Latein gehört wie Altgriechisch und Althebräisch zu den antiken Sprachen. Während Althebräisch ab dem 19. Jahrhundert „wiederbelebt“ wurde und heute als Ivrit (Neuhebräisch) von rund 9 Millionen Menschen weltweit gesprochen wird.

Latein und Altgriechisch gehören weiterhin zu den sogenannt „toten“ Sprachen. Das heißt nicht, dass sie ausgestorben sind, sondern dass sie sich im Laufe der Zeit zu anderen Sprachen weiterentwickelt haben. Aus der lateinischen Umgangssprache (Vulgärlatein) entstanden nach und nach die romanischen Sprachen, wie Französisch, Italienisch und Spanisch.

Überdauert haben sowohl die altgriechische als auch die lateinische Schriftsprache, die uns in unzähligen Dokumenten überliefert sind. Über viele Jahrhunderte hinweg blieb Latein die führende Sprache der Literatur, Wissenschaft, Politik und Kirche. Ohne Lateinkenntnisse an einer Universität studieren zu können – undenkbar.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts gewann das Lernen gesprochener Fremdsprachen zunehmend an Bedeutung und der Lateinunterricht geriet mehr und mehr in den Hintergrund. Heute ist es absolut normal, dass Englisch die erste Fremdsprache ist, die Kinder in der Schule lernen.

Nichtsdestotrotz bleiben die antiken Sprachen die Träger der abendländischen Hochkultur, von der Bibel bis zu philosophischen und wissenschaftlichen Texten. Mit fundierten Lateinkenntnissen (bzw. Altgriechisch oder Althebräisch) ist man in der Lage, diese im Original zu lesen und zu einem tieferen Verständnis zu gelangen.

Aus diesem Grund werden auch heute noch Lateinkenntnisse für vielen Studiengängen vorgeschrieben oder empfohlen. Als Nachweis dafür dient das Latinum. Zur Vorbereitung auf das Latinum, kannst du auch Latein Nachhilfe Hamburg buchen!

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Das Latinum – Definition

Das Latinum (Abkürzung für „examen latinum“ - lateinische Prüfung) ist der offiziell bundesweit anerkannte Nachweis über die Lateinkenntnisse, die für manche Studiengänge notwendig sind. Dabei handelt es sich um das sogenannte KMK-Latinum, das seit 1979 die früher üblichen Qualifikationen großes Latinum und kleines Latinum abgelöst hat.

In manchen Bundesländern bieten die Gymnasien bis heute zusätzlich den Erwerb des kleinen oder großen Latinums an. Das KMK-Latinum wird dann in der Regel als „normales“ oder „mittleres“ Latinum bezeichnet.

Erreichen kannst Du ein Latinum, indem Du während einer festgelegten Anzahl von Schuljahren, den Lateinunterricht besuchst und jeweils mindestens eine ausreichende Jahresendnote (4,0 oder 5 Punkte) erreichst.

In dieser Zeit lernst Du die lateinische Grammatik, baust einen Wortschatz auf und bekommst Kenntnisse der römischen Politik, Geschichte, Kultur und Literatur vermittelt. In den Klausuren wirst Du dann hauptsächlich lateinische Originaltexte auf Deutsch übersetzen und gegebenenfalls interpretieren. Wenn du mal Schwierigkeiten hast, kann dir ein privater Tutor Nachhilfe Latein online geben.

Vom kleinen über das mittlere bis hin zum großen Latinum werden die Texte schwieriger und die Inhalte komplexer.

Das Latinum erwirbt man in der Regel im Schulunterricht.
Wenn Du mehrere Jahre lang den Latein Unterricht besuchst und die Jahresendnote ausreichend ist, musst Du keine weitere Prüfung schreiben, um das Latinum zu erhalten. | Quelle: Ben Mullins via Unsplash

Wie lange es dauert, bis man das Latinum hat, hängt davon ab, in welcher Jahrgansstufe mit dem Unterricht begonnen wurde und ob Du das neun- oder achtjährige Gymnasium besuchst.

