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Wie kann ich einen Kochkurs planen und vorbereiten?

Von Florence, veröffentlicht am 16/10/2018 Blog > Kunst & Freizeit > Kochen > Wie kann ich einen Kochkurs planen und vorbereiten?

Wenn Deine Freunde Dich nur noch „Chefkoch“ nennen und Deinen echten Namen längst vergessen haben, Du liebend gerne hinter den Kochtöpfen stehst und stundenlang von Rezepten sprechen kannst… dann ist es an der Zeit Deinen ersten Kochkurs zu geben!

Oprah Winfrey hat gesagt: „Die wahre Küche ist eine Kunstform. Ein Geschenk, das man teilen muss.“ Das stimmt, denn was gibt es Schöneres als ein Abendessen mit Freunden oder der Familie?

In diesem Artikel zeigen wir Dir, wie Du ein großartiger Kochlehrer werden kannst, organisiert, methodisch und makellos!

Sei perfekt vorbereitet!

Alles zu seiner Zeit. Bevor Du einen Kochkurs entwerfen kannst, solltest Du ein erfahrener Koch sein. Das heißt aber auch nicht, dass Du unbedingt eine Kochschule besucht oder eine Ausbildung zum Konditor gemacht haben musst!

Um Privatunterricht zu geben, ist kein Diplom notwendig.

Erfahrung wiederum ist unabdingbar. Du würdest doch auch nie auf die Idee kommen, Dich hinter ein Steuer zu setzen, wenn Du nicht einmal gelernt hast wie man ein Auto startet? In der Küche ist es nicht anders.

Deine Verwandtschaft sagt Dir immer wieder, dass jede Zutat, die Du berührst, sich in ein köstliches Gericht verwandelt? Du beeindruckst sie regelmäßig mit Kreationen, die problemlos in einem Restaurant serviert werden könnten?

Man muss kochen können, und das heißt mehr als die Basics zu beherrschen! Man muss dazu in der Lage sein, seinen Schülern, die nicht unbedingt alle Anfänger sind, etwas Neues beizubringen.

Jeder Lehrer, war selbst einmal ein Schüler! Bevor Du unterrichtest, musst Du üben, üben, üben. | Quelle: Pexels

Bevor Du Dich in das kulinarische Lehren stürzt, solltest Du eines machen: Üben, üben, üben. Und wenn Du schon Unterricht gibst, gilt das übrigens auch!

Du musst Deinen Schülern Geheimtipps geben und ihnen komplexe Techniken beibringen können. Die korrekte Ausführung des Rezepts reicht nicht, Du musst auch alle in dem Rezept angesprochenen Techniken auswendig kennen, vom fachmännischen Fleisch schneiden bis zur perfekten Bratkunst.

Tipp: Übe mit Deiner Familie und Deinen Freunden. Schlag ihnen einen Kochkurs bei Dir vor. Ihr Feedback wird Dir dabei helfen Deine Didaktik und Deine Lehrtechniken zu verfeinern.

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Entwickle ein Konzept

Was möchtest Du Deinen Schülern beibringen?

Diese Frage musst Du als allererstes beantworten, schon bevor Du mit dem Planen des Kochkurses überhaupt erst anfängst.

Du kannst natürlich eine allgemeine Herangehensweise haben und jeden Stil und jede Technik unterrichten. Dann musst Du aber auch ein Koch sein, der in allen Bereichen der Kochkunst bewandert ist!

Wenn Du Dich von anderen Kursen abgrenzen und ein erkennbaren Rahmen haben willst, kannst Du Dich auf eine spezifische Küche, eine Zutat oder eine bestimmte Technik konzentrieren.

Das wird Deine Aufgabe erleichtern! So musst Du nicht in jedem Bereich absolut fantastisch sein, es „reicht“ wenn Du ein bestimmtes Thema beherrschst, das Du Dir selbst ausgesucht hast.

Du kannst Dich dafür entscheiden Konditorkunst zu unterrichten, z.B. die Macaron Technik und den Brandteig. Du brauchst dann nur noch genau diese Techniken so lange zu üben bis Du zum Experten wirst!

Die Herangehensweise wird noch einmal anders sein, wenn Du Dich für eine bestimmte Küche, z.B. die japanische, kreolische oder italienische, entscheidest.

