Für viele Menschen, die noch nie ein Instrument spielen gelernt haben, scheint die Musiktheorie, das Noten Lesen, die Rhythmik ein großes Mysterium zu sein. Oft ist es genau das, was sie davon abschreckt den Schritt zu wagen und sich für Instrumentalunterricht an einer Musikschule oder bei Privatlehrer*innen anzumelden.

Die Furcht ist aber unbegründet. In der Regel wird die Theorie in kleinen leichtverdaulichen Häppchen in den praktischen Unterricht eingebaut, sodass sie schnell zu einer Selbstverständlichkeit wird. Die Rhythmuslehre und das Noten lesen gehören zu den ersten Schritten, die Du im Geigenunterricht Hamburg machen wirst.

Erfahr in diesem Artikel, warum es sinnvoll ist sich beim Geige lernen mit Musiktheorie zu beschäftigen und welche Hilfsmittel Dir den Einstieg erleichtern können. Wir erklären Dir die Grundlagen des Noten Lesens und wo Du Geigennoten für Anfänger finden kannst.

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Und los geht's

Was ist der Vorteil musiktheoretischer Kenntnisse?

Egal ob Du Klavier-, Harfen- oder eben Geigenunterricht München besuchst, im Laufe der Zeit werden Dir mehr und mehr musiktheoretische Grundkenntnisse vermittelt werden. Dazu gehört zuallererst das Noten Lesen.

Selbst wenn sie nicht sonderlich beliebt ist, bleibt die Musiktheorie ein Schlüsselmoment in der Entwicklung von Musiker*innen. Das Solfeggio ist ein universeller Code in der Musikwelt. Mit anderen Worten: es handelt sich um eine Sprache die Musiker*innen nutzen, um sich untereinander zu verständigen, das gelingt selbst dann, wenn sie nicht dieselbe Sprache sprechen.

Die Notenschrift ist das Mittel genutzt wird, um Musik schriftlich festzuhalten. Darin finden sich alle Informationen, die nötig sind, um ein Stück exakt nach der Vorstellung des*der Komponist*in nachzuspielen:

  • Tonart
  • Tonhöhe
  • Rhythmus
  • Pausen
  • Tempo
  • Lautstärke
  • Artikulation
  • Ablauf des Stücks

Wenn Du gerade erst mit dem Noten lesen lernen anfängst, geht es nicht darum auf Anhieb anspruchsvolle Stücke von Mozart oder Vivaldi vom Blatt spielen zu können, sondern vielmehr darum, die Grundlagen erlernen. Du lernst den Violin- und Bassschlüssel zu unterscheiden oder zu erkennen, ob das Stück in einer Dur- oder Moll-Tonart geschrieben ist.

Zu Beginn wirst Du Dir noch über jede einzelne Note Gedanken machen und eine Weile nachdenken müssen, bist Du anfängst das Stück auf der Geige zu spielen. Schon nach kurzer Zeit, wirst Du immer flüssiger lesen können und auf einen Blick die wichtigsten Informationen erfassen.

Und das Beste ist: Du machst diese Arbeit nur einmal im Leben. Wenn Du einmal Noten lesen kannst, funktioniert es auf dem Saxophon oder der Harfe gleich wie auf einer E-Geige oder Bratsche.

Kann bei der Geige auf Musiktheorie verzichtet werden?

Wer gerade erst mit dem Geige spielen anfängt, muss erstmal lernen, wie man das Instrument korrekt hält und wie man den Bogen über die Saiten führt, um einen Ton zu erzeugen. Bereits das ist nicht ganz einfach und kann natürlich noch ohne musiktheoretischen Hintergrund geübt werden.

Sobald es aber darum geht, die ersten Töne auf dem Griffbrett zu greifen, kann es hilfreich sein, zu verstehen, warum ein Finger an welche Stelle gelegt werden muss. Wenn Du bereits eine Ahnung davon hast, wie unser Tonsystem aufgebaut ist, was die chromatische Tonleiter ist und worin sich Dur- und Moll-Tonleitern unterscheiden, wird es Dir leichter fallen, Dir die Fingersätze auf der Geige zu merken.

Selbst wenn Du ganz ohne Noten lesen nur nach Gehör Geige spielen lernen willst, werden Dir die Grundlagen der Musiktheorie eine große Hilfe sein.

