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Was ihr über das Vibrato auf der Geige wissen müsst

Von Funzi Olga, veröffentlicht am 13/02/2019 Blog > Musik > Violine > Vibrato auf der Geige lernen: Die richtigen Techniken

Klassische Musik wird bei vielen Musikvirtuosen als beruhigende Melodie zur Entspannung oder Konzentration wahrgenommen.

Das berühmte Vibrato, das man von den Klängen verschiedener Streichinstrumente kennt, wird häufig zum Ausdruck von Emotionen eingesetzt.

Über die Klassik hinaus erlaubt es dem Musiker in allen Musikstilen, verschiedene Nuancen einer Note erklingen zu lassen und so mit den schönsten Stücken zu bezaubern.

Nun, was ist Vibrato ist und spielt man es auf der Geige?

Vibrato erfordert eine echte akrobatische Leistung von Fingern und Arm. Neben dieser Übung wirkt Musiktheorie kinderleicht.

Wenn ihr die Musiklehre jedoch erstmal beherrscht, könnt ihr jedoch immer auf sie zurückgreifen und euch zum Beispiel an Improvisation im Geigenspiel erfreuen.

Das Vibrato, das unter anderem im Klavier-, Gitarren-, Geigenunterricht gelehrt wird, nimmt je nach Instrument verschiedene Formen an.

Man kann es darüber hinaus auch auf der Block- und Querflöte, auf dem Saxophon, Cello oder Kontrabass spielen.

Mit eurer Geige oder eurer E-Geige, die ihr euch vielleicht kürzlich im Musikfachhandel gekauft habt, werdet ihr in Kürze zum Meister oder zur Meisterin der Vibrato-Improvisation.

Ob Jazz Vibrato oder klassisches Vibrato. Wir haben die Tipps für eure Vorlieben. Also ran an die Geigen!

Was genau ist das Vibrato?

Das Vibrato wird von den größten Musikern benutzt und von angehenden Geigespielern angestrebt. Es ist eines der wichtigsten Aspekte in der Geigenmusik.

Sowohl auf klassischer als auch E-Geige erlaubt es, Nuancen in die Stücke einfließen zu lassen und ihnen somit schöne Farben und Klänge zu verleihen.

Aber was ist nun eigentlich das Vibrato?

Das Vibrato ist auch im Jazz eine beliebte Technik. Auch der Jazz Violinist Eddie South nutze das Vibrato. | Quelle: The Library of Congress via VisualHunt

Wikipedia definiert es so:

Das Vibrato (seltener auch Bebung) ist in der Musik die periodisch wiederkehrende, geringfügige Veränderung der Frequenz eines gehaltenen Tons. Im Gegensatz zu einem nicht vibrierenden Ton wird ein Ton mit angemessenem Vibrato als lebendig und expressiv wahrgenommen.

Normalerweise fällt der Begriff im Kontext des Gesangs. Mit ihren Stimmbänder variieren Sänger die Frequenz der Note. Es handelt sich um eine Variation des Klangs in der Tonhöhe.

Geiger erzeugen ein Vibrato, indem der Finger der linken Hand eine schwingende Bewegung macht, während sie Druck auf die Saiten am Geigenhals ausüben.

Es ist eine Art leichtes Zittern von rechts nach links, also von Schnecke zum Korpus des Instruments. Die Bewegung ermöglicht es, die Saite zum Schwingen zu bringen, wodurch das Vibrato erzeugt wird.

Achtet jedoch darauf, es nicht zu häufig einzusetzen.

Das Vibrato muss zur richtigen Zeit gespielt werden. Wenn ihr Hilfe braucht, abzuschätzen, wann die Technik angemessen ist, bittet euren Geigenlehrer um Hilfe.

Alternativ könnt ihr euch das Stück auch einfach noch einmal genau anhören. Habt Vertrauen in euer geschultes Ohr.

Vibrato ist eine musikalische Spielkunst, die der Töne der Geige eine beruhigende Note verleiht. Sie ist damit nicht umsonst ein Musikinstrument, das auch therapeutische Zwecke erfüllt.

Zum Beispiel findet man die Violine im Rahmen der Behandlung und Pflege von Chemotherapie-Patienten in Krankenhäusern.

Solltet ihr Geige spielen selber lernen wollen, braucht ihr eine Menge Motivation! Wir geben Euch einige Tipps zum Geige Lernen.

Wie kann man das Vibrato auf der Geige variieren?

Die Vibrato Technik gibt einem Stück also einen schönen Klang. Aber welche Art von Vibrato soll wann verwendet werden?

Ob Jazz oder Klassik, Vibrato wird nicht immer auf dieselbe Art und Weise gespielt.

Ihr fragt euch worin die Unterschiede bestehen?

