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Hilfreiche Übungen zur Verbesserung Eurer Maltechnik!

Von Julia, veröffentlicht am 25/07/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Malerei > Hilfreiche Übungen zur Verbesserung Eurer Maltechnik!

Viele Menschen denken, dass es genügt, so viel wie möglich zu zeichnen, um voranzukommen, bis ihr Talent zum Vorschein kommt.

Aber lasst Euch sagen, dass dies nicht der Fall ist!

Obwohl viel Zeichenübung oft zum Fortschritt eines Zeichners beiträgt, ist es nicht die unabdingbare Voraussetzung dafür, Zeichnen zu lernen.

Durch Zeichenunterricht stellen die Lehrer sicher, dass ihre Schüler automatisierte Fähigkeiten erwerben, um ihren künstlerischen Sinn zu entwickeln.

Aber welche Übungen sollte man machen, wenn man nicht im Zeichenunterricht ist?

Denn Zeichnen ist vor allem eine Leidenschaft. Und es gibt nicht DEN Moment zum Zeichnen. Ihr solltet kritzeln können, wann immer Ihr wollt.

Aber wie kann man ohne einen Lehrer als Unterstützung Fortschritte machen?

Hier sind einige Tipps, die Euch helfen können, der neue Picasso zu werden.

Verschärft Euer visuelles Gedächtnis, um Eure Zeichentechniken zu verbessern

Um zu zeichnen, musst Ihr zuerst lernen, Dinge zu visualisieren.

Bevor in den 1850er Jahren die Fotografie auftauchte, war die Zeichnung der Hauptgarant der Realität. Um einen Moment des Lebens einzufangen, musste man eine Leinwand vor sich haben und einen Pinsel herausnehmen und genau das wiedergeben, was vor einem lag. Königliche Porträts wurden damals von größten Meistern der Kunstgeschichte gemalt und auf Leinwände gebracht.

Auch heute noch werden Zeichnungen zur Veranschaulichung dessen verwendet, was nicht fotografiert werden kann, wie z.B. Gesichtssitzungen. Illustratoren erstellen Bleistift- und Aquarellskizzen, um eine visuelle Aufzeichnung des Gesehenen zu erstellen.

Um zu zeichnen, ist es daher notwendig, Dinge genau zu beobachten und seinen Blick an die Analyse der Umgebung zu gewöhnen.

Beim Zeichnen ist ein gutes Auge essentiell! Ein gutes visuelles Gedächtnis ist essentiell, wenn Ihr beobachtete Dinge Zeichnen möchtet! Quelle: Pixabay

Um das zu üben, gibt es nicht viele Möglichkeiten.

Kopieren, Kopieren und Kopieren

Nehmt Euch zum Beispiel Modelle von Bildern, Fotos oder Illustrationen und gewöhnt Euch daran, diese zu kopieren, indem Ihr die kleinsten Details beobachtet. Das Kopieren ist auch eine Inspiration für zukünftige künstlerische Werke.

Ihr solltet Euch aber auch daran gewöhnen, eine reale Situation auf einem leeren Blatt Papier darzustellen. Denn Zeichnen bildet den Übergang von 3D zu 2D. Das Gehirn muss dann sozusagen eine Gymnastikübung machen, um zu verstehen, wie man den Eindruck von 3D auf eine flache Oberfläche bringt.

Perspektive, Schatten- und Lichtspiel… alle Mittel Hilfsmittel sind erwünscht!

Wenn man eine Situation zeichnet, kommt es oft vor, dass diese Szenerie nur wenige Minuten anhält. Es ist daher wichtig, sich die wesentlichen Details der Szene zu merken, auch wenn es darum geht, einige Orte zu erfinden oder teilweise zu verändern.

Arbeitet an Eurer Konzentration und Geduld

Das Zeichnen erfordert viel Zeit und Geduld.

Auch, wenn Ihr ein Naturtalent für Kohle, Aquarell, Graphit oder Ölmalerei habt, müsst Ihr an Eurer Technik arbeiten können.

Gerade Linien zeichnen lernen, perspektivisch zeichnen, mit Kontrasten spielen oder Werkzeuge bedienen können – all das erfordert viel Zeit und Übung. Denkt nicht, dass Euch ein einfaches einwöchiges Praktikum alles beibringen wird, was Ihr wissen müsst!