Immer wieder werden in diesem Zusammenhang die Namen von großen Musikern wie Paul McCartney, Jimi Hendrix, Eric Clapton oder Django Reinhardt erwähnt, die ganz ohne Theoriekenntnisse zu den Besten auf ihrem Gebiet geworden sind. Sie alle haben intuitiv verstanden, wie Musik funktioniert und dies auf ihren Instrumenten umsetzten.

Nicht alle Menschen haben diese Gabe. Die Musiktheorie ist das Mittel, das uns erlaubt trotzdem Musik zu machen und sie zu verstehen.

Ganz ohne Musiktheorie und Noten Lesen Geige spielen lernen ist zwar nicht ganz unmöglich, wird sich aber als außerordentlich schwierig gestalten. Wenn Du schnelle Fortschritte machen und lange motiviert bleiben möchtest, wirst Du erfolgreicher sein, wenn Du gleich zu Beginn etwas Zeit in ein paar Theoriestunden investierst.

Das kannst Du aber auch sehr gut alleine und ohne Lehrer*in machen. Wer Geige online spielen lernen möchte, wird vor allem im Bereich Musiktheorie ein großes Angebot für Selbstlernende finden.

Hilfsmittel beim Geige lernen

Eine der großen Schwierigkeiten beim Geige lernen ist der bundlose Hals. Auf einer Violine gibt es keinerlei Orientierungspunkte, wo man die Finger genau hinlegen muss. Egal ob Du mit oder ohne Noten, im Geigenunterricht oder autodidaktisch lernst, zu Beginn wirst Du vor allem damit beschäftigt sein die Töne auf den Saiten zu finden.

Du kannst Dir den Einstieg erleichtern, indem Du Markierungen auf das Griffbrett klebst. Das können entweder Linien sein, die an die Bundstäbe von Gitarren erinnern oder kleine Punkte, auf denen gleich der Name des entsprechenden Tons steht.

Beide Arten von Sticker gibt es im Musikfachhandel zu kaufen, können aber kostengünstig selbst hergestellt werden. Das Wichtige dabei ist, dass sie exakt auf die richtige Stelle geklebt werden. Bitte Deine*n Geigenlehrer*in um Hilfe oder schau Dir eine ausführliche Anleitung auf YouTube an.

Damit Du irgendwann ohne die Markierungen spielen kannst, musst Du Dein Gehör schulen. Nur so kannst Du beurteilen, ob Dein Finger genau auf der richtigen Stelle liegt und exakt die richtige Tonhöhe erklingt. Eine spielerische und optisch ansprechend gestaltetes Programm für Gehörbildung ist Meludia. Die Browserversion und die App bieten unterschiedliche Übungen, die das Lernen abwechslungsreich und spannend machen.

Auch das Lernen der Musiktheorie muss nicht trocken und langweilig sein. Diverse Smartphone-Apps zum Geige lernen fassen die wichtigsten Informationen zusammen und in spielerischen Übungen kannst Du das Gelernte anwenden und verinnerlichen.

Wer es tatsächlich wagen möchte, ganz ohne Musiktheorie und Noten lesen Geige spielen zu lernen, wird mit Blue Violin Method des Violinisten Marc Capuano ein geeignetes Lehrbuch in der Hand halten. Capuano selbst hat sich das Geige spielen selbst und ohne Musiktheorie beigebracht und teilt in dem Buch seine Erfahrungen und Erkenntnisse mit Geige Anfänger*innen. Leider ist das Werk zurzeit nur auf Englisch verfügbar.

Die Theorie ist nicht trocken, Du lernst von Anfang an, sie auf der Violine anzuwenden.
Im Geigenunterricht werden Theorie und Praxis parallel gelernt. | Quelle: Joel Wyncott via Unsplash

Einen Geigenlehrer zu Rate ziehen

Geige spielen lernen wird Dich vor einige Herausforderungen stellen. Erfahrene Musiklehrer*innen können Dir das Unterfangen erheblich erleichtern und Dich Schritt für Schritt begleiten. So stellst Du sicher, dass Dein Geigenunterricht Leipzig gut strukturiert ist und Du Dir keine Fehler angewöhnst, die man sich später nur schwer wieder abtrainieren kann.

