Du hast Dich entschieden Cello spielen zu lernen und möchtest sobald wie möglich damit anfangen? Dafür brauchst Du natürlich erstmal ein Cello und das passende Zubehör. Wenn Du Dir noch nicht ganz sicher bist, ob Du auch wirklich längerfristig dabeibleiben wirst und es erstmal ausprobieren möchtest, kannst Du zu Beginn ein Cello mieten. Entsprechende Angebote findest Du in Musikschulen und im Musikfachhandel.

Für alle, die sich gerne ein eigenes Cello kaufen möchten, haben wir einen Ratgeber zusammengestellt, wie man beim Cello Kauf die perfekte Wahl trifft. Erfahre außerdem welches Zubehör beim Cello lernen nötig ist und wie man die geeigneten Cellonoten finden kann.

Sobald Du alles hast und loslegen willst, wirst Du Dein Cello erstmal stimmen müssen. Wir erklären Dir, wie’s geht.

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Ein Cello kaufen: darauf kannst Du achten

Wer ein Cello kaufen will, steht vor einem großen Angebot in verschiedenen Preisklassen. Für Erstkäufer*innen ist nicht immer eindeutig erkennbar, wie die Preisunterschiede zu Stande kommen. Auffällig ist erstmal, dass die meisten Streichinstrumente aus den gleichen Holzarten gebaut sind: Fichte für die Decke, Ahorn für Zargen, Boden und Hals, Ebenholz für das Griffbrett.

Die Qualitätsunterschiede liegen in der Dauer der Lagerung und der Verarbeitung des Holzes. Findest Du in der Produktebeschreibung die Bezeichnung „massiv“, sind die einzelnen Celloteile jeweils aus einem Stück Massivholz gefertigt und haben damit ideale Schwingungseigenschaften.

Preisgünstigere Instrumente werden oft aus Sperrholz zusammengebaut. Bei diesem werden mehrere dünne Holzschichten kreuzweise übereinander geklebt. Man spricht dabei auch von laminiertem Holz. Wird in der Cellobeschreibung nicht eindeutig geschrieben, dass es sich um massives Holz handelt, wird es ziemlich sicher laminiert sein und dadurch weniger gut klingen.

Achte beim Cello kaufen auf eine gute Verarbeitung.
Ein Cello besteht in der Regel aus Fichten- und Ahornholz. Je nach Lagerung und Verarbeitung können sich große Qualitätsunterschiede bemerkbar machen. | Quelle: Wolfgang Hasselmann via Unsplash

An einem Cello sollten alle Teile sauber und passgenau verarbeitet sein. Weder Holz noch Lack dürfen Risse aufweisen. Die Wirbel müssen fest genug sitzen, um der Saitenspannung standzuhalten, sollten aber trotzdem ohne Kraftaufwand aus dem Wirbelkasten zu ziehen sein.

Neben der Material- und Verarbeitungsqualität gilt es auch das Spielgefühl und den Klang zu beachten. Kaufe kein Cello ohne es vorher ausprobiert zu haben. Lasse Dir am besten mehrere Instrumente, die in Deinem Budget liegen, zeigen und vergleiche sie.

Es ist durchaus möglich für 400 bis 500 Euro ein zuverlässiges Einsteigercello zu finden. Fortgeschrittene Cellist*innen werden jedoch etwas höhere Ansprüche haben und sich nach etwas teureren Modellen umsehen. Dafür musst Du mit Preisen ab 2000 Euro rechnen.

Welches Zubehör braucht man zum Cello spielen?

Wer ein Einsteiger-Cello-Set kauft, wird das Wichtigste sofort in den Händen halten: ein Cello, einen Cellobogen, Kolophonium und eine Cellotasche. Außerhalb der Einsteigerklasse werden Celli aber üblicherweise ohne Zubehör verkauft. Du wirst Dir also alle Bestandteile der Grundausstattung an Cello-Zubehör einzeln zusammenkaufen müssen.

