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Von Tobias, veröffentlicht am 21/01/2019 Blog > Privatunterricht > Nachhilfe geben > Wie wird man freiberuflicher Erwachsenenlehrer?

Wie kann man freiberuflich Erwachsene unterrichten?

Erwachsene sind in mancher Hinsicht genau wie Kinder: Manchmal benötigen sie gezielt Förderunterricht, um in dem, was man gerade im Leben tut, weiterzukommen. Das gilt für den Beruf oder das Hobby genauso wie für die Schule. Daher bieten viele Arbeitgeber heute kostenlose Fortbildungen und Schulungen an, an denen Mitarbeiter teilnehmen können bzw. sogar müssen!

Im Jahr 2018 gab es rund 15,06 Millionen Personen in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahre, die besonderes Informationsinteresse an beruflicher Weiterbildung hatten. Die  Schulungen werden entweder direkt im Unternehmen angeboten oder auch in öffentlichen Einrichtungen wie der Volkshochschule oder der IHK (Internationalen Handelskammer).

Weiterbilden kann man sich also, um gute Noten zu erzielen, aber zum Beispiel auch, um eine Beförderung zu erreichen und in der Karriereleiter weiter nach oben zu klettern.

Auf der anderen Seite stehen diejenigen, die die Fortbildungen anbieten. Häufig arbeiten diese Lehrer oder Trainer selbstständig, was bedeutet, dass sie sich ihre eigenen Kunden suchen müssen. Und das geht nur, wenn sie sich dank Zertifikate und guter Mund-zu-Mund-Propaganda gut selbst vermarkten können.

Viele Trainer sind heute auch in Verbänden wie dem Deutschen Verband für Coaching und Training e.V. (dvct) vereinigt. Er vertritt die Interessen seiner Mitglieder, macht sie und ihre Erfolge sichtbar und bürgt für hohe Qualität:

Wir zeigen Euch, worauf es ankommt, wenn Ihr professioneller Trainer für Erwachsene werden wollt!

Warum man selbstständig Unterricht für Erwachsene geben sollte

Der Beruf des freiberuflichen Lehrers für Erwachsene hat so manche Eigenarten. Auch, wenn die Lust aufs Unterrichten, das berufliche Risiko und die pädagogische Komponente des Jobs wichtige Elemente sind, so ist es doch am entscheidendsten, zu verstehen, was einen selbst antreibt und jeden Tag motiviert, um Erwachsenen Unterricht zu geben.

Da Ihr selbstständig arbeitet und davon abhängig seid, habt Ihr in gewisser Weise auch ein höheres berufliches Risiko, denn keiner garantiert Euch, dass Ihr auch Schüler für Euren Unterricht finden werdet. Deswegen müsst Ihr genau wissen, wo Eure Stärken liegen und wie Ihr sie am besten einsetzen könnt. Aber mehr als alles andere ist es Euer innerer Antrieb und Eure Motivation, die über Erfolg und Misserfolg entscheidet.

Helft Euch, in dem Ihr anderen helft und verdient dabei gutes Geld Als Nachhilfelehrer für Erwachsene kann man es weit bringen | Quelle: Pixabay

Ihr müsst es wirklich lieben, Euer Wissen mit anderen zu teilen und mit immer wechselnden Menschen in Kontakt zu treten. Denn egal, ob es sich um Kinder, Jugendliche oder Erwachsene handelt: Lehren ist immer etwas Intimes, denn Ihr teilt Eure Anschauung der Welt mit Eurem Schüler.

Daher beruht die Arbeit eines selbstständigen Nachhilfelehrers vor allem auch auf Vertrauen zwischen Lehrer und Schüler. Nur, wenn der Schüler Vertrauen in Euch und Eure Arbeit hat, werdet Ihr ihn aus der Reserve locken können und so die bestmöglichen Leistungen aus ihm herauskitzeln. Das gilt sowohl für private Nachhilfelehrer, als auch für Trainer im Unternehmen oder einen Sportlehrer und wird über den Erfolg Eurer Arbeit entscheiden.

Aber muss man sich deswegen gleich einer Ausbildung unterziehen? Nein, denn der Beruf des Nachhilfe-Lehrers ist nicht geschützt! Wie bei vielen anderen selbstständigen Berufen seid Ihr es, die Euren Beruf selbst kreiert und vermarktet. Dennoch ist es dabei sehr hilfreich, wenn Ihr Zertifikate vorzuweisen habt, die Eure Glaubwürdigkeit und Erfahrung unterstreichen.

Unterricht für Erwachsene geben: Erfahrung ist vorausgesetzt!

Wie bereits gesagt ist die wichtigste Voraussetzung, um guten Unterricht für Erwachsene anzubieten, Eure innere Motivation und der Antrieb, mit dem Ihr Eure täglichen Stunden abhaltet. Natürlich ist Euer fachliches Wissen aber ebenfalls mitentscheidend und dazu gehören vor allem auch die Erfahrungen, die Ihr in Eurem jeweiligen Feld bereits gemacht habt.

Nur mit genug Erfahrung könnt Ihr den Unterricht möglichst effizient und angenehm gestalten, egal, ob es um berufliche oder private Weiterbildung für Erwachsene geht.

Auch Erwachsene wollen noch lernen! Viele Erwachsene sind heute an beruflicher Fortbildung interessiert | Quelle: Pixabay

Ein Beruf also, der von Erfahrungen lebt, die von Euren Schülern, die oft genauso alt oder älter sind als Ihr selbst, wertgeschätzt werden wird. Erzählt von Euren beruflichen oder privaten Erfahrungen und gestaltet so den Unterricht so interessant wie möglich.

