Wer sich entscheidet ein Cello zu kaufen, hat erstmal die Qual der Wahl. Bei Deiner Suche werden Dir unterschiedliche Arten von Celli in allen möglichen Preisklassen begegnen. Meistercello vom Geigenbauer, gebrauchtes Cello, massive Fichtendecke, Griffbrett aus Ebenholz – wenn man sich das erste Mal mit dem Thema beschäftigt, weiß man oft nicht viel mit diesen Bezeichnungen anzufangen.

Wir geben Dir in diesem Artikel einen Überblick über die wichtigsten Faktoren und erklären, worauf es beim Cello kaufen ankommt.

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In einem ersten Schritt kannst Du Dir selbst darüber Gedanken machen, welche Ansprüche Du an Dein neues Cello hast. Wenn Du bereits einige Jahre auf einem Mietinstrument gelernt hast, wirst Du wahrscheinlich schon ein Gefühl für das Violoncello entwickelt haben und auf der Suche nach einem hochwertigen Modell sein.

Aber auch für Anfänger*innen sind billige Celli von minderer Qualität nicht zu empfehlen. Eine mangelhafte Verarbeitung und schlechter Klang können die Spielfreude schnell vergehen lassen. Da lohnt es sich, doch etwas tiefer in die Tasche zu greifen und ein Violoncello zu kaufen, auf dem man auch wirklich gut spielen lernen kann.

Erfahre hier, wie man ein gutes Einsteigercello erkennt und worauf Du achten kannst, wenn Du ein Cello für Fortgeschrittene suchst.

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Und los geht's

Worauf sollte man beim Cello Kauf achten?

Streichinstrumente bestehen zum größten Teil aus Holz. Für Hals, Boden und Zargen wird in der Regel Ahorn verwendet, die Decke wird aus Fichte gebaut. Das Griffbrett und der Sattel sind meist aus Ebenholz gefertigt. Bei kostengünstigeren Celli findet man teilweise anstelle von Ebenholz auch andere Harthölzer, wie beispielsweise Palisander.

In allen Preiskategorien werden Dir Celli aus Ahorn und Fichte begegnen. Die Qualitäts- und damit auch die Preisunterschiede lassen sich also nicht mit der verwendeten Holzart erklären, sondern vielmehr mit der Verarbeitung des Holzes.

Qualitätsunterschiede bei den verwendeten Hölzern

Tonholz muss lange gelagert werden, damit es vollständig austrocknen kann. Hölzer, die zu kurz gelagert oder sogar in einem Ofen „zwangsgetrocknet“ wurden, sind anfälliger für Risse und haben schlechtere Klangeigenschaften.

Bei allzu billigen Angeboten unbekannter Hersteller hast Du leider keine Sicherheit, dass richtig gelagertes und getrocknetes Holz verwendet wurde. Bekannte Cellohersteller hingegen achten darauf, langjährig gelagertes Tonholz zu verbauen.

Ein weiterer wichtiger Unterschied in der Holzverarbeitung, kannst Du aus der Produktbeschreibung herauslesen: handelt es sich um massives oder laminiertes Holz? Massiv bedeutet, dass der betreffende Cello-Teil aus einem Stück Holz zugeschnitten und zusammengebaut wurde. Es wird immer sehr genau angegeben, ob nur die Decke oder der ganze Korpus aus Massivholz ist.

Beim Cello kaufen kannst Du darauf achten ob es sich um massives Holz handelt.
Fichte ist eines der meist verwendeten Hölzer im Instrumentenbau.| Quelle: Pavl Polo via Unsplash

Findest Du dazu keine Angabe oder die Bezeichnung „laminiert“, handelt es sich um Sperrholz, bei dem mehrere dünne Holzschichten kreuzweise übereinander geklebt wurden. Das Cello wird dadurch deutlich billiger sein. Laminierte Hölzer haben aber schlechtere Schwingungseigenschaften und klingen daher auch weniger gut.

Damit Dein Cello einen vollen und tragenden Klang hat, sollte es zumindest eine massive Decke haben. Bist Du auf der Suche nach einem Instrument, das auch Fortgeschrittenen noch über lange Zeit viel Freude bereiten soll, empfiehlt es sich zu einem vollmassiven Violoncello zu greifen.

Die Verarbeitung des Cellos

Du kannst Dir natürlich ein Cello direkt beim Geigenbauer vor Ort kaufen. Hier kannst Du sicher sein, eine erstklassige Qualität zu erhalten. Diese hat aber auch ihren Preis, den sich nicht alle leisten können.

