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Entdeckt die faszinierende Geschichte der alten und neuen Sprache Italiens

Von Tobias, veröffentlicht am 05/10/2018 Blog > Sprachen > Italienisch > Die Italienische Sprache: Charakteristika, Herkunft & Entwicklung

Kennt Ihr die Geschichte der italienischen Sprache?

Natürlich ist auch sie nicht einfach von heute auf morgen entstanden.

Italienisch hat, genau wie jede andere Sprache, eine lange Geschichte, die es sich zu entdecken lohnt.

Wenn Ihr Sprachliebhaber oder Geschichtsfan seid, dann ist dieser Artikel für Euch gemacht!

Entdeckt mit Superprof die Geschichte und Herkunft der italienischen Sprache, von ihren Ursprüngen bis heute!

Vom Latein der Römer bis zum Italienisch von heute

Die Geschichte Italiens nimmt mit der Gründung Roms im Jahre 753 v. Chr. so richtig Fahrt auf!

Die italienische Halbinsel wurde zu dieser Zeit von Stämmen  wie den Etruskern oder Sabiner bewohnt. Rom war jedoch der Mittelpunkt der Macht.

Im Jahre 200 vor Christus erstreckte sich Rom über fast das ganze westliche Europa. Auch ein Teil Arabiens, Nordafrika und Armenien waren Bestandteil des Reichs.

Warum das wichtig ist? Weil dadurch auch mehrere verschiedene Sprachen Bestandteil des römischen Imperiums wurden. Im wesentlichen wurde aber Latein gesprochen. Damals wurde unterschieden zwischen klassischem und vulgärem Latein.

Das Italienische hat seine Wurzeln im alten Rom Latein und Italienisch sind eng miteinander verbunden | Quelle: Pixabay

Ersteres wurde von Eliten gesprochen. Das vulgäre Latein war jedoch die Sprache des Volkes.

Als die germanischen Stämme dann langsam das römische Reich destabilisierten wurde die Trennung der beiden Sprachen noch stärker.

Die Instabilität der Region und die nicht vorhandene Verbindung zwischen Rom und den römischen Provinzen ließen das klassische Latein langsam verschwinden.

Unter den verschiedenen Völkern, die in Rom einfielen, waren auch:

  • Die Ostgoten (ein germanischer Stamm);
  • Die Langobarden;
  • Die Franken;
  • Muslime;
  • Die Byzantiner;
  • Die Normannen.

Diese Mischung von Kulturen und Sprachen sorgte für die Weiterentwicklung von Dialekten der italienischen Halbinsel und bereicherten die italienische Sprache um viele Wörter. Das war ungefähr im 10. Jahrhundert.

In der Renaissance war besonders ein Mann für die Entwicklung der italienischen Sprache verantwortlich: Dante Alighieri.

Dieser berühmte Dichter war Verfasser der Göttlichen Komödie. Da er diese nicht nur den Eliten zugänglich machen wollte, verwendete er für dieses Werk die florentinische Sprache (eine Abwandlung des Toskanischen) und  nicht das klassische Latein.

Diese Sprache wurde daraufhin zur meist gesprochenen Sprache in der Region.

Natürlich entwickelte sich diese Sprache im Laufe der Jahrhunderte immer weiter, bis sie zu dem wurde, was wir heute als Italienisch kennen.

Ein wichtiger Einschnitt war die „Reinigung“ der italienischen Sprache durch Mussolini (dem italienischen Diktator) während des zweiten Weltkriegs.

Damals wurden sprachliche Minderheiten diskriminiert. Außerdem wurden jegliche Fremdwörterbücher verboten.

Mit dem zweiten Weltkrieg endete diese traurige Phase der italienischen Geschichte.

Mit diesen Wörtern werdet Ihr Euch in Italien zurechtfinden

Ihr wollt gerne nach Italien fahren, z.B. um dort Urlaub zu machen, könnt aber kein Wort Italienisch?

Kein Problem! Hier sind die wichtigsten Ausdrücke, die Ihr braucht, um in Italien zurechtzukommen. Und einige davon sind wirklich überlebenswichtig!

Das Grundvokabular:

  • Ja /Nein: Si/No;
  • Guten Tag / Auf Wiedersehen: Buongiorno / Arrivederci;
  • Bitte / Danke: Per favore / Grazie;
  • Rechts / Links: Destra / Sinistra.

