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Kochkurse Geben: Tipps & Tricks für angehende Kochlehrer

Von Florence, veröffentlicht am 22/11/2018 Blog > Kunst & Freizeit > Kochen > Dinge, die jeder angehende Kochlehrer wissen muss

Du träumst seit Langem davon, Deine eigenen Kochkurse zu geben. Jedes Mal wenn Du kochst, überschütten Dich Deine Freunde mit Lob. Wenn Du Dein Kochtalent gerne weitergeben möchtest, pädagogische Fähigkeiten besitzt und aus Deiner Leidenschaft Deinen Beruf machen willst… dann solltest Du den Schritt wagen. Biete Deinen ersten Kochkurs an!

In diesem Artikel werden wir Dir die wichtigsten Elemente vorstellen, die dazu nötig sind, um ein gutes Konzept zu entwickeln und ein Maximum an Kunden anzuziehen.

Wie baut man einen Kochkurs auf?

Die erste Etappe ist das Konzept. Du musst darüber nachdenken, was Du gerne anbieten möchtest, und ob es Deinen Fähigkeiten entspricht.

Du musst dafür nicht der Schüler von Alain Ducasse gewesen sein, eine Kochschule besucht oder eine Ausbildung zum Konditor abgeschlossen haben. Diplome sind natürlich ein Pluspunkt, aber auch ohne kannst Du sehr gut Deinen eigenen Kochkurs leiten.

Bevor Du den Kochkurs startest, musst Du Dir mehrere essentielle Fragen stellen:

  • Welche Art von Küche möchtest Du unterrichten (italienische, französische, japanische, türkische…)?
  • Möchtest Du Zuhause oder eher an anderen Orten, z.B. in einem Restaurant, unterrichten?
  • Wie weit möchtest Du Dich spezialisieren? Desto breiter das Angebot, desto mehr wird von Dir gefordert.
  • Wie kannst Du Dich von anderen Angeboten abheben? Wenn Du ein Weinliebhaber bist, könntest Du z.B. einen Kurs zur Speise- und Weinpaarung anbieten.

Was ist Dein Lieblingswein? Du musst kein Önologe sein, um einen Weinpaarungskurs anzubieten. | Quelle: Pexels

Es gibt viele unterschiedliche Formate, was den Entwicklungsprozess sehr stimulierend, aber auch schwierig macht, denn Eins ist klar: Du musst Dich entscheiden!

Es gibt drei unterschiedliche Kochkurs Typen:

  • Ein allgemeiner Kurs, bei dem ein bestimmtes, aber breiteres Thema im Mittelpunkt steht. Das können sein: Verschwendung vermeiden, kulinarische Anfängerkurse für Kinder, Kochen mit saisonalen Produkten oder wie man ein ganzes Dinner mit eingeschränktem Budget plant und kocht.
  • Ein Technik-Kurs, bei dem Deine Schüler lernen wie man Fleisch schneidet, was Molekularküche ist, wie man Pasta anfertigt oder wie die Mousse au Chocolat endlich locker und luftig wird.
  • Ein Ein-Gericht-Kurs, wo ihr euch auf ein einziges Produkt konzentriert. Wie stellt man die perfekte Schwarzwälder Kirschtorte her, die besten Kohlrouladen, schmackhafte Sushis oder ein meisterhaft gebratenes Steak?

Du musst darauf achten, dass Deine verschiedenen angebotenen Kurse komplementär sind. Außerdem gibt es noch andere Elemente, die Du nicht vergessen darfst: die Länge des Kurses, die benötigten Utensilien für ein bestimmtes Rezept, die Lernziele und Konzepte, die Deine Schüler meistern sollen.

Die formalen Rahmenbedingungen sind auch wichtig. Wieviel soll der Kurs kosten, und wieviele Kochschüler kann der Veranstaltungsort empfangen?

Welche Themen Du unterrichtest, solltest Du von Deinen Interessen und Fähigkeiten abhängig machen. So kannst Du Deine Aktivität in den bestmöglichen Bedingungen ausführen.

Wie animiert man einen Kochkurs?

Jetzt wo Dein Konzept auf soliden Beinen steht, musst Du darüber nachdenken, wie Du den Kurs leiten willst.

Für Deine Schüler geht es ja nicht nur darum ein neues Rezept zu erlernen! Sie möchten einen angenehmen und entspannten Moment erleben. Dafür muss Dein Kochkurs reibungslos ablaufen, was eine gute Vorbereitung benötigt.

Kennst Du Deine Rezepte auswendig? Desto mehr Du vorher geübt hast, desto entspannter wirst Du während des Kurses sein. | Quelle: Pexels

Zwei Aspekte sind für die Animation Deines Kochkurses ganz besonders wichtig:

