Ein neues Cello kaufen ist keine Angelegenheit, die man schnell nebenher erledigt. Oft dauert es einige Zeit, bis man das passende Instrument gefunden hat. Man informiert sich, probiert aus, vergleicht.

Wenn man schließlich sein Traumcello in den Armen hält, ist die Freude groß. Doch mit einem Violoncello alleine kann man noch keine Musik machen. Wir stellen Dir hier das wichtigste Cello-Zubehör vor.

Wer ein Einsteiger-Cello-Set kauft, wird bereits eine Cello Grundausstattung erhalten. In der Regel enthalten solche Sets einen Bogen, Kolophonium und die Transporthülle. Im Musikfachhandel findest Du weitere nützliche Utensilien, die Dir das Cello lernen erleichtern werden. Bei höherpreisigen Instrumenten muss das gesamte Zubehör separat dazugekauft werden.

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Der Cellobogen

Auf Streichinstrumenten erzeugt man einen Klang, indem man mit dem Bogen über die Saiten streicht. Ohne den Bogen ist das Cello also noch nicht vollständig. Außer bei Einsteiger-Sets wird er jedoch in der Regel einzeln verkauft.

Das hat einen guten Grund: Cellobögen gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Mit welchem man am besten umgehen kann, ist sehr individuell. Deshalb werden sich nicht alle Musiker*innen, die sich für dasselbe Cello-Modell entscheiden, auch mit dem gleichen Bogen wohlfühlen.

Ein guter Cellobogen erfüllt zwei Bedingungen:

  1. Er liegt beim Spielen optimal in der Hand. Das hängt von der Größe, dem Gewicht und der Gewichtsverteilung ab.
  2. Er erzeugt einen guten Ton. Hierfür ist die Behaarung und ihrer Spannung verantwortlich.

Die Bogenstange muss beim Spielen einer großen Belastung standhalten, darf aber nicht zu schwer sein, um immer noch gut in der Hand zu liegen. Diese Bedingung wird von den Harthölzern Brasilholz und Pernambukholz am besten erfüllt. Die Qualität der Hölzer kann je nach Preisklasse strak variieren.

Neben Holz- findet man auch häufig Karbonbögen. Da es sich bei den verwendeten Kohlefasern nicht um ein Naturprodukt handelt, sind die Qualitätsunterschiede weniger groß als bei Holzbögen.

Für die Klangerzeugung ist die Behaarung entscheidend. Dafür werden die Schweifhaare von Pferden verwendet, da diese sehr rau sind und auf den Saiten gut greifen können. Diese Greif- oder fast schon Klebewirkung unterstützt man mit Kolophonium, das aus Baumharz hergestellt wird.

Der Cello-Bogen ist das wichtigste Cello-Zubehör.
Ein Cellobogen ist mit Pferdehaar bespannt, das regelmäßig mit Kolophonium eingestrichen werden muss. | Quelle: Massimo Sartirana via Unsplash

Das Kolophonium gehört zur Grundausstattung aller Cellist*innen, da es immer vor dem Spielen aufgetragen werden muss. So verhindert man auch, dass die Bogenhaare reißen.

Um den passenden Bogen für Dich und Deinen Spielstil zu finden, solltest Du Dir die Zeit nehmen, verschiedene Modelle auszuprobieren und zu vergleichen.

Ein Cellokoffer

Damit Du Dein Cello sicher transportieren kannst, braucht es eine passenden Transporthülle. Hier wirst Du die Wahl zwischen Koffern mit Hartschale und sogenannten Gigbags, gepolsterte Taschen, haben.

Bereits um Dein Cello vom Musikgeschäft nach Hause zu transportieren, wirst Du eine geeignete Hülle brauchen. Wenn Du Dich für ein Violoncello entscheidest, bei dem keine Hülle zum Lieferumfang gehört, ist es lohnenswert, sich einige Gedanken zu dem Thema zu machen, um von Anfang an die optimale Lösung zu finden.

Die Wahl der geeigneten Cellohülle hängt davon ab, wie oft und wie Du Dich damit bewegst. Den sichersten Schutz bieten Hartschalenkoffer. Ein Cellokoffer wiegt 3 bis 5 Kilogramm und schützt das Cello bestmöglich gegen Stöße. In der Regel werden die Koffer mit Rucksackriemen geliefert, die jedoch nicht immer ausreichend sind, um das Gewicht optimal auf dem Rücken zu verteilen. In diesen Fällen muss ein etwas aufwändigeres Tragesystem angebracht werden.