Wenn der Geigenunterricht Köln regelmäßig stattfinden, bist Du auch automatisch dazu aufgefordert, zuhause zu üben und Dich vorzubereiten. Auch das ist wichtig, um an der Geige Fortschritte zu machen.

Bei einem*einer Geigenlehrer*in wirst Du unter anderem Folgendes lernen:

  • Körperhaltung
  • Bogenhaltung
  • Streichtechniken
  • Rhythmus
  • Flexibilität der Greifhand
  • Noten lesen

Diese Unterrichtsbestandteile gehen miteinander Hand in Hand. Du wirst also beim Noten Lesen Lernen auch gleich üben, die Töne auf Deiner Geige zu spielen. Dadurch wirst Du fast gar nicht merken, dass Du gerade Theorieunterricht erhältst. Es wird sich alles ganz natürlich zusammenfügen.

Suche eine Lehrkraft, die Dir sympathisch ist und deren Unterrichtsform zu Deinen Wünschen und Bedürfnissen passt. Bereits bei einem ersten Kennenlernen kannst Du darüber sprechen, ob Du bereits Kenntnisse in der Musiktheorie hast und wie viel Theorie Du im Unterricht lernen möchtest.

Auf Superprof findest Du eine große Auswahl an privaten Geigenlehrer*innen, mit unterschiedlicher Ausbildung und Vorerfahrung. Bei den meisten Lehrkräften hast Du auch die Möglichkeit Geigenunterricht online zu buchen.

Wie kann man Geigennoten lesen?

Der erste Schritt beim Noten Lesen Lernen ist zu verstehen, wie Musiknoten aufgebaut sind und welche Informationen darin enthalten sind. Eine Notenzeile besteht aus fünf parallelen Linien, auf denen die Noten eingezeichnet werden. Die genaue Position (welche Linie / welcher Zwischenraum) sagt Dir, welchen Ton Du auf der Geige spielen sollst. Das Aussehen der Note bestimmt, wie lange sie gespielt werden soll.

Musiknoten werden, wie Du es Dir gewohnt bist, von links nach rechts gelesen. Wenn zwei oder mehrere Noten übereinander geschrieben sind, bedeutet dies, dass sie gleichzeitig gespielt werden. Am Anfang jeder Notenzeile ist der Notenschlüssel eingezeichnet. Dieser bestimmt, welche Linie für welchen Ton steht. Als Violinist*in musst Du Dir darüber keine großen Gedanken machen; denn Geigennoten sind üblicherweise im Violinschlüssel notiert.

Die Notenzeilen sind außerdem durch vertikale Striche in kleinere Abschnitte eingeteilt. Einen solchen Abschnitt nennt man einen Takt.

In den folgenden Abschnitten werde ich Dir erklären, wie Du Musiknoten entziffern kannst. Zu Beginn wirst Du wahrscheinlich immer wieder kurz nachdenken müssen. Je öfters Du übst, umso schneller wirst Du flüssig lesen lernen. Wähle erstmal Noten für Anfänger, in denen kein komplizierter Rhythmus und keine großen Tonsprünge vorkommen. Damit wird Dir das Lesen leichter fallen.

Der Rhythmus

Am Anfang des Stücks stehen zwei kleine Zahlen auf der Notenzeilen. Sie geben die Auskunft über die Taktart. Die untere Zahl sagt aus, in welchen Zählzeiten gezählt wird (Viertel, Achtel ,…), die obere wie viele dieser Zählzeiten in jedem Takt vorkommen.

Zu Beginn werden Dir hauptsächlich der 4/4- und der 3/4-Takt begegnen. Die Grundschläge sind in beiden Taktarten eine Viertelnote. Im Viervierteltakt enthält aber jeder Takt vier Schläge, im Dreivierteltakt nur drei.

Die Taktart zeigt an, wie viele Schläge in einem Takt vorkommen.
Die Taktart kann sich auch innerhalb eines Stücks ändern.

Oft wird am Anfang des Stücks angegeben, wie schnell es gespielt werden soll. Du kannst dann das entsprechende Tempo (z.B.: 60 Schläge pro Minute) auf dem Metronom einstellen.

