Dein Kind, Dein Schüler oder Deine Schülern haben offensichtlich Schwierigkeiten mit dem Lesen oder mit dem Schreiben oder sogar mit beidem? Vielleicht handelt es sich nur um eine rechtschreibschwache Phase, vielleicht steckt aber auch mehr dahinter: Eine Lese-Rechtschreib-Schwäche, auch LRS genannt, oder sogar Legasthenie?

Rechtschreib-Schwächen oder -Schwierigkeiten zeichnen sich meist schon im Grundschulalter ab. Auch wenn Erwachsene ebenfalls davon betroffen sein können, merken Eltern und Lehrer schon beim Lesen und Schreiben Lernen, wenn ein Kind damit Probleme hat. Und natürlich wollt Ihr das Beste für Euer Kind und es bestmöglich beim Lesen und Schreiben unterstützen.

In diesem Prozess ist der wichtigste Schritt, LRS oder Legasthenie zu erkennen. Denn vom ersten Gedanken daran oder dem ersten Zweifel bis zur Diagnose geht Ihr einen weiten Weg. Wir von Superprof wollen Euch ermutigen, Euch zeigen, an wen Ihr Euch wenden könnt, wie Ihr LRS erkennt und welche nächsten Schritte danach auf Euch warten. Gleich zu Beginn sei Euch gesagt: Wenn Ihr diesen Artikel lest und Euch mit dem Thema LRS beschäftigt, seid Ihr schon auf dem richtigen Weg. Denn um LRS zu erkennen, ist der erste Schritt, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Wenn Ihr noch mehr über LRS und Legasthenie erfahren möchtet, könnt Ihr in unserem Artikel noch mehr erfahren.

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Typisch für LRS: Das sind die Anzeichen

LRS und Legasthenie sind Rechtschreib-Schwächen bzw. -Schwierigkeiten, die Ihr leicht an zwei Dingen erkennen könnt: Ein Kind hat Probleme beim Lesen Lernen und beim Schreiben Lernen.

LRS erzeugt einerseits Schwierigkeiten beim Lesen, insbesondere beim Vorlesen. Betroffene tendieren dazu, die einzelnen Buchstaben zu sprechen, anstatt ein ganzes Wort. Außerdem werden manchmal Wörter gelesen, die nicht im Text stehen. Diese Wörter passen zwar inhaltlich zum Rest des Textes, stehen aber nicht wirklich da. Trotz vielem Üben fällt das Lesen weiterhin schwer. Zudem wird sehr viel Energie dafür aufgewendet, einen Text korrekt vorzulesen. Somit bleibt nicht genug Energie dafür übrig, den Text inhaltlich zu verstehen. Deshalb haben Betroffene von LRS Schwierigkeiten damit, einen Text inhaltlich zu durchdringen.

Mit LRS oder Legasthenie ist Vorlesen und Schreiben besonders schwierig.
Das Vorlesen fällt mit LRS besonders schwer. | Quelle: Unsplash

Außer Schwierigkeiten beim Vorlesen haben Betroffene von LRS Probleme beim Schreiben. Auch hier gilt: Trotz vielem Üben klappt es mit der Rechtschreibung nicht so richtig. Viele Fehler schleichen sich beim Schreiben ein, nicht immer die gleichen, sondern ganz viele verschiedene. Das heißt: Ihr als Eltern erklärt noch so oft, wie ein Wort richtig geschrieben wird. Und trotzdem macht Euer Kind es wieder und wieder falsch. In einem Text ist manchmal der Anfang gut und nahezu fehlerfrei geschrieben, gegen Ende häufen sich aber die Fehlerchen. Dann solltet Ihr hellhörig werden und Euch fragen, ob Euer Kind nicht von LRS betroffen ist.

Eine Lese- und Rechtschreibschwäche und Legasthenie sind übrigens nicht das gleiche. In unserem Artikel zum Thema erklären wir Euch die Unterschiede zwischen LRS und Legasthenie. Denn LRS ist eine Lernschwierigkeit, die ein Kind entwickelt. Legasthenie hingegen ist angeboren. Deshalb unterscheiden sich auch die Therapieansätze, dazu aber später mehr.