Es ist wichtig zu wissen, dass das Vibrato sich immer auf die Tonhöhe unterhalb der tatsächlich gewünschten Note bezieht.

Unser Ohr funktioniert nämlich so, das die höchste Frequenz ausschlaggebend dafür ist, welchen Ton wir wahrnehmen. Dies ist eine Goldene Regel und somit äußerst wichtig.

Um das Vibrato einwandfrei zu beherrschen sind Kenntnisse der Musiktheorie daher voraussetzend:

  • Rhythmik
  • Frequenz
  • Notenlehre und Pausen
  • Notenschlüssel
  • Tonlehre
  • Tempolehre
  • Harmonielehre
  • Tonleitern

Die Geschwindigkeit und Dauer eines Vibratos hängt davon ab, welche Wirkung ihr erreichen möchtet. Je nach Musikstil kann das Vibrato variieren:

  • Jazz
  • Gypsy-Jazz,
  • Keltische Musik
  • Klassik
  • Blues
  • Weltmusik
  • Zeitgenössische Musik
  • Französische Chansons
  • Folk

Das Vibrato wird im Jazz nicht das gleiche sein wie jenes in der Klassik oder im Blues. Der Zweck des Vibratos liegt darin, Emotionen mit der Musik zu betonen und auszudrücken.

Das berühmteste bleibt dennoch das „klassische“ Vibrato. Es charakterisiert sich durch seine kurze Dauer und schnelle Spielweise. Ihr seid dennoch frei, es nach eurem eigenen Stil zu interpretieren.

Theoretisch kann das Vibrato auf jedem Instrument gespielt werden. Wusstet ihr das? Hört bei der Musik einfach mal aus Spaß genau hin, selbst wenn es keine Geige in dem jeweiligen Stück gibt.

Es hilft euch, euer Ohr zu schulen und verschiedene Perspektiven bezüglich des Vibratos kennen zu lernen.

Wollt ihr diese Technik in einem Online Geigenunterricht erlernen?

Ihr befürchtet, nicht genug Kenntnisse zur Musiktheorie zu haben, um das Vibrato beherrschen zu lernen?

Wann sollte man anfangen, Vibrato zu lernen?

Ihr habt gerade mit dem Violine lernen angefangen und möchtet schon mit dem Vibrato spielen loslegen?

Ab wann Geige lernen angebracht ist, ist eine Sache. Aber für das Vibrato bedarf es egal in welchem eine Gewisse Erfahrung mit dem Instrument.

Für die Vibratotechnik braucht ihr Vorerfahrung. Sie ist nicht unbedingt für Geige Anfänger empfohlen.

Es braucht Übung, bis man das Vibrato beherrscht. Das Vibrato ist keine Spieltechnik für Anfänger. | Quelle: Ira Selendripity via Unsplash

Was sind die Gefahren?

Als Geige Einsteiger könntet ihr das Vibrato falsch spielen. Durch mangelnde Erfahrung geht ihr das Risiko ein, es nicht nur falsch zu spielen, sondern zu oft zu einzusetzen.

Wenn die Fehler erstmal drin sind, ist es schwer, eine falsch angewöhnte Spieltechnik zu korrigieren. Vor allem dann, wenn man das Geige spielen lernen selbstständig übernimmt.

Es bedarf in der Regel zwei bis drei Jahre Geigenunterricht, bis es mit dem Vibrato-Training losgehen kann.

Diese Zeit ist wichtig, um während der Übung am Instrument, eure Handgelenke an verschiedene Gesten zu gewöhnen.

Euer Gehirn braucht ebenfalls die Zeit, Grundlagen der Geige aufzunehmen. Wenn dies erstmal geschehen ist, wird es einfacher fallen, sich auf das Vibrato zu konzentrieren.

Auch wenn ihr eher schnell mit eurem musikalischen Lehrplan voranschreitet, solltet ihr euch mit dem Fingersatz der linken Hand am Geigenhals gut auskennen. Sobald eure Finger genau wissen, wo sie zu liegen haben, könnt ihr mit der Anwendung des Vibrato beginnen.

Habt dennoch weiterhin Geduld! Nur so vermeidet ihr Flüchtigkeitsfehler. Respektiert ihr diese Hinweise, ist das online Geige lernen durchaus eine Möglichkeit, auch die Vibrato-Technik zu erlernen.

Vibrato auf der Geige lernen: Wie geht das?

Ihr meint, ihr seid bereit mit dem Vibrato loszulegen?

Schauen wir uns an, wie man es konkret umsetzt.

Seid darauf eingestellt, dass diese Technik viel Arbeit und Übung erfordert. Gebt nach den ersten oder zweiten Versuchen nicht auf.