Mit diesen Ausdrücken kommt Ihr schon ganz gut zurecht. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr auch die Tage, Farben oder Zahlen lernen. So könnt Ihr noch besser mit Italienern ins Gespräch kommen.

Wichtig dafür sind auch folgende Ausdrücke:

  • Ich verstehe nicht: Non capisco ;
  • Sprechen Sie Deutsch: Parla tedesco ?
  • Ich heiße: Mi chiamo.

Natürlich werdet Ihr anschließend auch weiter mit Eurem Gesprächspartner diskutieren wollen.

Italienisch ist gar nicht so schwer, wenn man die Grundlagen mal gelernt hat Welche sind die wichtigsten Ausdrücke, um in Italien zurechtzukommen? | Quelle: Visualhunt

Natürlich gibt es für verschiedene Themenbereiche auch unterschiedliches Vokabular.

Wenn Ihr in Italien seid, werdet Ihr auch einmal in ein Restaurant gehen oder im Supermarkt einkaufen wollen. Dafür braucht Ihr folgende Wörter:

  • Hühnchen : Pollo ;
  • Rind : Carni Bovine ;
  • Schwein : Carne du maiale ;
  • Fisch : Pesce ;
  • Käse : Formaggio ;
  • Ei : Uova ;
  • Nudeln : Pasta ;
  • Wasser : Acqua ;
  • Kaffee/Tee : Caffè/Tè ;
  • Brot : Pane.

Außerdem werdet Ihr einmal nach den wichtigsten Gebäuden fragen wollen.

Zum Beispiel:

  • Hotel: l’albergo ;
  • Supermarkt : Il supermercato ;
  • Restaurant : Il ristorante ;
  • Krankenhaus: l’ospedale ;
  • Post : l’ufficio postale ;
  • Kommissariat : la polizia ;
  • Bäcker : il panificio.

Wenn nötig, solltet Ihr immer auch gestikulieren. Italiener sprechen gerne mit ihren Händen. Dort ist es sogar ungewöhnlich, nicht zu gestikulieren!

Ihr könnt Euch dennoch nicht verständigen? Probiert es doch einmal mit einer anderen Sprache oder einem Übersetzungstool (dafür kann Euch Euer Handy behilflich sein!).

Mehr Vokabeln findet Ihr außerdem in unserem oben verlinkten Artikel.

Auch wenn Ihr noch wenig Italienisch sprecht, solltet Ihr doch stets auf andere Leute zugehen und sprechen! Das ist der einfachste Weg, um eine neue Sprache zu erlernen.

Auch ein Italienischkurs ist sinnvoll, um Sprache und Kultur dieses tolles Landes zu entdecken. 

Italienische Gemeinden auf der ganzen Welt

Anders als seine Nachbarländer war Italien kein Land, das viele Kolonien auf der Welt hatte. Daher haben auch nur wenige Länder Italienisch als Amtssprache. Aber welche sind das?

Unter den Ländern, in denen Italienisch gesprochen wird, findet sich auch:

  • Schweiz ;
  • Kroatien;
  • Slowenien ;
  • Der Vatikan;
  • San Marino.

In vielen Ländern gibt es außerdem kleinere italienische Gemeinden. Darunter:

  • Griechenland ;
  • Belgien ;
  • Frankreich und Korsika;
  • Monaco;
  • Tunesien;
  • Albanien;
  • Rumänien ;
  • Brasilien;
  • Argentinien;
  • Uruguay;
  • Costa Rica;
  • Mexiko;
  • Die Vereinigten Staaten;
  • Kanada.

Außerdem gibt es einige Länder in Afrika (ehemalige Kolonien Italiens), die Italienisch als Amtssprache haben. Heute wird die Sprache dort aber kaum noch gesprochen.

Italienisch ist eine schöne Sprache. Aber wo wird sie eigentlich gesprochen? In welchen Ländern wird eigentlich Italienisch gesprochen? | Quelle: Pixabay

Diese Länder sind:

  • Libyen;
  • Eritrea;
  • Somalia ;
  • Äthiopien.

Daher ist Italienisch vor allem in Europa relevant.