LRS erkennt Ihr nicht nur an den typischen Symptomen, sondern auch an Begleiterscheinungen. Denn die gehen leider oft einher mit dieser Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Wer jeden Tag damit konfrontiert ist, schlecht in etwas zu sein, glaubt weniger an sich selbst. Das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl sinken, Schule macht keinen Spaß, sondern vielleicht sogar Angst. Kein Wunder also, dass Begleitschwierigkeiten oder -erkrankungen, auch Komorbiditäten genannt, auftreten. Dazu gehören Angststörungen, ADHS, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, Impulsivität und Hyperaktivität, aber auch Dyskalkulie (Schwierigkeiten beim Rechnen). Im schlimmsten Fall kann es sogar zu depressiven Störungen kommen.

Wenn LRS therapiert wird, wird aber nicht sofort auf diese Komorbidität eingegangen. Denn in den meisten Fällen verschwinden diese Begleitschwierigkeiten wieder, wenn auch die LRS oder Legasthenie behandelt wird. Das Selbstwertgefühl steigt und Angst vor Schule schwindet. Genau deshalb ist eine Therapie bei LRS so wichtig! An wen Ihr Euch dafür wenden könnt, erklären wir Euch im Folgenden. Natürlich könnt ihr für diese Begleiterscheinungen trotzdem ebenfalls eine Therapie machen.

In unserem Artikel über Beispiele und die LRS Definition  erfahrt Ihr übrigens noch mehr Details zum Thema.

Vielleicht LRS? An wen Ihr Euch wenden könnt

Beim leisesten Zweifel an den Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten Eueres Kindes habt Ihr als Eltern mehrere Möglichkeiten: Ihr könnt einen Test machen, der die Lese- und Rechtschreibfähigkeiten Eueres Kindes aufzeigt, wie zum Beispiel den schreib.on Test. Dieser gehört zu den diagnostischen Rechtschreibtests, ist wissenschaftlich fundiert und gibt Aufklärung darüber, welche Lernschritte schon erfolgreich vollzogen wurden und welche noch ausstehen. Daran anknüpfend können dann Fördermaßnahmen entwickelt werden.

Wenn Ihr herausfinden wollt, wie gut die Lese- und Rechtschreibfähigkeiten Eueres Kindes sind, schafft ein Test Abhilfe.
Die Lese- und RechtschreibfähigkeitenEures Kindes könnt Ihr mithilfe eines Tests erkennen. | Quelle: Unsplash

Ihr könnt Euch ebenfalls an ein LOS Institut wenden. LOS steht für Lehrinstitut für Orthografie und Sprachkompetenz. Dort wird nicht nur LRS diagnostiziert, sondern es werden auch Hilfe und Therapien angeboten. LOS Institute gibt es überall in Deutschland - ein Blick auf die Webseite lohnt sich also, um heraus zu finden, wo Euer nächstes LOS ist.

Die Diagnose LRS kann psychologisch oder pädagogisch sein. Psychologen können eine Legasthenie feststellen, wobei diese Diagnose nicht die Bereiche enthält, in denen die Probleme auftreten. Die pädagogische Diagnose hingegen zeigt, in welchen Bereichen das Kind Schwierigkeiten hat. Um dies herauszufinden, wird zunächst ein ausführliches Gespräch mit Eltern und Kindern geführt. Danach werden außerdem ein Seh- und Hörtest, ein Lese- und Rechtschreibtest und ein Test zur Feststellung einer Legasthenie bzw. einer LRS gemacht.

Schlussendlich wird herausgefunden, wie die Sinnesverarbeitung im Gehirn des Betroffenen funktioniert. Denn Betroffene von LRS und Legasthenie sind keinesfalls weniger intelligent als andere. Die Lernschwierigkeiten oder -störungen treten also auf, obwohl Kinder intelligent sind, obwohl sie gesunde Sinnesorgane haben und obwohl sie den Unterricht regelmäßig besuchen.

Deshalb knüpft die LRS Behandlung an dieser Stelle an. Das heißt, die bestehenden Fähigkeiten des Kindes werden untersucht und die Förderung knüpft an dieser Stelle an, sodass optimal Fortschritt gemacht werden können. Zudem wird das phonologische Bewusstsein gefördert. Dazu gehört, dass Wörter in Silben zerlegt werden und das Silben zu Wörter zusammengefügt werden. Außerdem wird die Fähigkeit trainiert, Anlaute zu erkennen und aus Lauten ein Wort zu bilden bzw. ein Wort in Laute zu zerlegen.