Um das Cello überhaupt spielen zu können, braucht man also erstmal einen Bogen. Die Bogenstange wird aus einem Hartholz, wie Pernambuk oder Brasilholz, oder Kohlefaser hergestellt. Das Wichtigste ist, dass er Dir gut in der Hand liegt. Probiere also verschiedene Bögen aus, denn jede*r Cellist*in hat in dieser Hinsicht andere Vorlieben.

Ein Cellobogen ist mit Haaren aus Pferdeschweifen bespannt. Damit sie beim Spielen die Saiten dauerhaft gut greifen können und geschmeidig bleiben, muss regelmäßig Kolophonium darauf aufgetragen werden.

Ein Cellobogen sollte sorgfältig ausgewählt werden.
Das wichtigste Cello-Zubehör ist der Bogen. | Quelle: Dalton Touchberry via Unsplash

Da der Staub des Kolophoniums beim Spielen auf das Cello kommt und auf die Dauer den Lack beschädigen kann, muss das Cello regelmäßig gereinigt und gepflegt werden. Dafür verwendet man am besten ein Mikrofasertuch und spezielles Cello-Reinigungsmittel.

Zur Pflege des Cellos gehört auch, für eine optimale Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Mit einem Hygrometer kannst Du diese überprüfen und wenn nötig einen Cello-Befeuchter anbringen. Gerade in den kälteren Monaten, bei denen die Luft durch das Heizen austrocknet, sollte auf eine gute Befeuchtung geachtet werden.

Damit Du Dein Cello gut transportieren kannst, brauchst Du eine geeignete Hülle. Hartschalenkoffer sind sehr stabil und schützen das Instrument vor Transportschäden. Sie sind jedoch recht schwer und unhandlich. In Gigbags, gepolsterten Taschen, lässt sich das Cello deutlich komfortabler auf dem Rücken transportieren. Sie bieten jedoch auch weniger Schutz, wenn sie mal umfallen sollten.

Ein Cellobrett oder ein Parkettschoner sorgt dafür, dass das Cello beim Spielen nicht wegrutschen kann und der Stachel den Fußboden nicht beschädigt. Diese Hilfsmittel gibt es in Form von Holzleisten mit mehreren Löchern für den Stachel oder kleinen runden Scheiben mit einem Loch in der Mitte.

Wer viel zu Hause übt und die Nachbarn nicht stören möchte, wird sich einen Dämpfer kaufen müssen. Durch diesen klingt das Cello deutlich leiser. Der Dämpfer kann aber auch als Stilmittel eingesetzt werden. In manchen Stücken wird das Spielen con sordino (mit Dämpfer) von dem Komponisten verlangt.

Zum Cello spielen brauchst Du außerdem einen geeigneten Stuhl, einen Notenständer und ein Stimmgerät.

Wo finde ich Cello-Noten

Damit man von Anfang an viel Spaß am Cello spielen hat und sein Gefühl für Musik weiterentwickeln kann, sollte man nicht nur trockene Übungen, sondern auch einfache Stücke spielen. Cello-Noten für Anfänger gibt es in verschiedensten Musikrichtungen. Du hast die Wahl zwischen bekannten Popsongs, berühmten Filmmelodien und natürlich den großen Werken der klassischen Musik in einer vereinfachten Version.

Cello-Noten für Anfänger findest Du im Musikfachhandel.
Achte darauf, dass die Noten nicht zu kompliziert für Dich sind. | Quelle: Dayne Topkin via Unsplash

Um die passenden Cello-Noten für Dich zu finden, kannst Du auf die Angaben des Herausgebers, auf dem Heft selbst oder in der Beschreibung im Internet, achten. Anfänger*innen sollten erstmal zu Noten greifen, die als „leicht“ oder „für Anfänger“ bezeichnet werden. Zudem wird in der Regel angegeben in welchen Lagen die Stücke gespielt werden können. Hast Du bisher erst in der ersten Lage gespielt, kannst Du also gezielt nach Noten suchen, mit denen Du das weiter üben kannst.

Wenn Du einen Blick in die Noten wirfst, wirst Du schnell erkennen, ob darin Töne oder rhythmische Figuren vorkommen, die Du noch nicht kennst. Ist das der Fall, werden sie noch etwas zu schwierig für Dich sein und Du solltest Dich nach etwas einfacherem umsehen.

