Wer hat gesagt, dass große wissenschaftliche Entdeckungen immer von Männern gemacht werden müssen? Frauen haben ebenso ihre Bedeutung im Bereich der Physik und ein gutes Beispiel dafür ist die Polin Marie Curie.

Als in Frankreich eingebürgerte gewann sie den Nobelpreis der Physik und ist die Einzige, die mit zwei Preisen ausgezeichnet wurde. Außerdem war sie auch Pionierin als Professorin an der Universität Paris und die erste Frau, die im Panthéon in Paris aufgrund ihres Verdienstes beerdigt wurde.

Ihr Mädchenname war Maria Skłodowska, sie erlangte jedoch erst Bekanntheit, als sie bereits in Frankreich lebend Marie genannt wurde und den Nachnamen ihres Mannes, Pierre Curie, annahm. So wurde sie zu Marie Curie, einem der größten Namen der Physik bis heute.

Ihr Beispiel zeigt, dass die Welt der Physik nicht den Männern vorbehalten ist, und dient als Inspiration für alle Frauen.

Wenn du mehr über Marie Curie und ihr Leben erfahren möchtest, dann lies einfach weiter, dieser Artikel befasst sich damit.

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Marie Curie: Pionierin der Wissenschaft

Wenn heutzutage Frauen immer noch mit Vorurteilen zu kämpfen haben, wenn sie sich für bestimmte Berufe entscheiden, dann stell dir einmal vor, wie das im letzten Jahrhundert gewesen sein muss.

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Heute trägt sogar ein Campus der Sorbonne Curies Namen. Quelle: Unsplash.

Marie Curie stellte sich dem Ganzen entgegen und konnte eine renommierte und anerkannte Rolle in der Wissenschaft für sich einnehmen. Bis heute wird sie für ihre Verdienste und ihre Leistung respektiert und erinnert.

Marie wurde in Warschau in Polen im Jahr 1867 geboren. Ihre Kindheit war nicht einfach und sie erhielt ihre Schulbildung an kleinen Schulen in der Region. Ihr Interesse für die Wissenschaft zeigte sich schon früh, als ihr Vater, Lehrer für Mathematik und Physik, eine Arbeitsinstrumente mit nach Hause brachte, nachdem sie in den polnischen Schulen durch die russischen Autoritäten verboten wurden (das Russische Reich herrschte damals im Land).

Nach dem Tod ihrer Mutter und einiger Geschwister litt Curie an einer Depression und lebte ein Jahr mit ihren Verwandten im Landesinneren, wo sie ihre Schulbildung abschloss. Wieder in Warschau war es ihr Traum, an der Universität zu studieren, wo Frauen zur damaligen Zeit nicht zugelassen wurden.

So kam es, dass sie und ihre Schwester sich an der Universität Volante einschrieben, einer geheimen Institution, die entgegen der Vorgaben der Autoritäten auch Frauen zuließ.

Marie Curie studierte viele Jahre auf eigene Faust mit Hilfe von Büchern und Briefen. 1891 begann dann endlich ihre praktische wissenschaftliche Ausbildung im Chemielabor des Museums der Industrie und Landwirtschaft in ihrer Stadt.

Sie ging dann nach Paris und führte ihr Studium an der Universität Paris fort. Zu dieser Zeit hatte sie bereits Abschlüsse in Physik, Chemie und Mathematik.

In derselben Stadt begann sie ihre Karriere auf Grundlage ihrer eigenen Untersuchungen und Forschungen zu magnetischen Eigenschaften und Stahl. Hier war es, dass sie Pierre Curie kennenlernte, der ihr Mann werden sollte. Beide teilten ein großes Interesse an der Physik, näherten sich an und er ermöglichte ihr einen Arbeitsplatz.

Jahre später half Marie ihrem Mann die Leitung des Physiklabors der Université Sorbonne zu übernehmen. Nach seinem Tod übernahm sie seine Stelle am Lehrstuhl der Universität und wurde damit zur ersten Frau, die diese Position bis dato innehatte.