Schließlich wird bei der Legasthenie- und LRS-Therapie trainiert, Wörter und Sprache auf unterschiedliche Weise zu bilden. Viele Übungen werden mit Bewegungen unterstützt, sodass Lesen und Schreiben nicht mehr eine reine Kopfsache ist.

Da sich LRS und Legasthenie voneinander unterscheiden, unterscheidet sich auch die Therapie. Während der Fokus bei Legasthenie auch auf der Förderung der Aufmerksamkeit und der Sinneswahrnehmung liegt, wird bei der LRS Behandlung das Training der Rechtschreibregeln fokussiert. Schließlich haben beide Therapien gemeinsam, dass die persönlichen Symptome gestärkt werden. Die Therapien sind also sehr individuell.

Bei LRS fühlt sich Lesen und Schreiben an wie ein Puzzle, bei dem die Teile nicht zusammenpassen.
Wie ein großes Puzzle fühlt sich LRS an: Die Einzelteile wollen einfach nicht zusammenpassen. Eine Therapie kann dies verändern! | Quelle: Unsplash

Eine erfolgreiche Therapie hilft Kindern ihr Leben lang. Denn wenn LRS nicht behandelt wird, verschwindet die Schwierigkeit beim Lesen und Schreiben leider auch nicht. Teils haben auch Erwachsene LRS, wobei das dann daran liegt, dass die Lernschwierigkeit in der Kindheit nicht erkannt und nicht therapiert wurde. Erwachsene mit Lese- und Rechtschreib-Schwierigkeiten können ebenfalls etwas dagegen tun: Die LOS Institute bieten auch hierfür Hilfe.

Mehr Tipps und Ratschläge zum Behandeln der LRS geben wir Euch in unserem Artikel zum Thema.

Diagnose LRS: Das sind die nächsten Schritte

Bei Thema LRS werdet Ihr hellhörig und denkt bereits darüber nach, wo in Eurer Nähe Ihr Hilfe bekommt? Dann seid Ihr auf dem richtigen Weg! Der erste Schritt ist getan, jetzt geht darum, aktiv zu werden.

Ihr solltet nachsehen, wo in Eurem Umkreis ein Kinder- und Jugendpsychologe eine Diagnose stellen kann, wo ein LOS Institut ist oder Ihr macht für's Erste nur einen online LRS Test. Danach habt Ihr Klarheit und könnt mit der LRS Behandlung beginnen, sodass Euer Kind weniger Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben Lernen hat.

Bestimmt ist das Hausaufgaben Machen bei Euch mit Stress verbunden. Schließlich möchte Euer Kind alles richtig machen und Ihr ihm bestmöglich helfen. Wenn dann die LRS dazwischen funkt und Euch die Hausaufgabenzeit schwer macht, führt das zu Ärger und schlechter Laune.

Deshalb empfehlen wir Euch als Eltern die LRS Therapie auch, damit Ihr Euch ein wenig zurücklehnen könnt. Schließlich sind Eltern keine Therapeuten. Der Druck, dass Euer Kind unbedingt richtig lesen und schreiben können muss, ist teils schwer erträglich. Um also nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen, empfehlen wir Euch, das ganze Thema Lesen und Schreiben an einen Experten abzugeben.

LRS und Legasthenie Behandlungen werden von Experten angeboten.
Eine LRS oder Legasthenie Therapie wird von Experten durchgeführt - somit werdet Ihr als Eltern erleichtert. | Quelle: Unsplash

Fokussiert Euch wieder darauf, was Euer Kind gut macht. Baut sein Selbstwertgefühl auf, helft ihm dabei, seine Stärken zu erkennen. Denn genau das ist so wichtig, um nicht kaputt zu gehen am Leidensdruck des schlechten Lesens und Schreibens.

Euer Kind ist besonders gut in einer bestimmten Sportart, vielleicht aber auch in Mathe oder anderen Schulfächern? Dann stellt das in den Fokus und lagert die LRS Therapie in die Behandlung aus. Denkt mal zurück und erinnert Euch daran, worauf Ihr früher stolz wart. Auch Euer Kind möchte stolz auf sich sein - wenn es nicht auf das Lesen oder Schreiben ist, dann doch einfach auf etwas anderes!

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Eva

Halb in Berlin, halb in Paris lebe ich meine Leidenschaften für guten Wein und schöne Fahrräder aus. Ich bin immer für spannende Aktivitäten zu haben und ständig auf der Suche nach interessanten Themen, die ich in meinen Artikeln mit Euch teile!