Hartschalenkoffer sind im Durchschnitt etwas teurer als Softcases, sind bei guter Qualität aber sehr langlebig. Es lohnt sich, in ein etwas besseres Modell zu investieren, um den optimalen Schutz für das Cello zu gewährleisten.

Achte darauf, dass die Wand dick und stabil genug ist, um Stöße abfedern zu können. Helle Farben sind zu bevorzugen, da sie sich in der Sonne weniger schnell erwärmen als dunkle. Damit ist Dein Instrument besser vor Temperaturschwankungen geschützt. Um es vor jeglichen Umwelteinflüssen zu schützen, kannst Du darauf achten, dass der Koffer mit einem Hygrometer zum Messen der Luftfeuchtigkeit und einem Luftbefeuchter ausgestattet ist.

Wer mit seinem Cello hauptsächlich auf dem Fahrrad oder im öffentlichen Verkehr unterwegs ist und es dabei auf dem Rücken trägt, kann zu einem etwas leichteren Softcase greifen. Auch hier ist auf eine solide Polsterung und ein angenehmes Tragesystem zu achten.

Cello-Taschen haben meist mehrere Außenfächer, in denen Noten und weiteres Zubehör untergebracht werden können. Sie sind aber nicht für Transportarten geeignet, bei denen man sie nicht ständig überwachen und festhalten kann (z.B. im Flugzeug oder einem vollbeladenen Auto).

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Ein Parkettschoner oder Cellobrett

Damit das Cello beim Spielen nicht wegrutschen kann und ein empfindlicher Boden nicht vom Stachel beschädigt wird, stellt man es auf einen Parkettschoner oder ein Cellobrett. Die einfachste Variante, um den Fußboden zu schützen, sind kleine Gummikappen, die über den Stachel gezogen werden. Diese verhindern aber meist das Wegrutschen nicht.

Ein Cellobrett ist eine Holzleiste mit mehreren Löchern. Es wird mit einer Schnur am Stuhl befestigt, sodass es sich nicht verschieben kann. Der Stachel wird, je nach gewünschtem Abstand, in eines der Löcher gestellt. Das Cello steht so sehr stabil und der Fußboden ist optimal geschützt.

In der kleineren und flexibleren Variante sind Parkettschoner runde Scheiben mit nur einem Loch in der Mitte. Diese können aus Kunststoff oder aus Holz gefertigt sein. Auch hier ist der Boden gut geschützt und Du hast die Möglichkeit, Deine Position jederzeit zu ändern, in dem Du das Cello mitsamt Schoner verschiebst.

Die Unterseite eines runden Parkettschoners kann mit verschiedenen Materialien beklebt sein, die nicht alle gleich rutschfest sind. Wenn Du regelmäßig auf einem sehr glatten Boden spielst, solltest Du Dich nach einem Modell umsehen, das speziell für rutschige Unterlagen entwickelt wurde.

Der Parkettschoner hindert den Cello-Stachel am wegrutschen.
Mit einem Parkettschoner kannst Du auf jedem Untergrund Cello spielen. | Quelle: Rudy and Peter Skitterians via Pixabay

Cello-Saiten

Wenn Du ein Cello kaufst, wird es bereits mit neuen Saiten bespannt sein. Diese werden auch eine ganze Weile gut klingen. Mit der Zeit werden sie sich durch Umwelteinflüsse und die mechanische Belastung beim Spielen abnutzen und nicht mehr gut klingen. Je älter die Cellosaiten sind, umso schwieriger wird es auch, sie zu stimmen. Früher oder später wird also der Tag kommen, an dem die Saiten ausgewechselt werden müssen.

In seltenen Fällen können Cellosaiten auch plötzlich reißen. Das hat meistens einer der folgenden Gründe:

  • Beim Cello stimmen wurde die Saite zu fest gespannt.
  • Im Steg und Obersattel sind die Saitenkerben zu tief oder nicht gleichmäßig rund.
  • Die Saite wurde falsch aufgezogen und war am Wirbelkasten eingeklemmt.
  • Die Saite war schon sehr alt und spröde oder beschädigt.

