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Die Spezialitäten der französischen Küche

Von Melanie, veröffentlicht am 06/12/2018 Blog > Kunst & Freizeit > Kochen > Die Französische Küche und ihre Spezialitäten

Die französische Küche ist die beste Landesküche der Welt!

Das ist doch jedem klar, oder etwa nicht? Ok, vielleicht ist diese Aussage nicht ganz objektiv, aber eins steht fest:

Die französische Küche hat wirklich auf jedem Gebieten etwas bieten: Spirituosen, Desserts, Vorspeisen, Hauptgerichte, Süßigkeiten…

Vom Rindfleisch bis zu den berühmt berüchtigten Schnecken, von ganz gewöhnlichen Gerichten bis zu den ausgefallensten, die einige Nachbarn Frankreichs regelrecht als abscheulich bezeichnen würden (insbesondere die Engländer!), die kulinarische Kunst in Frankreich ist ausgesprochen vielfältig!

Zu Beginn beschäftigen wir zunächst einmal mit der Entstehungsgeschichte der französischen Küche. Dieses Kapitel hat einige unterhaltende Anekdoten zu bieten.

Nach der Geschichte folgt die Geografie: Wir stellen die französische Regionalküche sowie die bekanntesten regionalen Spezialitäten vor!

Anschließend sprechen wir über den Einfluss der französischen Küche auf andere Länder und erstellen eine Liste der beliebtesten, typisch französischen Gerichte und Rezepte, die zum Teil ganz einfach zuzubereiten sind!

Die Geschichte der französischen Küche

Das Renommee der frz. Küche ist nicht über Nacht entstanden oder einfach vom Himmel gefallen.

Nein: Sie ist das Ergebnis einer langwierigen Entwicklung und ist im Laufe der Zeit immer weiter perfektioniert worden.

Vom Wildschwein bei Asterix und Obelix bis zur Molekularküche der zeitgenössischen Alchimisten musste ein langer Weg zurückgelegt werden!

Die französischen „Grands Crus“ Weine sind hervorragend. | Quelle: Pixabay

Auch der französische Wein musste einen langen Weg zurücklegen, bis er schließlich seine heutige Spitzenqualität erreicht hat!

Früher erinnerte der Geschmack des Weins eher an Essig – und das war bis vor noch nicht allzu langer Zeit der Fall in vielen Gebieten, insbesondere im Westen Frankreichs.

Der Bordeaux Wein wurde in Paris erst ab dem 19. Jahrhundert getrunken: Erst ab 1820, anlässlich der Geburt von Henri d‘Artois (Enkelsohn des zukünftigen Charles X) wurde er teurer gehandelt als der Wein aus der Bourgogne.

Erst mit Napoleon III wurden im Jahr 1855 die Klassifizierungen der „Grands Crus“ eingeführt!

Die Geschichte der französischen Küche kann in mehrere große Zeitabschnitte eingeteilt werden, beginnend mit dem Mittelalter!

Zu diesem Zeitpunkt war Europa unter der Herrschaft des Christentums vereint. Die Lebensart der Gallier unterschied sich nicht in großem Maß von der der Nachbarländer.

Man aß mit den Händen, liebte farbenfrohe Speisen, so dass sogar die Mahlzeiten des Königs mit diversen Farbpigmenten überzogen wurden…

Es war Gang und Gebe, große Festbankette zu veranstalten, an anderen Tagen wiederum wurde strikt gefastet.

Unsere Vorfahren hatten das Glück, Fleischsorten genießen zu können, die es heute gar nicht mehr gibt, da diese Tiere mittlerweile geschützt sind.

Später hat Katharina von Medici uns ein schönes Geschenk gemacht, indem sie die Gabel eingeführt hat, die von nun an neben dem Messer auf dem Tisch gelegt wurde. Seitdem ist es auch verpönt, den Ellbogen auf den Tisch aufzustützen! Die Tischsitten der Franzosen wurden nicht nur zunehmend vornehmer, sondern auch hygienischer.

