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Wie kann man Mitarbeiter von Unternehmen schulen?

Von Tobias, veröffentlicht am 08/02/2019 Blog > Privatunterricht > Nachhilfe geben > Wie schult man Mitarbeiter eines Unternehmens?

Unternehmen sind manchmal wie ein eigenständiger Kosmos. Verschiedene Mitarbeiter mit unterschiedlichen Funktionen arbeiten so zusammen, dass das Gesamtergebnis so positiv wie möglich gestaltet wird. Tagtäglich müssen Menschen hier miteinander in verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten, vom ersten Ausbildungsjahr bis zum Ende der Karriere.

Wäre es daher nicht nützlich, wenn sich all diese elementaren Bestandteile dieses Mikrokosmos ständig weiterentwickeln und so zu einem noch größeren Erfolg, mehr Wettbewerbsfähigkeit und gesteigerter Effizienz des Unternehmens beitragen? Auch für die Mitarbeiter lohnt sich eine gute Schulung. So ergab die Befragung von fast 17.600 Absolventen einer Aufstiegsfortbildung zu ihren Motiven und Erfolgen, dass auf die Weiterbildung bei fast zwei Dritteln der Teilnehmer ein Aufstieg im Beruf folgte: Sie erreichten eine höhere Position, erhielten einen größeren Verantwortungsbereich oder konnten sich finanziell verbessern.

Die Unternehmenswelt ist also auch eine Welt der Chancen durch Bildung, egal in welcher Form sie stattfindet. Auch für Euch als Lehrer bietet diese Tatsache interessante Perspektiven in Eurer Tätigkeit.

Wir zeigen Euch hier, warum und wie Ihr Schulungen in Unternehmen leiten könnt!

Warum man Unterricht in Firmen geben sollte

Es gibt viele gute Gründe, warum man sich dazu entscheiden sollte, Schulungen für Mitarbeiter in Unternehmen zu geben. In Firmen fließen verschiedene Kompetenzen zusammen und gestalten gemeinsam etwas größeres. Ihr als Lehrer habt die Aufgabe, diese Kompetenzen auf effiziente Weise miteinander zu kombinieren, um das bestmögliche Ergebnis herauszuholen.

Egal, ob Ihr Angestellten, Beamten, Arbeitern oder Selbstständigen Menschen Unterricht gebt: Es lohnt sich für beide Seiten! Dabei kann es sich um die verschiedensten Unterrichtsinhalte handeln, die nichts mit klassischen Schulfächern wie Mathe oder Englisch zu tun haben müssen. Je nach Kernkompetenz des Unternehmens müsst Ihr Euren Unterricht gezielt anpassen.

Die wichtigsten Gründe, die dafür sprechen, Schulungen in Unternehmen zu geben, sind:

  • Jeder Mitarbeiter wird individuell betreut
  • Ihr verstärkt den Zusammenhalt innerhalb des Unternehmens
  • Ihr verbessert die Fähigkeit, im Team zusammenzuarbeiten
  • Ihr steigert die Effizienz im Unternehmen
  • Auch Ihr als Lehrer könnt sicher noch einiges von den Mitarbeitern lernen
  • Die Unterrichtsstunden sind sehr gut bezahlt
  • Etc.

Ihr seht also, wenn Ihr Schulungen in Unternehmen anbietet, dann erschafft Ihr gewissermaßen eine Win-Win-Win-Situation: Das Unternehmen profitiert durch gesteigerte Effizienz, die Mitarbeiter profitieren, weil sie sich persönlich weiterentwickeln und Ihr profitiert, weil Ihr Geld verdient und selbst auch etwas dazulernt. Worauf wartet Ihr also noch?

Viele Erwachsene sind heute an beruflicher Fortbildung interessiert | Quelle: Pixabay

Firmen sind der ideale Ort, um Euer Wissen als Lehrer gezielt und effizient weiterzugeben. Dabei ist zu beachten, dass Ihr in den meisten Fällen nicht auf Schüler treffen werdet, die noch nie etwas von der jeweiligen Thematik gehört haben. Viele von ihnen arbeiten schon längere Zeit im Unternehmen und kennen sich mit den Grundthemen bereits bestens aus. Für Euch als Lehrer ist das perfekt, denn Ihr könnt mit ihnen interessante Debatten anstoßen und den Unterricht so bereichern.

