Tasteninstrumente, Blasinstrumente, Streichinstrumente – die Einteilung von Musikinstrumenten in Familien orientiert sich nach der Art der Klangerzeugung: Blasinstrumente bringen die Musiker*innen durch ihren Atem zum Klingen, Schlaginstrumente werden mit Stöcken oder den Händen Angeschlagen.

Bei Zupfinstrumenten, wie der Gitarre, werden Saiten durch mit den Fingern oder einem Plektrum in Schwingung versetzt, bei Streichinstrumenten, wird klassischerweise ein Bogen verwendet, um sie anzustreichen.

Auf der ganzen Welt gibt es viele, mehr oder weniger bekannte, Streichinstrumente; beispielsweise die mittelalterliche arabische Rebec oder die polnische Suka. In diesem Artikel stellen wir Dir die vier gebräuchlichsten Familienmitglieder vor: die Geige, die Bratsche, das Cello und der Kontrabass.

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Eine kurze Familiengeschichte der Streichinstrumente

Die ersten Streichinstrumente gab es wahrscheinlich schon vor mehreren hundert Jahren, wenn nicht sogar schon früher. Wir wollen uns hier auf die jüngere Geschichte konzentrieren, in der sich die Formen, die wir heute kennen, herausgebildet haben.

Im Laufe des 15. und 16. Jahrhundert kamen zwei Typen von Streichinstrumenten auf: die Viola da Gamba und die Viola da braccio. Die Bezeichnungen beziehen sich auf die Spielhaltung. Während die Viola da braccio (wörtlich: Armgeige) im Arm gehalten wurde, klemmte man sich die Viola da gamba (wörtlich: Beingeige) zwischen die Knie.

Beide Instrumententypen gab es in verschiedenen Größen und Stimmlagen, von Diskant (oder Sopran) bis Bass. Die kleineren Gamben wurden senkrecht auf das Knie gestellt, während die Bass Viola da braccio zu groß war, um sie im Arm zu halten und ebenfalls zwischen die Beine geklemmt werden musste.

Die heute gebräuchlichen Geigen Arten stammen von der Viola da braccio ab.
Die f-förmigen Löcher sind typisch für Instrumente der Violinfamilie. | Quelle: Umutcan Gunuc via Unsplash

Neben der Spielhaltung, die also nicht immer ganz eindeutig ist, gibt es noch weitere Unterscheidungsmerkmale:

  • Violinfamilie (Viola da braccio): drei bis vier Saiten; in Quinten gestimmt, bundloses Griffbrett
  • Gambenfamilie (Viola da gamba): fünf bis sieben Saiten; in Quart- oder Quart-Terz-Stimmung; mit Bünden versehenes Griffbrett

Unter den heute gebräuchlichen Streichinstrumenten weist der Kontrabass als einziges Merkmale von beiden Typen auf. Die Geige, die Bratsche und das Cello sind klar der Violinfamilie zuzuordnen.

Auch ihre Namen lassen sich davon ableiten. Die Bezeichnung „Bratsche“ stammt ziemlich sicher von dem Wort „braccio“ ab, der italienische Name der Bratsche ist „Viola“.

Violine, wie die Geige auch genannt wird, bedeutet nichts weiter als „kleine Viola“. Die Bass-Viola wurde Violone genannt. Von dieser Bezeichnung stammt das Wort „Violoncello“ ab, was man mit „kleine große Geige“ übersetzen könnte. Das Violoncello, kurz Cello, ist also eine kleine Bassgeige.

Die Geige – Violine

Die Violine ist nun also eine kleine Viola. Aufgrund ihrer geringeren Größe klingt sie höher und übernimmt in einem Ensemble die Diskantstimme, die oft mit der Melodieführung betraut wird. Die vier Geigensaiten werden auf die Töne G – D – A – E gestimmt. Notiert wird die Geigenstimme im Violinschlüssel, bei dem das g‘ auf der zweituntersten Notenlinie steht.

Für den Bau einer Violine benötigt ein erfahrener Geigenbauer mindestens 150 Arbeitsstunden, um die einzelnen Teile in die richtige Form zu bringen, zusammenzusetzen und das fertige Instrument zu lackieren.

