Zuerst die gute Nachricht und Antwort auf eine häufig gestellte Frage zur lateinischen Sprache: Latein ist eine relativ einfach zu erlernende Sprache für Deutschsprachige!

Latein war lange Zeit als Sprache für pädagogische, kirchliche, rechtliche und politische Angelegenheiten in der westlichen Kultur allgegenwärtig. Außerdem verwenden wir das lateinische Alphabet und können die Sprache problemlos lesen und aussprechen. Andererseits erfordern die Satzstruktur und die Anzahl der Formen viel Aufmerksamkeit, da es die Endungen der Wörter sind, die die Bedeutung von lateinischen Sätzen bestimmen und nicht so sehr der Satzbau wie im Deutschen. Es ist daher wichtig, die grundlegenden Beugungen von Substantiven und Verben auswendig zu lernen.

Wie schwer ist es, Latein zu lernen?
Jahrhundertelang war Latein die vorherrschende Sprache der Kirche. | Quelle:Unsplash
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Das lateinische Alphabet und die Aussprache

Das lateinische Alphabet wurde vom Griechischen durch das Etruskische übernommen. Die Reihenfolge der Buchstaben ist daher ähnlich wie im Griechischen, was auch für die Aussprache der meisten Buchstaben gilt. Das lateinische 23-Buchstaben-Alphabet lautet wie folgt:

A B C D E F G H I K L M N O P Q R S T V X Y Z.

Im Deutschen wurde diese Reihenfolge mit einigen Änderungen beibehalten. Im Lateinischen wurde der Buchstabe "I" auch für den Klang von "J" verwendet. "Julius" schreibt sich auf Latein "Iulius".

In ähnlicher Weise wurde der lateinische Buchstabe V ursprünglich verwendet, um sowohl den Klang von "U" als auch den Klang von "W" darzustellen. Die gerundete Form "U" wurde eingeführt, um den Vokal darzustellen, und das "W", um den Konsonanten darzustellen. 

Latein, das heute Ursprung vieler Sprachen ist, wurde im alltäglichen Gebrauch ausgesprochen wie die Muttersprache des jeweiligen Landes, so dass sich die Aussprache in Italien erheblich von der in Frankreich oder in Deutschland unterschied. Heute wird es so ausgesprochen, wie wir annehmen, dass es in der Zeit der alten Römer gesprochen wurde.

Die Aussprache ist für Deutsche einfach. Genau wie Deutsch, hat Latein hat wenige "stille" Buchstaben. In einem Text wird jeder Buchstabe einzeln ausgesprochen.

Das lateinische Vokabular

Deutsch und Latein gehören zur indogermanischen Sprachfamilie; ihre früheren Versionen trennten sich vor über dreitausend Jahren voneinander. Und bis ins letzte Jahrhundert wurde an deutschen Universitäten viel in lateinischer Sprache unterrichtet. Viele Schülern lernten außerdem Latein in ihrer gesamten Schulzeit; Latein war in der Regel an Gymnasien die erste Fremdsprache.

Universitäts-Professoren sprachen oft Latein miteinander, ebenso wie die Mitglieder des Vatikans bis heute. Infolgedessen gibt es im Deutschen viele Wörter aus dem Lateinischen sowie auch lateinische Sprichwörter und Ausdrücke, vor allem in medizinischen, pharmazeutischen, theologischen oder juristischen Bereichen. 

Das deutsche alphabet stammt aus dem lateinischen.
Unser Alphabet kommt aus dem Lateinischen - das macht die Sache wesentlich einfacher. | Quelle: Unsplash

Einige Wörter haben sich kaum verändert, aber die meisten gebräuchlichen Wörter, die die beiden Sprachen teilen, sind etwas verdeckt und zwar aufgrund eines massiven Wandels der germanischen Konsonanten vor der Neuzeit, auch "Lautverschiebung" genannt.

Obwohl es Hinweise darauf gibt, dass die Regeln der ersten Lautverschiebung im 5. Jh. v. Chr. bereits gegriffen haben, kann keine Aussage darüber gemacht werden, wann die Verschiebung ursprünglich begonnen hat. Diese Änderungen wurde von dem deutschen Gelehrten Jakob Grimm (genau - der von den Brüdern Grimm!) beschrieben und ist als "Grimmsches Gesetz" bekannt.