Ihr solltet Euch jedoch dessen bewusst sein, dass Schulungen mit klassischem Nachhilfeunterricht (Spanisch, Mathe, Physik…) für Schüler wenig zu tun hat und dass jede Branche ihre eigenen Anforderungen hat.

Was Schulungen in Unternehmen einzigartig macht

Tatsächlich sind Schulungen in Unternehmen und Privatunterricht bei Schülern wie Hausaufgabenbetreuung oder privater Englischunterricht zuhause zwei Paar Stiefel. Dennoch können auch Schulungen als Nebeneinkünfte genutzt werden, um sich am Ende des Monats ein wenig Taschengeld dazuverdient zu haben. Schulungen kann man aber nicht einfach aus Lust und Laune nebenbei geben, wann es einem gerade passt. Ihr müsst auf Eurem Gebiet ausgebildet und topfit sein, um in Unternehmen Eure Dienste anbieten zu können.

Denn im Unternehmen sind keine blutigen Anfänger unterwegs. Jeder kennt seinen Beruf (mal mehr, mal weniger). Wenn Ihr zum Beispiel Mitarbeitern einer Bank Englischunterricht geben wollt, dann solltet Ihr das finanzielle Vokabular wirklich verinnerlicht haben, sodass Ihr keinen schlechten Eindruck hinterlasst.

Wenn Ihr privat Nachhilfeunterricht gebt, zum Beispiel für Schüler an einem Gymnasium oder Privatpersonen, die Euch über eine Empfehlung von Freunden oder Familie gefunden haben, dann ist Eure Beziehung meist eher informell. Im Unternehmen werdet Ihr als externer Dienstleister angesehen und müsst dementsprechend seriös auftreten. Die Mitarbeiter solltet Ihr nicht als kleine, lernunwillige Kinder betrachten, sondern als Menschen respektieren, die in ihrer Karriere gerne einen Schritt nach oben machen möchten.

Anzug und Krawatte sind für Euch als Lehrer Pflicht! Wer für Firmen arbeiten will, der braucht ein seriöses Auftreten | Quelle: Pixabay

Die Beziehung zwischen Euch, dem Unternehmen und den Mitarbeitern muss daher auf Respekt und Vertrauen basieren. Ihr als Lehrer müsst Eure beste Leistung abrufen, denn Ihr werdet schließlich vom Unternehmen bezahlt. Eure Schüler sollten Euch im Gegenzug zuhören und interaktiv am Kurs teilnehmen, natürlich auch in ihrem eigenen Interesse. Nur dann kann eine Schulung wirklich zum Erfolg für alle Beteiligten werden.

Das klingt erst einmal alles ganz angenehm und machbar. Ihr solltet jedoch beachten, dass Schulungen in Unternehmen zu geben wahrlich kein Kinderspiel ist und Ihr Euch gezielt ausbilden lassen müsst, um derlei Unterricht in einem so professionellen Rahmen geben zu können.

Es wäre auch zu schön, wenn ein Beruf nur Vorteile mit sich brächte oder? Was sind eigentlich die Nachteile oder potenzielle Hindernisse beim Unterricht für Erwachsene?

Die Schwierigkeiten, die Schulungen im Unternehmen mit sich bringen

Wer sich von einer Firma, egal welcher Art, engagieren lässt, um den Mitarbeitern eine Schulung zu geben, der sollte nie außer Acht lassen, dass es sich hierbei nicht immer um reines Vergnügen handelt. Tatsächlich gestaltet sich Unterricht in professionellen Unternehmen häufig als anspruchsvoller und schwieriger als Privatunterricht, zum Beispiel beim Schüler zuhause. Das hat vielerlei Gründe:

