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So findest Du die beste Form von Boxen für Frauen

Von Anna, veröffentlicht am 30/04/2019 Blog > Sport > Boxen > Welche Boxstile gibt es für Frauen?

Der Deutsche Boxsport-Verband zählt 868 Vereine und 82.271 Mitglieder (Stand Dezember 2018), Tendenz steigend. Dazu kommen zahlreiche an Boxen angelehnte Workouts in Fitnessstudios, Privatkursen und Onlinekursen, wie beispielsweise Fitnessboxen, Kardioboxen, Body Combat Fitness usw.

Du dachtest bisher immer, dass das ein gewalttätiger Sport ist, der nur für Männer geeignet ist? Weit verfehlt! Immer mehr Frauen fangen an zu boxen oder machen verwandte Trainings und genießen die Mischung aus Körper & Geist, Kraft & Taktik, Disziplin & Emotionen …

„Doch welche Form des Boxens passt denn nun am besten zu mir?“, fragst Du Dich vielleicht. Finde es hier heraus!

Boxen für Frauen: zwischen Kampf und Fitness

Boxen ist nicht einfach nur drauf losprügeln und hat ganz klare Grenzen und Regeln. Und das gilt natürlich für alle Boxarten, die sich jeweils in ihrem Stil unterscheiden, und auch darin, welche Körperteile (und eventuell Geräte) man zum Kämpfen benutzen darf und welche Körperstellen des Gegners angegriffen werden dürfen.

Man unterscheidet nach Boxstilen und teilweise sind auch die Regeln für Männer und Frauen unterschiedlich. Bei manchen Boxstilen dürfen die Männer in offiziellen Wettkämpfen zum Beispiel auf den Kopf zielen, die Frauen nicht. Aber auch bei den Boxarten an sich gibt es Disziplinen, die von Frauen bevorzugt werden und andere von Männern.

Du willst eine neue Challenge? Immer mehr Frauen lernen Boxen. | Quelle: Pexels

Egal, ob Mann oder Frau und welche Kampfsport: Selbstbeherrschung, Disziplin, Kampfgeist und eine sehr gute Körperbeherrschung sind das A und O in diesem Bereich!

Beim Frauen-Boxen unterscheidet man in der Regel auch folgende zwei Ausprägungen:

  • Kampfboxen („richtiges“ Boxen mit Boxkämpfen)
  • Fitnessboxen (Trainingsprogramme mit Boxelementen)

Bei der ersten Kategorie handelt es sich um richtiges Sportboxen im Club oder im Verein und mit richtigen Kämpfen gegen andere Boxerinnen. Man macht also nicht nur den Körper für die Herausforderung fit, sondern lernt auch konkret, wie man schlägt, angreift, abwehrt, also Schläge verteidigt, was die Regeln sind, wie man sich im Boxring und gegenüber dem Schiedsrichter zu verhalten hat, und so weiter und so fort.

Bei der zweiten Kategorie geht es vor allem um die Fitness, die dahinter steht, der Kampf rückt eher in den Hintergrund. Das Hauptziel ist, fit zu werden (oder zu bleiben), sich auszupowern, einfach Sport zu machen, den Körper in Form zu bringen, Muskeltraining/Krafttraining zu machen usw.

Die Zielsetzung ist zwar ein andere, aber für beide braucht man eine gute Portion Motivation, körperliche Fitness, eine starke Selbstdisziplin. Und natürlich sind auch einige Übungen im Training gleich: Aufwärmen, Schlagübungen, Kraftübungen, Ausdauer, Ausdehnen usw.

Folgende Ausrüstung ist außerdem nötig, wenn man Boxen will (manche Gegenstände mehr oder weniger, je nachdem, ob man „richtig“ boxt oder es eher als Freizeitsport macht):

  • Boxhandschuhe
  • Einen Boxmantel für den Kampf im Ring
  • Einen Boxsack und/oder eine Boxbirne (Punching-Ball)
  • Schutzausrüstung (Mundschutz, Kopfschutz, Handbandagen usw.)
  • Boxschuhe, um super schnell auf den Beinen zu sein

Einfach mal auf die Boxbirne einzudräschen, kann wahnsinnig stressabbauend sein und tut niemandem weh (außer vielleicht irgendwann Deinen Fäusten …). Wenn Du aber mit System trainieren und Dich weiterentwickeln willst, empfehlen wir Dir nicht nur, Dich zwischen Fitness- und Kampfboxen zu entscheiden, sondern auch für eine bestimmte Art von Boxen. So kannst Du Dich genau auf die Anforderungen dieser Disziplin konzentrieren und Schritt für Schritt vorankommen.