Der Aufbau ist bei allen Streichinstrumenten ähnlich.
Bis eine Violine ihren Klang voll entfaltet, sind viele Arbeitsschritte notwendig. | Quelle: Joel Vogt via Unsplash

Der Aufbau der Geige:

  • Korpus: ist aus verschiedenen Teilen zusammengesetzt; dient als Resonanzkörper
    • Decke: obere Fläche, meist aus Fichtenholz; zwei F-Löcher
    • Boden: untere Fläche, meist aus Ahorn
    • Zargen: verbinden Boden und Decke, meist aus Ahorn
  • Hals: meist aus Ahorn; trägt das Griffbrett aus Ebenholz
  • Wirbelkasten: oft aus demselben Stück Holz wie der Hals; beginnt mit dem Sattel am Ende des Griffbretts; trägt vier konische Wirbel zum Aufziehen der Saiten; endet in der kunstvoll geschnitzten Schnecke
  • Im Inneren des Korpus: verschiedene Holzleisten und -klötzchen, die für Stabilität sorgen oder die Schwingungseigenschaften des Resonanzkörpers verbessern
  • auf der Decke:
    • Steg: feines Holzplättchen, meist aus Ahorn; steht auf zwei Füßen; leitet die Schwingung der Saiten an die Decke weiter
    • Saitenhalter: aus Ebenholz, Palisander oder Kunststoff; Vorrichtung zum Einspannen der Saiten; teilweise mit Feinstimmern ausgestattet
    • Kinnhalter: kann angebracht werden, um die Haltung der Geige zu erleichtern

Die vier Saiten der Geige laufen vom Saitenhalter über den Steg, das Griffbrett entlang bis zu den Wirbeln, wo sie aufgewickelt werden. Durch das Drehen der Wirbel kann die Spannung und damit die Tonhöhe verändert werden.

Auf der Geige wird ein Ton erzeugt, indem eine Saite in Schwingung versetzt wird. Über den Steg wird diese Schwingung auf die Decke weitergeleitet, von wo aus sie sich auf den ganzen Korpus überträgt. Dadurch wird die Luft im Inneren der Geige in Bewegung gesetzt und der Ton wird lauter.

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Die Bratsche – Viola

Die Bratsche ist die große Schwester der Geige. Ein ungeübtes Auge kann sie erst unterscheiden, wenn man sie direkt nebeneinanderlegt; dann kann man ganz deutlich den Größenunterschied erkennen.

Der größere Resonanzkörper ist nötig, damit die tiefen Töne voll und warm klingen können. Auf der Bratsche wird nämlich, im Vergleich zur Geige, anstelle einer hohen E-Saite eine tiefe C-Saite aufgezogen. Sie ist damit eine Quinte tiefer gestimmt als die Geige.

Um diese tiefen Töne gut leserlich notieren zu können, werden Bratschennoten im Altschlüssel aufgeschrieben. Hier liegt das c‘, das sich im Violinschlüssel auf der ersten Hilfsline unter dem Notensystem befindet.

Eine Bratsche klingt also tiefer und dunkler als eine Geige. Ihre Größe hat nicht nur einen Einfluss auf den Klang, sondern auch auf das Spielgefühl. Da sie länger ist, liegen die Töne auf dem Griffbrett weiterauseinander. Die Finger müssen also weiter gespreizt werden.

Um die längeren Saiten in Schwingung zu versetzen, muss etwas mehr Druck auf den Bogen gegeben werden. Dazu muss der rechte Arm etwas höher und das Handgelenk gerader gehalten werden.

Das Cello – Violoncello

Das nächstgrößere Streichinstrument ist das Violoncello. Es ist ungefähr doppelt so lang wie eine Geige und viermal so dick. Mit einem Resonanzkörper dieser Größe wird der Klang noch voller und wärmer.

Die Saiten sind deutlich länger und dicker als bei der Violine oder der Viola. Sie werden auf die Töne C – G – D – A gestimmt; eine Oktave tiefer als die Bratsche. Cellonoten stehen meistens im Bassschlüssel, bei dem sich auf der zweitobersten Linie das kleine F befindet (im Violinschlüssel auf der dritten Hilfslinie unter der Notenzeile). Da das Cello einen großen Tonumfang hat, werden für höhere Passagen gerne der Tenor- oder der Violinschlüssel verwendet.