Das kleine Latinum:

  • Latein als erste Fremdsprache: 5. bis 9. Klasse
  • Latein als zweite Fremdsprache: 7. bis 10. Klasse (G9) oder 6. bis 9. Klasse (G8)
  • Latein als dritte Fremdsprache: 9. bis 11. Klasse (G9) oder 8. bis 10. Klasse (G8)
  • Latein als neubeginnende Fremdsprache: 11. bis 13. Klasse (G9) oder 10. bis 12. Klasse (G8)

Das Latinum:

  • Latein als erste Fremdsprache: 5. bis 10. Klasse
  • Latein als zweite Fremdsprache: 7. bis 11. Klasse (G9) oder 6. bis 10 Klasse (G8)
  • Latein als dritte Fremdsprache: 9. bis 12. Klasse (G9) oder 8. bis 11. Klasse (G8)
  • Latein als neubeginnende Fremdsprache: 11. bis 13. Klasse + Abiturprüfung (G9) oder 10. bis 12. Klasse + Abiturprüfung (G8)

Das große Latinum:

  • Latein als erste Fremdsprache: 5. bis 12. Klasse (G9) oder 5. bis 11. Klasse (G8)
  • Latein als zweite Fremdsprache: 7. bis 13 Klasse (G9) oder 6. bis 12. Klasse (G8)
  • Latein als dritte Fremdsprache: 9. bis 13. Klasse (G9) oder 8. bis 12. Klasse (G8) (das Latinum wird dann nach Antrag von einer Fachaufsicht erteilt)

Wenn Du die Wahl zwischen zwei oder drei Varianten des Latinums hast, sind das mittlere und das große Latinum dem kleinen vorzuziehen, denn dieses wird bei Studiengängen für die ein Latinum gefordert ist, meist nicht anerkannt.

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Für welche Studienfächer braucht man das Latinum?

Mit der Umstellung auf das Bachelor-Master-Modell vor einigen Jahren wurden die Studien- und Zulassungsverordnungen mehrfach überarbeitet und angepasst. Heute gehört das Latinum für weit weniger Studiengänge zu den Zulassungsvorausetzungen als noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

Jedoch ist es immer noch in vielen Fächern Teil der Prüfungsordnung. Das heißt, der Studiengang kann zwar ohne Latinum begonnen werden, es muss dann aber bis zum Bachelor-Abschluss nachgeholt werden. In diesen Fällen bieten die Unis Lateinkurse an, die dann mit einer Prüfung abgeschlossen werden.

Das Latinum ist immer noch Bestandteil vieler Prüfungsordnungen.
Heutzutage wird das Latinum häufig erst dann verlangt, wenn es um den Studienabschluss geht. | Quelle: Vasily Koloda via Unsplash

Für die Zulassung zu Masterstudiengängen sind nach wie vor für viele Fächer Lateinkenntnisse nachzuweisen. Das betrifft insbesondere für den Master of Education (Lehramt).

Die genauen Regelungen, wie auch die Formulierungen („Lateinkenntnisse“, „Latinum“ oder „Großes Latinum“) unterscheiden sich nicht nur von Bundesland zu Bundesland, sondern auch von Uni zu Uni.

Wir können hier nur versuchen, Dir eine Übersicht zu geben. Zuverlässige Informationen erhältst Du direkt bei der Universität, für die Du Dich interessierst. Die Unis haben auf ihren Internetseiten ausführliche und aktuelle Informationen zu jedem Studiengang.

Beachte dabei den Unterschied zwischen gefordert (das Latinum muss nachgewiesen werden) und empfohlen (Latein Kenntnisse sind in dem Studiengang hilfreich, aber nicht zwingend notwendig). Werden sie empfohlen, kann das auch bedeuten, dass es einzelne Kurse gibt, die Du nur wählen kannst, wenn Du Lateinkenntnisse nachweisen kannst.

Im Internet finden sich einige Seiten, die eine komplette Übersicht, über die Studiengänge, für die man das Latinum braucht, zusammengestellt haben. Bei diesen Quellen, solltest Du etwas vorsichtig sein. Die Einträge sind oft schon ein paar Jahre alt und haben keine Gültigkeit mehr.

Studien- und Prüfungsordnungen werden regelmäßig geändert und sind bundesweit nicht einheitlich!

Das solltest Du auch beachten, wenn Du darüber nachdenkst, die Uni zu wechseln. Es kann sein, dass Du dann plötzlich Voraussetzungen nachweisen musst, die an Deiner ursprünglichen Hochschule nicht notwendig waren.