Ein allgemeiner Kochkurs erfordert eine andere Planung, als ein Technik-Kurs oder die Zubereitung eines bestimmten Gerichts:

 

  • Allgemeiner Kochkurs:  Verschwendung vermeiden, Grundzutaten zum Kochen, Reste-Verwertung, Kindern neue Lebensmittel näher bringen, eine Vorspeise, ein Hauptgericht und einen Nachtisch in drei Stunden zubereiten, usw.
  • Technik-Kochkurs: Ein Hühnchen schneiden, Pfannkuchen, Béchamelsauce, die perfekte Mousse au Chocolat, Sushi selber machen usw.
  • Zubereitung eines Gerichts: Eine Schwarzwälder Kirschtorte, Sauerbraten, Paella, ein Linseneintopf, usw.

Stell Dir die richtigen Fragen:

  • Welche Rezepte beherrsche ich am Besten?
  • Was kann ich besser: Kochen oder Backen?
  • Kenne ich eine spezielle Technik?
  • Was möchte ich gerne meinen Schüler beibringen?

Wenn Du Dein Konzept gefunden hast und weißt was Du vermitteln willst, ist es endlich soweit: Wir fangen mit dem Kursentwurf an!

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Entwerfe einen Unterrichtsplan

Beim Kochkurs ist es wie bei jedem anderen Kurs auch- um Erfolg zu haben, musst Du wissen was Du willst!

Die Hälfte des Unterrichts passiert im Voraus, beim Planen! Gute Planung ist das A und O. | Quelle: Pixabay

Am Besten fertigst Du Dir einen Plan an, der folgende Informationen beinhaltet:

  • Kursdauer: in einer Stunde kannst Du nicht so viele Informationen vermitteln wie in drei Stunden, das ist klar. Der Zeitrahmen bedingt den Kursinhalt. Achte daraus, nicht zu viel in zu kurzer Zeit vermitteln zu wollen, oder im Gegenteil, zu wenig zu sagen zu haben.
  • Kursort: Soll der Kurs bei Dir Zuhause, bei Deinem Schüler oder in einem Restaurant stattfinden? Wenn Du bei Dir bleibst, musst Du auf die strikten Hygieneregeln achten, die gelten ab dem Moment wo die Kochschüler das Essen probieren.
  • Lernziele: Ein Gericht und einen Nachtisch in einem vorgegebenen Zeitrahmen schaffen, Gemüse der Saison in drei verschiedene Rezepte umwandeln können, die wichtigsten Regeln der Weinpaarung kennen, usw. Entwerfe Lernziele, die zum Niveau Deiner Schüler passen, die also machbar sind.
  • Materialliste: Die Kochutensilien, Zutaten, Kräuter, Gewürze und natürlich auch Kochschürzen! Nichts aus dem Rezept darf fehlen, spezielle Maschinen inbegriffen.
  • Rezepte: Wenn Deine Schüler ein Wiener Schnitzel zubereiten sollen, wäre es gut das dazu passende Rezept zu haben! Du selber solltest das Rezept allerdings auswendig kennen.

Fertige eine zusammenfassende Folie an, auf der alle wichtigen Infos zu Deinem Kurs stehen. So siehst Du schnell klarer.

Wenn all diese soeben besprochenen Elemente feststehen, kannst Du zum wichtigsten Teil übergehen: Wie bringst Du Deinen Schülern das Rezept oder die spezifische Technik bei?

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Plane jede Etappe im Detail

Hast Du auch an die Kochutensilien gedacht? Jedes Detail des Kochkurses will durchdacht sein. | Quelle: Pixabay

Bevor ihr euch auf eure gemeinsam im Kurs zubereiteten Köstlichkeiten stürzen könnt, müssen in der Regel drei Etappen beachtet werden, die Du Deinen Schülern detailliert erklären solltest:

  • Die Vorbereitung: Denke daran, für Deine Schüler eine Liste der benötigten Utensilien anzufertigen, welche Zutaten und in welchen Mengen benutzt werden, und gib einen Überblick über die zu vermittelnden Techniken.
  • Das Garwerden: Im Ofen, im Bain-Marie, in der Pfanne, im Topf… Welche Temperatur, welche Dauer, welche Farbe muss das Produkt haben, wie erkennt man, dass es gar ist… Alles Einzelheiten, die Du Deinen Schüler unbedingt beibringen solltest.
  • Das Anrichten: Für die Abrundung kannst Du Deinen Schülern noch Tipps für das Anrichten auf dem Teller geben. Denn die Augen essen mit!

