Du hast endlich Dein eigenes Cello gekauft und möchtest sofort mit dem Spielen anfangen? Damit das auch wirklich schön klingt, fehlt aber noch ein letzter Schritt: Du musst Dein Cello stimmen.

Bei einem verstimmten Cello hört man nichts von dem berühmten zauberhaften Klang. Es ist eine Qual für die Ohren und auch lernen wirst Du darauf nicht viel. Eine der großen Herausforderungen beim Cello lernen, ist die Intonation. Dafür musst Du ganz genau hinhören, ob Du jeden Ton exakt triffst. Wie soll das gehen, wenn bereits die leer gespielten Saiten falsch klingen?

Aber keine Angst: das Cello zu stimmen ist nicht schwer zu erlernen und da Du es jedes Mal vor, und manchmal sogar während dem Üben, machen musst, wirst Du Dich schnell daran gewöhnen.

Wir erklären Dir hier, worum es beim Cello stimmen geht, worauf Du achten musst und welche verschiedenen Methoden und Hilfsmittel es dafür gibt.

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Was bedeutet es ein Cello zu stimmen?

Das Cello ist zum größten Teil aus Holz gebaut, die Saiten werden aus Darm, Kunststoff oder Stahl hergestellt. All diese Materialien reagieren auf Umwelteinflüsse wie die Luftfeuchtigkeit und auch auf die mechanische Belastung durch das Spielen. Dadurch können sie sich ausdehnen oder zusammenziehen, was eine Auswirkung auf die Stimmung hat.

Die Tonhöhe einer Cello-Saite verändert sich je nachdem, wie fest sie gespannt ist. Je lockerer, und somit länger, sie ist, umso tiefer klingt sie. Eine fester gespannte Saite ist kürzer und klingt damit höher.

Beim Cello stimmen geht es nun darum die Saitenspannung so zu verändern, dass exakt der richtige Ton erklingt, wenn sie leer gezupft oder gestrichen wird. Für größere Veränderungen der Saitenspannung wird an den Wirbeln gedreht, kleinere Korrekturen können an den Feinstimmern am Saitenhalter vorgenommen werden.

Beim Stimmen mit den Wirbeln ist jedoch etwas Vorsicht geboten. Wenn Du ausversehen viel zu weit drehst, kommt zu viel Spannung auf die Saite und sie kann reißen.

Beim Stimmen mit den Feinstimmern gilt es zu bedenken, dass diese im Laufe der Zeit immer weiter hineingedreht werden. Du solltest also immer vor dem Stimmen darauf achten, wie tief sie bereits sitzen, damit sie sich nicht eines Tages in die Decke bohren und Schäden verursachen. Um das zu vermeiden müssen sie in regelmäßigen Abständen wieder herausgedreht werden und an den Wirbeln eine Grundstimmung vorgenommen werden.

Du kannst Dein Cello an den Feinstimmern stimmen.
Die Feinstimmer befinden sich auf dem Saitenhalter. | Quelle: Tony Woodhead via Unsplash

Damit Du Dein Violoncello richtig stimmen kannst, muss Du wissen, auf welche Töne die vier Saiten gestimmt werden: C – G – D - A (angefangen bei der dicksten, tiefsten Saite). Das Intervall (der Tonabstand) von einer Saite zur nächst dickeren beträgt also eine Quinte. Man spricht deshalb auch von der Quintstimmung.

Um das Cello zu stimmen, spielst Du jede Saite einzeln. Wenn Du die Bogenführung noch nicht sicher beherrschst, kannst Du sie dafür anzupfen. Das Ergebnis wird dann aber etwas weniger genau sein, als wenn Du sie mit dem Bogen streichst. Gestrichen werden die Saiten genau in der Mitte zwischen Steg und Griffbrett.

Achte beim Stimmen darauf, dass der Steg geradesteht. Durch das Spannen der Saiten kann er sich in Richtung Griffbrett neigen. Wenn das passiert, musst Du ihn wieder aufrichten und noch einmal nachstimmen. Der Steg steht richtig, wenn seine Rückseite (die Fläche, die dem Saitenhalter zugewandt ist), von der Seite betrachtet, genau senkrecht zur Decke steht.