  • Der erste Aspekt ist das Zeitmanagement. Du musst in jedem Fall Testdurchläufe Deines Kochkurses gemacht haben, bei denen Du die gebrauchte Zeit misst. Wenn bei diesen Tests Deine Familie oder Freunde die Rolle der Kochschüler spielen, kannst Du außerdem ehrliches und detailliertes Feedback erhalten. Das bietet Dir die Möglichkeit Deinen Kurs noch weiter zu verbessern, bevor Du ihn öffentlich anbietest.
    Es ist sehr wichtig, zu Beginn des Kochkurses die Zeit und Aktivitäten klar einzuteilen. Biete z.B. eine Frage-Antwort-Zeit während der Back- und Bratzeiten an. So verlierst Du weniger Zeit und die Pausen sind reguliert. Du kannst ebenfalls einfache Aktivitäten, wie Gemüse Schneiden z.B., nutzen, um Deinen Schülern Extra-Tipps zu geben.
  • Der zweite wichtige Aspekt, ist die Geselligkeit und entspannte Atmosphäre. Am Besten planst Du ein Zeitfenster dafür am Ende des Kurses ein. Nach all der Arbeit ist dieser Moment der Muße und des Austausch wohlverdient!
    Jeder Schüler soll sich ausdrücken können. Was für Schwierigkeiten hat er gehabt, welche Techniken wurden noch nicht richtig verinnerlicht? Die Kochschüler können viel durch diesen Erfahrungsaustausch lernen und sich untereinander weiterhelfen. Du wiederum kannst durch dieses Feedback erkennen, wie Du Deinen Kurs noch klarer und spannender gestalten kannst.
    Deine Schüler sollten ebenfalls die Möglichkeit haben, entweder ihre Kreationen vor Ort zu verspeisen oder aber sie mit nach Hause zu nehmen, um ihre Familie damit zu beeindrucken. Stolze Kochschüler sind zufriedene Kunden!

Die wohlverdiente Belohnung nach langen Stunden in der Küche. Das Dinner am Ende kann ein Teil des Kochkurses sein. | Quelle: Pexels

All diese Elemente führen nicht nur dazu, dass Deine Kochkurse interessanter und lebendiger werden, sondern auch dazu, dass Deine Schüler wiederkommen und Deine Aktivität langlebiger wird. Geschenkgutscheine, Freundschaftsrabatt, es gibt viele Techniken, um Dein Angebot attraktiver zu machen und Deine Kunden zu motivieren, Deinen Kochkurs weiterzuempfehlen.

Was macht einen Kochkurs attraktiv?

Damit Dein Kochkurs attraktiv wird, muss er sich von anderen Angeboten unterscheiden und abheben. Dieser Unterschied kann in der Originalität der Themen, aber auch im Unterrichtsstil liegen.

Wenn Dein Kochkurs nur eine Kopie einer Kopie ist, wird er sich nicht lange über Wasser halten!

Wie oft probierst Du neue Gerichte? Essen zu Lieben ist die erste Bedingung, wenn man einen Kochkurs geben will. | Quelle: Pexels

Du könntest z.B. gastronomische Kochkurse anbieten, die abgeänderte, originelle Rezepte zum Programm haben.

  • Das Konzept einen großen Klassiker von einem berühmten Chef aufzugreifen und umzuwandeln, steht momentan sehr im Trend.
  • Du kannst auch Konditorkurse anbieten, bei denen untypische Zutaten benutzt werden, z.B. Low-Carb für Diabetiker, oder vegan.
  • Und warum nicht originelle Risotto Rezepte anbieten, bei denen Zutaten ins Spiel kommen, die ein Italiener noch nie zu Augen bekomme hat, wie z.B. asiatische Pilze?

Wenn Du Weinliebhaber bist, kannst Du auch eine Weinverkostung mit einer kleinen önologischen Einführung anbieten.

Du hast es sicherlich schon verstanden: Um Deinen Kurs attraktiv zu gestalten, musst Du darüber nachdenken, welche Elemente ihn von den anderen Kochkursen unterscheiden und aus ihm etwas Besonderes machen. Dieser Unterschied ist eine Stärke, die Dein Konzept von den anderen abhebt.

Denke auch daran, dass ein lebendiger und animierter Kochkurs auch außerhalb des tatsächlichen Unterrichts stattfindet. Entwickle eine Internetpräsenz (Facebook, Youtube, Twitter…) und biete Tutorials für originelle und köstliche Rezepte an. So wird die Beziehung zu Deinen Kunden verstärkt und lange dauern!

Zusammenfassend:

  • Um Kochkurs Lehrer zu werden, brauchst Du selbstverständlich fundiertes Wissen und Können in der Küche. Das heißt aber nicht, dass ein Diplom oder eine Kochausbildung ein Muss ist!
  • Der Schlüssel zum Erfolg ist ein Maximum an Energie in die Vorbereitung der Kochkurse zu stecken. Der Kurs muss zu den Kochschülern und ihren Erwartungen passen, aber auch Deinen Fähigkeiten entsprechen.
  • Versuche nicht in die Vielseitigkeitsfalle zu tappen und zu viele unterschiedliche Themen abdecken zu wollen. Das würde Deiner Glaubwürdigkeit schaden. Was würdest Du zu einem Restaurant sagen, das französische, mexikanische und japanische Küche anbietet? Fokus ist gefragt.
  • Wen möchtest Du erreichen: Absolute Anfänger, Amateure, oder eher Fortgeschrittene, denen komplexere Techniken beigebracht werden können? Eher Desserts oder Salziges? Am Besten gestaltest Du Deine Kochkurse komplementär zueinander, du kannst z.B. Kurse mit aufbauenden Schwierigkeitsgraden zu dem gleichen Thema anbieten, damit sich Deine Schüler mit Dir entwickeln können.
  • Abgesehen von den technischen Aspekten, wird für Dich der Fokus auf der Atmosphäre liegen. Sind Deine Schüler entspannt, fühlen sie sich gut? Du bringst ihnen nicht nur ein neues Rezept bei, sondern eine positive Attitüde, die sie auch in ihre Küche nach Hause mitnehmen wollen. Wenn der Kurs einmal vorbei ist, kannst Du mit Deinen Schülern weiterhin kommunizieren, durch einen Blog oder Tutorials z.B.

So, nun bist Du bereit für Deinen ersten Kochkurs. Auf die Plätze, fertig, los!

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