Bei den bekannten großen Cello-Herstellern variieren Herstellungsart und -ort je nach Preisklasse. Je billiger das Instrument, umso wahrscheinlicher, dass es zu großen Teilen in einer asiatischen Fabrik hergestellt wurde. Das fast fertige Cello wird dann nach Deutschland transportiert, wo es von den firmeneigenen Geigenbauern fertiggestellt und überprüft wird.

Diese Instrumente sind nicht unbedingt schlecht oder sogar unbrauchbar. Es gibt sehr große Unterschiede in der Qualität, die man leider nicht allein anhand der Produktebeschreibung erkennen kann.

Beim Kauf eines Cellos kannst Du helfen Dir folgend Punkte, um die Verarbeitungsqualität zu überprüfen:

  • Sind Decke, Zargen und Boden sauber und passgenau verarbeitet?
  • Stimmt die Stegrundung? Ist sie zu flach, wird es schwierig Saiten einzeln zu treffen; ist sie zu rund, ist es fast unmöglich mehrere Saiten gleichzeitig anzustreichen, um Akkorde zu spielen.
  • Sind die Stegfüße an die Deckenwölbung angepasst? Nur wenn sie satt auf der Decke stehen, kann die Schwingung der Saiten optimal übertragen werden.
  • Wie ist die Saitenlage? Liegen die Saiten zu hoch über dem Griffbrett, braucht man viel Kraft und sie sind nur schwer zu spielen. Wenn sie zu tief sind, kann es scheppern. Die Saitenlage kann auch später vom Geigenbauer angepasst werden, dazu muss aber eine Bedingung erfüllt sein:
  • Der Halswinkel muss stimmen. Der Hals darf weder zu steil noch zu flach vom Korpus abgehen.
  • Wie laufen die Wirbel? Sitzen sie zu fest, kann das Cello stimmen sehr schwer werden; sind sie zu locker, werden sie sich beim Spielen lösen und das Cello kann die Stimmung nicht halten.
  • Wie ist die Ansprache? Erklingt der Ton sofort, wenn Du eine leere Saite anschlägst? Gibt es störende Nebengeräusche? Achte darauf, dass alle Saiten eine ähnliche Ansprache haben.
  • Gefällt Dir der Klang? Ein Celloklang ohne zu viele Obertöne wird meist als angenehmer wahrgenommen. Beachte ebenfalls, wie laut der Ton ist und wie gut er auch in einem größeren Raum transportiert wird.
  • Allgemeiner Zustand (besonders wenn Du ein Cello gebraucht kaufst): Im Lack und der Decke dürfen keine Risse zu sehen sein. Im Inneren gilt es den Stimmstock und den Bassbalken zu überprüfen. Sind sie beschädigt, wird die Reparatur sehr aufwändig und teuer.

Verlasse Dich beim Cello-Kauf nicht allein auf die Angaben des Herstellers und Bewertungen. Schau Dir das Instrument selbst genau an und probiere aus, ob Dir Spielgefühl und Klang entsprechen. Vergleiche verschiedene Modelle, um das passende für Dich zu finden. Bist Du noch Cello-Anfänger*in, kannst Du Dich von Deinem*Deiner Lehrer*in begleiten lassen.

Beim Cello kauf kommt es auch auf kleine Details in der Verarbeitung an.
Die Steg überträgt die Schwingung der Saiten auf die Decke. | Quelle: PIRO4D via Pixabay

Die richtige Cello Größe finden

Violoncelli werden in verschiedenen Größen angeboten, die mit Brüchen angegeben werden. Die passende Cello Größe hängt von der Körpergröße, der Länge der Arme und Finger ab. Die Standardgröße für Erwachsene ist das 4/4-Cello. Jedoch greifen feiner gebaute Erwachsene auch oft zu einem 7/8-Cello.

Da Kinder ganz unterschiedlich wachsen, können keine genauen Angaben darüber gemacht werden, in welchem Alter und bei welcher Körpergröße welche Cellogröße gewählt werden soll. Diese Liste soll Dir zumindest eine ungefähre Orientierung geben. Am Ende kann aber nur Ausprobieren helfen. Du kannst Dich dabei jederzeit von einer Fachperson beraten lassen.