Cello-Noten kannst Du im Musikfachhandel kaufen. Das geht sowohl in einem Geschäft bei Dir in der Umgebung oder im Internet. Wenn Du in einen Laden gehst, hast Du natürlich den Vorteil, dass Du Dich persönlich beraten lassen kannst, welches Notenbuch am besten zu Dir passen könnte.

Ältere Werke, die nicht mehr dem Urheberrecht unterliegen, können auch kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden. Für Anfänger*innen kann es jedoch etwas schwierig sein, bei der großen Auswahl das Passende zu finden. Sie sind mit einem Notenheft, bei dem die Schwierigkeit von Stück zu Stück leicht erhöht wird, oft besser bedient.

Wie kann man ein Cello stimmen?

Bevor es mit dem Spielen so richtig losgehen kann, muss das Cello erstmal gestimmt werden. Beim Stimmen geht es darum, dass jede Saite exakt die richtige Spannung hat, damit der gewünschte Ton erklingt. Je fester eine Saite gespannt ist, umso höher klingt sie. Die Cello-Saiten werden, angefangen bei der dicksten, auf die Töne C – G – D – A gestimmt.

Du kannst Dein Cello mit Hilfe eines Stimmgeräts oder anhand von Referenztönen stimmen. ein Stimmgerät zeigt Dir genau an, welcher Ton erklingt und ob er zu hoch oder zu tief ist. Wenn Du mit Referenztönen stimmst, musst Du selbst heraushören, in welche Richtung Du die Saitenspannung korrigieren musst.

An den Wirbeln kann man ein Cello stimmen.
Die Cello-Saiten sind an den Wirbeln aufgezogen und können dort auch gestimmt werden. | Quelle: PIRO4D via Pixabay

Beim Stimmen mit dem Stimmgerät oder mit Referenztönen wird jede Saite einzeln angespielt und gestimmt. Fortgeschrittene Cellist*innen stimmen nur noch die A-Saite anhand eines Referenztons und stimmen dann die restlichen Saiten von dieser ausgehend. Bei dieser Methode werden immer zwei nebeneinanderliegende Saiten gleichzeitig gestrichen. Die noch nicht gestimmte Saite wird so lange angepasst, bis eine reine Quinte zu hören ist.

Größere Korrekturen in der Cello-Stimmung müssen an den Wirbeln vorgenommen werden. Dazu wird der Wirbel, auf dem die zu stimmende Saite aufgezogen ist, vorsichtig ein Stück weit aus dem Wirbelkasten herausgezogen. Soll der Ton höher werden, muss man den Wirbel in Richtung Schnecke drehen. Um die Saite zu lockern dreht man ihn in Richtung Korpus. Ist die richtige Spannung erreicht, wird der Wirbel wieder in den Wirbelkasten gesteckt.

Anfänger*innen sollten beim Stimmen mit den Wirbeln sehr vorsichtig vorgehen und aufpassen, dass sie ihn nicht zu weit drehen. Bei einer allzu hohen Spannung kann es passieren, dass die Saite reißt.

Sicherer ist das Stimmen mit den Feinstimmern auf dem Saitenhalter. An diesen werden auch die kleineren Korrekturen in der Stimmung vorgenommen. Bei diesen musst Du regelmäßig überprüfen, wie weit sie schon hineingedreht sind. Bevor sie auf der Decke aufkommen und Schäden verursachen können, müssen sie komplett herausgedreht werden. In diesem Fall muss dann erstmal eine Grundstimmung an den Wirbeln vorgenommen werden.

Achte beim Cello stimmen auch immer darauf, ob der Steg noch geradesteht. Mit der Zeit kann er sich in Richtung Hals neigen. Dann muss er erstmal wieder aufgestellt werden, bevor das Cello gestimmt werden kann.

Gewöhne Dir an, Dein Cello immer vor dem Spielen erstmal zu stimmen. Es wird dann deutlich besser klingen und Du tust dabei auch gleich etwas für Deine Gehörbildung.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.