Wie lange eine Note gespielt werden soll, erkennst Du an ihrem Aussehen. Der ovale Kopf kann leer oder ausgefüllt sein; der Notenhals kann ein einfacher Strich sein, Fähnchen tragen oder mit anderen Notenhälsen durch Balken verbunden sein. Als Grundregel kannst Du Dir merken: je aufwändiger eine Note gezeichnet ist, umso kürzer ist der Wert. Die Notenwerte halbieren sich, ausgehend von der ganzen Note, mit jeder nächstkleineren.

Die Triolen fallen aus diesem Zählsystem etwas raus. Denn hier werden drei Töne auf einen Schlag verteilt. Wenn man alles Zählzeiten eines Taktes zusammenzählt, wird das Ergebnis der angegebenen Taktart entsprechen (z.B.: vier Achtel + eine Halbe = vier Viertel).

Stehen mehrere Noten mit Fähnchen nebeneinander, werden diese durch einen Balken verbunden. Der einfache Balken steht weiterhin für die Achtel, der doppelte für die Sechzehntel.

Eine Viertelnite daurt doppelt so lange wie eine Achtelnote.
Lass beim Geige üben ein Metronom mitlaufen, damit Du die Notenwerte genau einhältst.

Alle Notenwerte, die außerhalb der Zweierpotenzen liegen, können durch eine Kombination aus mehreren Noten oder mit Hilfe eines Punkts dargestellt werden. Ein Punkt neben einer Note bedeutet, dass ihre Dauer um die Hälfte verlängert wird. Außerdem können zwei beliebig lange Noten mit einem Haltebogen verbunden werden. Dieser zeigt an, dass der Ton nur einmal angespielt wird und die Notenwerte addiert werden.

Der Punkt un der Haltebogen werden Dir auch in Geige Noten für Anfänger begegnen.
Mit dem Punkt und dem Haltebogen können Notenwerte verlängert werden.

In Musiknoten wird auch genau angegeben, in welchen Momenten kein Ton erklingen soll. Das wird mit Hilfe der Pausen notiert. Es gibt genau dieselben Werte wie bei den Noten. Das Zählprinzip bleibt also dasselbe. Ab und zu findet man auch neben einer Pause einen Punkt. Auch hier bedeutet es, dass sich der Wert um seine Hälfte verlängert. Genauso gut können aber auch einfach mehrere Pausen hintereinandergeschrieben werden. Die Werte werden dann addiert.

Für jeden Notenwert gibt es auch ein Zeichen für eine Pause.
Die Pausen helfen, einen Rhythmus exakt zu notieren.

Wenn Du gerade erst mit dem Noten Lesen anfängst, kannst Du in einem ersten Schritt üben, den Rhythmus eines Stücks zu klopfen. Nimm Dir dafür ein Metronom zu Hilfe. So kannst Du sicher sein, dass Du das Tempo hältst.

Die Tonhöhe

Sobald Du Dich mit dem Rhythmus eines Stücks sicher fühlst, kannst Du die Geige in die Hand nehmen und anfangen die richtigen Töne zu finden. Dazu musst Du erstmal wissen, dass es in unserem Tonsystem zwölf verschiedene Töne gibt, die jeweils einen Halbton auseinanderliegen. Danach wiederholt sich das Ganze eine Oktave höher oder tiefer.

In der Notenschrift gibt es sieben Töne, die ohne ein Vorzeichen auf die Linien und in die Zwischenräume geschrieben werden. Diese entsprechen der C-Dur-Tonleiter. Auf Klaviertasten kann man besonders gut erkennen, welche Töne das sind und wie weit sie auseinander liegen.

Auch beim Noten lernen für Geige kann es nützlich sein, sich Klaviertasten vorzustellen.
Auf dem Klavier sind die Töne übersichtlich angeordnet.

Töne, die zu hoch oder zu tief sind, um auf die Notenzeile zu passen, werden darüber- beziehungszeise daruntergeschrieben. Damit man sich besser orientieren kann, werden Hilfslinien (kleine Striche, die durch die Note hindurchgehen) verwendet.

Die restlichen Töne werden mit den Vorzeichen # oder b gekennzeichnet. Ein Kreuz macht einen Ton immer um einen Halbton höher, ein b macht ihn um einen Halbton tiefer.