Alter (ungefähr)ArmlängeCellogrößeGesamtlängeMensur
4-7 Jahreab 42 cm1/8825 mm465 mm
5-9 Jahreab 45 cm1/4950 mm529 mm
7-11 Jahreab 50 cm1/21060 mm595 mm
ab 10 Jahrenab 56 cm3/41125 mm622 mm
ab 11 Jahrenab 60 cm4/41270 mm685 mm

Die Angabe der Mensur ist eine, bei allen Saiteninstrumenten übliche, Art der Größenbeschreibung. Es handelt sich dabei um die Länge der freischwingenden Saite. Dies entspricht beim Cello dem Abstand von Obersattel zu Steg.

Wenn Du Cello spielen lernen willst, brauchst Du auch die passenden Cellonoten.

Wie viel kostet ein Cello?

Ein Geigenbauer investiert viele Srbeitsstunden in den Bau eines neuen Cellos.
Ein handgemachtes Cello vom Geigenbauer kostet natürlich mehr als Massenware. | Quelle: Vincent Blanc via Pixabay

Wie bereits erwähnt sind die Preisunterschiede je nach Qualität und Herstellungsart immens. Das teuerste Cello der Welt ist das Duport Stradivarius, das 1711 vom legendären Geigenbauer Antonio Stradivari gebaut und zuletzt für unglaubliche 20 Millionen US-Dollar verkauft wurde.

Im anderen Extrem gibt es industriell gefertigte Massenware, die zwischen 200 und 400 Euro kostet. Solche Preise sollten Dich skeptisch machen. Hier sind Abstriche bei Qualität und Klang gewiss.

Es ist durchaus möglich für 400 bis 500 Euro ein gutes Einsteigercello zu finden. Wenn es Dein Budget zulässt und Du Dir sicher bist, dass Du langfristig Cello spielen willst, ist es empfehlenswert, sich gleich nach einem noch etwas besserem Cello für bis zu 1000 Euro umzusehen.

Für Fortgeschrittene mit sehr hohen Ansprüchen wird auch das nicht mehr ausreichen. Sie werden sich wohl bei den hochwertigsten Modellen namhafter Hersteller oder handgefertigten Celli vom Geigenbauer umsehen. Diese Preisklasse beginnt bei ungefähr 2000 Euro und ist nach oben offen.

Beim Preisvergleich solltest Du auch beachten, was alles inbegriffen ist. Einsteigerinstrumente werden oft im Set angeboten, bei dem auch bereits ein Bogen enthalten ist. Viele Sets beinhalten außerdem weiteres Cello Zubehör wie Kolophonium und einen Cellokoffer. In den höheren Preisklassen wird zumeist alles einzeln verkauft. Du wirst also zusätzlich zu dem Cello noch einen Bogen und einen Koffer kaufen müssen.

Ein Cello gebraucht kaufen

Ein Cello gebraucht kaufen kostet meist etwas weniger.
Wenn Du ein Cello gebraucht kaufst, musst Du ganz genau hinschauen, um es auf mögliche Schäden zu überprüfen. | Quelle: Elizaveta Dushechkina via Unsplash

Ein gebrauchtes Cello ist in der Regel etwas billiger. Das Instrument ist dann auch bereits eingespielt und hat seine klanglichen Möglichkeiten voll entwickelt.

Bei Privatkäufen ist jedoch große Vorsicht geboten. Für Laien kaum erkennbare Schäden können unter Umständen sehr aufwändige und teurer Reparaturen notwendig machen.

Auf der sicheren Seite stehst Du, wenn Du ein gebrauchtes Cello im Musikfachhandel oder bei einem Geigenbauer kaufst. Hier werden die Instrumente, bevor sie in den Verkauf gehen, überprüft und in Stand gesetzt. Außerdem wirst Du Dir dort gleich Deine gesamte Cello-Grundausstattung kaufen können.

Ob Du ein Cello gebraucht oder neu kaufst, es sollte keine Blitzentscheidung sein. Du investierst viel Geld und willst ein Instrument, an dem Du lange Freude hast. Kaufe kein Cello ohne es vorher ausprobiert zu haben. Lasse Dir verschiedene Violoncelli in Deinem festgelegten Budget zeigen, um sie vergleichen zu können.

Viele Händlern bieten an, dass zwei zur Auswahl stehende Celli zum Testen sogar für einige Tage mit nach Hause genommen werden können. So hast Du genügend Zeit, zu beurteilen welches Cello am besten zu Dir passt. Im Zweifel kannst Du Dich auch jederzeit von Deinem*Deiner Cellolehrer*in beraten lassen.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.