Das Metallgeschirr wurde durch Keramikgeschirr ersetzt, da es als vornehmer galt und weniger Klappergeräusche verursachte…

Benimmregeln und gute Tischsitten wurden eingeführt.

Dank des wachsenden Handelsverkehrs gab es auch immer mehr Gewürze, mit denen die Rezepte besser abgeschmeckt werden konnten. Selbst die fadesten Lebensmittel konnten mithilfe dieser Gewürze schmackhaft zubereitet werden.

Neue Gewürze verleihen faden Gerichten Geschmack! | Quelle: Pixabay

Zudem können wir uns heute kaum vorstellen, wie ganz neue Produkte – Schokolade, Kaffee, Tomaten oder Kartoffeln – die Geschmacksnerven unserer Vorfahren revolutioniert haben.

Kurz vor der Französischen Revolution ist das Konzept der Restaurants, vor allem in der Hauptstadt, entstanden. Wie man weiß, ein sehr erfolgreiches Konzept!

Die regionalen Spezialitäten in Frankreich

Innerhalb Europas bildete Frankreich als eines der ersten Länder eine politische Einheit, wobei der französische Hof im Mittelpunkt stand.

Die Vasallen des Königs kamen aus allen Regionen Frankreichs, die alle verschiedene Landschaften und klimatische Gegebenheiten aufwiesen.

Ein Elsässer sprach nicht die gleiche Sprache wie ein Pariser, Bretone, Provenzale oder Korse…

Alle brachten ihre eigenen traditionellen Gerichte mit, die somit die regionalen Grenzen überschritten und überall verbreitet wurden!

An dieser Stelle möchten wir diese regionalen Spezialitäten genauer unter die Lupe nehmen.

Der Südwesten ist weltweit wegen der Gänse und der Gänseleber bekannt.

Aus dem Gänsefleisch werden nicht nur köstliche Gerichte zubereitet (Gänseleberpastete, Gänsebrust), viele Gerichte werden auch mit deren Fett hergestellt: zum Beispiel Cassoulet.

Die Pyrenäen sind ebenfalls für ihre Fleisch- und Milchprodukte bekannt: Dank der dort herrschenden klimatischen Bedingungen können hier zahlreiche Obst- und Gemüsesorten angebaut werden.

Der Südosten ist für das mediterrane Trio „Olivenöl, Wein, Getreide“ berühmt. Mit diesen einfachen Grundzutaten werden unglaublich viele Köstlichkeiten hergestellt, die unsere Geschmacksnerven in Verzücken versetzen.

Wegen der Sommerhitze stehen leichte Gerichte, die angenehm auf der Zunge zergehen, auf dem Speiseplan. An der Mittelmeerküste dreht sich alles um die Produkte aus dem Meer.

Sonnengereifte Tomaten aus Südfrankreich! | Quelle Pixabay

Die Tomate ist in den Sommermonaten die Königin unter den Gemüsesorten, in den Wintermonaten, die, vor allem wenn der Mistral weht, eiskalt werden können, sorgen die regionalen Kuchenspezialitäten dafür, die Bäuche zu wärmen.

Der ausgezeichnete Ruf der französischen Küche auf der ganzen Welt

Frankreich steht zwar nicht an der Spitze, wenn es um seine Wirtschaft oder Industrie geht, dafür punktet es umso mehr mit seiner Küche!

Die Spitzenposition auf diesem Gebiet kann Frankreich nicht abgesprochen werden: Die Qualität der Speisen sowie das französische „Savoir vivre“ sind unvergleichlich.

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die französische Küche von der Unesco zum Kulturerbe ernannt wurde.

Jeder Franzose ist ein Gourmet, auch der Durchschnittsfranzose, das sagen zumindest die Statistiken.

Die gemeinsamen Mahlzeiten sind nicht nur ein Geschmackserlebnis, sondern sind auch wegen der sozialen Komponente von größter Bedeutung in Frankreich: Familientreffen, Geschäftsessen, romantisches Dinner zu zweit.