Zum Thema ihrer Pionierrolle darf auch ihre Position als Leiterin des Labor Curie am Institut Radium der Universität Paris sowie ihre sieben Teilnahmen an der Solvay-Konferenz nicht unerwähnt bleiben.

Wer daran gewöhnt ist, die Physik mit Einstein und Planck in Verbindung zu bringen, der muss sich auch um die Rolle der Frauen in der Physik bewusst sein.

Curie und ihre Entdeckung zweier chemischer Substanzen: Radium und Polonium

Der Begriff Radioaktivität wurde von Marie Curie erfunden!!! In ihrer Laufbahn entdeckte sie zwei chemische Substanzen: Radium und Polonium.

Curie brahchte die Physik sehr voran.
Marie Curie entdeckte sogar zwei neue chemische Substanzen. Quelle: Unsplash.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann arbeitete sie in einem Labor und hielt ihre Experimente in einem Heft fest. Die Trennung von Substanzen ausgehend vom Prozess der Purifizierung führte zu einem Material, das Bismut ähnelt, jedoch aktivere Eigenschaften aufweist, mehr als Uran sogar. In der Annahme, dass es sich dabei um ein bisher unentdecktes chemisches Element handelt, nannten sie es Polonium, in Anlehnung an ihr Herkunftsland.

Ihre Untersuchungen und Forschung machten da jedoch keinen Halt. In Experimenten, die mit der Isolation von Substanzen zu tun hatten, entdeckten sie ein weiteres Element, das sich nur schwer abtrennen ließ. Seine Eigenschaften ähnelten denen von Barium, plus einer Portion Radioaktivität.

Als ob es sich um ein weiteres Element mit höherer Aktivität als Uran handelt, sich jedoch von Polonium unterscheidet, nannten sie es „Radium“ wegen seiner Radioaktivität. Jahre später wurde Curie zur Gründerin des Instituts Radium in Paris.

Nach dieser Entdeckung tat sich ein neuer Forschungszweig in der Wissenschaft der damaligen Zeit auf: die Radioaktivität. Dank dessen wurden die Wissenschaftler als ihrer Zeit voraus angesehen und ihnen wurde eine essenzielle Rolle in den Fortschritten der Physik und sogar der Medizin zuteil.

Später, als sie bereits verwitwet war, versendete sie Radium in Gasform in die Krankenhäuser. Das Element spielt eine wichtige Rolle in der Behandlung bösartiger Tumore.

Leider war damals noch nicht bekannt, welche Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit Radioaktivität ergriffen werden müssen und Marie wurde von verschiedenen Leitern von Laboren vor allem in den USA dafür in Frage gestellt, dass sie und ihre Kollegen gar keine Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Tatsächlich litt sie an den Folgen des Kontakts mit Radioaktivität und auch ihre Mitarbeiter zogen sich Krankheiten wie Leukämie und Anämie zu.

Marie Curie und die Erfindung der Röntgenstrahlung

Die ersten Röntgenstrahlen wurden von Wilhelm Röntgen 1895 entdeckt. Marie Curie vertrat in der Zwischenzeit stets, dass solche Technologien in der Medizin dem Wohl der Menschheit zugutekommen sollte.

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Curie setzte sich für die medizinische Verwendung von Röntgenstrahlen ein. Quelle: Unsplash.

So erhielt sie die Gelegenheit, mit ihrer Arbeit etwas zu bewegen. Sehr niedergeschlagen nach dem Tod ihres Mannes gab sie sich dennoch nicht geschlagen. Sie gab sich weiterhin der Forschung hin und leistete weitere Beiträge an die Menschheit.

1914 zu Beginn des ersten Weltkrieges erwartete man viele Verletzte. Zu diesem Zeitpunkt setzte sich Marie Curie in dem Versuch zu helfen intensiver mit Röntgen-Strahlung und ihrer Anwendung bei Knochenbrüchen auseinander. Hier fing sie an bei Unternehmen und Forschungseinrichtungen Gelder für die Bereitstellung mobiler Röntgengeräte zu sammeln, um diese zum Ort der Kampfhandlungen bringen zu können.