Ein Cello wird von der A-Saite ausgehend gestimmt. Das liegt daran, dass der Kammerton A bei 440 Hz als internationaler Vergleichston festgelegt wurde. Dieser dient dazu, dass auch in einer Gruppe alle ihre Instrumente ausgehend von der gleichen Frequenz stimmen.

Es gibt jedoch einige kleine Ausnahmen: in deutschen und österreichischen Sinfonieorchestern sind für den Kammerton A 443 Hz üblich, in der Schweiz 442 Hz. Dies wird aber erst wichtig, wenn Du mit anderen zusammenspielst. Dann müsst ihr euch kurz darüber verständigen, welche der Standardstimmungen ihr nutzen wollt.

Durch die Spannung der Saiten kann der Steg beim Cello stimmen kippen.
Achte beim Cello stimmen darauf, dass der Steg gerade bleibt. | Quelle: Belen Garrido via Unsplash

Du bist auf der Suche nach Cello-Noten? Wir geben Dir Tipps, wie Du die besten findest.

Stimmen mit dem Stimmgerät

Für die einfachste Variante Dein Cello zu stimmen brauchst Du ein chromatisches Stimmgerät. Dabei handelt es sich um ein kleines Kästchen, das jeden Ton erkennt und die exakte Tonhöhe anzeigen kann. Ein Stimmgerät kannst Du überall dort kaufen, wo es Cello-Zubehör gibt.

Die meisten Modelle funktioniert das über ein integriertes Mikrofon. Du legst das Stimmgerät vor Dich auf den Tisch oder aufs Knie, spielst die Saiten einzeln leer an und das Gerät zeigt Dir den erklungenen Ton an.

Clip Tuner können an den Wirbelkasten angeknipst werden. Sie haben einen eingebauten Vibrationssensor und erkennen damit die gespielte Tonhöhe. Das hat den Vorteil, dass man auch in einer lauteren Umgebung sein Instrument genau stimmen kann.

Beim Cello stimmen geht man nun so vor, dass man erstmal nur eine einzelne Saite spielt, ohne einen Ton zu greifen. Gewöhne Dir am besten gleich an, mit der A-Saite anzufangen.

Dein Stimmgerät wird Dir nur in der Mitte ganz groß den Namen des gespielten Tons anzeigen. Wenn Dir für die A-Saite, beispielsweise, ein B angezeigt wird, ist die Saite viel zu fest gespannt. Erscheint ein Ab oder G, weißt Du, dass die Saite zu locker ist.

Für so große Tonhöhenveränderungen wirst Du wahrscheinlich die Wirbel benutzen müssen. Schau erstmal auf welchen Wirbel die zu stimmende Saite aufgezogen ist. Ziehe ihn dann ganz sachte ein kleines Stück heraus und drehe ihn in Richtung Schnecke um die Saite zu spannen oder in Richtung Korpus um sie zu lockern.

Am Einfachsten geht das Cello stimmen mit einem Stimmgerät.
Ein Stimmgerät zeigt Dir ganz genau an, ob ein Ton zu hoch oder zu tief ist. | Quelle: Matsuyuki via Visualhunt

Bis Du ein Gefühl für das Stimmen entwickelt hast, solltest Du ihn nie mehr als eine halbe Umdrehung auf einmal drehen und dann erstmal überprüfen, wie sehr sich die Tonhöhe verändert hat. Mit der Zeit wirst Du ungefähr wissen, wie sie sich Spannung und Tonhöhe zueinander verhalten.

Stecke also den Wirbel wieder fest zurück in den Wirbelkasten und spiele die Saite erneut an. Sobald der gewünschte Tonname auf dem Stimmgerät erscheint, kannst Du Dich den Feinstimmern zuwenden. Hier nimmst Du, wie der Name schon sagt, die Feinstimmung vor.

