Das Ende des Schuljahres steht bevor und Dir ist schon ziemlich mulmig beim Gedanken an die Versetzung?

Eine Klassenstufe wiederholen hat in vielen Familien und auch in der Öffentlichkeit oft ein schlechtes Image. Du willst Deine Eltern nicht enttäuschen, aber gleichzeitig weißt Du auch, dass die Wiederholung vielleicht auch eine Chance sein könnte?

Denn das ist sie in vielen Fällen auch: Eine zweite Chance! Dabei geht es nicht darum, Stoff zu Hause zu wiederholen und neben der Schule noch mehr zu lernen. Im Gegenteil: Ganz in Ruhe kannst Du Dir selbst die Zeit geben, den gesamten Stoff des Schuljahres noch einmal durchzugehen und dabei wirst Du Dich ziemlich sicher verbessern.

Mit mehr Motivation und auch mehr Reife fällt Dir der Schulstoff einfach leichter. Auch Lehrer beobachten bei Wiederholern Verbesserungen, sowohl bezogen auf die Leistung als auch bezogen auf den Ehrgeiz.

Du hast Deinen Weg noch nicht ganz gefunden und brauchst einfach etwas mehr Zeit dafür? Auch dann kann eine Wiederholung sinnvoll sein.

Katinka
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Im Wiederholungsjahr werden die Karten neu gemischt

Die Wiederholung gibt Dir auch Zeit, zu verstehen, was da im letzten Schuljahr eigentlich schief gegangen ist. Waren es bestimmte Fächer oder andere Probleme? Das Jahr mehr hilft auch dabei, Schwächen in der Schule zu verbessern und ganz gezielt an bestimmten Fächern zu arbeiten. Das ist viel entspannter, als die schlechten Noten aus dem alten Schuljahr mit in das neue zu nehmen.

Du möchtest herausfinden, wohin es nach der Schule gehen soll? Insbesondere für Haupt- und Realschüler ist es wichtig, schon früh zu wissen, was nach der Schulzeit passieren soll. Wenn dann noch die Noten nicht so gut sind, schlägst Du mit einer freiwilligen Wiederholung zwei Fliegen mit einer Klappe.

Wiederholen ist keine schlechte Idee, wenn es keine andere Lösung gibt.
Das Jahr zu wiederholen, ist in vielen Fällen hilfreich. | Quelle: Pexels

Denk immer daran: Ein Jahr mehr oder weniger ist am Ende nicht ausschlaggebend dafür, was aus Dir wird. Auch wer mal eine Ehrenrunde gedreht hat, kann danach noch eine glänzende Karriere hinlegen.

In Deutschland haben übrigens im Schuljahr 2018/2019 2,3 Prozent der Schüler eine Klasse wiederholt. Die meisten davon in Bayern (3,9 Prozent) und die wenigsten in Berlin (1,1 Prozent). In unserem Artikel über Zahlen und Fakten rund ums Wiederholen erfährst Du noch mehr interessante Dinge über das Sitzenbleiben und die freiwillige Wiederholung.

Außerdem ist ein Jahr mehr auch eine Chance! Die schlechten Noten treffen Dich ausgerechnet in einem schwierigen Jahr, das eigentlich ziemlich wichtig ist?

Durch eine – zum Beispiel freiwillige – Wiederholung kannst Du genug die Note erreichen, die Du für ein bestimmtes Studium oder einen bestimmten Ausbildungsplatz brauchst.

Gerade in der Oberstufe, wo Noten schon in Dein Abitur zählen, kann es fatal sein, in einigen wenigen Fächern schlechte Noten zu haben. Vor allem, wenn Dir ein Studium vorschwebt, für das Du richtig gute Noten brauchst. Das Gleiche gilt natürlich auch für andere Studienfächer oder wenn Dich die Angst plagt, Deine Zukunft zu gefährden. Natürlich sollte eine Wiederholung aber nur im äußersten Notfall gewählt werden.

Es ist auch hilfreich, schon im Voraus die Anforderungen an eine bestimmte Klassenstufe zu kennen. Du hast Dich einfach nie ausreichend vorbereitet? Jetzt weißt Du immerhin, was Dich erwartet. Und außerdem kennst Du Deine schulischen Stärken und Schwächen. Also: Keine Panik!

In anderen Fällen hilft Dir die Ehrenrunde, um Dir über Deine Zukunft klarer zu werden. Du wolltest eigentlich gerne einen bestimmten Leistungskurs wählen, aber im Jahr davor werden Deine Noten in genau diesem Fach schlechter?