Als Nachhilfelehrer werdet Ihr in den meisten Fällen auch eine gewisse Leidenschaft für das unterrichtete Fach empfinden, die Ihr in jedem Fall mit in den Unterricht einfließen lassen solltet.

Wer in beruflicher oder privater Hinsicht im Leben weiterkommen möchte, für den bietet es sich an, sich einen privaten Lehrer zu nehmen, der einem gezielt weiterhelfen kann. Oftmals gibt es auch Probeveranstaltungen für Training, die den Schülern aufzeigen, worauf es in der Fortbildung ankommen wird. Auch diese könnt Ihr als Coach ohne weiteres leiten!

Auch Ihr als Coach könnt Euch immer wieder Weiterbildungen unterziehen und so für Eure Schüler immer interessanter werden und Euren Kundenstamm wachsen lassen.

Ihr solltet aber nie vernachlässigen, dass Ihr als Selbstständiger oft in einer prekären Arbeitssituation seid. So könnt Ihr zwar Eure Zeit einteilen, wie Ihr wollt, aber müsst an anderen Stellen dafür auch Abstriche machen.

Als Privatlehrer muss man auch privat vorsorgen! Legt immer etwas Geld für harte Zeiten zurück | Quelle: Pixabay

Vor- und Nachteile des Berufs des selbstständigen Nachhilfelehrers für Erwachsene

Auch, wenn der Beruf des Trainers für Erwachsene in vieler Hinsicht erfüllend ist, da Ihr Euer Wissen an andere weitergeben und sie im Leben weiterbringen könnt, so gibt es noch viele weitere Vor- und Nachteile, die Ihr beachten solltet, bevor Ihr Euch für diesen Berufsweg entscheidet. Nicht immer ist Unterricht geben ein Vergnügen!

Die Vorteile

Wie die Bezeichnung „selbstständig“ schon vermuten lässt, ist der Beruf eines Nachhilfelehrers ein sehr freier, denn Ihr könnt selbst entscheidet, wann, wie lang, wo und für wie viel Geld Ihr arbeiten möchtet. So könnt Ihr in den Urlaub fahren, wann es Euch gerade passt, nebenbei einen anderen Beruf ausüben oder ausschlafen, wenn Euch gerade der Sinn danach steht. Das ist wohl der Haupt-Grund, warum dieser Job inzwischen so populär ist.

Als Privatlehrer habt Ihr viele berufliche Freiheiten Lust auf Urlaub, wann Ihr gerade wollt? | Quelle: Pixabay

Außerdem ist es nicht notwendig, eine Ausbildung zu absolvieren oder irgendwelche Qualifikationen vorzuweisen. Ihr könnt gut kochen? Dann könnt Ihr auch andere im Kochen unterrichten! Natürlich müsst Ihr dabei glaubwürdig erscheinen und Euren Unterricht immer an den jeweiligen Schüler anpassen, was einiges an Erfahrung erfordert.

Dennoch sind die flexiblen Arbeitszeiten und der einfache Berufseinstieg sind in jedem Fall gute Gründe, die für eine Beschäftigung als Privatlehrer sprechen!

Die Nachteile

Natürlich muss es bei all den Vorteilen auch einige Haken an der Sache geben! Denn wie schon gesagt, auch, wenn der Beruf in vielerlei Hinsicht sehr erfüllend sein kann, so birgt die selbstständige Tätigkeit auch gewisse Risiken, die man niemals vernachlässigen sollte.

Der erste Nachteil, der auf der Hand liegt, ist die Unsicherheit in der Arbeit, was gerade in Zeiten akuter Geldnot zu Stress und Zukunftsängsten führen kann. Wer bezahlt Euch, wenn alle Eure Schüler plötzlich kein Interesse mehr an Eurem Unterricht haben? In einem Angestelltenverhältnis verspürt man diese Ängste nur selten.

Als Selbstständiger arbeitet Ihr nur für Euch selbst, für kein Unternehmen oder keinen Arbeitgeber. Ihr tauscht aber in diesem Fall Eure berufliche Freiheit gegen berufliche Unsicherheit ein. Wenn Ihr hauptberuflich Unterricht für Erwachsene geben wollt, dann solltet Ihr Euch immer gegen Arbeitsausfall absichern und etwas Geld für schwierige Zeiten zur Seite legen.

Voraussetzung für den Job als Lehrer ist es natürlich, zu wissen, wovon Ihr überhaupt sprecht. Aber auch Ihr könnt nicht immer alles wissen und müsst mir Kritik von Seiten der Schüler leben können. Gerade Erwachsene werden Euch im Unterricht öfter widersprechen als Kinder oder Jugendliche. Ihr solltet also immer gut vorbereitet in den Unterricht mit Erwachsenen gehen!

Ihr seht also, bei all den Vorteilen, die die Tätigkeit als privater Lehrer für Erwachsene mit sich bringt, gibt es doch auch Dinge, die Ihr im Hinterkopf behalten solltet, wenn Ihr Euch für den Beruf entscheidet. Dennoch ist es in aller Regel ein tolles Gefühl und eine Herausforderung, die Euch selbst weiterbringen wird, anderen Menschen mit Eurem Wissen weiterzuhelfen.

Nachhilfeunterricht ist auf keinen Fall etwas, das sich nur an Kinder und Jugendliche richtet. Wer wirklich von einem Fach oder einer Domäne begeistert ist, der sollte nicht zögern und seine Erfahrungen auch an Erwachsene weitergeben. Sie werden Euch dankbar sein und Ihr werdet gutes Geld mit einer freiberuflichen Tätigkeit verdienen!

Viel Erfolg bei Eurem Unterricht!
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