Das Cello spielt im Orchester die Tenorstimme.
Das Cello ist deutlich kleiner als der Kontrabass. | Quelle: Jallen Fosati via Unsplash

Im Aufbau sieht das Violoncello der Geige und Bratsche sehr ähnlich. Der einzige große Unterschied, neben der Größe, ist der Stachel auf der Unterseite des Instruments. Auf diesem wird das Cello beim Spielen aufgestützt. Wenn das Instrument direkt auf dem Boden liegen würde, könnte das Holz nicht frei schwingen und der Ton würde abgedämpft werden.

Ein Violoncello ist zu groß und schwer, um wie eine Geige oder Bratsche im Arm gehalten zu werden. Die sitzenden Spieler*innen stellen es zwischen ihren Beinen auf den Stachel und lehnen es leicht an ihr Brustbein.

Der Kontrabass

Der Riese unter den Streichinstrumenten ist der Kontrabass. Er wird oft im Stehen gespielt und ragt auch dann noch über den*die Spieler*in heraus. Genau wie das Cello wird er dazu auf einen Stachel gestellt, um nicht direkt auf dem Boden aufzuliegen.

Während bei anderen Instrumenten bereits 3/4-Modelle als Kindergrößen gelten, sieht man selten Kontrabassist*innen mit einem 4/4-Bass, der mehr als zwei Meter hoch sein kann. Der 3/4-Bass mit einer Mensur von ungefähr 105 cm und einer Gesamtlänge von ca. 185 cm hat sich als Standardvariante durchgesetzt.

Auf den ersten Blick lassen sich beim Kontrabass viele Gemeinsamkeiten mit dem Cello, der Viola und der Violine feststellen. Er verfügt über die beiden charakteristischen Schalllöcher in F-Form, ist mit vier Saiten bespannt, die über ein bundloses Griffbrett laufen und endet in einer kunstvoll gestalteten Schnecke.

Den ersten Unterschied finden wir bereits direkt unterhalb der Schnecke. Da die Saiten des Kontrabasses sehr dick sind, können einfache Holzwirbel der Spannung nicht standhalten. Am Wirbelkasten wird deshalb eine Mechanik aus Messing angebracht.

Je nach Bauweise haben Kontrabässe leicht abfallende Schultern, die eher an Instrumente der Gambenfamilie erinnern. Der Boden kann wie bei Violinen gewölbt oder flach wie bei Gamben sein.

Der markanteste Unterschied zwischen dem Kontrabass und anderen Saiteninstrumenten ist die Stimmung. Während Violine, Viola und Violoncello in Quinten gestimmt sind, wird beim Kontrabass die Quartstimmung verwendet (E – A – D – G). Besonders in Sinfonieorchestern wird häufig nach unten ein noch größerer Tonumfang benötigt. Dazu werden fünfsaitige Bässe eingesetzt, deren zusätzliche Saite auf ein Kontra-C oder Subkontra-H gestimmt wird.

Die Streichinstrumente in der Musik

 

Der bekannteste Einsatzbereich für Streichinstrumente ist die klassische Musik. Sie gehören zur Standardbesetzung eines jeden Sinfonie- oder Kammerorchesters und treten gemeinsam in einem Streichquartett auf.

Neben ihrer jeweiligen Funktion in einem Ensemble, können sie auch als Soloinstrumente auftreten. Das größte Repertoire gibt es in dieser Hinsicht für die Violine. Es lassen sich aber durchaus auch Viola-, Cello- oder Basskonzerte bekannter Komponisten finden.

Mit einem Streichinstrument bist Du aber nicht auf Klassik beschränkt. Auch in der Pop und Rock Musik werden immer wieder Streicher eingesetzt. Den Weg in die Populärmusik haben sie über den Jazz gefunden, wo sie nach wie vor als Soloinstrumente vertreten sind. Und auch in der Folklore haben sie ihren Platz.

Während Geige, Bratsche und Cello in allen Musikstilen überwiegend mit dem Bogen gespielt werden, ist dies auf dem Kontrabass nur in der Klassik die häufigste Spielweise. In Jazz, wie Rockabilly und Folk werden die Saiten meist mit den Fingern gezupft (Pizzicato).

Du siehst, Streichinstrumente haben nicht nur eine spannende Geschichte, sie sind auch äußerst vielseitig einsetzbar.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.