Wenn Euch das Üben nicht gelingt oder Ihr nicht zu lange an Euren Zeichnungen arbeiten könnt, versucht einfach, ein paar kleine Sitzungen pro Woche einzuplanen. Wenn Ihr viel Freizeit und Spielraum habt, erhöht die Dauer der Übungseinheiten im Laufe der Zeit!

Setzt Euch für jede Sitzung kleine Ziele. Setzt Euch nicht unter Druck, direkt eine ganze Leinwand zu bemalen. Wenn Ihr das in Etappen macht, werdet Ihr bessere Ergebnisse erzielen.

Diese Übung ist auch eine gute Möglichkeit, um an Eurer Konzentration zu arbeiten. Eine wesentliche Eigenschaft, um erfolgreich an Eurer Zeichnung zu arbeiten.

Zeichnet, wann immer Ihr könnt!

Sei es im Büro, in der Schule, beim Spazierengehen, am Schreibtisch, beim Musik hören oder Film schauen…. Zeichnet!

Auch, wenn Euch das Zeichnen selbst die Technik nicht sofort beibringt, ermöglicht es Euch, Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen!

Bei Üben könnt Ihr zum Beispiel auch herausfinden, welcher Bleistift sich für Euch am besten anfühlt. Es ist dann einfacher, das richtige Zeichenmaterial für die jeweilige Situation auszuwählen.

Geht Sie zum Beispiel durch einen Wald oder Park und habt  Spaß dabei, ein Reisetagebuch zu erstellen, als ob Ihr in einem exotischen Land wären.

Beobachtet, analysiert und kopiert einfach das, was Euch gerade umgibt.

Das Zeichnen ist eine Praxis, die im Laufe der Zeit und durch viel Übung erlernt werden kann. Wenn Ihr 30 Mal dieselbe Zeichnung kopiert, kann das sehr nützlich sein! Zum Beispiel indem man dabei zwischen allen möglichen Techniken (schwarzer Stein, Gouache, Aquarell, Graphit, Pastell etc.) wechselt.

Es ist nicht unbedingt notwendig, zu versuchen, sofort die schönste Zeichnung aufs Papier zu bringen. Zeichnen, kritisieren und wieder neu anfangen – das ist es, was einem zukünftigen qualifizierten Cartoonisten helfen kann, voranzukommen!

Ruht Euch nicht auf Euren Lorbeeren aus

Der größte Feind des Künstlers ist einer, der sich selbst nicht übertrifft.

Es ist toll, wenn Ihr Gefallen an Aquarell oder Buntstiften gefunden habt, aber denkt daran, Eure Techniken regelmäßig zu ändern! Schritt für Schritt lernt Ihr somit neue Wege im Umgang mit Papier und Material.

Die Vertiefung der Maltechniken ermöglicht es Euch, die Farben der Zeichnungen besser zu spüren. Ein Pinsel erweckt die zuvor gezeichneten Linien zum Leben. Bleistifte (Graphit oder farbig) sind eine gute Möglichkeit, den Kontrast zu verbessern.

Aber es ist schwierig, sich das ganze Material selbst zu beschaffen.

Ihr könnt zwischen verschiedenen Maltechniken wählen. Kreide, Bleistift, Buntstift, Öl, Aquarell.. die Auswahl ist riesig, wenn Ihr zeichnen oder malen lernen wollt! Quelle: VisualHunt

Jeder bringt seine eigene Ausstattung mit, um sie mit dem Rest der Gruppe zu teilen. Organisiert Euch selbst, um Übungseinheiten mit lebenden Modellen, Kohle, Aquarell, chinesischer Tinte, schwarzem Stein, Graphit, Porträt, Stillleben, Pastellfarben usw. gut vorzubereiten.

Geht in Museen!

Kunsthallen, Pinakotheken oder Galerien – in Eurer Umgebung werdet Ihr sicher ein Museum nach Eurem Geschmack finden. 

Nutzt die Gelegenheit, Euch umzusehen. Auch Euer Zeichenlehrer wird Euch bestimmt dazu ermutigen, dies zu tun! In Museen könnt Ihr Euch inspirieren lassen und dabei noch Eure Technik verbessern.

Viele Werke befinden sich in privaten Sammlungen. Einige davon befinden sich heute in den schönsten Museen der Welt und bieten uns einen beeindruckenden Einblick in die Welt der Kunst.

Der Pariser Louvre ist übrigens das etablierteste Museum der Welt!

Im Allgemeinen kostenlos für Personen unter 26 Jahren oder mit Rabatten für Studenten oder andere Gruppen, sind sie oft leicht zugänglich.