Zusätzlich zu dieser Liebe fürs Essen, die so bezeichnend für die Franzosen ist, kann Frankreich auch zahlreiche Spitzenköche vorweisen. Die Franzosen können die TOP 100 der besten Köche auf der Welt mit geschwellter Brust betrachten: Sechs Franzosen findet man allein in der Top 10.

Dabei haben wir noch gar nicht Köche ausländischer Herkunft berücksichtigt, die sich von den französischen Produkten und Rezepten inspirieren lassen.

Die TOP 10 der französischen Spezialitäten

Wir haben die anspruchsvollen Rezepte der Sterneköche außer Acht gelassen und aus den traditionellen und schmackhaften Familiengerichten 10 typische Rezepte der französischen Küche ausgewählt, die wir Euch vorstellen möchten.

Natülich handelt es sich um eine äußerst subjektive Auswahl!

  1. Das Gratin dauphinois, das schon so manche Großmutter liebevoll für ihre Enkelkinder zubereitet hat, stammt aus der Dauphiné und wurde Ende des 18. Jahrhundert erfunden.

Kartoffeln, Milch und Knoblauch und eventuell flüssige Sahne sowie Lorbeerzweige sind die wichtigsten Zutaten dieses Gerichts.

2. Pot au feu: ein großer Klassiker der französischen Küche. Schon im Mittelalter köchelte das „Pot au feu“ in den damals an Kesselstangen baumelnden Kochtöpfen vor sich hin.

Es handelt sich um eine Mischung aus verschiedenen Gemüsesorten und relativ zähem Rindfleisch, das sehr lange gegart werden muss, um weich zu werden.

Wenn man sich im Winter aufwärmen möchte, ist dieses schmackhafte Gericht ideal.

3. Der Coq au vin hat, wenn man der Legende Glauben schenken möchte, keine ruhmreiche Entstehungsgeschichte für die Gallier.

Angeblich war dieser Hahn für die Römer eine gute Gelegenheit, um dem Stolz der Gallier, der durch dieses Tier verkörpert wird, ein schnelles Ende zu bereiten…

Aber egal, ein schöner Hahn, der in einer guten Weinsauce gagart wird und schon ist dieses köstliche Gericht fertig!

Selbstverständlich muss der „Gockel“ zuvor zerlegt werden und mit Knoblauch, Zwiebeln, Speck, Karotten, Pilzen und anderen Gewürzen abgeschmeckt werden.

4. Quiche lorraine: Eier, Speckwürfel und Sahne sind die wichtigsten Zutaten der Quiche lorraine.

Blätterteig, Eier, Speckwürfel, Sahne und schon ist die leckere Quiche fertig! | Quelle: Pixabay

5. Das Tartar aus Pferde- oder Rindfleisch, das ursprünglich nicht aus Frankreich stammt, sondern aus Osteuropa ist auch extrem lecker! Ein Klassiker bei allen Fleischliebhabern!

6. Typisch für den Südwesten, das Cassoulet oder auch Févoulet. Gänsefett, Bohnen und Fleisch (Enten-Confit, Toulouser Wurst, Speckschwarte) sowie verschiedene Gemüsesorten (Karotten) und Gewürze (Lorbeerzweige) werden kombiniert.

7. Bœuf bourguignon: Eine Mischung aus gutem Fleisch und hochwertigem Wein, die nach längerem Schmoren auf der Zunge zergeht!

8. Zu 100 % mediterran: Die Bouillabaisse, die nach Meer schmeckt… und die man sich im Sommer insbesondere an der Mittelmeerküste schmecken lassen kann!

9. Bleiben wir bei den Produkten aus dem Meer. Miesmuscheln werden mit ganz verschiedenen Saucen zubereitet. Typisch französisch sind jedoch die „moules marinières“! Dazu einen Teller Pommes frites, die Klein und Groß glücklich machen!

10. Zum Schluss ein etwas ausgefallenes, aber typisch französisches Gericht: Escargots à la bourguignonne (Schnecken)! Ideal für in der Weihnachtszeit oder um die Engländer in Angst und Schrecken zu versetzen!

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