Daraus ergibt sich, dass Töne auf unterschiedliche Weisen geschrieben werden können und verschiedene Namen haben, obwohl sie genau gleich klingen werden. Welche Variante gewählt wird, hängt davon ab, in welcher Tonart man sich gerade befindet. Als Anfänger*in musst Du Dir darum nicht allzu viele Gedanken machen. Um Verwirrung vorzubeugen, ist es aber gut zu wissen, dass beispielsweise ein Cis und ein Des die exakt selbe Tonhöhe haben.

Denn: wird vor einen Ton ein Kreuz gesetzt, hängen wird dem Namen die Endung -is an. Bei einem b wird -es angehängt. Diese Regel kennt nur drei kleine Ausnahmen: A + es und E + es werden der Einfachheit halber zu As und Es verkürzt; anstatt Hes nennt man im deutschen Sprachraum ein H mit b ganz einfach B. (Achtung: auf Englisch wird es B-flat genannt, da die Tonbezeichnung B für unser H verwendet wird).

Eine Note mit einem Kreuz liegt auf der Geige genau neben derselben Note ohne Vorzeichen.
Mit den Vorzeichen werden Töne dargestellt, die nicht zur C-Dur gehören.

Um anzugeben in welcher Tonart ein Stück geschrieben ist, werden die Vorzeichen an den Anfang jeder Notenzeile gestellt. Du musst sie Dir dann einprägen, da sie für alle folgenden Töne auf der entsprechenden Linie oder im entsprechenden Zwischenraum gelten. Das klingt aber komplizierter als es ist. Wenn Du Dich bereits etwas mit Musiktheorie beschäftigt hast, wirst Du wissen, dass die Vorzeichen nicht beliebig miteinander kombiniert werden können.

Steht ein Vorzeichen Mitten im Stück, dann gilt es nur ab diesem Moment für den Rest des Taktes. Mit einem Auflösungszeichen können Vorzeichen wieder ungültig gemacht werden.

Die Noten auf der Geige spielen

Die Noten auf der Geige zu finden, ist am Anfang nicht ganz einfach, da es keine Orientierungshilfen auf dem Griffbrett gibt. Du kannst Dir diese selbst mit Hilfe von Aufklebern erstellen.

Wenn Du einmal verstanden hast, welche Töne es gibt, wie sie aufgeschrieben werden und wie Tonleitern aufgebaut sind, wird es Dir aber leichter fallen, Dir die Position zu jedem Ton einzuprägen. Töne, die einen Halbton auseinander liegen, findet man auf einer Saite direkt nebeneinander. Um einen Ganztonschritt zu spielen, muss man eine Griffposition überspringen. Je näher am Korpus Du eine Saite greifst, umso höher wird der Ton.

Die Geigensaiten sind, angefangen bei der dicksten, auf die Töne G – D – A – E gestimmt. Davon ausgehend, kannst Du Dir die weiteren Töne ableiten.

Zu Beginn hilft Dir eine Tabelle mit Geige Noten Griffen.
Wenn Du die chromatische Tonleiter kennst, kannst Du Dir leichter merken, welche Töne auf einer Saite nebeneinander liegen.

Wenn es Dir schwerfällt, Dir zu merken, wo welche Töne auf dem Geigengriffbrett liegen, kannst Du mit der App Violin Notes Finder von Neonway auch ohne Geige in der Hand üben.

Weitere Informationen, die Du aus Geigennoten entnehmen kannst

Auf Geigennoten wirst Du weitere Zusatzinformationen finden, die darüber Auskunft geben, wie sie gespielt werden sollen. Zum einen gibt es allgemeine Angaben, die sich auf das ganze Stück oder einen längeren Teil beziehen. Diese stehen ganz am Anfang des Stücks oder der betreffenden Stelle über oder unter den Notenlinien.

Dazu gehören die Tempo- und Vortragsangaben auf Italienisch. Folgende Bezeichnungen werden Dir häufig begegnen:

  • Lento: langsam, schleppend; 40-60 bpm (Schläge pro Minute)
  • Andante: gehend, schreitend; 72-108 bpm
  • Allegro: munter, heiter, schnell; 120-168 bpm
  • Ritardando: langsamer werden
  • Accelerando: schneller werden
  • a tempo: zurück zum ursprünglichen Tempo
  • con fuoco: mit Feuer
  • espressivo: ausdrucksstark
  • mesto: traurig

Weiter allgemeine Angaben betreffen die Lautstärke und die Dynamik. Die Lautstärkeangaben werden ausgeschrieben oder mit ein bis drei Buchstaben abgekürzt. Erfolgt ein plötzlicher Wechsel wird an der entsprechenden Stelle einfach die neue Lautstärkebezeichnung stehen. Sollst Du schleichend lauter oder leiser werden wird das durch die Worte crescendo beziehungsweise decrescendo (auch diminuendo) oder die entsprechenden Zeichen angegeben.

