich interessiert, kann sich sofort nach dem Bachelor darauf bewerben. Ganz wichtig ist, dass Ihr schon während des Bachelors die Aufnahmebedingungen für Master-Programme recherchiert. Denn je nach FH, Uni und Programm werden andere Dinge von Euch erwartet: Zum Beispiel scheitert die Bewerbung an Statistikpunkten, die im Bachelor nicht gesammelt wurden. Das solltest Du unbedingt im Voraus wissen, sodass Du diese Fächer noch im Bachelor belegen kannst.

Ein BWL Master dauert drei oder vier Semester, sodass Du ingesamt in Regelstudienzeit zwischen fünf und sechs Jahren studierst.

Und danach? Berufe für fertige BWLer haben wir Dir übrigens in unserem Artikel über Möglichkeiten und Jobaussichten für BWL Absolventen zusammengestellt.

Universität, Fachhochschule oder duales Studium?

Grundsätzlich könnt Ihr BWL an der Uni, der FH oder im dualen System studieren, abhängig davon, was zu Euch passt. Zudem gibt es auch noch die Möglichkeit, an einer Fernuni zu studieren oder ein Abendstudium zu absolvieren. Diese beiden Möglichkeiten sind für Berufstätige eine gute Wahl, wir wollen Euch jetzt aber die drei typischen Wege vorstellen: BWL an der Universität, an der FH oder doch lieber ein duales Studium?

BWL an der Uni

Universitäten haben in Deutschland ein besseres Renommee als Fachhochschulen, das Studium gilt als schwerer und wissenschaftlicher. Professoren forschen mehr. Daher lernst Du insbesondere, wie Du richtig wissenschaftlich arbeitest. Du merkst dabei, ob Du nach dem Studium gerne promovieren möchtest. Der Fokus an der Uni liegt eher auf der Theorie als auf der Praxis. Wenn Du also gerne theoretisch arbeitest und Dir abstraktes Denken Freude macht, könnte die Uni der richtige Ort für Dein Wirtschaft-Studium sein.

BWL an der Universität ist unpersönlicher aber dafür wissenschaftlicher als an der FH.
Große Hörsäle, dafür sehr gute Forschung - das ist die Uni. | Quelle: Unsplash

Die Uni hat aber auch Nachteile. Die Studiengruppen sind häufig sehr groß und Du musst Dich gut selbst organisieren können. Ob Du zu einer Vorlesung kommst oder nicht interessiert niemanden und Klausuren können je nach Professor auch mal ohne Anwesenheit und nur mithilfe des Skripts geschafft werden. Wenn Du also gerne enger betreut wirst und Dir diese Selbstorganisation nicht unbedingt liegt oder wenn Du gerne in kleineren Gruppen studierst, solltest Du Dir das mit dem BWL Studium an der Uni noch einmal überlegen.

Wenn Du sehr selbstständig bist und gerne theoretisch lernst, macht Dir das Studium an einer Universität wahrscheinlich Spaß. Besonders renommiert sind für BWL:

  1. Die Universität Mannheim
  2. Die LMU München
  3. Die Universität Köln

Mehr über die einzelnen BWL Studiengänge erfährst Du übrigens in unserem Artikel.

BWL an der FH

Das Studium an Fachhochschulen besteht auch aus Bachelor- und Master-Studium. Der Fokus liegt jedoch auf der Anwendung des Gelernten. Das bedeutet, dass Stoff weniger theoretisch, sondern eher praktisch behandelt wird. In Wirtschaftsmathe zum Beispiel werden Anwendungsaufgaben gerechnet und es wird weniger Zeit wird für die Theorie verwendet.

Fachhochschulen sind etwas weniger angesehen als Universitäten, was aber nicht bedeutet, dass Du mit einem Studium an der FH schlechte Jobaussichten hast. Das stimmt gerade bei BWL nicht, denn Wirtschaft ist eine Disziplin, die in erster Linie von ihrer Anwendung lebt. Deshalb solltest Du Dein Studium nicht nur nach Renommee aussuchen, sondern in erster Linie danach, was Dir eher liegt.

An der FH wird oft in kleineren Gruppen studiert und die Betreuung der Studierenden ist intensiver. Manchmal herrscht an der FH Anwesenheitspflicht (nicht überall und nicht in allen Studiengängen). Grundsätzlich fühlt sich das Studium an der FH ein bisschen mehr nach Schule an als an der Uni. Du kannst weniger selbst wählen, der Studienverlauf ist stärker vorgegeben als an der Universität. Ein Irrglaube ist jedoch, dass Du nach einem Master an der FH nicht promovieren kannst - das kannst Du durchaus.

BWL an der Fachhochschule ist anwendungsorientierter als an der Uni.
An der FH wird in kleineren Gruppen als an der Uni studiert. | Quelle: Unsplash

Zu Dir passt besser ein Studium an der FH? Die WHU Otto-Beisheim School of Management und die ESB Reutlingen sind besonders renommierte Fachhochschulen für BWL. Vorsicht, die WHU ist privat und die Studiengebühren liegen bei 24.000 bis 32.000 € im Jahr.

