Legen wir die theoretischen und analytischen Fragestellungen der Chemie mal kurz bei Seite. Vergiss Deine nächste Gleichung oder das Diagramm, die Du fertig machen musst. Dein Experiment und Deine Rechnung kannst Du auch an einem anderen Tag lernen, heute musst Du Dir nichtmal die Fachbegriffe der Chemie anschauen.

Anstatt uns wieder einmal mit Molekülen, chemischen Verbindungen, und Übergangsmetallen zu beschäftigen, schauen wir uns heute die witzige Seite der Chemie an, die unglaublichen Anekdoten, die so manch einen Schüler oder Studenten überhaupt erst in die Arme der Chemie treiben.

Chemie ist nämlich nicht nur Avogadro, kovalente Bindungen und funktionelle Gruppen. Das Fach soll inspirieren. Schauen wir uns also ein paar der verrücktesten Chemiefakten an.

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Wenn Chemiker aus Versehen etwas entdecken

Es gibt zahlreiche weltverändernde chemische Entdeckungen. Einige von ihnen sind aber etwas unerwartet passiert.

Feuerwerke

Man sagt, dass vor etwa 2000 Jahren ein chinesischer Koch dabei war, ein Gericht vorzubereiten, als er drei Zutaten miteinander vermischte, die in der damaligen Küche sehr häufig vorkamen: Kohle, Schwefel und Kaliumnitrat. Letztere Substanz, auch als Salpeter bekannt, wurde schon seit langem als Konservierungsmittel für Essen eingesetzt.

Als die drei Chemikalien vermischt und erhitzt wurden, explodierten sie! Diese Substanz ist im Grunde genommen das, was wir heute als Schwarzpulver kennen. Der Koch soll angeblich die Mixtur in einen Bambusstab gefüllt haben, wo aufgrund des Druckaufbaus der Gase die Explosion noch stärker ausfiel.

Feuerwerke basieren auf Chemie!
Wusstest Du, dass Feuerwerke ohne chemische Reaktionen nicht funktionieren würden?

Wenn Du also nächstes Mal Feuerwerke anschaust, erinnerst Du Dich vielleicht an diesen chinesischen Koch, der sie vor zwei Millenni erfand!

Coca-Cola

Nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg war der im Krieg verwundete Soldat John Pemberton auf der Suche nach schnellem Geld (und einem Ausweg aus seiner Schmerzmittelsucht). Der ursprüngliche Apotheker versuchte sich an einer Reihe chemischer Experimente, mit dem Ziel, ein Medikament für den Verkauf zu entwickeln. Geschäftlich gesehen waren all seine Experimente ein Fehlschlag, außer einem auf der Kokapflanze basierendem “Medikament”, welches seinen Angaben nach gegen Nervosität helfen sollte.

Dieses medizinische Getränk wurde später zu Coca-Cola, aber erst, nachdem Pemberton sein Rezept verkaufte und verstarb! Es war nicht ein Wissenschaftler, sondern ein Geschäftsmann, der aus dem Getränk den weltweiten Hit gemacht hat, der es heute ist.

Unglaubliche Chemiefakten über Deinen Körper

Die Menschheit und Löffel

Menschen bestehen aus Abermilliarden von Atomen, welche wiederum streng genommen aus fast Nichts bestehen, außer leerem Raum. Außer den Elektronen, Protonen und Neutronen bestehen Atomen aus 99,9% Raum! Eine gute Analogie ist, dass die Partikel kleiner als Tennisbälle wären, wenn das Atom so groß wie ein Fußballstadion wäre. Zusammengehalten werden die Partikel nur durch Wellen und atomare Kräfte, Dinge, die man üblicherweise in der Physik durchnimmt.

Würde man aber den Raum zwischen all diesen Partikeln im Atom entfernen, dann wären diese noch kleiner. Man sagt sogar, dass alle Atome aller Menschen auf der Welt ohne diesen Raum auf einen Löffel passen würden.

Wenn Du Dir bei Atomen noch nicht so sicher bist, dann schau Dir Doch unseren Artikel zu den grundlegenden Konzepten der Chemie an.

Wie wertvoll ist dein Körper?

Dein Körper besteht wie alles auf der Welt aus chemischen Elementen. Die häufigsten im menschlichen Körper sind Wasserstoff, Kohlenstoff, Sauerstoff, Calcium, Stickstoff und Phosphor. Weniger aus einem Prozent von Dir besteht aus Kalium, Chlor, Magnesium, Schwefel und Natrium. All der Kram, den Du im Labor verwendest, kommt also auch in Deinem Körper vor!