Latein: Der Ursprung der Italienischen Sprache

Rom und damit Latein stehen am Anfang der italienischen Geschichte.

Einige sagen, dass Latein eine tote Sprache ist. Aber wusstet Ihr, dass sie auch heute noch gesprochen wird? Ja: Im Vatikan ist Latein Amtssprache.

Latein und Italienisch gehen aber schon lange getrennte Wege.

Das erste Latein, das entstanden ist, ist das archaische Latein. Es wurde von den Römern verwendet und entwickelte sich dann zum vulgären Latein, dem Ursprung der romanischen Sprachen sowie zum klassischen Latein.

Vor dem Fall des römischen Reichs (im 5. Jahrhundert) übernahm das vulgäre Latein in Italien die Vorherrschaft.

Daraus entstand dann im 9. Jahrhundert das mittelalterliche Latein, woraus dann im 15. Jahrhundert das humanistische Latein wurde.

Damals wurde Latein immer weniger gesprochen. Mit der Erfindung des Buchdrucks wurde Latein aber zur Sprache der Religion.

Im 16. Jahrhundert etablierte sich was man heute als Neolatein kennt. Die Sprache wurde dann nur noch in der Bildung sowie in den internationalen Naturwissenschaften verwendet.

Ab dem 20. Jahrhundert findet Latein immer weniger Verwendung. Außer im Vatikan wird heute nirgendwo mehr Latein gesprochen oder gelesen.

Dennoch sollte man sich bewusst sein, dass Latein die Mutter aller romanischen Sprachen ist und daher auch heute noch relevant ist.

Alles, was Ihr über die italienische Sprache wissen müsst Italienisch hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich – hier erfahrt Ihr alles! | Quelle: Unsplash

Daher ist es sinnvoll, Latein zu lernen, bevor man mit dem Italienisch Lernen beginnt.

So werdet Ihr schnell und effizient die wichtigsten Grundlagen der italienischen Grammatik erlernen und Euren Wortschatz erweitern. Außerdem ist Latein auch die Grundlage für Spanisch, Französisch, Rumänisch und Portugiesisch.

Auch, wenn Ihr Euch für Geschichte oder Kunst interessiert, ist Latein eine interessante Option für Euch!

*

Jetzt, da Ihr alles über die Geschichte und die Verbreitung der „lingua italiana“ wisst, solltet Ihr Euch einen Privatlehrer nehmen oder Euch in einem Italienischkurs an der VHS oder Uni einschreiben.

Auch im Internet gibt es gute und günstige Möglichkeiten, um Italienisch online lernen zu können.

So könnt Ihr im Nu vom Anfänger zum Italienisch-Experten werden und Euer Hör- und Textverständnis verbessern.

Ein Urlaub in Italien (z.B. in Pisa, Sardinien,Florenz, Rom, Venedig oder einer anderen italienischen Stadt) ist eine gute Idee!

Vor Ort werdet Ihr auf viele Muttersprachler treffen, mit denen Ihr Eure Sprachkenntnisse anwenden könnt.

So könnt Ihr gratis Italienisch lernen und gleichzeitig neue Leute kennen lernen und Euer Wissen über dieses tolle Land erweitern.

Wer eine Sprache lernen will, der kommt da nicht drum herum!

Daher sind auch private Unterrichtsstunden mit einem Privatlehrer, der Muttersprachler ist, eine interessante Option!

Er oder sie wird Euch einige Infos über Land und Leute geben und Euch verbessern, wenn Ihr Fehler macht oder Eure Aussprache noch fehlerhaft ist.

Außerdem habt Ihr mit einem Privatlehrer die Möglichkeit, präzise auf bestimmte Punkte einzugehen, die Ihr verbessern wollt.

Der Italienischunterricht wird so individueller und der Lehrer kann besser auf Euch eingehen, zum Beispiel mit bestimmten Italienischübungen. Auch könnt Ihr den Rhythmus selbst bestimmen und mehr oder weniger Unterricht nehmen, je nach Eurer aktuellen Verfügbarkeit.

Auf Superprof bieten die allermeisten Lehrer auch eine erste Gratiseinheit an. Davon solltet Ihr auf jeden Fall Gebrauch machen!

Wir wünschen Euch viel Erfolg beim Italienisch lernen!

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