Rankings sind grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen, weil jedem Ranking unterschiedliche Kriterien zugrunde liegen. Das bekannteste und sehr umfassende CHE Ranking von der ZEIT hilft Dir bei der Wahl der geeigneten Hochschule oder Uni weiter.

BWL im dualen Studium

Das duale Studium vereint Berufserfahrung, ein festes Einkommen und das Studieren. Die Hälfte der Zeit verbringst Du an einer dualen Hochschule und die andere Hälfte in einem Unternehmen. Du bewirbst Dich für ein duales Studium direkt bei einem Unternehmen, denn die Plätze finden sich in den Stellenausschreibungen der Unternehmen. Je nach Kooperation, das das Unternehmen mit einer Hochschule geschlossen hat, studierst Du an einer anderen Fachhochschule.

Beim dualen Studium suchst Du Dir in erster Linie ein Unternehmen aus, die Hochschule spielt hier eine untergeordnete Rolle. Es lohnt sich, einen Blick auf die Webseiten großer Unternehmen zu werfen, bei denen Du sehr viel lernen kannst und die zudem auch noch gut bezahlen. Aber auch Mittelständler bieten oft sehr gute duale Studiengänge an.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Du verdienst Geld, obwohl Du noch studierst und sammelst Berufserfahrung. Allerdings gibt es auch Nachteile: Während andere in den Semesterferien Urlaub machen können oder verschiedene Unternehmen durch Praktika kennen lernen, bleibst Du am gleichen Fleck und musst arbeiten. Das duale Studium ist etwas für sehr disziplinierte Menschen, die keine Angst davor haben, jeden Morgen früh aufzustehen. Es ist außerdem für diejenigen interessant, die nur mit großer Mühe das Geld für ein klassisches Studium aufbringen können und gerne finanzielle Sicherheit haben.

Hier können wir Dir kein bestimmtes Studium empfehlen, sondern legen Dir lieber ans Herz, die vielen unterschiedlichen Stellenausschreibungen zu studieren, zum Beispiel bei stepstone.

Wer sich übrigens mehr für gesamtwirtschaftliche Prozesse und weniger für Betriebswirtschaft interessiert, sollte über ein VWL Studium nachdenken. Die Unterschiede zwischen BWL und VWL erklären wir Euch gern!

Zulassungsbedingungen und Voraussetzungen für das BWL Studium

Da das BWL Studium so abwechslungsreich ist, ist es für sehr viele Menschen geeignet. Es hilft, sich für viele unterschiedliche Themen begeistern zu können und allgemein interessiert zu sein. Da Dir ein wirtschaftswissenschaftliches Studium so viele Möglichkeiten zur Spezialisierung bietet, musst Du nicht zwingend kommunikativ, kreativ oder zahlenaffin sein. Wem es jedoch leicht fällt, unternehmerisch zu denken, wird im BWL Studium leichter Erfolg haben. Und wenn doch mal die Motivation abhanden kommt, haben wir ein Lerntipps für das BWL Studium für Euch.

Das Abitur ist die wichtigste Zulassungsvoraussetzung für das BWL Studium.
Wer für BWL zugelassen werden möchte, braucht Abitur. | Quelle: Unsplash

Du zögerst noch? Das sind die 10 besten Gründe für das BWL Studium.

Für das BWL Bachelor Studium an der Uni brauchst Du Abitur. An der FH reicht auch das Fachabitur, wobei FHs für manche Studiengänge Abitur verlangen. Je nach dem, ob es sich um einen zulassungsfreien (ohne NC) oder einen zulassungsbeschränkten (mit NC) Studiengang handelt, kommen verschiedene Kriterien ins Spiel. Jede Hochschule ist für ihr Zulassungsverfahren selbst verantwortlich, deshalb solltest Du die jeweiligen Bedingungen zu kennen.

Grundsätzlich aber gilt: Je besser Dein Abi, desto höher die Chancen, angenommen zu werden. Das Büffeln fürs Abi zahlt sich hier aus.

Für einen Master in BWL wird es komplizierter, denn Du brauchst nicht nur einen Bachelor, sondern auch eine bestimmte Anzahl ECTS Punkte in bestimmten Fächern. Das ist äußerst verwirrend, denn Du musst für jeden einzelnen Studiengang genau nachsehen, wie viele Punkte in welchen Fächern verlangt werden. Zudem hat sich eingebürgert, dass für BWL Master ein gutes Ergebnis beim GMAT Test verlangt wird. Der GMAT ist ein Test für BWLer, der als zusätzliches Auswahlkriterium für Masterstudiengänge verwendet wird.

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Eva

Halb in Berlin, halb in Paris lebe ich meine Leidenschaften für guten Wein und schöne Fahrräder aus. Ich bin immer für spannende Aktivitäten zu haben und ständig auf der Suche nach interessanten Themen, die ich in meinen Artikeln mit Euch teile!