Die Techniker, die solche Geräte bedienten, wurden auch von ihr angelernt. Das Ergebnis war, dass es ca. 200 eingerichtete Behandlungsstationen gab, die in der Nähe der Kampfhandlungen eingerichtet wurden und wo Hunderte Soldaten behandelt wurden. Die französische Regierung erkannte ihre Leistung jedoch nicht an, das geschah erst nach ihrem Tod.

Die Nobelpreise von Marie Curie

Die Arbeit von Marie Curie und ihre Pionierrolle brachten der Menschheit viel Gutes und ihr viel Anerkennung.

1903, nachdem die Bedeutung sowie das Risiko ihrer Arbeit anerkannt wurde, erhielt Curie den Nobelpreis der Physik. Ihr Ehemann Pierre Curie war zuvor bereits mit dem Preis für seine Arbeit, Forschung und Entdeckungen ausgezeichnet worden.

Die Entdeckung der Elemente Radium und Polonium brachen ihr einen weiteren Nobelpreis ein. Marie erhielt 1911 einen Nobelpreis der Chemie.

Curie erhielt den Nobelpreis für Chemie.
Ihr Lebenswerk wurde mit dem Nobelpreis für Chemie gewürdigt. Quelle: Unsplash.

Es lohnt sich, sich daran zu erinnern, dass sie die erste Frau war, die einen Preis auf diesem Niveau jemals erhalten hatte. Außerdem war sie die erste Person, die zwei Nobelpreise in zwei verschiedenen Kategorien erhalten hatte. Sie war ebenso die einzige Person, die jemals alleinig einen Preis erhalten hatte. Als Beweis, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, wurde ihre Tochter nach Maries Tod mit einem Nobelpreis der Chemie ausgezeichnet.

Marie Curie wurden auch viele inoffizielle Ehren und Respektsbekundungen zuteil. 1924 benannte Alfred Shoep beispielsweise ein dann entdecktes chemisches Element nach ihr, in dem er einen Fingerzeig zu ihrem Mädchennamen gab und es sklodowskita nannte.

So ging ihr Name für immer in die Geschichte der Physik ein und sie wurde zu einer Pionierin in vielerlei Hinsicht, die Paradigmenwechsel anstieß und sich in einer Gesellschaft durchsetzen konnte, in der nur der männliche Intellekt anerkannt wurde.

Wir können mit Sicherheit sagen, dass Marie Curie ihrer Zeit voraus war. Sie hat sich genug getraut, um eine Universität in einer männerdominierten Zeit besuchen zu können und sich so das notwendige Wissen anzueignen, das sie zur Entdeckung der unterschiedlichen Niveaus der Radioaktivität führte, auch noch Jahre nach ihrem Tod.

Der Menschheit hat sie alle Diagnosen hinterlassen, die heutzutage mit Röntgenstrahlen erstellt werden können. Hinzu kommen ebenso die Anwendungen der Radioaktivität im Bereich der Chemotherapie.

Marie Curie fand in der Radioaktivität ihre Mission, den Grund für die Anerkennung ihrer Arbeit und ebenso ihre Todesursache. Sie starb im Alter von 67 Jahren an Leukämie als Folge ihres vielen Kontakts mit radioaktiven Substanzen. Auch als sie krank war, arbeitete sie weiter, genauso wie Stephen Hawking.

Und hat dich die Geschichte von Marie Curie inspiriert, mehr über Physik zu lernen? Selbst wenn du nicht zu einem Pionier wirst und Nobelpreise erhältst, gute Noten in der Schule bringt es dir sicher ein. Wer weiß, vielleicht ist es auch dein Traum, eines Tages in einem Labor zu arbeiten und einen Beitrag für die Menschheit zu leisten.

Marie Curie entdeckte zwei neue Elemente. Weißt du, wo das Periodensystem herkommt? Hinterlasse einen Kommentar und teile uns mit, was du weißt.

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Sarah

Als Dolmetscherin und Übersetzerin sind fremde Länder und Kulturen mein täglich Brot. Wenn ich nicht gerade meine Leidenschaft für Sprachen und Reisen auslebe, bin ich auf Fußballplätzen zu finden, mit meinem Longboard unterwegs oder probiere mich wahrscheinlich gerade an einer anderen Sportart aus.