  • Ihr habt es in der Regel nicht mit absoluten Anfängern zu tun und müsst Euch selbst ausgiebig auf die Schulung vorbereiten, um den Respekt der Mitarbeiter zu gewinnen.
  • Gerade, wenn Ihr noch nicht viel Erfahrung im Unterrichten habt, müsst Ihr daran arbeiten, Euch eine natürliche Autorität anzueignen
  • Mitarbeiter können Schulungen teilweise skeptisch gegenüberstehen, gerade dann, wenn sie meinen, dass sie sich ohnehin in ihrem Element befinden. Ihr könntet unter Umständen als „unnötig“ oder „lästig“ betrachtet werden. Dem gilt es mit einem gut vorbereiteten Unterricht entgegenzuwirken.
  • Mitarbeiter könnten Angst haben, Euch ihre Schwächen zu offenbaren und sich so vor den Kollegen und dem Chef zu blamieren. Diese Angst müsst Ihr ihnen unbedingt nehmen!
  • Verhindert, dass sich die Mitarbeiter als lernunwillige Kinder fühlen. Sucht den konstruktiven Dialog und begegnet den Mitarbeitern stets auf Augenhöhe

Unterschätzt nie den Arbeitsaufwand für die Vorbereitung von Schulungen Schulungen wollen stets gut vorbereitet sein! | Quelle: Pixabay

Wer sich dazu entscheidet, professionelle Schulungen an Mitarbeiter von Unternehmen zu erteilen, der muss also ganz schön auf Zack sein, denn der Beruf ist wirklich nicht einfach! Oftmals ist der erste Eindruck entscheidend und dieser ist auch mit Eurem Auftreten verbunden. Die Mitarbeiter wollen sich Euch gerne zum Vorbild nehmen, also solltet Ihr ihre Hoffnungen auf keinen Fall enttäuschen, indem Ihr schlecht vorbereitet oder unpünktlich zum Unterricht kommt!

Wie schon gesagt, es handelt sich beim Unterrichten, besonders im professionellen Rahmen, um eine Tätigkeit, die ein hohes Maß an gegenseitigem Respekt erfordert.

Wer Schulungen geben will, er muss sich darüber im Klaren sein, dass dieser Beruf, wennschon er auch sehr lukrativ ist, hin und wieder auch zu Konflikten und Konfrontationen führen kann. Seid Euch stets der Tatsache bewusst, dass Ihr keine kleinen Kinder vor Euch habt, sondern ausgebildete Erwachsene, die wohl nicht grundlos vom jeweiligen Unternehmen angestellt worden sind und die tagtäglich ihre Leistungen bringen.

Oftmals sind die Schulungen an Unternehmen für Mitarbeiter auch obligatorisch. Gerade denn kann es passieren, dass die Mitarbeiter keine Lust und kein Verständnis für Euren Unterricht aufbringen und nicht dazu bereit sind, Euch ihre Aufmerksamkeit zu schenken.

Erwachsene können sich schon mal querstellen Auch Erwachsene können manchmal ganz schön stur sein! | Quelle: Pixabay

Es kann daher passieren, dass Ihr Euch mit Schulungsteilnehmern konfrontiert sehen, die sich störrisch und uneinsichtig verhalten. In diesen Fällen müsst Ihr Euch dann besonders viel Mühe geben und konkret und individuell auf jeden Einzelnen dieser Mitarbeiter eingehen. Wer das tut, der wird schnell feststellen, dass die Barrikade zwischen Euch und Euren Schülern schmelzen wird und Ihr Zugang zum jeweiligen Mitarbeiter bekommen werdet.

Zusammengefasst kann man aber dennoch sagen, dass es in den allermeisten Fällen eine erfüllende und lukrative Sache ist, wenn man professionelle Schulungen an Unternehmen leitet. Behaltet die möglichen Probleme im Hinterkopf und bereitet Euch stets auf jede einzelne Unterrichtsstunde gut vor.

Ihr werdet sehen, dass Ihr mit der Zeit die Seminare wie von selbst leiten und richtig Spaß am Unterrichten haben werdet!

Wir wünschen Euch dabei viel Erfolg!

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