Würde man Deinen Körper aber in die Atome und Moleküle dieser Chemikalien herunterbrächten, wäre der Wert davon überraschend niedrig. In den 1920er Jahren schätzte ein Chemiker, dass der Gesamtwert der Chemikalien in Deinem Körper einen Marktwert von etwa 0,85 $ hatte, also vielleicht 0,70 €. Heutzutage wärst Du vielleicht etwas mehr wert, sagen wir einen Euro!

Körper und Stifte

Nach Sauerstoff ist Kohlenstoff das am häufigsten im Körper vorkommende Molekül. Das ist keine allzu große Überraschung, denn diese Substanz ist eine der am reichlichsten vorkommenden Substanzen auf dem Planeten und ist der Wissenschaft schon seit tausenden Jahren bekannt.

Kohlenstoff kommt nicht nur in Unserem Körper vor, sondern auch in Bleistiften.
Was hast Du mit diesen Stiften gemeinsam? Ihr besteht aus dem gleichen chemischen Material, nämlich Kohlenstoff! | Quelle: unsplash

Kohlenstoff hat Millionen verschiedener Verwendungen, er kommt in Kohlenwasserstoffen in Benzin und in Polymer in Plastik vor. Aber eine Sache sticht heraus: Aus dem Kohlenstoff in Deinem Körper könnte man fast 10.000 Bleistifte herstellen!

Ein paar unglaubliche Fakten zu Atomen

Atome sind der Menschheit schon seit Ewigkeiten bekannt

Man möchte meinen, dass diese kleinen grundlegenden Teile, über die in jedem Chemiekurs geredet wird, erst vor kurzem entdeckt wurden. Wie soll irgendwer gewusst haben, was auf dieser klitzekleinen Ebene vor sich geht, ohne ein Mikroskop zu haben?

Tatsächlich gibt es in der Geschichte der Chemie aber schon seit einer sehr langen Zeit Überlegungen zu Atomen, die ersten stammen vom Griechen Democritus aus etwa 4000 vor Christus. Der Philosoph - oder “Naturforscher”, wie früher gerne gesagt wurde - wird von vielen als “Vater der modernen Wissenschaft” gesehen!

Es sollte aber angemerkt werden, dass er im Prinzip nur richtig geraten hat, oder dass sich wenigstens eine sehr unwahrscheinliche Hypothese als richtig herausgestellt hat. Es war erst tausende Jahre später im 18. Jahrhundert, als die Atomtheorie nach John Dalton zum wissenschaftlich akzeptierten Wissen wurde.

Du möchtest mehr über John Dalton erfahren? Lies Dir unseren Artikel zu den wichtigsten Chemikern der Weltgeschichte durch.

Glas ist eine Flüssigkeit

Das hier ist in der Chemie eigentlich ein Klassiker, aber dadurch nicht weniger verblüffend. Glas ist kein Feststoff, wie man es erwarten würde, sondern hat in der Tat Eigenschaften einer Flüssigkeit. Glass fließt nämlich, nur halt extrem langsam. Wenn Du ein altes Fenster anschaust, wirst Du bemerken, dass der untere Teil der Scheibe deutlich dicker als der untere ist.

Woran liegt das aber? Glass wird durch extrem schnelles Kühlen einer geschmolzenen Substanz hergestellt. Da der Kühlvorgang so schnell geschieht, kristallisiert die Substanz nicht. Vielmehr ziehen sich die chemischen Bindungen in der molekularen Struktur der Substanz im Grunde genommen zusammen, da ihnen die Thermalenergie fehlt, um sich frei zu bewegen.

Auch wenn man es nicht sehen kann, ist Glass thermodynamisch gesehen eine Flüssigkeit, die jedoch mit einer Geschwindigkeit fließt, die Millionen Jahre brauchen würde, um das zu schaffen, was Wasser in wenigen Momenten schafft.

Wasser fühlt sich auch bei der gleichen Temperatur kälter als Luft an

Bist Du schonmal an einem heißen Tag in einen mutmaßlich warmen Swimmingpool gesprungen, nur um von eiskalten Wasser überrascht zu werden? Dafür gibt es eine wissenschaftliche Erklärung.