Ein gelungenes Vibrato wird sich gewiss nach den ersten zehn- oder zwanzig Übungseinheiten mal blicken lassen. Wenn es euch erstmal gelingt, verfliegt jeder Zweifel!

Also, wo fangen wir an?

Zunächst macht ihr eure Handgelenke warm. Davon hängt im Wesentlichen ab, ob ihr mit dem Vibrato Erfolg haben werdet oder nicht.

Die Technik erfordert den Einsatz des Handgelenks, aber auch den des Unterarms und der Finger.

Mit der Fingerspitze drückt ihr die Saite auf den Geigenhals. So entsteht der Ton. Der Finger dient beim Vibrato als Drehmoment.

Nun liegt es am Unterarm, eine schwingende Bewegung zwischen der Geigenschnecke und dem Korpus des Instruments zu erzeugen.

Sobald ihr die Schwingung sicher beherrscht, könnt ihr ausprobieren, die Bewegung zu verstärken.

Klemmt dabei die Geige fest zwischen Kinn und Schulter, um den Arm zu erlauben, einen größeren Abstand zum Resonanzkörper aufzubauen.

Wagt euch nun langsam näher an den Finger im Drehmoment heran.

Achtet darauf, die Geige nicht loslassen!

Der Arm hält das Instrument nicht länger, wenn er sich entlang der Geige bewegt. Hier sind die Praxistrainingsstunden gedacht, die euch dazu verhelfen, das Vibrato zu beherrschen.

Wärmt euch vor dem Üben auf. Macht eure Handgelenke und Finger vor dem Geige spielen warm. | Quelle: Franck Michel via unsplash

Wenn ihr es aber erstmal beherrscht, werdet ihr euch an schönen Vibratos erfreuen.
Achtet trotzdem darauf, es nicht überall und zu jederzeit zu platzieren.

Es ist nämlich nicht nur wichtig zu wissen, wie man das Vibrato spielt, sondern genauso wichtig, es richtig zu platzieren.

Es nimmt dem Stück sonst die Eleganz und wirkt nutzlos statt verzaubernd.
Einige Leute verzichten vollständig aufs Vibrato.

In jedem Fall ist es auf eine kunstvolle Weise zu verwenden.

Wenn ihr die Technik anwenden wollt, spielt euer Stück zunächst ohne Vibrato. Nur so wird euer Ohr erkennen, wann es platziert werden muss. Euer künstlerischer Sinn prägt sich aus.

Vibrato auf der Geige lernen: Wie gelingt das?

Wenn man es nur so erklärt, scheint das Vibrato einfach zu spielen zu sein. Lasst euch nicht täuschen, es braucht viel Übung, bevor man es tatsächlich beherrscht.

Mehrere Übungen und Etappen sind notwendig, um die Bewegung schrittweise aufzunehmen.

Zuerst lernt ihr, die Geige zwischen Kinn und Schulter zu halten.

Mit anderen Worten, werdet ihr keine Chance haben, wenn ihr nicht die richtige Körperhaltung eines Geigers beherrscht. Eine gerade Haltung ist notwendig, sodass der Arm den Geigenhals loslassen könnte.

Die perfekte Gelegenheit, um gleichzeitig eure Handgelenke warm zu machen!

Die Körperhaltung zu wahren, ist nicht immer einfache Übung! Das Geheimnis liegt in der Entspannung.

Gestresste Violinisten werden nie in der Lage sein, richtig zu spielen.

Ein Grundsatz, der auch auf jeden anderen Musiker zutrifft.

Die Richtige Haltung ist wichtig für den Erfolg. Körperhaltung ist das A und O beim Geige spielen | Quelle: Michel Catalisano via unsplash

Ein paar Atemübungen vorab können euch bei der Entspannung helfen.

Nun könnt ihr euren Arm entlang des Geigenhalses hin und her zu bewegen. Das Ziel ist es, Flexibilität im Arm aufzubauen, sodass dieser sich abwechselnd nach außen öffnet und zum Korpus zurückkehrt.

Diese Übung könnt ihr mehrmals am Tagen durchführen.

Sobald ihr euch sicher fühlt, beschleunigt die Bewegung.

Wählt schließlich eine Note aus und positioniert euren Finger. Wiederholt das Hin- und Hergleiten des Arms und behaltet den Finger auf der Saite. Der Druckfinger muss auch eine leichte Hin- und Herbewegung ausführen.

Macht auch diese Übungen mehrmals. Zum Beispiel bei jedem Geigenunterricht mit oder ohne Lehrer.

So wird das Vibrato für euch angehende Virtuosen bald kein Mysterium mehr sein.

Neugierig geworden? Warum probiert ihr nicht auch die E-Geige aus?

 

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