Ich persönlich arbeite an meiner allgemeinen Kondition, indem ich nach jedem Boxtraining noch eine Runde Seilspringen, dann Bauchübungen und zum Schluss natürlich das Ausdehnen dranhänge. So hole ich jedes Mal das Maximum aus meiner Session raus! – Laura, 23.


Verschiedene Trainings helfen beim Boxen. Beim Boxtraining macht der richtige Übungsmix einiges aus. | Quelle: Pexels

Die Boxarten, die von Frauen praktiziert werden

Frauen-Boxen an sich ist kein eigener Sport, sondern sagt einfach aus, dass der Boxsport von Frauen ausgeübt wird bzw. die zwei Teilnehmenden an einem Kampf eben weiblichen Geschlechts sind. Auch im Training bleiben die Geschlechter weitestgehend unter sich.

Hier einige Boxstile, die sowohl von Männern als auch von Frauen praktiziert werden:

  • Savate (Französisches Boxen); vor allem in Frankreich bei Frauen extrem beliebt
  • Englisches Boxen (das klassische Boxen, wie ma es aus dem Fernsehen kennt)
  • Thaiboxen
  • Kickboxen (Amerikanisches Boxen)
  • Burmesisches Boxen (Lethwei)

Diese Boxarten sind mit die bekanntesten, aber natürlich gibt es zahlreiche Unterarten, Mischformen usw. Welche Boxart man als Frau bevorzugt, hängt ganz davon ab, wie hart man es mag bzw. was der Fokus ist.

Savate ist eher sanfter und beinhaltet auch Sprünge. Beim Kickboxen sind die Beine extrem wichtig, wie der Name erahnen lässt und Lethwei ist eine der härtesten Boxarten überhaupt … Beim Englischen (klassischen) Boxen dagegen arbeitet man nur mit den Fäusten und zielt vorwiegend aufs Gesicht und den Oberkörper.

Beim Thaiboxen spielen auch die Ellenbogen und Knie eine wichtige Rolle, was das Ganze komplexer und technischer macht. Manche Boxarten eignen sich besser für Anfänger (z.B. Englisches Boxen, Savate und Kickboxen ohne Low-Kick). Andere sind schwieriger und vielleicht eher etwas, wenn man schon etwas Erfahrung im Kampfsport hat (z.B. Thaiboxen und Lethwei).

Dann gibt es noch Box-Unterarten, die speziell für Frauen entwickelt wurden und eher Fitnessprogramme mit Boxelementen sind:

  • Fitnessboxen
  • Aeroboxen
  • Karidoboxen
  • Body Combat Workout
  • Selbstverteidigungskurse für Frauen
  • usw.

Wenn Du überlegst, welche Art von Boxen oder Boxtraining Du machen willst, kann es auch hilfreich sein, sich erst einmal konkrete Ziele zu stecken: Willst Du abnehmen, in Form bleiben, einfach gesünder leben, Muskeln aufbauen, bestimmte Körperpartien definieren, Selbstverteidigung lernen …?

Je nach Zielsetzung den richtigen Boxkurs auswählen

Auch wenn es von außen teilweise so einfach aussieht, kann man natürlich nicht einfach in den Ring steigen und drauf losprügeln. Man muss die richtige mentale Eistellung haben und die verschiedenen Techniken beherrschen. Wie ist meine Ausgangsposition? Wie greife ich an? Wie wehre ich Schläge ab? Wie erkenne ich die Schwächen meiner Gegnerin und nutze diese aus?

Auch die Beinarbeit und ständige Konzentration sind extrem wichtig. Der Boxsport ist außerordentlich strategisch (viel stärker, als Laien meinen) und die kleinste Unaufmerksamkeit kann fatal sein. Ein starker Wille, kühler Kopf und höchste Konzentration sind also unerlässlich.

Welche Boxart Du auswählst, hat also auch damit zu tun, inwieweit Du diese Eigenschaften bereits besitzt oder lernen willst. Und natürlich auch, wie ernst es Dir mit dem Sport ist. Willst Du wirklich Kämpfe bestreiten oder eher eine Art „durch Boxelemente gepimptes Fitness“ machen?

Und natürlich trainiert man auch nicht nur Boxen, um eine gute Boxerin zu werden: Krafttraining, Muskeltraining, richtiges Aufwärmen und Ausdehnen sowie Ausdauer, Stabilitätsübungen und Koordinationsübungen können alles Teil des Boxtrainings sein.

Welche Boxarten gibt es? Es gibt extrem viele Arten und Varianten beim Boxen. | Quelle: Pixabay

Boxen ist nicht gleich Boxen:

  • Body Combat
  • Full-Contact-Kickboxen
  • Chinese Boxing
  • Free Fight
  • Kickboxen
  • MMA
  • Jiu Jitsu
  • Kardioboxen
  • Selbstverteidigung
  • usw.