Das Germanische hat sich unter anderem mit der 1. Lautverschiebung aus dem Indogermanischen ausgegliedert. Damals wurden  "p", "t" und "k" in Töne geändert, die heute durch "f", "d" und "h" dargestellt werden. Beispiele hierfür sind lateinisch "Pater" vs. deutsch "Vater" und lateinisch "Cornu" vs. deutsch "Horn".

"F" wird heute durch "b" dargestellt, wie in Latein "Frater" vs. deutsch "Bruder".

In ähnlicher Weise wird "h" durch "g" dargestellt, wie im Lateinischen "hanser", später "anser" vs. deutsch "Gans".

Und "g" wurde in "k" geändert, wie das lateinische "gelidus" vs. das deutsche "kalt".

Es ist interessant, solche verwandten Wörter zu vergleichen. Die Änderungen, die beide Sprachen erfahren haben, verbergen häufig die ursprüngliche Ähnlichkeit, aber sie ist oft doch noch zu erkennen. 

Deshalb ist es relativ einfach, das lateinische Vokabular zu lernen.

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Die lateinische Satzstruktur

Deutsch hat strenge Regeln für den Satzbau; Latein hingegen kann Elemente für stilistische Zwecke verschieben.

Beim Lesen eines lateinischen Textes im kleinen oder großen Latinum sollte zunächst das Verb identifiziert werden, dessen Formen durch die Beugungen erkennbar sind. Dann sollte das Subjekt identifiziert werden, wenn es zusätzlich zu dem Marker im Verb enthalten ist.

Offensichtlich gibt es kein solches Subjekt bei canō, so dass man es mit dem Subjekt ("Ich singe") übersetzt, das durch seine Beugung angezeigt wird.

Verbformen, die mit enden, stehen in der ersten Person, im Gegensatz zur zweiten Person canis ("Du singst") und der dritten canit ("Er / Sie singt").

Es ist daher nützlich, sich die grundlegenden Beugungen von Verben zu merken. Außerdem kann das Subjekt anhand seiner Form identifiziert werden. Viele Substantive sind weiblich und ihre Nominativform enden mit -a. Der Schlüssel zum Lesen des Lateinischen liegt in Deiner Kenntnis der lateinischen Deklinationen. Am sturen Auswendiglernen der grundlegenden Deklinationen von Substantiven und Verben führt deshalb wirklich kein weg vorbei.

Ist der lateinische Satzbau schwer?
Lateinkenntnisse lassen Geschichte auferstehen. | Quelle: Unsplash

Substantive, Adjektive und Pronomen

Diese drei Wortarten werden für fünf Fälle dekliniert, abgesehen von einem Fall, der als Vokativ bezeichnet wird. Die Fälle sind wie folgt:

  • Nominativ, der Fall des Subjekts;
  • Genitiv, der Fall, der Besitz anzeigt
  • Dativ, der Fall des indirekten Objekts
  • Akkusativ, der Fall des direkten Objekts
  • Ablativ, der Fall zeigt Trennung an

Fallformen können auch durch Präpositionen bestimmt werden.

Lateinische Substantive werden dekliniert basierend auf:

  • der Anzahl, also Singular oder Plural.
  • den drei Geschlechtern: männlich, weiblich und neutral
  • den fünf Deklinationen.

Als Beispiel zeigen wir Formen von Substantiven in der ersten Deklination, von denen die meisten weiblich sind wie via ("Weg") und in der zweiten Deklination, von denen viele männlich sind, wie numerus ("Zahl") sowie die Formen des Pronomen ego ("Ich"):

SingularPluralSingularPluralSingularPlural
Nominativviaviaenumerus numerīegonōs
Genitivviaeviārumnumerīnumerōrummeīnostrum
Dativviaeviīsnumerōnumerīsmihinōbis
Akkusativviamviāsnumerumnumerōsnos
Ablativviāviīsnumerōnumerīsnōbis

Lateinische Verben

Verben haben wie Substantive viele Beugungen, die auf Folgendem beruhen:

  • aktiv oder passiv;
  • Indikativ oder Konjunktiv;
  • Drei Zeitformen: Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft.