Wie ein Chef zu kochen, erfordert Geduld, Organisationstalent und Methodik. Diese Eigenschaften solltest Du auch Deinen Schülern beibringen… am Besten indem Du ihnen darin ein Vorbild bist!

Nimm Dir ein Blatt Papier und einen Stift und schreib alle Tipps und Tricks auf, die Du Deinen Schülern im Laufe der drei Etappen geben kannst.

Wenn Du einen Gehilfen hast, kannst Du ihn damit beauftragen Fotos von Deinem Rezept zu machen und während des Kochens Deine technischen Gesten zu filmen.

Die Fotos und Videos kannst Du anschließend Deinen Schülern noch zusätzlich zum Rezept schicken, damit sie sie bei Bedarf noch einmal aufrufen können.

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Lege die Eckdaten Deines Unterrichts fest

Welche Atmosphäre gefällt Dir beim Kochen? Mit der Zeit wirst Du Deinen ganz eigenen Kochkurs-Stil finden. | Quelle: Pixabay

Jetzt wo der Kursinhalt feststeht, müssen nur noch die wichtigsten Formalitäten geklärt werden. Bevor Du Deinen Schülern gastronomische Kochkünste oder die Wunder der Molekularküche vermittelst, musst Du über folgende Elemente entscheiden:

  • Der Preis: Der Preis hängt von der Länge des Unterrichts sowie vom Kursinhalt ab. Auf Superprof kostet ein allgemeiner Kochkurs zwischen 20 und 25 € die Stunde. Die Qualifikation des Lehrers, seine Erfahrung und der Ort spielen ebenfalls eine Rolle. Die Preise können stark variieren und sich bis zu verdoppeln. Ein sehr technischer Konditorkurs wird z.B. etwas mehr kosten. Versuch am Besten im preislichen Mittelfeld zu bleiben und beschreibe auf Superprof Dein Kursangebot ganz genau 😉.
  • Die Teilnehmerzahl: Wenn Du Dich einer Gruppe noch nicht gewachsen fühlst, kannst Du erstmal Einzelunterricht geben. Wenn Du jedoch Gruppenunterricht organisieren möchtest, musst Du in jedem Fall ein Teilnehmerzahl-Limit festlegen. Wenn Du den Veranstaltungsort schon kennst, kannst Du dich an ihm orientieren. Eine kleine Küche kann nur einige wenige Schüler empfangen, eine professionnelle Restaurantküche hat schon Raum für mehr Menschen.
  • Die Verkostung: Werden Deine Schüler am Ende des Kurses ihre Kreationen verkosten oder nehmen sie sie nur mit nach Hause? Dieser Aspekt ist wichtig, um die Länge des Unterrichts zu bestimmen.
  • Das gewisse Etwas: Um Deinen Kundenstamm zu erweitern und neue Interessenten anzuziehen, kannst Du maßgeschneiderte Ateliers für z.B. Junggesellinnenabschiede, Team Building, Business-Seminare oder Abende unter Freunden machen. Du kannst ebenfalls Geschenkgutscheine anbieten, so können zufriedene Kunden ihre Nächsten damit beglücken. Lass Deiner Fantasie freien Lauf, damit Dein Angebot sich weiter verfeinert und immer mehr neue Kunden anzieht!

Zusammenfassend: 

  • Einen Kochkurs zu geben ist nicht das Gleiche wie für sich und seine Freunde zu kochen. Ersteres erfordert mehr Organisation!
  • Werde ein Experte in Deinem Gebiet bevor Du Dich in die Animation eines Kochkurses stürzt.
  • Definiere sorgfältig Dein Konzept und seinen Rahmen: Einen Anfänger unterrichten und einer fortgeschrittenen Gruppe Konditorkniffe beizubringen erfordert nicht ganz die gleichen Rahmenbedingungen.
  • Sei organisiert und methodisch! Du musst unbedingt die Länge, den Ort, die zu realisierenden Lernziele, das benötigte Material und das Rezept auf einer zusammenfassenden Folie vereinen.
  • Sei sorgfältig bei der Kursvorbereitung, plane jede Etappe ganz genau.
  • Zu guter Letzt solltest Du Dein Zielpublikum identifizieren und das dazu passende Kursformat entwickeln.

Und wer weiß?

Vielleicht ist der nächste Alain Ducasse ja unter Deinen zukünftigen Kochkurs Schülern 😉?

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