In Geige Noten findest Du auch Informationen zu der Lautstärke.
Wie laut Du spielen sollst, wird mit Buchstaben unter die Notenzeilen geschrieben. Eine Anweisung ist so lange gültig, bis die nächste kommt.

Zum anderen gibt es Anweisungen zur Artikulation, die nur einzelne Noten betreffen (beispielsweise Vibrato, Akzent, Tremolo). Diese Zeichen werden in Noten für fast alle Instrumente verwendet. Zusätzlich gibt es Anweisungen, die speziell für Streichinstrumente wie die Violine gedacht sind. Die meisten davon beziehen sich auf die Bogenführung. Du kannst also aus Geigennoten auch entnehmen, in welche Richtung der Bogen geführt werden soll und ob Du nur mit einem Teil des Geigenbogens spielen sollst.

Auch die Artikulation ist ein wesentlicher Bestandteil von Geige Noten.
Die Abkürzungen GB (ganzer Bogen), UH (untere Hälfte und OH (oberer Hälfte) geben an, welcher Teil des Geigenbogens über die Saiten gestrichen werden soll.

Hier kannst Du Geigennoten finden

Die ersten Geige Noten für Anfänger wirst Du in Deinem Lehrbuch finden, dass Dir schrittweise das Noten lesen für Geige beibringen wird. Du hast natürlich immer die Möglichkeit, weitere Noten hinzuzuziehen und die Stücke zu spielen, die Dir am besten gefallen.

Eine große Auswahl an Geigennoten für Anfänger findest Du im Musikfachhandel. Du hast die Möglichkeit die Noten online zu bestellen (z.B. bei Thomann) oder sie direkt in einem Geschäft bei Dir in der Nähe zu kaufen. Dabei hast Du den Vorteil, dass Du die Notenbücher durchblättern und vergleichen kannst. Außerdem steht geschultes Personal bereit, dass Dich im Zweifelsfall gerne beraten wird.

Eine große Auswahl an Geigennoten für Anfänger und Fortgeschrittene findest Du auch bei Stretta Music, einem online Versandhändler, der auf Musiknoten spezialisiert ist (www.stretta-music.de). Hier kannst Du ganze Notenbücher bestellen oder aber auch einzelne Stücke im pdf-Format zum sofortigen Herunterladen kaufen.

Wer vor allem ältere klassische Musik spielen möchte, wird unter Umständen auch kostenlos die passenden Noten finden. Der Urheberrechtsschutz verfällt 70 Jahre nach dem Tod von Komponist*innen. Findet sich das gewünschte Stück in einer Ausgabe, die vor mehr als 25 Jahren veröffentlich wurde, ist das Werk gemeinfrei und darf frei vervielfältigt und weitergegeben werden.

Auf folgenden Seiten kannst Du eine große Auswahl an kostenlosen Geigennoten finden:

  • IMSLP: größte online Datenbank für freie klassische Musik
  • Mutopia Project: hauptsächlich klassische Werke
  • Violin Sheet Music: neben Klassik findest Du auch Folk, traditionelle Lieder, Kinderlieder und Hymnen auf Violin Sheet Music
  • Free Scores: eine riesige Auswahl an Geige Noten; Klassik, Jazz, Klezmer, Keltische Musik und vieles mehr
  • 8notes: Geigennoten aus verschiedenen Musikstilen; die Seite hat außerdem einen interaktiven Übungsmodus

Achte bei der Auswahl immer darauf, dass das Niveau Deinen bisherigen Kenntnissen entspricht. Setze lieber erst etwas tiefer an. In erster Linie willst Du ja Spaß an Deinen Geigen Noten haben. Beim Üben wirst Du schnell merken, dass es gar nicht so einfach ist, Spieltechniken aus Übungen in einem Stück anzuwenden und sie miteinander zu kombinieren.

Viel Spaß!

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.