Auf Deinem Stimmgerät wirst Du unter oder über dem Tonnamen einen kleinen Zeiger sehen, der nach links oder rechts ausschlagen kann. Steht er links von der Mitte, bedeutet das, dass der Ton immer noch etwas zu tief ist und die Saite ein wenig mehr gespannt werden muss. Schlägt der Zeiger nach rechts aus, ist der Ton schon zu hoch und die Saite muss etwas gelockert werden.

Die richtige Tonhöhe ist erreicht, wenn der Zeiger genau in der Mitte stehen bleibt. Die meisten Stimmgeräte haben zusätzlich kleine Lämpchen eingebaut oder verfügen über ein Farbdisplay: solange etwas rot aufleuchtet, ist die Saite noch nicht korrekt gestimmt. Grün zeigt Dir an, dass Du den richtigen Ton getroffen hast und mit der nächsten Saite weitermachen kannst.

Auf den meisten Stimmgeräten kannst Du einstellen, welche Stimmung Du verwenden möchtest. Als Standard ist meist ein A auf 440 Hz eingestellt. An der Seite findest Du zwei kleine Knöpfe, an denen Du die Frequenz verändern kannst.

Neben dem Stimmgerät brauchst Du noch weiteres Cello-Zubehör. <-- Hier geht's zu unserer Übersicht.

Cello Stimmen mit einem Referenzton

Wer kein Stimmgerät zur Hand hat oder das Cello stimmen gleich als tägliche Gehörbildungsübung nutzen möchte, kann üben das Violoncello anhand eines Referenztones zu stimmen.

Der Referenzton kann von einer Stimmgabel, einem bereits gestimmten Instrument (zum Beispiel einem Klavier) oder aus einer digitalen Quelle kommen.

Du fängst wiederum mit der A-Saite an und hörst Dir erstmal den Vergleichston ganz genau an. Dann streichst Du die Saite an und vergleichst die beiden Töne mit einander, um zu beurteilen, in welche Richtung Du den Wirbel oder Feinstimmer drehen musst. Vergleiche anschließend noch einmal und wiederhole das Ganze so lange, bis beide Töne genau gleich klingen.

Das Cello Stimmen an den Wirbeln wird mit der Zeit einfacher.
Drehe nur vorsichtig an den Wirbeln, um die Saite nicht zu überspannen. | Quelle: Jairo Zambrano via Unsplash

Wenn Du Dir Deinen Referenzton von einem Klavier holst oder das Cello online stimmen willst. Kannst Du alle Saiten nach demselben Prinzip stimmen. Im Internet findest Du verschiedene Websites zum Cello stimmen online. Sie stellen Dir die Referenztöne für jede einzelne Saite zur Verfügung.

Diese Methode braucht etwas Übung, wird aber mit der Zeit immer besser funktionieren. Sobald es richtig gut klappt, kannst Du zur nächsten Schwierigkeitsstufe übergehen. In diesem Fall wird nur noch die A-Saite anhand des Referenztons gestimmt.

Dabei gehst Du genauso vor, wie oben beschrieben. In einem zweiten Schritt stimmst Du die D-Saite, indem Du sie gleichzeitig wie die A-Saite streichst. Die Spannung der D-Saite muss so angepasst werden, dass eine reine Quinte erklingt. Mit Hilfe von Gehörbildungsübungen kannst Du lernen eine Quinte zu erkennen. Solange sich das Intervall schief anhört oder ungleichmäßig, wellenförmig klingt, musst Du die D-Saite weiter korrigieren.

Sobald der Klang gleichmäßig ist, kannst Du zur G-Saite übergehen und sie gleichzeitig mit der D-Saite spielen. Auch hier passt Du sie wieder so lange an, bis eine reine Quinte erklingt. Zu guter Letzt, wiederholst Du das Ganze mit der C-Saite, die Du mit der G-Saite vergleichst.

Traust Du Dir das Stimmen mit Referenztönen noch nicht zu, hast aber auch grad kein Stimmgerät zur Hand? Das online Cello stimmen funktioniert auch auf dem Smartphone. Es gibt zahlreiche Stimmgerät-Apps, die exakt gleich wie analoge chromatische Stimmgeräte funktionieren.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.