Oder Dein Schnitt ist noch nicht so schlecht, dass Du sitzenbleibst, aber so viel Lust auf eine höhere Klassenstufe hast Du mit den aktuellen Noten trotzdem nicht? Dann hilft auch eine freiwillige Wiederholung, dank der Du Deinen Schnitt so verbessern kannst, dass Du gut auf die nachfolgende Stufe vorbereitet bist.

Ob die Wiederholung nun sinnvoll ist oder nicht, hängt vom Typ und der jeweiligen Situation ab. Hinzu kommt die aktuelle bildungspolitische Lage in Deinem Bundesland. In Bayern hat ein Wiederholungsjahr kein so schlechtes Image, in Hamburg wurde es abgeschafft. Für den einen ist eine (freiwillige) Wiederholung genau das Richtige und eine zweite Chance, den anderen versetzt diese Lage in Scham und Angst vor dem Verlust der guten Freunde.

In Hamburg gibt es verpflichtenden Förderunterricht für Schülerinnen und Schüler, deren Versetzung woanders gefährdet wäre. Tatsächlich gaben in einer Studie aber 17,1 Prozent der Befragen an, schon einmal eine Klasse wiederholt haben zu müssen. Ob freiwillig wiederholen, sitzenbleiben oder verweilen – vielen passiert’s und oft ist diese zweite Chance Gold wert.

Denn die Wiederholung eröffnet Dir die Möglichkeit, noch einmal ganz von vorne zu beginnen. Auf keinen Fall sollte sie jedoch als Versagen oder Scheitern gewertet werden. Nachdem Du die Gründe für die schlechten Noten identifiziert hast, kann auch ein Schulwechsel, ein Wechsel der Klasse innerhalb des gleichen Jahrgangs oder eine andere Schulart in Erwägung gezogen werden.

Schüler und Schülerinnen wiederholen eine Klasse aus den unterschiedlichsten Gründen.
Statt Hausaufgaben und Lernen hast Du lieber was mit Deinen Freunden gemacht? Die Gründe fürs Wiederholen sind vielfältig. | Quelle: Pexels

Es gibt neben den klassischen Schulmodellen auch alternative Schulen (z. B. Waldorf, Montesori, freie Schulen), aber auch Modelle, in denen alle gemeinsam lernen (z. B. Gesamtschule). Es muss nicht immer das Gymnasium sein. Cleverer ist immer, die Schulform dem Typ des Schülers anzupassen.

Eltern und Lehrer können helfen. Aber wer bei der Versetzung überhaupt das letzte Wort? Aber der erste Schritt ist immer, die Augen für Neues zu öffnen und sich nicht darauf einzuschießen, unbedingt in der aktuellen Klasse zu bleiben. Jeder hat Talente und jeder hat die Chance verdient, sie an der richtigen Schule einzusetzen.

Nur nicht verzagen

Wer einmal in Schwierigkeiten in der Schule steckt, ist schnell im Teufelskreis gelandet und wieder heraus zu kommen, ist ganz schön schwer. Auf der Suche nach frischer Motivation leidet dann der eine oder andere Notendurchschnitt.

Um da Abhilfe zu schaffen, ist die Wiederholung gar keine schlechte Option. Nimm Dir aber unbedingt Zeit, mit allen zu sprechen: Mit Deinen Eltern, Lehrern und – wenn möglich – auch mit anderen Schülern, denen das Gleiche passiert ist.

Es ist wichtig, nicht durch Kurzschlussreaktionen solche wichtigen Entscheidungen zu treffen. Übrigens, wusstest Du, wie viel Geld es kostet, ein Jahr zu wiederholen?

Egal wofür Du Dich letztendlich entscheidest: Hör auf Deine Bedürfnisse und auch auf die Ratschläge von Eltern und Lehrern. Du bist nämlich sicher nicht der/die Erste(r), der mal ein Jahr wiederholt.

Welche Rolle Eltern und Lehrer spielen

Die Klasse wiederholen ist nur dann wirksam, wenn alle an einem Strang ziehen. Vor allem der Schüler oder die Schülerin muss verstehen und akzeptieren, statt der versetzt zu werden das Jahr noch einmal zu machen. Dabei spielen Eltern und Lehrer eine richtige Rolle.