Wasser wird sich selbst der gleichen Temperatur wie Luft immer kälter anfühlen. Das liegt daran, dass Wasser um einiges besser als Luft darin ist, Hitze weiterzuleiten. Luft ist ein Wärmeisolator, deshalb wird in den Wänden unserer Häuser auch eine Luftlücke zwischen zwei Schichten gelassen. Luft ist um einiges weniger dicht als Wasser, was bedeutet, dass die Atome weiter voneinander entfernt sind. Dadurch kann Thermalenergie nicht so leicht weitergeleitet werden!

Schach und Atome

Das hier ist der blanke Wahnsinn!

Die meisten Physiker sind sich einig, dass das gesamte Universum etwa 10⁸⁰ Atome beinhaltet. Das ist eine Zehn mit 25 Nullen drangehängt, oder . Also eine riesige Nummer.

Egal aber, wie hoch diese Zahl ist, die Anzahl an möglichen Schachzügen ist noch höher, nämlich 10¹²⁰. Diese Nummer ist zwar nur eine Schätzung eines Mathematikers, der versuchte, einem Computer Schach beizubringen. Aber sie basiert auf dreißig möglichen Zügen zu jedem Zeitpunkt eines Spieles, welches im Durchschnitt etwa dreißig Züge dauert.

Mit diesem Wissen sind sowohl Schach als auch Chemie gar nicht so langweilig!

Fun-Facts zu Säuren und Basen

Basen und Seife

Wahrscheinlich verwendest Du Basen häufiger als Du denkst, denn sie sind eine der Hauptzutaten von vielen Haushaltreinigern wie etwa Bleichmittel oder Backpulver.

Man hat Dir bestimmt schonmal gesagt, “Trag Handschuhe, wenn Du Bleichmittel verwendest!” Auch im Chemielabor oder im Chemieunterricht in der Schule wird man davor gewarnt, Basen anzufassen. Aber woran liegt das?

Der Grund dafür ist, dass Basen Deine Hände zu Seife machen! Sie reagieren mit den Fettsäuren auf Deinen Händen in einem Prozess namens Verseifung. Wenn Du also Bleichmittel berührst, fängt Deine Hand an, sich ziemlich glitschig und glatt anzufühlen. Wie gesagt, sie werden zu Seife!

Magensäure

Dein Magen besteht aus einer Menge Säure - eine Mischung aus Salzsäure, Natriumchlorid und Kaliumchlorid in verschiedenen Konzentrationen - welche bei der Verdauung und dem Abtöten von Bakterien hilft. Du kannst sie Dir als eine Art der biologischen Verteidigung gegen Krankheiten vorstellen, die durch die Speiseröhre in den Körper gelangen.

Die Magensäure aber ist unglaublich. Sie hat einen pH-Wert zwischen 1 und 3 und ist damit so stark wie Batteriesäure, stark genug, um Metal zu zerschmelzen. Würde sie auf Deine Haut fallen, würde sie direkt hindurch ätzen.

Es ist wirklich ein Wunder der Biologie, dass wir jeden Tag mit diesem Zeug im Körper herumlaufen.

Bienen, Wespen - Säuren, Basen

Die faszinierende Dichotomie zwischen Säuren und Basen wird jeden Chemiegrundkurs dominieren. Das spannende daran ist aber, dass die Welt der Chemie sich überall in der Natur und den Lebewesen um uns herum zeigt.

Bienenstiche sind sauer, Wespenstiche basisch.
Der Unterschied zwischen Bienen und Wespen liegt unter anderem darin, dass ihre Stiche chemisch gesehen komplette Gegenteile sind! | Quelle: unsplash

Ein gutes Beispiel sind etwa Bienen und Wespen, zwei allsommerliche Nervensägen, die Eine brummend aber schmerzhaft, die Andere bösartig und übel. Diese Insekten sind aber insofern eine perfektes Paar, als das sie chemisch gesehen komplett gegenteilig operieren. Der Stich einer Biene ist sauer, während der einer Wespe basisch ist!

Technisch gesehen ist das beste Gegengift zu einem Bienenstich also ein Wespenstich am gleichen Ort - und umgekehrt. Das sollte den Schmerz neutralisieren!

Falls Du noch nicht genug Chemie für heute hast, lies Dir unseren Artikel zu den wichtigsten Chemie Laborgeräten durch!

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Siad

Student der Poltikwissenschaft, Hobbiefotograf und Kochbegeisterter. Spezialität: Hummus