Museen machen es möglich, alle ausgestellten Werke kritisch zu betrachten. Egal ob mit oder ohne Führung – probiert mal, einige Minuten vor einem Werk zu bleiben, um es im Detail zu beobachten. Zumal die meisten Malereien unglaublich groß sind.

Während Ihr durch die Gänge schlendert, werdet Ihr auch die verschiedenen künstlerischen Richtungen entdecken. Im Laufe der Kunstgeschichte haben sich mehrere Stile herauskristallisiert. Die Maler ließen sich von ihren Meistern inspirieren und verliehen ihnen eine persönliche Note.

So entstanden Strömungen wie Delacroix’ Romantik, der Dadaismus von Duchamp, der Impressionismus von Monet, der Kubismus von Braque oder der Fauvismus von Matisse.

Die Stile sind so unterschiedlich, dass Ihr sicherlich einen darunter finden werdet, der Euch am meisten berührt.

Auch die verwendeten Techniken variieren je nach Werk. Obwohl die Ölmalerei eine der häufigsten Techniken in klassischen Museen ist, werden andere Techniken wie Acryl oder Gouache auch in Museen wie dem Beaubourg Museum in Paris verwendet.

Aber welche Bedeutung haben all diese Werke?

Lasst Euch im Museum inspirieren! Der Louvre in Paris gehört zu den renommiertesten Museen der Welt. Dort könnt Ihr Euch künstlerisch inspirieren lassen! Quelle: VisualHunt

Jedes von ihnen sendet eine Botschaft hinter der oberflächlichen Schönheit der Malerei. Liebe, Gewalt, Krieg, Familie oder Einsamkeit – wenn Ihr Inspiration braucht, wird Euch ein Museumsbesuch mit Sicherheit bereichern.

Ihr könnt temporäre Ausstellungen, künstlerische Begegnungen besuchen, Filme über Kunst ansehen oder Bücher in Bibliotheken anschauen. Die Kunst nimmt immer mehr Platz in unserem Leben ein, genießt das in vollen Zügen!

Kultur ist ein wichtiger Teil des kreativen Prozesses. Sie ermöglicht Euch zu erfahren, was bereits getan wurde und hilft Euch dabei, Euren Horizont zu erweitern.

Zeichnen und Malen: Zeigt das, was Ihr geschaffen habt!

Der beste Weg zum Fortschritt ist, sich den Kritikern zu stellen!

Nehmt Eure Zeichnungen zur Hand und zeigt Sie Euren Familien und Freunden, um Feedback zu erhalten. Oft sind das die ehrlichsten Kritiker, und sie werden nicht zögern, Euch zu sagen, was sie denken.

Kritik ist das, was Euch am Schnellsten voranbringen wird. Aber achtet darauf, konstruktive Kritik nicht mit negativer Kritik zu verwechseln. Ihr könnt auf die Kritiker verzichten, die die Zeichnung für Euch machen möchten, indem sie Euch, was sie an Eurer Stelle getan hätten.

Gute Rezensionen sind solche, die erklären, welche Teile der Zeichnung falsch sind und vor allem warum sie falsch sind. Eine überdimensionale Nase, ein überproportionaler Charakter, Mängel an Ebenen oder Perspektiven…

Auf diese Weise wisst Ihr, worauf Ihr bei der nächsten Zeichnung achten müsst!

Stellt Euch Euren Kritikern! Zeigt Eure Zeichnungen Euren Kollegen, Freunden oder Eurer Familie – sie sind die besten Kritiker! Quelle: TeroVesalainen auf Pixabay

Aber positive Kritik ist genauso gut. Sie ermöglicht es Euch, zu erkennen, was Ihr bereits könnt, und somit Euren Weg fortzusetzen.

Bittet Eure Kameraden aus dem Zeichenunterricht, ihre Meinung zu Euren Zeichnungen zu äußern. Wie bei den Übungseinheiten könnt Ihr dafür extra kleine Sitzungen organisieren, um Eure Zeichnungen nacheinander vorzustellen. Menschen, die Eure Zeichnungen nicht kennen, haben nochmal einen ganz anderen, vielleicht klareren Blick darauf!

Und wenn Ihr wollt, könnt Ihr sogar so weit gehen, Eure eigene Ausstellung zu organisieren. Wenn Ihr das jetzt noch nicht wollt, könnt Ihr Euch am Ende das Jahres bei einer Ausstellung mit den Kommentaren und Reaktionen der Zuschauer vergnügen.

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