Hier ist eine Tabelle zum Verständnis der verschiedenen Formen und ihrer Beziehung zueinander mit Beispielen der ersten Person Singular des Verbs laudō ("Ich preise"):

AKTIVPASSIV
INDIKATIVKONJUNKTIVINDIKATIVKONJUNKTIV
PRÄSENS
laudōlaudemlaudorlauder
IMPERFEKT
laudābamlaudāremlaudābarlaudārer
FUTUR I
laudābōlaudābor
PERFEKT
laudāvīlaudāverimlaudātus sumlaudātus sim
PLUSQUAMPERFEKT
laudāveramlaudāvissemlaudātus eramlaudātus essem
FUTUR II
laudāverolaudātus ero

  • Darüber hinaus gibt es Imperativformen, Infinitive, Partizipien, ein Gerundium und Hilfsverben. Die Imperativformen sind in schriftlichen Texten selten und werden deshalb hier nicht dargestellt. Der aktive Infinitiv im Präsens ist laudāre. Das Partizip Präsens ist Laudans. Der passive Infinitiv im Präsens ist laudārī. Das Partizip Perfekt Passiv ist Laudātus. Da vier Formen ausreichend Informationen liefern, um die anderen Formen eines Verbs zu erzeugen, listen lateinische Wörterbücher und Grammatiken diese vier Hauptformen, auf:

 

  • die erste Person Singular Präsens aktiv, zum Beispiel laudō;
  • die erste Person Singular Perfekt aktiv, zum Beispiel laudāvī;
  • das Partizip Perfekt passiv, zum Beispiel laudātus;
  • der Infinitiv im Präsens aktiv, zum Beispiel laudāre.Es ist besonders wichtig, sie sich für Verben der dritten Konjugation zu merken, da diese oft unregelmäßig sind, wie:

 

  • edō ("Ich esse"), ēdī, ēsus, edere;
  • faciō ("Ich mache"), fēcī, factus, facere;
  • scribō ("Ich schreibe"), scripsī, scriptus, scribere.

Text-Beispiele

Hier sind einige Passagen aus der Literatur, um die Verwendung von Formen und Mustern der Syntax zu veranschaulichen:

CäsarVēnī, vīdī, vīcī.
("Ich kam, sah und siegte.")
Ferē libenter homines id quod volunt credunt.
("Fast immer glauben die Leute bereitwillig an das, was sie wünschen.")
CiceroSalus populī suprema est lex.
"Das Wohl des Volkes ist das oberste Gesetz."
Silent enim legēs inter arma.
("Gesetze schweigen in der Tat im Krieg.")
HoraceIra furor brevis est.
("Wut ist kurzer Wahnsinn.")
Integer vitae, scelerisque purus.
("Im Leben tadellos und frei von Sünden.")
Dulce et decorum est pro patriā morī.
("Es ist süß und ehrenvoll, für das Vaterland zu sterben.")
TerenceHomo sum; humanī nil ā mē alienum putō.
("Ich bin ein Mensch; Ich glaube, dass mir nichts Menschliches fremd ist.")
Nullumst iam dictum quod non dictum sit prius.
("Es wurde noch nichts gesagt, was nicht zuvor bereits gesagt wurde.")
VirgilEquō nē crēdite, Teucrī,
Quidquid id est, timeō Danaōs et dona ferentīs.("Vertraut nicht auf das Pferd, Trojaner,
was auch immer es ist, ich fürchte die Griechen auch, wenn sie Geschenke mitbringen.")
Hōs successus alit; possunt, quia posse videntur.
("Erfolg nährt sie; Sie können es, weil sie denken, dass sie es können.")

Ob Latein schwer ist oder nicht, hängt in erster Linie von Dir ab und davon, wieviel Zeit Du bereit bist, zu investieren. Und natürlich hängt es auch davon ab, ob Du einen guten Lehrer findest!

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Bertine

Ich bin studierte Ethnologin und Politikwissenschaftlerin, schreibe leidenschaftlich gerne und interessiere mich besonders für Sprachen, fremde Kulturen, Geschichte und Handwerk.