Du hast es bereits bemerkt: Die Auswahl ist riesig und die Wahl fällt sicher nicht leicht. Deswegen solltest Du Dir jetzt überlegen, was Deine Hauptziele sind und wie viel Zeit und Motivation Du investieren kannst. Und soll Boxen Dein Hauptsport sein oder willst Du es eher als zusätzliches Training in Dein Programm aufnehmen und damit Deine anderen Workouts ergänzen? Um den Körper zu stählen, ist das sicherlich eine gute Option!

Eine weitere Frage ist: Wie gewalttätig soll die Boxart sein? Willst Du wirklich Aggressionen abbauen und echt kämpfen? Dann musst Du aber auch bereit sein, einzustecken und Schmerzen aushalten können. Überleg’s Dir, denn nicht jeder bzw. jede hat vielleicht Lust, am nächsten Tag mit einem Veilchen in die Arbeit zu gehen.

Es gibt aber auch zahlreiche Unterarten und Abwandlungen des klassischen Boxens, die weniger aggressiv sind und bei denen man sich nicht wirklich aktiv verletzt (zumindest nicht absichtlich). Wenn Du nicht ganz so hart im Nehmen bist und es Dir eher um den Fitnessaspekt geht, solltest Du Dich vielleicht für Fitnessboxen oder Kardioboxen entscheiden und nicht gerade fürs Englische Boxen …

Wenn Du es Dir leisten kannst, ist es natürlich ideal, wenn Du mit einem Boxlehrer bzw. Personal Coach trainieren kannst. Er oder sie kann individuell auf Deine Bedürfnisse eingehen und Dich immer wieder motivieren. Eine Boxtrainerin weiß auch ganz genau, was Du als Frau brauchst, welche Geräte sie beim Training dazu nehmen kann und wie man besonders effizient abnimmt (falls das eins Deiner Ziele ist):

  • Sanftes Boxtraining
  • Fitnessboxen
  • Crosstraining aus Boxen und Pilates
  • Kardioboxen

Du wärst auch nicht die Einzige, die eine Boxsportart als Ergänzungstraining zum restlichen Sportprogramm macht: Viele Promis praktizieren eine Kampfsportart, um Stress abzubauen und den Körper in Form zu halten. Der berühmte Fußballer Zlatan Ibrahimovic zum Beispiel macht Taekwondo. So baut er zusätzlich Kraft auf. Zahlreiche Olympia-Sportler machen außerdem Boxtraining als Kardioeinheit!

Wie und wo kann ich als Frau Boxen trainieren?

Um als Frau Boxen zu lernen, kannst Du Dich an viele verschiedene Einrichtungen und Verbände wenden:

  • Boxschule
  • Boxclub/Boxverein
  • Fitnessstudio, das Boxtrainings anbietet
  • Privater Boxlehrer

Je nachdem, was Deine Ziele sind, kannst Du aus verschiedenen Kursen wählen:

  • Boxen für Anfänger (Anfängerkurs Boxen)
  • Klassisches Boxtraining 1x die Woche
  • Ferienkurs Boxen
  • Spezialworkshop Boxen
  • Gruppenkurs Boxen
  • Einzelunterricht in Boxen
  • Intensivkurs Boxen

Gerade wenn Du in einer größeren Stadt wohnst, findest Du sicher das richtige Angebot für Dich. In kleineren Städten wird es vielleicht etwas schwieriger. Hör Dich einfach mal um, was es so gibt. Sonst findest Du vielleicht einen Privatlehrer Boxen oder zur Not gibt es ja auch noch Internetvideos und Workouts zum selber zu Hase Trainieren.

Wenn Du Sportboxen machen willst, also auch an offiziellen Wettkämpfen teilnehmen willst, empfehlen wir Dir, Dich in einem richtigen Boxverein anzumelden. Dort findest Du die besten Strukturen vor, Boxen als Leistungssport zu machen.

Wenn Du dann noch spezielle Techniken weiterentwickeln willst oder auf der Suche nach einer ganz individuellen Betreuung durch einen Personal Trainer mit Boxerfahrung bist, legen wir Dir natürlich auch unsere Plattform Superprof ans Herz! Dort findest Du leidenschaftliche Lehrer und Trainer für die unterschiedlichsten Bereiche! Und die meisten von ihnen bieten die erste Stunde gratis an, Du kannst also ganz unverbindlich reinschnuppern und herausfinden, wer am besten zu Dir passt!

Bist Du bereit für eine neue Challenge? Dann häng Dich jetzt rein, hol das Maximum für Dich raus und werde die neue Mikaela Tyson!

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