Ihr seid Eltern und habt das Gefühl, für Euer Kind ist die Klassenwiederholung die richtige Lösung? Euer Sprössling lernt nicht genug und investiert zu wenig Zeit in die Schule? Dann ist es ganz wichtig, Euer Kind zu ermutigen und ihm zu zeigen, dass es die Hauptrolle in seiner Entwicklung spielt. Dann kann auch das nötige schulische Selbstvertrauen zurückkehren.

Wichtig ist, die Lust am Lernen nicht zu zerstören.
Hauptsache, das Kind verliert nicht die Motivation an der Schule. | Quelle: Pixabay

Der Dialog zwischen Eltern, Lehrern und eventuell der Schulleitung ist sehr wichtig. Auch ein Nachhilfelehrer – wenn vorhanden – kann seine Einschätzung abgeben. Aber mindestens genauso wichtig ist der Dialog mit dem Schüler selbst. Keinesfalls sollte er sich schuldig fühlen.

Die Rolle der Eltern besteht dann darin, dem Lehrerteam zu vertrauen. Denn Lehrer kennen sowohl Euer Kind im schulischen Umfeld als auch das Bildungssystem in Eurem Bundesland und die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben.

Gleichzeitig muss sich Euer Kind erleichtert fühlen können und sich mitunter an die Vorstellung gewöhnen, eine Klasse zu wiederholen. Auf keinen Fall bedeutet die Wiederholung Versagen. Denn die Motivation soll ja zurückkehren und nicht im Keim erstickt werden.

Ihr braucht noch ein paar Infos zur Wiederholung einer Klasse im Allgemeinen? Insgesamt führt der Dialog zur Identifikation des Problems und dann zur richtigen Lösung.

Den Neuanfang wagen

Nehmt die Wiederholung einer Klassenstufe nicht zu ernst. Natürlich ist es wichtig, die Versetzung im nächsten Jahr dann unbedingt zu erreichen. Aber ein Jahr zu wiederholen ist keine Strafe, kein völliges Versagen und auch keine Ungerechtigkeit.

Seine Schwierigkeiten anerkennen

Um alles in der Welt in die nächste Klasse versetzt zu werden sorgt vielleicht für kurzfristen Erfolg. Aber im nächsten Jahr wartet Stoff auf Dich, der Grundlagen erfordert, die Du unter Umständen nicht hast.

Das Risiko ist also hoch und Deine Motivation kann auch darunter leiden. Dann ist es noch viel wahrscheinlicher, sich im nächsten Jahr für die Wiederholung zu entscheiden.

Wenn Du also akzeptierst, dass es momentan Probleme in der Schule gibt, hast Du den ersten Schritt bereits getan.

Große Sprünge sind auch für Sitzenbleiber möglich.
Die Wiederholung beutet nicht, dass große Sprünge im Leben dann nicht mehr möglich sind. Keine Angst! | Quelle: Pexels

Die Integration in die neue Klasse

Die alten Freunde ziehen weiter in die nächsthöhere Klasse und Du musst Dich in einen neuen Klassenverband einfinden? Vielleicht hast Du davor Angst, aber mach Dir nicht allzu große Sorgen.

Denn Du weißt bereits, was Dich in der Klassenstufe erwartet, die Du wiederholst. Und das wissen auch die anderen Klassenkameraden, außerdem kannst Du ihnen helfen. Deshalb haben es Wiederholer meist gar nicht so schwer beim Einfinden in die neue Klassengemeinschaft. Denn sie wissen viel und sind älter.

Zudem ist es viel leichter, im Unterricht mitzumachen und auch dadurch das Image zu verändern. Und schon bist Du nicht mehr der oder die mit den schlechten Noten, sondern jemand, der sich richtig gut auskennt und keinen Bammel vor dem Unterricht hat.

Die richtige Förderung auswählen

Einige glauben, dass Wiederholung zur Demotivation führt, sowohl bei Schülerinnen und Schülern als auch bei den Eltern. Das kann die verzwickte Situation in einzelnen Fällen auch tatsächlich verschlimmbessern.

Aber wenn die Förderung passt, die sich an die Wiederholung anschließt, sollte es keine größeren Probleme mehr geben. Das bedeutet, gezielt die Fächer zu fördern, die dem betroffenen Schüler schwer fallen. Das kann zum Beispiel mit klassischem Nachhilfeunterricht oder Online Nachhilfe per Video-Unterricht passieren.

Dann kann wieder die richtige Dynamik und Motivation in den Schulalltag zurückkehren. Dann stehst Du mit beiden Beinen fest auf dem Boden und kannst das Beste aus dem Wiederholungsjahr machen!

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Eva