Auch wenn diese Ausnahmefälle nicht so oft vorkommen und meist vorbeugbar sind, ist es natürlich ärgerlich, wenn es trotzdem passiert. Damit Du nicht zu lange mit dem Üben pausieren musst, ist es deshalb gut, immer einen Satz Ersatzsaiten zur Hand zu haben.

Der Dämpfer

Dämpfer werden auf Musikinstrumenten in erster Linie dazu genutzt, die Lautstärke zu verringern. Wenn Du in einer hellhörigen Wohnung wohnst und zu Hause üben möchtest, ohne Deine Nachbarn zu stören, wird der Dämpfer Dein ständiger Begleiter sein.

Der Klang wird durch den Dämpfer aber nicht nur leiser, sondern verändert auch seinen Charakter; er wird „nasaler“. Das gedämpfte Spiel kann daher auch als Stilmittel eingesetzt werden. In Noten wird mit der Spielanweisung con sordino angezeigt, dass die betreffende Passage mit Dämpfer gespielt werden soll.

Mit einem Dämpfer kannst Du leiser Cello üben.
Ein Dämpfer sorgt dafür, dass der Steg weniger stark schwingt. | Quelle: Michelen Studios via Unsplash

Auf dem Cello erfolgt das dämpfen dadurch, dass die Masse des Stegs vergrößert wird, wodurch er weniger stark schwingt und den Klang schluckt. Dies kann auf drei verschiedenen Wegen geschehen:

  • der Dämpfer ist eine Art Klemme, die an den Steg gesteckt wird (meist aus Ebenholz)
  • ein Metallkamm wird direkt auf den Steg gesetzt
  • Gummidämpfer werden hinter dem Steg in die Saiten eingehängt und können, je nach Bedarf, verschoben werden

Am größten ist die Dämpfwirkung bei Metalldämpfern, die direkt am Steg liegen. Gummidämpfer hemmen die Schwingung deutlich weniger stark. Der Effekt der Holzklemme liegt dazwischen.

Weiteres Cello-Zubehör

Ein Violoncello wird in der Regel im Sitzen gespielt. Dafür braucht man einen geeigneten Stuhl. Du solltest darauf bequem aufrecht sitzen können und genügend Bewegungsfreiheit haben. Ein Cellostuhl muss stabil sein und darf keine Armlehnen haben. Damit Du die korrekte Spielhaltung einnehmen kannst, muss er außerdem die richtige Höhe haben. Wenn Du keinen Stuhl hast, der dies Bedingungen erfüllt, kannst Du Dich nach einem höhenverstellbaren Musikerhocker umsehen.

Ein Notenständer gehört zur Grundausstattung aller Cello Anfänger.
Auf einem Notenständer kannst Du die Noten gut sichtbar aufstellen. | Quelle: Antoine Julien via Unsplash

Damit Du beim Üben Deine Celloschule und Notenhefte gut sehen kannst, sollten sie auf einen Notenständer gestellt werden. Darauf kannst Du die Cello-Noten so platzieren, dass sie auf angenehmer Höhe vor Dir stehen und nicht herunterfallen.

Ein neues Cello zu kaufen ist eine große Investition. Damit das Instrument auch lange in einem guten Zustand bleibt und Dir Freude bereitet, muss es gut gepflegt werden. Zur Reinigung verwendet man am besten Mikrofasertücher, um keine Kratzer zu verursachen. Mit speziellen Reinigungs- und Pflegemitteln für Celli kann man den Kolophoniumstaub vom Lack entfernen. Auch für die Pflege der Bogenhaare gibt es entsprechende Produkte.

Da das Cello aus Holz besteht, ist es sehr empfindlich gegenüber Schwankungen der Luftfeuchtigkeit. Gerade im Winter, kann ihm die trockene Heizungsluft zu schaffen machen. Ein Befeuchter kann dies ausgleichen und Dein Cello schonen.

Das beste Cello kann nicht gut klingen, wenn die Saiten verstimmt sind. Mit einem Stimmgerät geht das Cello stimmen ganz einfach. Manche Stimmgeräte haben bereits ein integriertes Metronom. So kannst Du Dir sicher sein, dass Du beim Üben das Tempo beibehältst.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.