Die Geisteswissenschaften und Sprachwissenschaften verlangen häufig Latein Kenntnisse.
Latein ist in Studiengängen wichtig, die sich mit Sprache, Kunst, Kultur, Geschichte und Religion beschäftigen. | Quelle: Nicole Reye via Unsplash

Für folgende Studiengänge brauchst Du (an den meisten Universitäten) das Latinum (als Zulassungs- oder Abschlussvorausetzung):

  • klassische Philologie
  • Latinistik
  • Theologie (evangelische und katholische)
  • Germanistik
  • Romanistik
  • Geschichte
  • Mediävistik
  • Archäologie
  • Ägyptologie
  • Kunstgeschichte
  • Kulturgeschichte
  • Musikwissenschaft
  • Literaturwissenschaft (allgemeine; spezielle)
  • Komparatistik
  • Allgemeine Sprachwissenschaft
  • Ethnologie

Für Philosophie, vergleichende Religionswissenschaft und Slawistik werden häufig Lateinkenntnisse, die dem kleinen Latinum entsprechen, verlangt. In manchen Fächern, wie der klassischen Philologie, wird zusätzlich ein Graecum verlangt; der Nachweis über Griechisch Kenntnisse.

Entgegen einer häufigen Annahme ist das Latinum für das Medizin- und Jura Studium nicht vorgeschrieben, kann jedoch in beiden Fachbereichen äußerst nützlich sein.

So helfen Dir Lateinkenntnisse im Studium

Latein ist gewissermaßen „die Mutter der romanischen Sprachen“. Sowohl in der Grammatik, als auch im Wortschatz zeichnet sich diese Verwandtschaft deutlich ab. Aber auch beim Erlernen oder tieferen Verstehen anderer (Fremd-)Sprachen, kann Latein von nutzen sein.

Sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch, benutzen wir regelmäßig Worte lateinischen Ursprungs. Einige davon haben vor so langer Zeit Eingang in die Sprache gefunden, dass sie sich von ihrer ursprünglichen Form entfernt haben und der lateinische Wortstamm nur noch bei genauem Hinsehen erkennbar ist.

Bei anderen Begriffen ist die Herkunft offensichtlicher und folgen teilweise sogar auf Deutsch der lateinischen Grammatik (z.B.: Solo – Pl.: Soli). Mit Lateinkenntnissen gelingt es Dir spielerisch, diese Worte zu erkennen und korrekt anzuwenden.

Die romanischen Sprachen, Latein, Englisch und Deutsch sowie Griechisch und die slawischen Sprachen gehören zu der Familie der indogermanischen Sprachen (auch: indoeuropäische Sprachen), die alle gewisse Ähnlichkeiten in der Grammatik aufweisen.

Das Lernen der lateinischen Grammatik fördert Dein Verständnis der Grammatik im Allgemeinen und wird Dir dabei helfen, Dich auch auf Deutsch oder Englisch besser und präziser ausdrücken zu können.

Auch wenn das Latinum nicht obligatorisch ist, wird es oft empfohlen.
Im Latein Unterricht erwirbst Du Kompetenzen, die in vielen Studiengängen hilfreich sind. | Quelle: Andrey Zvyagintsev via Unsplash

Das antike Griechenland und das römische Reich sind die Wiegen der europäischen Kultur. Die literarischen, philosophischen und wissenschaftlichen Texte aus der Antike bilden die Basis für unser heutiges Weltverständnis. Selbst die Politik hat ihren Ursprung in der Frühzeit.

Im Lateinunterricht erhältst Du einen Einblick in die Geschichte, die Philosophie und Religion der römischen Kultur. Dies bildet eine Grundlage für vieles, was Du beispielsweise in den Studiengängen Geschichte, Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte oder Philosophie lernen wirst.

Auch unser Rechtssystem hat seine Ursprünge im antiken Griechenland und Rom. Dir werden also auch im Jurastudium Begriffe und Konzepte lateinischer Herkunft begegnen.

Nicht zuletzt kann Dir Latein auch in den Naturwissenschaften und der Medizin von Nutzen sein. In der Biologie, Chemie, Mathematik und Physik werden hauptsächlich Fachbegriffe verwendet, die aus dem Lateinischen stammen. Student*innen, die in der Schule womöglich Latein statt Französisch hatten, können sich diese häufig leichter merken und innerhalb kurzer Zeit souverän damit umgehen. https://www.superprof.de/blog/schule-franzosisch-oder-latein/

Der Lateinunterricht in der Schule und das regelmäßige Übersetzen von Texten fördert zudem das analytische, logische und methodische Denken sowie die Kombinationsgabe und die Lesekompetenz.

Selbst wenn für Dein Wunsch Studium kein Latinum gefordert ist, bist Du mit Latein also nie auf dem falschen Weg!

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.